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Global Governance als Antwort auf Globalisierung

Title: Global Governance als Antwort auf Globalisierung

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 23 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Mathias Antusch (Author)

Politics - Topic: Globalization, Political Economics
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„Im internationalen System des 21. Jahrhunderts entsteht eine neue Dimension der
Globalisierung, die als ordnungspolitisches Phänomen in ihrer modernen Form nicht ohne
Wirkung auf die Staaten der Zukunft bleiben wird. Nur [der sich zu den Prinzipien der
modernen Souveränität bekennende Staat] wird (...) die Herausforderungen der modernen
Globalisierung durch eine effektive Global Governance bewältigen können.“1
Der Prozess Global Governance wird in der nachfolgenden Seminararbeit erläutert. Zuerst
erfolgt eine Definition des Begriffes, anschließend werden die Gründe für eine
Auseinandersetzung mit dem Thema aufgezeigt. Im folgenden Kapitel erfolgt eine
Beschreibung der verschiedenen Akteure, welche sich mit Global Governance auseinander
setzten, danach werden die normativen Kriterien des Prozesses dargestellt. Diese Kriterien
werden anschließend am Beispiel Armutsbekämpfung erläutert. Im letzten Kapitel werden die
verschiedenen Kritikpunkte an den Protagonisten des Global Governance Prozesses
beleuchtet.
Für die Bearbeitung des Themas wurde hauptsächlich folgende Literatur benutzt. Zum einen
die grundlegenden Papiere der Institutionen die sich mit Global Governance beschäftigen, wie
zum Beispiel das Policy Paper 2 der Stiftung für Entwicklung und Frieden (Messner/
Nuscheler) oder der Schlussbericht der Enquete- Kommission. Zum anderen sind auch
kritische Schriften zum Beispiel die von Brand, Brunnengräber, Schrader, Stock und Wahl
benutzt worden. Ebenfalls sehr hilfreich waren verschiedene Veröffentlichungen auf den
Internetseiten der einzelnen Organisationen (Institut für Entwicklung und Frieden oder der
Nachhaltigkeitsrat).

1 Seller, Hanns- Frank/ Schwarz, Jürgen (Hrsg.): Die Globalisierung und der moderne souveräne Staat im
internationalen System des 21. Jahrhunderts. Zwischen Global Governance und kooperativer Universalität.
München 2000, S.1

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition

2.1 Was Global Governance nicht ist

2.2 Was ist Global Governance

2.3 Warum Global Governance

3. Akteure

3.1 Comission on Global Governance

3.2 Institut für Entwicklung und Frieden sowie Stiftung für Entwicklung und Frieden

3.3 Gruppe von Lissabon

3.4 Weitere Diskussionsbeiträge

4. Normative Kriterien

4.1 Empfehlungen der Enquete- Kommission

4.2 Armutsbekämpfung als Testfall für Global Governance

5. Kritik am Konzept Global Governance

5.1 Kritik an der Struktur

5.2 Kritik an der „NGOisierung“

5.3 Kritik an Demokratie und Weltethik

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht das Konzept "Global Governance" als Antwort auf die Herausforderungen der Globalisierung. Dabei wird analysiert, wie moderne Nationalstaaten ihre Handlungsfähigkeit in einem global vernetzten System bewahren können und welche Rolle internationale Institutionen, zivilgesellschaftliche Akteure und neue Steuerungsmodelle dabei spielen.

  • Definition und Abgrenzung des Begriffs Global Governance
  • Analyse zentraler Akteure und Institutionen im Global-Governance-Prozess
  • Diskussion normativer Kriterien sowie der praktischen Anwendung am Beispiel der Armutsbekämpfung
  • Kritische Beleuchtung von Strukturfragen, Demokratiedefiziten und NGO-Beteiligung

Auszug aus dem Buch

Armutsbekämpfung als Testfall für Global Governance

„Mehr als die Hälfte aller Afrikaner leben von weniger als einem Dollar pro Tag.“ Nirgends in der Welt ist der Anteil der Menschen die in absoluter Armut leben größer. Die Europäer, die durch Eroberung und Kolonisation einen großen Anteil an der heutigem Situation der Afrikaner haben, zeigen wenig Interesse an deren Verbesserung. So erstaunt es, dass sich im Februar 2001 der Direktor des internationalen Währungsfonds und der Weltbank- Präsident, dessen Organisationen eine erhebliche Mitschuld an der Armut in den Entwicklungsländern gegeben wird, mit 22 Staatschefs sowie weiteren Akteuren der Zivilgesellschaft trafen, um über Strategien zur Bekämpfung der Probleme zu debattieren. Afrika muss seinen eigenen Weg finden, jedoch soll auch die internationale Gemeinschaft ihre Bemühungen ausweiten, lautet das kurze Fazit des Treffens.

Auf dem Weltsozialgipfel 1995 begann eine breit angelegte Diskussion um die Armutsbekämpfung. Das von den Entwicklungshilfe- Geberländern gebildete Gremium, das Development Assistance Committee (DAC) formulierte sieben langfristige Ziele, welche inzwischen international akzeptiert sind. Dazu zählen unter anderem die Reduzierung der in absoluter Armut lebenden Menschen um die Hälfte, die Verringerung der Kindersterblichkeitsrate um zwei Drittel oder die Gleichberechtigung von Männern und Frauen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Globalisierung als ordnungspolitisches Phänomen ein und umreißt die Struktur der Seminararbeit.

2. Definition: Dieses Kapitel definiert Global Governance, grenzt es von Begriffen wie Weltregierung oder Weltordnungspolitik ab und erläutert die Beweggründe für diesen Ansatz.

3. Akteure: Es werden wichtige Institutionen und Gruppen vorgestellt, die den Global-Governance-Diskurs prägen, wie etwa die Commission on Global Governance oder die Gruppe von Lissabon.

4. Normative Kriterien: Hier werden die Zielsetzungen von Global Governance diskutiert und die Empfehlungen der Enquete-Kommission sowie die Armutsbekämpfung als Testfall analysiert.

5. Kritik am Konzept Global Governance: Das Kapitel bietet eine fundierte Auseinandersetzung mit der Kritik an Global Governance, insbesondere hinsichtlich der institutionellen Strukturen, der Einbindung von NGOs und demokratischer Legitimität.

6. Fazit und Ausblick: Der Autor fasst die Ergebnisse zusammen und plädiert dafür, bei der Problemlösung auf neutrale Gremien wie die UNO zu setzen, statt auf idealistische Konzepte.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Global Governance, Nationalstaat, Souveränität, Weltinnenpolitik, Armutsbekämpfung, Internationale Institutionen, NGOs, Zivilgesellschaft, Demokratische Legitimität, Weltethik, Nachhaltigkeit, Weltwirtschaft, Weltkonferenzen, Internationale Regime

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Global Governance als einen konzeptionellen Ansatz, um auf die komplexen Herausforderungen der globalisierten Weltordnung zu reagieren, die den traditionellen Nationalstaat an seine Grenzen führen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Neudefinition von Souveränität, die Rolle internationaler Organisationen, die Einbindung der Zivilgesellschaft sowie die Bewältigung globaler Probleme wie Armut und Umweltzerstörung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Konzept Global Governance zu definieren, die beteiligten Akteure vorzustellen und eine kritische Bilanz hinsichtlich seiner praktischen Durchsetzbarkeit und demokratischen Legitimation zu ziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die auf Grundlagendokumenten von Institutionen sowie kritischen wissenschaftlichen Fachbeiträgen zur Globalisierung basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Definition, die Akteure, normative Zielvorgaben sowie eine umfassende kritische Analyse des Konzepts, unterlegt durch ein Fallbeispiel zur globalen Armutsbekämpfung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie Globalisierung, Global Governance, Souveränität, internationale Organisationen und demokratische Legitimität geprägt.

Warum wird Global Governance von Kritikern oft als zu idealistisch wahrgenommen?

Kritiker bemängeln, dass Global-Governance-Konzepte oft die Machtstrukturen und Interessen der bestehenden Weltwirtschaft ausblenden und keine konkreten, wissenschaftlich fundierten Lösungen für die Ursachen der globalen Ungleichheit liefern.

Welche Rolle spielen NGOs laut der Arbeit im Global-Governance-Prozess?

NGOs werden zwar als notwendige Akteure zur Entlastung staatlicher Politik und als Ideengeber betrachtet, ihre tatsächliche Einflussnahme und demokratische Repräsentativität wird vom Autor jedoch kritisch hinterfragt.

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Details

Title
Global Governance als Antwort auf Globalisierung
College
University of the Federal Armed Forces München  (Politik)
Course
interdisziplinäres Hauptseminar Globalisierung und Sozialpolitik
Grade
2,7
Author
Mathias Antusch (Author)
Publication Year
2003
Pages
23
Catalog Number
V17718
ISBN (eBook)
9783638222143
Language
German
Tags
Global Governance Antwort Globalisierung Hauptseminar Globalisierung Sozialpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mathias Antusch (Author), 2003, Global Governance als Antwort auf Globalisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17718
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