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Literaturrecherche zum Kaffeeringeffekt

Titel: Literaturrecherche zum Kaffeeringeffekt

Studienarbeit , 2009 , 37 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Bianca Hühnerfuß (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Printmedien, Presse
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der sogenannte Kaffeeringeffekt wurde erstmals 1997 von Robert D. Deegan und seinen Mitarbeitern wissenschaftlich beschrieben. Beim Trocknen von Flüssigkeiten in Tropfenform auf einer festen Oberfläche hinterlassen diese ringförmige Ablagerungen, da sich Partikel am Rand des Tropfens sammeln. Die Ringbildung ist jedoch ein in den meisten Fällen störender Effekt. Besonders bei Anwendungen im Inkjetbereich, also beim Druck funktionaler Schichten und bei Beschichtungsprozessen wird der meist negative Einfluss deutlich. Die Inkjet-Technologie hat viele Vorteile gegenüber anderen Verfahren, wie z.B. der Photolithographie. Sie ist präzise, energieeffizient, platz- und kostensparend. Durch die Genauigkeit des Verfahrens wird Ausschuss minimiert und die Produktivität erhöht. Der Inkjet ist außerdem sehr flexibel bezüglich der bedruckbaren Stoffe und der druckbaren Tinten. Daher ist es für die Produktion verschiedener Produkte wie LEDs oder Solarzellen geeignet.
Das Inkjet-Verfahren hat jedoch einen großen Nachteil: die daraus resultierenden Strukturen sind sehr anfällig für den Kaffeeringeffekt. Daher ist auch dieser in den letzten Jahren immer relevanter geworden. Tritt der Effekt auf, so werden gedruckte elektrisch oder thermisch leitende Schichten in ihrer Gleichmäßigkeit und damit ihrer Leistung und Leitfähigkeit beeinträchtigt. Aus diesem Grund gibt es auch Bestrebungen den Effekt zu umgehen beziehungsweise ihn zu verhindern.
In dieser Arbeit soll ein Überblick über die theoretischen Ansätze zu physikalischen und strömungsmechanischen Eigenschaften des Kaffeeringeffekts dargestellt werden. Außerdem werden einige Methoden zur Verhinderung des Effekts gezeigt. Seine Bedeutung in der Inkjet-Technologie hängt jedoch nicht nur von Problemen, die er verursacht, sondern auch von den Möglichkeiten ihn gezielt zu nutzen, ab. Nachdem die Rechercheergebnisse kritisch diskutiert wurden, soll der Effekt und dessen Verhinderung in einer Dokumentation anschaulich dargestellt werden. Als Lösungsmittel wurde Wasser gewählt, weil der Effekt seinen Namen durch die typische Ringbildung in getrockneten Kaffeeflecken hat. Abschließend wird ein Ausblick auf zukünftige Möglichkeiten, Herausforderungen und Anwendungen gegeben. Dass ein derartiger Überblick sinnvoll ist, zeigten auch Tekin, Smith und Schubert, die im letzten Jahr die wichtigsten Erkenntnisse zum Kaffeeringeffekt und seiner Bedeutung in der Inkjet –Technologie zusammenfassten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aufgabe und Lösungsansatz

2.1 Vorgehen bei der Recherche und verwendete Quellen

2.2 Statistische Auswertung der Literatur

3. Kaffeeringeffekt

3.1 Physikalische und strömungsmechanische Erklärungsansätze

3.2 Bedeutung des Effekts in der Inkjet-Technologie

3.3 Strategien zur Verhinderung des Effekts

3.4 Diskussion der Ergebnisse

4. Dokumentation

4.1 Versuchsaufbau und Versuchsbeschreibung

4.2 Beschreibung der Ergebnisse

4.3 Diskussion der Ergebnisse

5. Ausblick und Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht theoretische und strömungsmechanische Grundlagen des Kaffeeringeffekts und analysiert Methoden zu dessen Verhinderung oder gezielter Nutzung in der modernen Inkjet-Technologie, ergänzt durch eigene experimentelle Untersuchungen zur Beeinflussung der Ringbildung.

  • Physikalische Ursachen und Erklärungsansätze der Ringbildung
  • Bedeutung des Effekts für industrielle Druckprozesse
  • Strategien zur aktiven Steuerung und Vermeidung des Effekts
  • Experimentelle Dokumentation und Einfluss von Lösungsmittelkonzentrationen

Auszug aus dem Buch

3.1 Physikalische und strömungsmechanische Erklärungsansätze

Von den ausgewählten Texten beschäftigten sich zehn mit den physikalischen und strömungsmechanischen Ansätzen zum Kaffeeringeffekt. Allein drei dieser Texte stammen von Robert D. Deegan[1][2][3], welcher das Phänomen erstmals 1997 in „Capillary flow as the cause of ring stains from dried liquid drops“ wissenschaftlich betrachtete und dem Effekt seinen Namen gab. Seine Theorie zur Entstehung und den Eigenschaften eines Kaffeerings vervollständigte er 2000 mit „Contact line deposition in an evaporating drop“ und „Pattern formation in drying drops“. Seine Arbeiten gelten als Ausgangspunkt für die weitere Erforschung des Phänomens.

Laut Deegan[1] entsteht ein Kaffeering beim Verdunsten von Tropfen in denen sich gelöste Festkörper befinden. Das Wachstum des Rings lässt sich als Potenzgesetz über die Zeit beschreiben und ist unabhängig von der Art der Flüssigkeit, der Art des Substrates und der Art der gelösten Teilchen. Durch die Oberflächenrauigkeit des Substrates wird die Kontaktlinie des Tropfens an einer Stelle fixiert. In der Nähe der Kontaktlinie ist die Verdunstungsrate am höchsten. Um diese Verdunstungsverluste zu kompensieren entsteht ein radialer Volumenstrom. Die gelösten Teilchen im Tropfen werden in Richtung der Kontaktlinie transportiert wo sie sich ringförmig ablagern und eine Wulst bilden (Abbildung 3). Die Teilchen fixieren wiederum den entstandenen Ring („Self-Pinning“[2]), sodass das System sich quasi selbst stabilisiert. Das Self-Pinning ist von der Ausgangskonzentration der Teilchen abhängig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Phänomen des Kaffeeringeffekts und seine Relevanz für die Inkjet-Technologie.

2. Aufgabe und Lösungsansatz: Beschreibung der Literaturrecherche und der statistischen Auswertung von Fachtexten.

3. Kaffeeringeffekt: Detaillierte theoretische Betrachtung der physikalischen Grundlagen, Anwendungsbereiche und Vermeidungsstrategien.

4. Dokumentation: Darstellung des experimentellen Versuchsaufbaus und Auswertung der Ergebnisse unter Variation der Lösungsmittelkonzentration.

5. Ausblick und Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung der Forschungsergebnisse und zukünftiger Anwendungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Kaffeeringeffekt, Inkjet-Technologie, Tropfentrocknung, Kontaktlinie, Verdunstungsrate, Partikelablagerung, Strömungsmechanik, Self-Pinning, Marangonieffekt, Ethylenglykol, Funktionalität, Oberflächenrauigkeit, Mikrostrukturen, Lösungsmittel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Studienarbeit widmet sich dem sogenannten Kaffeeringeffekt, einem Phänomen bei der Trocknung von Flüssigkeitstropfen, das insbesondere bei Inkjet-Druckprozessen für unerwünschte Ablagerungen sorgt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit umfasst die physikalischen Erklärungsansätze für die Entstehung von Ringen, die Auswirkungen auf die Inkjet-Technologie und verschiedene experimentelle sowie theoretische Ansätze zur Beeinflussung dieser Ringstrukturen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist ein umfassender Überblick über den aktuellen Forschungsstand zum Kaffeeringeffekt sowie die experimentelle Erprobung von Methoden zur Verhinderung der Ringbildung durch Zugabe von Additiven.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Neben einer umfangreichen Literaturrecherche wurden eigene Versuchsreihen mit unterschiedlichen Ethylenglykol-Wasser-Gemischen durchgeführt, um die Trocknungsmuster zu analysieren und zu dokumentieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Diskussion der technologischen Bedeutung in der Industrie und eine detaillierte Dokumentation eigener experimenteller Versuche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Kaffeeringeffekt, Inkjet-Druck, Partikeltransport, Kontaktlinienfixierung und Modifikation der Trocknungseigenschaften durch Additive.

Warum wird Ethylenglykol als Additiv im Experiment verwendet?

Ethylenglykol dient dazu, die Verdunstungsrate und das Fließverhalten des Tropfens zu modifizieren, um die unerwünschte Anreicherung von Feststoffen an der Kontaktlinie gezielt zu verhindern.

Welche Schlussfolgerung lässt sich aus den eigenen Versuchen ziehen?

Die Experimente zeigen, dass eine optimale Konzentration an Ethylenglykol (im spezifischen Test 10%) die Ringbildung effektiv verhindern kann, während zu hohe oder zu niedrige Konzentrationen den Effekt nicht gleichermaßen unterbinden.

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Literaturrecherche zum Kaffeeringeffekt
Hochschule
Technische Universität Chemnitz  (Institut für Printmedientechnik)
Note
2,3
Autor
Bianca Hühnerfuß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
37
Katalognummer
V177335
ISBN (eBook)
9783640989218
ISBN (Buch)
9783640989591
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Inkjet Drucktechnik Kaffeeringeffekt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bianca Hühnerfuß (Autor:in), 2009, Literaturrecherche zum Kaffeeringeffekt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177335
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Leseprobe aus  37  Seiten
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