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Trainingsprotokoll Unternehmensberatung

Title: Trainingsprotokoll Unternehmensberatung

Script , 2010 , 9 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Bachelor of Science Marie Tolkemit (Author)

Health - Nutritional Science
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Summary Excerpt Details

Während einer Beratung unterstützt der Berater (B) den Ratsuchenden (RS) bei der Lösung seines Problems. Der Beratungsprozess sollte dabei von Seiten des B immer als „Hilfe zur Selbsthilfe“ gestaltet werden (Boland, 1991), d. h. der B sollte den RS dazu befähigen sein Problem selbst zu lösen (Albrecht, 1969). Das Ziel des Beraters sollte es dabei letztendlich sein sich überflüssig zu machen (Boland, 1991). Soweit die Beratungstheorie. Während des Trainingstages am 5. Mai konnten die Teilnehmer Beratung auch einmal praktisch erleben, indem jeder Teilnehmer jeweils einmal die Rolle des B und des RS annahm. Zuerst wurden zwei Rollenspiele im Plenum gespielt und im Anschluss von diesem analysiert. Danach erfolgte die Aufteilung in Kleingruppen in welchen nun jeder Teilnehmer in die Rolle von B und RS schlüpfen konnte. Im Rahmen des Trainingstages wurde schnell klar, dass Beratung ein sehr komplexer Prozess ist, bei welchem viele Faktoren mit einspielen. Im Folgenden werden das plenare Rollenspiel sowie einer der in den Kleingruppen gespielten Fälle dargestellt und das darin gezeigte Verhalten des Beraters erörtert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Plenares Rollenspiel

3. Eigenes Rollenspiel

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit dient der praktischen Aufarbeitung und Analyse von Beratungsgesprächen im Rahmen des Moduls Agrar- und Unternehmensberatung. Ziel ist es, die in der Beratungstheorie erlernten Kommunikationsmethoden durch Rollenspiele praktisch anzuwenden, das Verhalten der Beratenden zu reflektieren und die Komplexität des Beratungsprozesses anhand konkreter Fallbeispiele kritisch zu evaluieren.

  • Grundlagen der Beratung und Hilfe zur Selbsthilfe
  • Methoden des aktiven Zuhörens und Paraphrasierens
  • Kompetenzgrenzen in der professionellen Beratung
  • Strukturierung und Zielführung von Beratungsgesprächen
  • Analyse non-direktiver und partnerschaftlicher Kommunikation

Auszug aus dem Buch

3. Eigenes Rollenspiel

Der Berater (B) begrüßt die Ratsuchende (RS) höflich und stellt sich namentlich vor. Die RS nennt ihren Namen, woraufhin der B die RS bittet Platz zu nehmen. Der B fragt die RS nach der Dauer ihrer Anreise und ob diese die Örtlichkeiten schnell gefunden hat. Die RS berichtet von ihrer Anreise und bedankt sich für die sehr ausführliche und leichtverständliche Anfahrtsbeschreibung im Vorfeld des Termins. Der B fragt die RS nun nach ihrem Anliegen und greift in dem Zusammenhang das vor wenigen Tagen geführte Telefongespräch auf, in dem die RS von Problemen mit einer ihrer Milchkühe sprach und einen Termin vereinbarte.

Diese Gesprächseröffnung lässt die RS ankommen. Die Frage nach der Anreise ist ein sogenannter Eisbrecher, der die Grundlage für das Gespräch bildet. Insbesondere das Wiederaufgreifen des zuvor geführten Telefonats durch den B gibt der RS ein sicheres und gut aufgehobenes Gefühl. Die RS erkennt, dass sich der B für ihr Problem interessiert. Dadurch entsteht eine vertrauensvolle Basis, diese ist u.a. Voraussetzung einer partnerzentrierten Kommunikation (Crisand, Crisand 2000).

Die RS bestätigt dies und legt ihre Probleme dem B in ausführlicher Weise dar. Sie gibt an, dass die Kuh seit einiger Zeit deutlich weniger Milch gibt, stark abgenommen hat und nicht mehr wie gewohnt frisst und trinkt. Der B greift das Berichtete auf und stellt der RS konkrete Fragen zur Kuh und zum Krankheitsverlauf. Er erfragt Rasse, Haltungsform, Alter, Gewicht, Verlauf der Milchleistung, bisherige Schwangerschaften, Fütterungsform, Dauer der Problematik, bisherige Interventionen.

In diesem Abschnitt der Beratung nutzt der B offene Fragen, um mehr Informationen in Erfahrung zu bringen und bei der Frage um die bisherigen Interventionen handelt es sich um eine Informationsfrage (Boland, 2010).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die theoretischen Grundlagen der Beratung ein, insbesondere in das Konzept der „Hilfe zur Selbsthilfe“, und beschreibt den methodischen Rahmen der im Training durchgeführten Rollenspiele.

2. Plenares Rollenspiel: In diesem Abschnitt wird eine Studienberatung analysiert, wobei das Verhalten der Beraterin hinsichtlich aktiven Zuhörens, Fragetechniken und der Einhaltung beruflicher Kompetenzgrenzen kritisch reflektiert wird.

3. Eigenes Rollenspiel: Dieses Kapitel dokumentiert eine Tierberatung, bei der die erfolgreiche Gesprächseröffnung und strukturierte Problemanalyse mittels offener Fragen sowie die kritische Abgrenzung der Beraterkompetenz untersucht werden.

Schlüsselwörter

Beratung, Kommunikation, Hilfe zur Selbsthilfe, Rollenspiel, Agrarberatung, Unternehmensberatung, aktives Zuhören, Paraphrasieren, Kompetenzgrenzen, Gesprächsführung, Studienberatung, Tierberatung, Problemlösung, Fallanalyse, non-direktive Beratung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Dokument grundsätzlich?

Das Dokument ist ein Protokoll, das die Durchführung und Analyse von Beratungsgesprächen im Rahmen eines Trainings für Agrar- und Unternehmensberatung dokumentiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich auf Kommunikationstechniken, die Gestaltung des Beratungsprozesses, die Bedeutung von Vertrauensaufbau sowie die Einhaltung beruflicher Kompetenzbereiche.

Was ist das primäre Ziel der durchgeführten Rollenspiele?

Das Ziel ist die praktische Anwendung der „Hilfe zur Selbsthilfe“ und die Analyse der eigenen Gesprächsführung unter Anwendung theoretischer Beratungsmodelle.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden zur Analyse verwendet?

Die Analyse basiert auf den Beratungstheorien von Boland und der Gesprächspsychologie nach Crisand, wobei Methoden wie das Paraphrasieren und die Nutzung offener Fragen untersucht werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zwei spezifische Beratungsfälle – eine Studienberatung und eine Tierberatung – detailliert dargestellt und kritisch hinsichtlich der Methodenwahl des Beraters ausgewertet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Beratungskompetenz, Gesprächsführung, Kommunikation im Agrarsektor und Hilfe zur Selbsthilfe definieren.

Warum wird das Verhalten der Beraterin im ersten Rollenspiel teilweise kritisiert?

Die Beraterin wird kritisiert, weil sie durch häufiges Lachen eine abwertende Wirkung erzeugte und sich bei der Beantwortung persönlicher Fragen der Ratsuchenden zu weit von der fachlichen Beratungsebene entfernte.

Wie bewertet der Autor die Diagnose des Beraters im zweiten Rollenspiel?

Der Autor stuft die Diagnose als problematisch ein, da der Berater seine Kompetenz als Nicht-Tierarzt überschritten hat, empfiehlt jedoch den korrekten anschließenden Verweis an einen Fachmann.

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Details

Title
Trainingsprotokoll Unternehmensberatung
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Agrarsoziologie und Beratungswesen)
Course
Agrar- und Unternehmensberatung
Grade
1,7
Author
Bachelor of Science Marie Tolkemit (Author)
Publication Year
2010
Pages
9
Catalog Number
V177315
ISBN (eBook)
9783640988631
ISBN (Book)
9783640988167
Language
German
Tags
Beratung Beratungsgespräch Training Unternehmensberatung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Science Marie Tolkemit (Author), 2010, Trainingsprotokoll Unternehmensberatung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177315
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