Im Heft wird über die Entstehungsgeschichte des Motorflugplatzes in Berlin-Johannisthal im Jahre 1909 berichtet.
Die Eröffungsveranstaltung am 26. September 1909 und weitere Flugveranstaltungen und die Entwicklung des Flugplatzes werden in weiteren Heften der "Dokumentenreihe über den Flugplatz von 1909-1914" ausführlich dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
Anmerkung der Autoren
Der Motorflug entwickelte sich
Wie kam der Flugplatz in den Ort Johannisthal und Adlershof
Die Gründung der Deutsche Flugplatz-Gesellschaft
Eröffnungsvorbereitungen für den Flugplatz
Die Luise v. Studt Walderholungsstätte vom Deutschen Roten Kreuz
Der Flugplatz nach den beiden Weltkriegen
Anlagen:
Anlage 1 - Brief vom 10. August 1909: Eduard v. Pustau schreibt an die Königliche Regierung Potsdam zum Pachtgelände.
Anlage 2 - Statut der Flug- und Sport-Platz Berlin-Johannisthal GmbH vom 7. März 1910.
Anlage 3 - Pachtvertrag über das Flugplatzgelände vom 26. März 1910.
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Dokumentation befasst sich mit der Entstehungsgeschichte des ersten deutschen zivilen Motorflugplatzes in Berlin-Johannisthal. Zentrale Fragestellung ist dabei die Suche nach einem geeigneten Gelände, die organisatorischen Hürden sowie die Rolle der beteiligten Pioniere und Unternehmer bei der Gründung im Jahr 1909.
- Historische Entwicklung des Motorflugs in Deutschland und Europa
- Die maßgebliche Rolle von Arthur Müller als Initiator und Bauunternehmer
- Planung, Geländewahl und infrastrukturelle Erschließung des Flugplatzes
- Gründung und Struktur der "Deutschen Flugplatz-Gesellschaft"
- Vorbereitungen auf die Eröffnungsveranstaltung im September 1909
Auszug aus dem Buch
Wie kam der Flugplatz in die Orte Johannisthal und Adlershof?
Der aus Westpreußen (heute Polen) stammende Kaufmann, Flugplatzmanager, Flugzeugproduzent, Bauunternehmer, in der Maschinen- und Autobranche tätige und später alleiniger Besitzer des Flugplatzes Johannisthal, Arthur Müller (1871-1935), prägte entscheidend die Berliner Ortsteile Johannisthal und Adlershof mit seinen Industrie- und Wohnbauten. Sein Lebenswerk wird sehr eindrucksvoll im Buch „Ein jüdisches Familienschicksal“ (2000) beschrieben. Darin wird auch belegt, wie er den Flugplatz Johannisthal entstehen ließ und weitere Firmen (zum Beispiel die AMBI-BUDD-Werke) sich dort ansiedelten. Ihm zu Ehren ist heute auf dem ehemaligen Flugfeldgelände am alten Startplatz eine Straße benannt.
Sein Interesse an der Luftfahrt erwachte schon 1906 und wurde später durch die Flugversuche der Gebrüder Orville (1871-1948) und Wilbur (1867-1912) Wright bestärkt.
Zusammenfassung der Kapitel
Anmerkung der Autoren: Einleitender Überblick über die Bedeutung geeigneter Flugfelder für die frühe Luftfahrt und die historische Entwicklung des Flugplatzes Johannisthal als ziviles Zentrum.
Der Motorflug entwickelte sich: Darstellung der internationalen Entwicklungen und der Bemühungen deutscher Pioniere, die Luftfahrt in Deutschland voranzutreiben.
Wie kam der Flugplatz in den Ort Johannisthal und Adlershof: Beleuchtung der Rolle Arthur Müllers und seiner Kontakte, die zur Standortwahl und Realisierung des Projekts führten.
Die Gründung der Deutsche Flugplatz-Gesellschaft: Beschreibung der organisatorischen Gründung und der beteiligten Akteure sowie der administrativen Vorbereitungen.
Eröffnungsvorbereitungen für den Flugplatz: Fokus auf die baulichen Maßnahmen und die logistischen Anstrengungen zur rechtzeitigen Fertigstellung des Flugplatzes für die erste Flugwoche.
Die Luise v. Studt Walderholungsstätte vom Deutschen Roten Kreuz: Exkurs zur Erholungsstätte in der Königsheide und deren Verbindung zur räumlichen Situation vor Ort.
Der Flugplatz nach den beiden Weltkriegen: Rückblick auf die militärische Nutzung während der Weltkriege und den langsamen Niedergang des Flugbetriebs bis zur endgültigen Schließung.
Schlüsselwörter
Luftfahrt, Motorflug, Johannisthal, Adlershof, Arthur Müller, Flugplatz-Gesellschaft, Georg v. Tschudi, Flugpioniere, Flugwoche, Flugfeld, Eisenbahntruppen, Zeppelin, Flugplatz, Geschichte, Berlin
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Dokumentation?
Die Arbeit dokumentiert die Entstehung des ersten deutschen zivilen Motorflugplatzes in Berlin-Johannisthal zwischen 1909 und 1914.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die Suche nach einem geeigneten Gelände, die Finanzierung durch private Unternehmer, die politische Unterstützung und die bauliche Umsetzung des Flugplatzes.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die historische Rekonstruktion des Gründungsprozesses und der frühen Betriebsjahre des Flugplatzes Johannisthal als "Wiege der deutschen Luftfahrt".
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden historischen Quellenanalyse, gestützt durch zeitgenössische Dokumente, Flugplatzpläne, Presseberichte und biografische Aufzeichnungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt die akteurszentrierte Entstehungsgeschichte, von der Vision Arthur Müllers über die Gründung der Flugplatz-Gesellschaft bis hin zur baulichen Realisierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Luftfahrt, Flugplatz Johannisthal, Arthur Müller, Gründung, Flugpioniere und frühe Flugtechnik sind die zentralen Begriffe.
Welche Rolle spielte Arthur Müller bei diesem Projekt?
Arthur Müller war der entscheidende "Macher", der als Bauunternehmer und Flugplatzbesitzer maßgeblich für die Realisierung und Finanzierung des Flugplatzgeländes verantwortlich war.
Wie wurde die Finanzierung des Flugplatzbaus gestemmt?
Die Finanzierung erfolgte primär über private Mittel Müllers sowie durch eine Kapitalerhöhung der Gesellschaft, da staatliche Stellen kaum finanzielle Unterstützung leisteten.
- Quote paper
- Alexander Kauther (Author), Paul Wirtz (Author), 2011, Wie der Flugplatz zwischen Johannisthal und Adlershof entstand, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177249