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Erfolgsbeispiel Curitiba - im Spannungsfeld zwischen individueller und kollektiver Führung

Titel: Erfolgsbeispiel Curitiba - im Spannungsfeld zwischen individueller und kollektiver Führung

Masterarbeit , 2011 , 146 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: B.Sc. Sven Hartmann (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Führung ist ein Begriff, der sich subjektiver Beobachtungen und Eindrücken zufolge in unserer Gesellschaft sehr weit verbreitet ist und vielfältig verstanden wird. Es gibt diverse Differenzierungen und Formen sowie Logiken und Stile. Im Zuge des Praxisbeispiels einer südbrasilianischen Großstadt sollte sich mit dem bislang wenig beleuchteten Spannungsfeld von individueller und kollektiver Führung befasst werden.

Das in der BA-Arbeit beschriebene Effizienzstreben von Menschen i. S. von Lietaer äußert sich in diesem Kontext häufig durch individuelle Führung. Dennoch mag die Logik von Führung in einem eher harmonischen bzw. ausgewogenen Verhältnis beider Pole liegen. Curitiba hat über viele Jahrzehnte Erfolg produziert...auch lange nach den Amtszeiten Lerners - charakterisiert durch konsequente, straffe individuelle Führung - äußert sich die damals gepflanzte Saat über einen kollektiven Prozess von Bürgern und Stakeholder Curitibas als Kultur des Respekts und der Wertschätzung. Es bleibt wohl auf den Punkt zu bringen, dass das Spannungsfeld in wirtschaftlichen Organisationen jeglicher Art durchaus erfolgreich Bestand haben kann: It´s possible.

Letztlich habe ich mir in meiner MA-Arbeit folgende Zielsetzung gesetzt:

* wertvolle Implikationen aus dem Erfolgsbeispiel der süd-brasilianischen Metropole Curitiba für das Management herauszuarbeiten. Unter Berücksichtigung theoretischer sowie praktischer Grundlagen sollen daraus unmittelbar abgeleitete Lehren für Manager und Führungskräfte gezogen werden.
* Curitiba anhand operativer Erfolgserlebnisse und -beispiele im Spannungsfeld zwischen individueller und kollektiver Führung zu verorten und zu bewerten. Das modifizierte Modell von LIETAER soll dabei als Grundlage herangezogen und verwendet werden. Da das Spannungsfeld aus individueller und kollektiver Führung in der Literatur bislang nur wenig untersucht wurde, setzt sich diese Arbeit ferner implizit das Ziel, zu diesem Aspekt von Führung weitere Erkenntnisse zu gewinnen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitende Betrachtung

1.1. Problemstellung

1.2. Zielsetzung

1.3. Vorgehen

2 Curitiba: A cidade da gente – ein Erfolgsbeispiel

2.1. Hinführende Überlegungen (Problem der Urbanisierung als Ausgangslage)

2.2. Logik und zugrundeliegende Prämissen Curitibas

2.2.1 Personelle Treiber: Jaime Lerner

2.2.2 Institutionelle Treiber: IPPUC

2.2.3 Kollektive Treiber: Die Curitibanos

2.2.4 Beitrag zum Erfolgsbeispiel Curitiba? – eine erste Evaluation

2.3. Ausgewählte operative Erfolgsbeispiele im Überblick

2.3.1 BRT

2.3.2 Lixo que não é lixo

2.3.3 Faróis do Saber

2.4. Was festzuhalten bleibt

3. Arbeit [im] System

3.1. Führung [im] System: individuell oder top-down?

3.2. Effizienz [im] System

3.3. Beobachtungen [im] Curitiba

3.4. Das Essentielle [im] Überblick

4 Arbeit [am] System

3.1. Führung [am] System: kollektiv oder bottom-up?

3.2. Belastbarkeit / Robustheit [am] System

3.3. Beobachtungen [am] Curitiba

3.4. Das Essentielle [am] Überblick

5. „It´s possible!“ – Implikationen für Manager

6 Schließende Bemerkungen

6.1. Ergebnisse

6.2. Kritische (Selbst-) Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Masterarbeit untersucht das Erfolgsbeispiel der brasilianischen Metropole Curitiba, um daraus wertvolle Implikationen für modernes Management abzuleiten. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit dem Spannungsfeld zwischen individueller, top-down geprägter Führung einerseits und kollektiver, bottom-up orientierter Führung andererseits, um ein ganzheitliches Verständnis für nachhaltige Organisationsentwicklung zu gewinnen.

  • Analyse der Erfolgsfaktoren der Stadtplanung in Curitiba.
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen individueller und kollektiver Führung.
  • Transfer der Erkenntnisse aus städtischen Innovationsprozessen in den Unternehmenskontext.
  • Evaluierung von Effizienz und Robustheit in sozialen Systemen anhand des Modells von Bernard Lietaer.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Personelle Treiber: Jaime Lerner

Als erster Treiber einer möglicherweise entstandenen urbanen Logik soll die Personalie Jaime LERNERs angeführt werden. Der wohl berühmteste „Sohn Curitibas“ hat sich in der Megacity über die vergangenen 40 Jahre hinweg einen festen Namen gemacht. Zentrale Projekte wie bspw. das BRT-System, die weltweit einzigartige Mülltrennung bezogen auf sein geschaffenes Bewusstsein sowie seine Art und der spezielle Zugang zu Wissen und Kultur haben Curitiba global hervorgehoben.

Das obige Zitat von ihm kann sicherlich als eines seiner zentralen Thesen angesehen werden. LERNER glaubt an den Menschen und traut ihm viel zu – er bekommt gewisser Maßen eine zentrale Rolle in seinem Führungsverständnis zugeschrieben. Er glaubt, dass Probleme nur durch Abgabe von Verantwortung, einer sog. „equation of co-responability“ wirklich erfolgreich gelöst werden können. Neben der im Statement aufgezeigten Mitverantwortung scheint er über ein sehr positives Menschenbild zu verfügen: Das der Theorie Y nach MCGREGOR.

Weitere Prämissen wie Respekt und Wertschätzung, intrinsische Motivation und Vertrauen, Ermutigung zum Lernen, Kontinuität in der Führung und nicht zuletzt eine proaktive, dialogische Diskurskultur zeichnen Jaime LERNER aus. Sie alle bilden die Annahmen seiner Denklogik: Eine, welche den Menschen zum zentralen Gegenstand sämtlicher Entscheidungen macht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitende Betrachtung: Einführung in die Thematik der Stadtentwicklung als komplexes System und Darlegung der Problemstellung hinsichtlich des einseitigen Effizienzstrebens in Organisationen.

2 Curitiba: A cidade da gente – ein Erfolgsbeispiel: Detaillierte Fallstudie zur Stadt Curitiba, ihrer Entwicklung, ihren Treibern und ausgewählten operativen Erfolgsbeispielen wie dem BRT-System.

3. Arbeit [im] System: Analyse individuell geprägter, top-down orientierter Führung und deren Fokus auf Effizienz, veranschaulicht durch theoretische Grundlagen und Beobachtungen in Curitiba.

4 Arbeit [am] System: Untersuchung kollektiver, bottom-up orientierter Führung, die Robustheit und Belastbarkeit in den Mittelpunkt stellt, und deren Anwendung im Kontext von Curitiba.

5. „It´s possible!“ – Implikationen für Manager: Synthese der Ergebnisse aus den vorangegangenen Kapiteln und Entwicklung eines Totalmodells für Führungskräfte, um das Spannungsfeld zwischen Effizienz und Robustheit erfolgreich zu managen.

6 Schließende Bemerkungen: Zusammenfassende Ergebnisse der Arbeit sowie eine kritische Reflexion des methodischen Vorgehens und der Übertragbarkeit der Erkenntnisse.

Schlüsselwörter

Curitiba, Führung, Management, Effizienz, Robustheit, Stadtplanung, Jaime Lerner, IPPUC, kollektive Führung, top-down, bottom-up, Systemtheorie, Nachhaltigkeit, Innovation, Empowerment.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet das Erfolgsmodell Curitiba, um Erkenntnisse für die Führung von Organisationen zu gewinnen, insbesondere im Hinblick auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Effizienz und Belastbarkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind Stadtplanung, Führungstheorien (top-down vs. bottom-up), systemische Robustheit, Innovationsmanagement und die Anwendung sozioökonomischer Modelle auf den Unternehmenskontext.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, wertvolle Implikationen aus dem Erfolgsbeispiel Curitiba für das Management herauszuarbeiten und zu bewerten, wie Führungskräfte das Spannungsfeld zwischen individueller und kollektiver Führung navigieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Herangehensweise, einschließlich eines umfangreichen Desktopresearchs, Experteninterviews vor Ort in Curitiba und Beobachtungen durch den Autor.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die unterschiedlichen Führungslogiken ("Arbeit im System" vs. "Arbeit am System") und illustriert diese anhand der historischen und operativen Entwicklung Curitibas.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Curitiba, Führung, Systemtheorie, Effizienz, Robustheit, Empowerment und nachhaltige Stadtentwicklung geprägt.

Wie unterscheidet sich die Arbeit [im] System von der Arbeit [am] System?

Die "Arbeit im System" ist primär effizienzorientiert und top-down geprägt, während die "Arbeit am System" kontextgestaltend, kollektiv und robustheitsorientiert ist.

Welche Rolle spielt Jaime Lerner in der Untersuchung?

Jaime Lerner wird als zentrale personelle Führungspersönlichkeit Curitibas untersucht, deren visionärer Führungsstil und "Musterbruch"-Mentalität als Lernbeispiel für modernes Management dient.

Ende der Leseprobe aus 146 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Erfolgsbeispiel Curitiba - im Spannungsfeld zwischen individueller und kollektiver Führung
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg  (Internationales Management)
Veranstaltung
Entwicklung zukunftsfähiger Organisationen
Note
2,0
Autor
B.Sc. Sven Hartmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
146
Katalognummer
V177278
ISBN (eBook)
9783656035831
ISBN (Buch)
9783656035671
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Führung Management Großstadt Curitiba Jaime Lerner individuelle Führung kollektive Führung Arbeit im System Arbeit am System Effizienz Belastbarkeit Robustheit Resilienz Bernard Lietaer Erfolg Spannungsfeld
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.Sc. Sven Hartmann (Autor:in), 2011, Erfolgsbeispiel Curitiba - im Spannungsfeld zwischen individueller und kollektiver Führung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177278
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Leseprobe aus  146  Seiten
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