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Aufbau eines Wissenstransfersystems unter besonderer Berücksichtigung der mittelständischen Unternehmen der Automobilzulieferindustrie

Titel: Aufbau eines Wissenstransfersystems unter besonderer Berücksichtigung der mittelständischen Unternehmen der Automobilzulieferindustrie

Masterarbeit , 2011 , 119 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: M.A. Michael Herbst (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Globalisierung ist heute als Begriff und fortschreitender Prozess aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken. Für viele Wirtschaftsunternehmen bedeutet dies jedoch, dass sie zunehmend neuen Kräften und Erwartungen ausgesetzt sind. Neben der Verschärfung des Wettbewerbs stehen Kundenerwartungen, die zur Innovation zwingen, und hohe Kapitalgebererwartungen vermehrt im Vordergrund.
Dies alles schafft ein Umfeld, in dem es für Unternehmen und deren Mitarbeiter immer schwerer wird, relevantes Wissen zu bündeln und dieses nachhaltig zu transferieren. Wissen wird somit zur strategischen Ressource, die es Unternehmen ermöglicht, sich nachhaltig von Konkurrenten zu differenzieren und dadurch Wettbewerbsvorteile aufzubauen.
Von den dargestellten Rahmenbedingungen sind vor allem die Hersteller und Zulieferer der Automobilindustrie und der Mittelstand betroffen.
Obwohl Wissen bereits frühzeitig als entscheidende Ressource unserer Wirtschaft erkannt wurde , ist ein systematischer und effektiver Umgang damit noch längst keine Selbstverständlichkeit. Beispiele aus der mittelständischen Automobilzulieferindustrie sollen dies verdeutlichen.
Während der Einsatz von Wissensmanagement bei den Fahrzeugherstellern (sog. OEMs) bereits weitläufig dokumentiert ist, sehen Zulieferbetriebe nur zögerlich die Notwendigkeit von Wissensmanagement: knappe zeitliche und finanzielle Kapazitäten führen besonders bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) dazu, dass diese eine Beschäftigung mit dem Thema „Wissensmanagement“ scheuen. Den Entscheidungsträgern der Unternehmen mangelt es zudem oftmals an einem klaren Überblick über das vorhandene Wissen und der Kenntnis über Möglichkeiten und Einflussfaktoren des Wissenstransfers.
Darüber hinaus bereitet die praktische Implementierung von Wissensmanagement im Unternehmen Probleme. Bei der Frage, welche Art von Wissensmanagement für das eigene Unternehmen relevant ist, stoßen besonders KMU schnell an ihre Grenzen, da häufig keine ausreichenden Ressourcen zur Verfügung stehen, um sich mit dem komplexen Themenfeld Wissensmanagement auseinander zu setzen.
Der vorliegenden Arbeit sollen diese aufgezeigten Problemfelder – insbesondere im Bereich der KMUs – als Ansatzpunkt dienen. Eines der primären Ziele der Arbeit ist es, mittelständischen Automobilzulieferern die wirtschaftliche Bedeutung von WM im Allgemeinen, sowie den Wert von Wissenstransfer – als Baustein des Wissensmanagements – aufzuzeigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2. Wissen in der Automobilindustrie

2.1. Wissen als Wettbewerbsfaktor in der Automobilindustrie

2.2. Wissensprobleme in mittelständischen Unternehmen der Automobilzulieferindustrie

2.3. Hypothese: Problemlösung durch Wissensmanagement

3. Wissenstransfer als Problemlösungsansatz

3.1. Aufgaben und Aufbau des organisationalen Wissensmanagementsystems

3.2. Wissenstransfer als Baustein des Wissensmanagementsystems

3.2.1. Formen und Ansätze des Wissenstransfers

3.2.2. Methoden des Wissenstransfers

3.2.3. Praxisbeispiele aus der Automobilindustrie

3.3. Barrieren des Wissenstransfers

3.4. Zusammenfassende Bewertung

4. Forschungsdesign der Fallstudie

4.1. Datenerhebung

4.2. Forschungsmethode

4.2.1. Pretest

4.2.2. Aufbau des Fragebogens

4.2.3. Aufbau der Interviews

4.3. Beschreibung des untersuchten Unternehmens

5. Empirische Analyse

5.1. Deskriptive Analyse

5.1.1. Deskriptive Analyse der Rahmendaten

5.1.2. Deskriptive Analyse von Wissensproblemen

5.2. Quantitative Analyse

5.3. Qualitative Analyse und Kombination mit den quantitativen Ergebnissen

5.4. Zusammenfassung und Fazit

6. Empfehlungen zur Gestaltung des Aufbaus eines Wissenstransfersystems

6.1. Gestaltungsempfehlung für den Wissenstransfer

6.2. Der idealtypische Prozessverlauf des Wissenstransfers

7. Schlussbetrachtung

7.1. Zusammenfassung der Ergebnisse

7.2. Kritische Würdigung und zukünftiger Forschungsbedarf

Zielsetzung und Themen

Ziel der Arbeit ist es, die Bedeutung von Wissensmanagement und Wissenstransfer für mittelständische Unternehmen der Automobilzulieferindustrie aufzuzeigen und ein Handlungskonzept für den Aufbau eines Wissenstransfersystems zu generieren, um Wissensprobleme zu lösen und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

  • Bedeutung von Wissen als strategische Ressource in der Automobilbranche.
  • Analyse spezifischer Wissensprobleme in mittelständischen Zulieferunternehmen.
  • Erarbeitung von Methoden und Barrieren des Wissenstransfers.
  • Empirische Fallstudie in einem mittelständischen Automobilzulieferer.
  • Ableitung von Gestaltungsempfehlungen für Wissenstransfersysteme.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung: Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

Globalisierung ist heute als Begriff und fortschreitender Prozess aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken. Für viele Wirtschaftsunternehmen bedeutet dies jedoch, dass sie zunehmend neuen Kräften und Erwartungen ausgesetzt sind. Neben der Verschärfung des Wettbewerbs stehen Kundenerwartungen, die zur Innovation zwingen, und hohe Kapitalgebererwartungen vermehrt im Vordergrund.

Dies alles schafft ein Umfeld, in dem es für Unternehmen und deren Mitarbeiter immer schwerer, aber auch immer wichtiger wird, relevantes Wissen zu bündeln und dieses nachhaltig zu transferieren. Wissen wird somit zur strategischen Ressource, die es Unternehmen ermöglicht, sich nachhaltig von Konkurrenten zu differenzieren und dadurch Wettbewerbsvorteile aufzubauen.

Von den dargestellten Rahmenbedingungen sind vor allem die Hersteller und Zulieferer der Automobilindustrie, die als Schlüsselbranche unseres Wirtschaftssystems gelten, und im Besonderen der Mittelstand, der mit seiner Innovationskraft das „Rückgrat der deutschen Wirtschaft“ bildet, betroffen.

Obwohl Wissen bereits frühzeitig als entscheidende Ressource unserer Wirtschaft erkannt wurde, ist ein systematischer und effektiver Umgang damit noch längst keine Selbstverständlichkeit. Beispiele aus der mittelständischen Automobilzulieferindustrie sollen dies verdeutlichen: Wenn Kundenwissen, das beim Kundenkontakt gebündelt benötigt wird, nur „verzettelt“ vorliegt, wenn Projektwissen nicht konsequent in Neuprojekte transferiert wird oder aber wenn erfahrene Mitarbeiter aus dem Unternehmen ausscheiden, ohne dass deren Wissen rechtzeitig weitergegeben wurde, geht Wissen verloren oder bleibt ungenutzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Zielsetzung und Aufbau der Arbeit: Einführung in das Thema, Darstellung der Relevanz von Wissensmanagement in der Automobilindustrie und Festlegung der Forschungsziele sowie Vorgehensweise.

2. Wissen in der Automobilindustrie: Analyse der Bedeutung von Wissen als Wettbewerbsfaktor, Identifikation spezifischer Wissensprobleme in mittelständischen Unternehmen und Ableitung von Hypothesen.

3. Wissenstransfer als Problemlösungsansatz: Theoretische Fundierung des organisationalen Wissensmanagements, Detaillierung von Wissenstransfermethoden und Analyse von Transferbarrieren.

4. Forschungsdesign der Fallstudie: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise zur Datenerhebung und Erläuterung der Auswahl des untersuchten Unternehmens.

5. Empirische Analyse: Auswertung der erhobenen Daten mittels deskriptiver, quantitativer und qualitativer Analysen zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.

6. Empfehlungen zur Gestaltung des Aufbaus eines Wissenstransfersystems: Entwicklung konkreter Handlungsempfehlungen und eines idealtypischen Prozessverlaufs für den Aufbau von Wissenstransfersystemen in KMU.

7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der wichtigsten Forschungsergebnisse, kritische Würdigung und Identifikation von weiterem Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Wissensmanagement, Wissenstransfer, Automobilzulieferindustrie, Mittelstand, KMU, Wettbewerbsvorteil, Wissensprobleme, Knowledge Retention, Unternehmenskultur, Wissensdomänen, Effizienzsteigerung, Fallstudie, Organisationswissen, Wissensstafette, Wissenscommunity.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie mittelständische Unternehmen der Automobilzulieferindustrie durch den gezielten Aufbau eines Wissenstransfersystems ihre Wissensprobleme lösen und Wettbewerbsvorteile sichern können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen Wissensmanagement, Wissenstransfer, Unternehmenskultur sowie die spezifischen Herausforderungen von KMU in der Automobilzulieferbranche.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, ein Handlungskonzept für den Umgang mit Wissensproblemen in KMU zu entwickeln und konkrete Empfehlungen für den Aufbau eines Wissenstransfersystems zu erarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Untersuchung verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine deduktive theoretische Herleitung mit einer empirischen Fallstudie, die sowohl quantitative Online-Fragebögen als auch qualitative Einzelinterviews umfasst.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen des Wissensmanagements, identifiziert spezifische Wissensprobleme und Transferbarrieren und stellt einen idealtypischen Prozessverlauf für den Aufbau eines Wissenstransfersystems vor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Wissensmanagement, Wissenstransfer, KMU, Automobilzulieferindustrie, Wissensdomänen und Unternehmenskultur.

Warum ist das Wissen gerade für Automobilzulieferer kritisch?

Aufgrund hoher Innovationsanforderungen, kurzer Lebenszyklen und des Outsourcing-Drucks durch OEMs wird Wissen zu einer entscheidenden Ressource, die im Mittelstand oft nur implizit vorliegt und bei Ausscheiden von Mitarbeitern verloren geht.

Was sind laut Autor die größten Hindernisse für den Wissenstransfer?

Die größten Barrieren sind Zeitmangel und Ressourcenknappheit in KMU sowie eine Kultur, in der Wissen aus Machtdenken gehortet wird oder der Support durch das Top-Management fehlt.

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Details

Titel
Aufbau eines Wissenstransfersystems unter besonderer Berücksichtigung der mittelständischen Unternehmen der Automobilzulieferindustrie
Hochschule
Wissenschaftliche Hochschule Lahr
Note
2,0
Autor
M.A. Michael Herbst (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
119
Katalognummer
V177185
ISBN (eBook)
9783640989041
ISBN (Buch)
9783640989515
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wissenstransfer Knowledge transfer Wissensmanagement knowledge management Automobilindustrie Automobilzulieferindustrie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Michael Herbst (Autor:in), 2011, Aufbau eines Wissenstransfersystems unter besonderer Berücksichtigung der mittelständischen Unternehmen der Automobilzulieferindustrie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177185
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