Die Transformation von Peter Handkes Textband "Die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt" in ein Bühnenstück

Theatertheoretische Überlegungen zu Handkes Sprachbewusstsein


Hausarbeit (Hauptseminar), 2011

34 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Peter Handke und das Theater
1.1. Handkes Sprachbewusstsein und Sprachkritik
1.1.1 Zeitgemäße Gleichzeitigkeit? Die Erzählform in Handkes Prosa
1.1.2 Besondere Sprachformen
1.2. Handkes Theatertheorie
1.2.1 Die Isoliertheit der Personen
1.2.2 Die Rolle des Publikums

2. Formale und inhaltliche Analyse des Bandes Die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt
2.1 Ein Gedichtband entsteht: Der Titel und seine Bedeutung
2.1.1 Aufbau und Strukturierungsmöglichkeiten
2.1.2 Sprachliche Vereinfachungen erfordern neue Analysetechniken
2.2 Experimentelles Interesse
2.2.1 Kunst vs. Natur
2.2.2 Zeitungsausschnitte

3. Theatertheoretische Überlegungen zur IAI
3.1. Aufführung als Innovation
3.2. Bearbeitung der Stückfassung
3.3. Figurenkonstellation
3.4. Problem des Ortes und der Zeit
3.5. Schlussbemerkung

Fazit

Literaturverzeichnis

Einleitung

Mit seinem Gedichtband Die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt[1] (kurz: IAI) von 1969 hat Peter Handke (geb. 1942) erstaunlich wirkungsvoll den Geist der Zeit, der literarischen Postmoderne getroffen. Mit seinem experimentellen Sprachbewusstsein und den persönlichen Wahrnehmungsbeschreibungen der Welt legte er den Grundstein für ein neues poetisches Erleben des Alltags und erzielte ein Aufleben des Subjekts als sinnliches, stets reflektierendes und imaginierendes Wesen.[2]

Handkes Texte sind so vielseitig, dass es schwierig ist, einen umfassenden Überblick über sein Schaffen herzustellen.[3] Diese Vielseitigkeit spiegelt sich auch in dem Band „Die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt“ wider. Darin zeigt Handke, wie unterschiedlich sinnliche Anhaltspunkte untersucht und sprachlich verarbeitet werden können.

„Das ist doch der entscheidende Grund für die ideologische, künstlerische, für die ganze Harmlosigkeit der meisten jetzt hergestellten Literatur: daß nie jemand etwas zu schreiben wagt, was grad als abgetan propagiert wird.“[4] Diese Äußerung Peter Handkes beschreibt die Kritik an der gegenwärtigen Schreibkultur, welches immer den Regeln nach reproduziert und selten den individuellen Ansprüchen gerecht wird. Interessant bei diesem Diktum ist besonders der Bezug zum Theater, der im direkten Anschluss folgt:

„Vor allem trifft das auf das Theater zu, daß niemand wagt, irgendwelche Obsessionen, ein Durcheinander, ein Kauderwelsch auf die Bühne zu stellen; alles ist fein säuberlich ausgerichtet auf den Fluchtpunkt dessen, was verlangt wird.“[5]

Bereits damit wird deutlich, dass Handke nicht an einer historisch ausgerichteten Theaterproduktion im herkömmlichen Sinn interessiert ist, sondern an einer rein auf das Sprachliche reduzierten Vermittlung. In Anlehnung an Handkes Postulat scheint es gewiss ungewöhnlich, ein poetisches Werk wie die IAI in ein Bühnenstück zu verwandeln. Diesem Gedanken möchte ich im Folgenden nachgehen und untersuchen, inwieweit es dramaturgisch möglich ist, eine Stückfassung der IAI zu erstellen.

Meine Fragestellung lautet: Ist es möglich, Handkes Buch so zu bearbeiten, dass es als Theaterstück auf die Bühne gebracht werden kann? Und wenn ja, inwiefern lässt sich diese Transformation herstellen und analysieren?

Um diese Frage zu beantworten, möchte ich folgendermaßen vorgehen. Im ersten Teil werde ich mich mit Peter Handkes Sprachkritik und dessen Werke im Hinblick auf seine Erneuerungen in der modernen sowie postdramatischen Literatur befassen. Im zweiten Teil möchte ich Handkes poetischen Sammelband Die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt von 1969 philologisch analysieren und hierzu die im ersten Teil gewonnenen Erkenntnisse berücksichtigen. Dabei interessieren mich die Themenvielfalt der IAI und besonders die sprachliche Verwendung bzw. Handkes Sprachbewusstsein im übergeordneten Zusammenhang mit dem Aufbau und der Strukturierung des Bandes. Im dritten und letzten Teil werde ich untersuchen, ob und inwiefern die IAI eine Möglichkeit bietet, eine dramaturgisch überzeugende Fassung für das Theater entwickeln zu können. Hierbei ist es notwendig, theatertheoretische Überlegungen dahingehend zu überprüfen, wie Handke – wenn er es gewollt hätte – diese Transformation durchgeführt haben könnte. Es ist demnach Aufgabe der Arbeit, herauszufinden, ob eine Stückfassung der IAI letztlich innovativ wäre oder problematisch bliebe.

1 Peter Handke und das Theater

1.1. Handkes Sprachbewusstsein und Sprachkritik

Die Auseinandersetzung mit der Sprache entwickelt sich bei Peter Handke zu einem Entfremdungsgefühl mit den bestehenden Begriffen und Verwendungsweisen als Mittel der Kommunikation. Der Grund liegt in der zu starken Objektivierung der Sprache im gesellschaftlichen Nutzen, der dazu führt, dass Natürlichkeit und Emotionalität im Bewusstsein nicht mehr gegeben sind. Handke vermisst besonders die Subjektivität und das assoziative Denken, das Beobachten und Fühlen von Bildern und Motiven unabhängig vom Sprachgebrauch. Dieser lenke ab von der natürlichen und originalen Empfindung, da die Wiedergabe durch den allgemeinen Gebrauch von Begriffen und Formulierungen nicht wahrheitsgetreu sei. Die Wahrnehmung wird demnach gestört durch die allzu schnelle Vermittlung durch Sprache und durch die Übergehung von Details im Weltgeschehen.[6]

In Anlehnung an die Sprachkritik von Hugo von Hofmannsthal[7] und gemäß den Forderungen im Sturm und Drang[8] entscheidet sich Handke für die Beschreibung von Alltagsmomenten und widersetzt sich dem vernunftgeleiteten Streben nach Regelhaftigkeit und Formalität im poetischen Werk. Wie sich diese neue Art des Schreibens zeigt und welche Auswirkungen diese Form der Anwendung hat, möchte ich im Folgenden darlegen.

1.1.1 Zeitgemäße Gleichzeitigkeit? Die Erzählform in Handkes Prosa

Handke nutzt in seinen Werken häufig die Form der Gleichzeitigkeit.[9] Diese kommt durch das Ausblenden von Vergangenheit und Zukunft zustande. Die Gegenwart wird dadurch bestimmt, dass unterschiedliche sinnliche Erlebnisse miteinander in Bezug gesetzt werden, obwohl grundsätzlich keiner zwischen ihnen besteht. Interessant ist hierbei die Auswirkung der gleichzeitigen Beschreibung von Dingen und Erlebnissen. Walter H. Sokel beschreibt dies treffend folgendermaßen: „Die Schilderung des Gleichzeitigen, wenn es auch gar nicht zu einer Handlung gehört, vermindert das Gerichtetsein der Erzählzeit.“[10]

Hierbei legt Handke bewusst einen Schwerpunkt auf die „wahre Empfindung“[13]. Sie bedeutet eine Veränderung der Sichtweisen über die Dinge und damit auch der Person. Denn in gewisser Weise beeinflussen die freien Gedanken über spontane oder erlebte Momente im Tagesgeschehen die Wahrnehmung über die Welt insgesamt und bewirken damit eine Veränderung Bewusstseins der Person selbst.[14]

Es stellt sich nun die Frage, ob die Darstellungen von „Gleichzeitigkeit“ und „wahrer Empfindung“ dem damaligen Zeitgeschehen entsprechen. Der Begriff der Postavantgarde spielt in diesem Sinne eine wichtige Rolle. Die Benennung der 1960er und 70er Jahre als Postavantgarde entstand im Zusammenhang mit dem Aufleben der „klassischen“ Avantgarde als Epochenbezeichnung. Damit rückte die Postmoderne stärker in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit und erlebte einen künstlerischen Aufschwung bezüglich der Bewusstwerdung der Mittel und Aufgaben innerhalb der Kunst. So entwickelte sich die Literatur zu einem normativen Zustand als bewusste Abgrenzung zu den Regelhaftigkeiten,[15] die sich im Laufe der Jahrhunderte mit Bezug auf die immer wieder auflebende Antikenrezeption und damit vernunftgeprägter bzw. regelpoetischer Arbeitsweisen beschäftigte. Spontaneität und Assoziation wurden zum Thema künstlerischer Werke, seien sie in kunsttheoretischer Natur wie bei Jackson Pollock oder im literarisch-poetischen Interesse wie bei Peter Handke[16] vorzufinden. Schwerpunkt ist immer der Alltag: dessen Aufgaben, Formen und Wirkungen.[17]

Die Bedeutung der „Resemantisierung“ muss dabei besonders berücksichtigt werden.[18] Auf Grund der Veränderungen im Verhältnis des Subjekts zu den Dingen und der Welt, seien sie mythischer oder rationaler Natur, werden neue Sehweisen etabliert.[19] Dies hat zur Folge, dass die ursprünglichen, aber auch sehr emotional konnotierten Bedeutungen von Wörtern definiert und dadurch wiederhergestellt werden, um „die Wörter und durch sie die Dinge zu beleben“[20]. Richtig ist, dass das natürliche und damit assoziierbare Wissen um die Begriffe erhalten bleiben soll. Doch bedingt diese Neu-Deutung auch eine sehr subjektive, da die Bestimmung von Situationen und Erscheinungen unterschiedlich interpretiert werden können. Interessant ist hierbei besonders der Zusammenhang mit der erwähnten „wahren Empfindung“. Die Beschreibung des Weltgeschehens bewirkt nahezu emotional gesteuert ein Urteil über die Dinge, welche in der gleichzeitigen Wahrnehmung von mehreren Personen persönlich assoziierte und damit abweichende Reaktionen hervorrufen lassen. „Bildverlust ist Weltverlust“ lautet die Programmatik Handkes, die verhindert werden soll. Alles, was die Wissenschaft „nur begrifflich repräsentiert, […] erscheint im Bild.“[21] Damit ist ausgesagt, wie bedeutsam das Erleben der Welt in der Imagination und Vorstellung ist. Bilder lassen sich sinnlicher und natürlicher begreifen als sie mit Worten zu beschreiben sind, sodass die begrifflichen Zugänge vielseitiger, reiner und urtümlicher werden müssen. Handkes Forderungen nach Ursprünglichkeit und „wahrer Empfindung“ lassen sich somit den Forderungen der Postavantgarde unterordnen.

1.1.2 Besondere Sprachformen

Um die neu erworbenen Ansätze und Problemstellungen zu veranschaulichen, ist die Verwendung der Langsamkeit ein bedeutender Einsatz in Handkes Schaffensperioden. Die Langsamkeit wird zu einem wesentlichen Bestandteil, da hierin ein genaues und bewusstes Schauen und Hören der Welt fundamentiert ist. Sie verursacht ein Erleben von Zufälligkeiten und spontanen Begegnungen, die in der Schnelligkeit bzw. Hektik der modernen Gesellschaft untergehen und damit nicht realisiert werden können.[22] So erfordert ein bewusstes langsames Gehen[23] ein Sich-Beschäftigen mit den Abläufen der Natur und fördert ein Gespür für besondere, zuvor nicht gekannte Gegebenheiten in der persönlichen spezifischen Umgebung. Diese Umgebung eröffnet neue unbekannte Dinge und Vorkommen, sodass sie sich vollkommen wandelt. Die Veränderung des Natur- oder Weltbewusstseins ist folglich ein wesentlicher Schritt für die Entdeckung der Phänomene der Welt und entspricht genau den Vorstellungen und Maximen, die Handke sich für die künstlerischen Sehweisen und für das Arbeiten am literarischen Werk gesetzt hat.[24]

In diesem Zusammenhang ist noch ein weiterer Begriff zu nennen: Die Erinnerung sowie literarische und erinnerte Wirklichkeit. Zum Begriff der Erinnerung ist die Feststellung Adolf Haslingers interessant:

„Handkes künstlerisches Konzept soll dem Leser demonstrieren, daß alles Erzählen künstlich und jede literarische Welt eine nur sprachlich vermittelte sei. Erfahrenes und Gelesenes sind bei dieser Bewußstseinsarbeit gleichwertig und nicht klar voneinander zu trennen.“[25]

Die Erinnerung besteht in dieser Hinsicht vor allem als Vergleichsmöglichkeit mit gegebenem Seh-Material. Dabei werden Erfahrungen mit gegenwärtigen Momenten „verglichen“ und „verschmolzen“, sodass ein neues gedankliches Gefüge entsteht. So dient die Erinnerung als „zusätzliches Vorstellungsreservoir“, um die neu entstandenen Zusammenhänge besser zu verstehen und die Erfahrungen neu zu bewerten.[26] Damit wird auch ein Prozess der Ver-Wertung in Gang gesetzt, der die Erlebnisse als subjektive Errungenschaften in Hinblick auf ein weiteres Natur-Gefühl anwendet.

[...]


[1] Als Vorlage habe ich verwendet Peter Handke: Die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt, Sonderausgabe zum 40jährigem Bestehen der edition suhrkamp 2003, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1969. (edition suhrkamp 2422) Im Folgenden verkürzt als Sigle IAI gebraucht.

[2] Gemäß den Ausführungen bei Nägele, Rainer: Peter Handke. Aspekte eines experimentellen Theaters. In: Colloquia Germania. Internationale Zeitschrift für germanische Sprach- und Literaturwissenschaft, hrsg. von Bernd Kratz, Bd. 14, Bern: Francke, 1981. S. 220-228.

[3] Gemäß den Bemerkungen bei Durzak, Manfred: Peter Handke und die deutsche Gegenwartsliteratur. Narziß auf Abwegen, Stuttgart; Berlin; Köln; Mainz: Kohlhammer, 1982. S. 79.

[4] Zitiert nach Arnold, Heinz Ludwig: Gespräch mit Peter Handke. In: Text + Kritik. Zeitschrift für Literatur, hrsg. von Heinz Ludwig Arnold, Heft 24/24 a, Peter Handke, München: September 1976³. S. 15-37. Hier S. 35.

[5] Zitiert nach Heinz Ludwig Arnold: Gespräch mit Peter Handke, S. 35.

[6] Gemäß den Ausführungen bei Schmidt, Volker: Die Entwicklung der Sprachkritik im Werk von Peter Handke und Elfriede Jelinek. Eine Untersuchung anhand ausgewählter Prosatexte und Theaterstücke, Diss., Univ. Heidelberg, 2007.Verfügbar über den folgenden Link: http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/8511/ S. 14 ff. Konsultiert am 25.04.2011.

[7] Gemäß Volker Schmidt: Die Entwicklung der Sprachkritik im Werk von Peter Handke und Elfriede Jelinek, S. 10.

[8] Auch „moderner Subjektivismus“ genannt. Siehe dazu die Ausführungen bei Niemuth-Engelmann, Susanne: Alltag und Aufzeichnung. Untersuchungen zu Canetti, Bender, Handke und Schnurre, Diss., Univ. München, 1997, Würzburg: Königshausen & Neumann, 1998. (Epistemata. Würzburger Wissenschaftliche Schriften, Reiche Literaturwissenschaft, Bd. 253) Besonders S. 94 ff.

[9] Immer wieder wird betont, dass Handke diese Form der Erzählung explizit ab seinem Roman „Langsame Heimkehr“ verwendet. Beispielsweise bei Walter H. Sokel: „Von der Langsamen Heimkehr an versucht Handke, das Verräumlichungs- und Vergegenwärtigungsprinzip zur konsequenten Maxime seines Schreibens zu machen. […] Es ist das Stilmittel der Gleichzeitigkeit, der beiordnenden Erzählweise.“ Zitat aus Sokel, Walter H.: Das Apokalyptische und dessen Vermeidung. Zum Zeitbegriff im Erzählwerk Handkes. In: Peter Handke. Die Langsamkeit der Welt, hrsg. von Gerhard Fuchs und Gerhard Melzer, Graz-Wien: Droschl, 1993. S. 25-45. (Dossier Extra, hrsg. vom Franz-Nabl-Institut für Literaturforschung der Universität Graz) Hier S. 43.

[10] Zitiert nach Walter H. Sokel: Das Apokalyptische und dessen Vermeidung, S. 45.

[11] Gemäß den Ausführungen bei Melzer, Gerhard: Das erschriebene Paradies. Kindheit als poetische Daseinsform im Werk Peter Handkes. In: Peter Handke. Die Langsamkeit der Welt, hrsg. von Gerhard Fuchs und Gerhard Melzer. Graz-Wien: Droschl, 1993. S. 47-62. (Dossier Extra, hrsg. vom Franz-Nabl-Institut für Literaturforschung der Universität Graz) Hier S. 49 f.

[12] Gemäß den Ausführungen bei Gerhard Melzer: Das erschriebene Paradies, S. 55 f.

[13] In Anlehnung an Handkes Werk „Die Stunde der wahren Empfindung“. Siehe hierzu Jurgensen, Manfred: <<Die zuständig gewordene Poesie>>? Peter Handke: Die Stunde der wahren Empfindung. In: Handke. Ansätze – Analyse – Anmerkungen, hrsg. von Manfred Jurgensen. Bern und München: Francke, 1979. S.101-120.

[14] Gemäß den Ausführungen bei Tunner, Erika: Wenn einer spazierengeht von Paris nach Paris. In: Peter Handke. Die Langsamkeit der Welt, hrsg. von Gerhard Fuchs und Gerhard Melzer. Graz-Wien: Droschl, 1993. S. 81-94. (Dossier Extra, hrsg. vom Franz-Nabl-Institut für Literaturforschung der Universität Graz) Hier S. 84 f.

[15] Für die bewusste Abgrenzung ist auch der Begriff der écriture automatique terminologisch gefestigt eingeführt worden. Gemäß Sanders, Hans: Postmoderne. Alltäglichkeit als Utopie. In: Postmoderne: Alltag, Allegorie und Avantgarde, hrsg. von Christa und Peter Bürger. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1987. S 72-83. Hier S. 74.

[16] Zum Diskurs der Einordnung Handkes in die Postmoderne siehe Bürger, Peter: Vorbemerkung. In: Postmoderne: Alltag, Allegorie und Avantgarde, hrsg. von Christa und Peter Bürger, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1987. Hier S. 7.

Dagegen ist Christoph Bartmann anzuführen, der nicht der Meinung ist, Handke als postmodern bezeichnen zu können. Siehe hierzu Bartmann, Christoph: Suche nach Zusammenhang. Handkes Werk als Prozeß. Wien: Braumüller, 1984. Dazu S. 13 ff.

Ebenfalls zu nennen ist Helmuth Kiesel, der Handke verständlicherweise zwar nicht in die „klassische“ Avantgarde einordnen möchte, aber offen lässt, inwieweit sich dessen Werk etabliert, um ihn eventuell einer späteren avantgardistischen Richtung bzw. dem Postmodernen beifügen zu können. Siehe dazu Kiesel, Helmuth: Geschichte der literarischen Moderne. Sprache, Ästhetik, Dichtung im zwanzigsten Jahrhundert, München: C.H. Beck, 2004. Zu Peter Handke S. 458-466.

[17] Gemäß den Ausführungen bei Kilb, Andreas: Die allegorische Phantasie. Zur Ästhetik der Postmoderne. In: Postmoderne: Alltag, Allegorie und Avantgarde, hrsg. von Christa und Peter Bürger. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1987. S. 84-113. Hier S. 85 ff.

[18] Entsprechend Andreas Kilb: Die allegorische Phantasie, S. 106.

[19] Vgl. Ebd., S. 95.

[20] Zitiert aus Amann, Klaus: Peter Handkes Poetik der Begriffsstutzigkeit. Rede zur Verleihung des Ehrendoktorats durch die Universität Klagenfurt am 08. November 2002. In: Peter Handke. Poesie der Ränder, hrsg. von Klaus Amann, Fabjan Hafner und Karl Wagner, Wien; Köln; Weimar: Böhlau. 2006. S. 239-251. Hier S. 242. Ebenfalls zitiert nach Peter Handkes Erzählung „Die Wiederholung“ von 1986. Hierin S. 215.

[21] Zitiert nach Klaus Amann: Peter Handkes Poetik der Begriffsstutzigkeit, S. 244.

[22] Gemäß Erika Tunner: Wenn einer spazierengeht von Paris nach Paris, S. 88 f.

[23] Oder auch Spazierengehen wie Handke immer wieder betont. Siehe hierzu Erika Tunner in Anmerkung 4 oder beispielsweise Peter Handke: Die Geschichte des Bleistifts, Salzburg und Wien: Residenz, 1982. S. 153. „Die Gräser am Wegrand führten mich, der ich kaum mehr gehen konnte, durch den Schmerz. Mit ihrer Hilfe ganz bei ihnen seiend, kam ich weiter. Die Leitkraft der Naturdinge ließ mich nicht etwa den Schmerz vergessen, sondern verwandelte ihn in die Energie der Verlangsamung“.

[24] Beispielhaft ist hierzu folgender Auszug aus Peter Handke: Die Geschichte des Bleistifts, S. 182: >>Nach innen gehen<< (Empedokles), hieße ja: ganz ins Innere der Sprache gehen; und im Innersten der Sprache wären Welt und ich eins in der Sprache […]“.

[25] Teilzitiert nach Haslinger, Adolf: „Achtung, Hornissen!“ Zu Peter Handkes früher Prosa. In: Peter Handke. Die Langsamkeit der Welt, hrsg. von Gerhard Fuchs und Gerhard Melzer. Graz-Wien: Droschl, 1993. S. 95-113. (Dossier Extra, hrsg. vom Franz-Nabl-Institut für Literaturforschung der Universität Graz) Hier S. 109.

[26] Teilzitiert nach Fuchs, Gerhard: Sehnsucht nach einer heilen Welt. Zu einer „Schreib-Bewegung“ in den späteren Prosatexten Peter Handkes. In: Peter Handke. Die Langsamkeit der Welt, hrsg. von Gerhard Fuchs und Gerhard Melzer. Graz-Wien: Droschl, 1993. S. 115-131. (Dossier Extra, hrsg. vom Franz-Nabl-Institut für Literaturforschung der Universität Graz) Hier S. 126.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten

Details

Titel
Die Transformation von Peter Handkes Textband "Die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt" in ein Bühnenstück
Untertitel
Theatertheoretische Überlegungen zu Handkes Sprachbewusstsein
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Note
2,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
34
Katalognummer
V177214
ISBN (eBook)
9783640987245
ISBN (Buch)
9783640987344
Dateigröße
703 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
transformation, peter, handkes, textband, innenwelt, außenwelt, bühnenstück, theatertheoretische, sprachbewusstsein
Arbeit zitieren
Nicole Hilbig (Autor), 2011, Die Transformation von Peter Handkes Textband "Die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt" in ein Bühnenstück, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177214

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