Über die psychosozialen Folgen der Jugendarbeitslosigkeit


Bachelorarbeit, 2010
91 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

A Gesellschaftliche Modernisierungen und Erwerbsarbeit
l Der Arbeitsbegriff
ll Definition Jugend
lll Leitbild Lohnarbeit
lV Arbeitsbedingungen der industrialisierten Dienstleistungsgesellschaft
1 Prekäre Beschäftigungslage und brüchige Normalbiografien
2 Veränderungen in der betrieblichen Arbeitsorganisation
3 Segmentierter Arbeitsmarkt
4 Jugendarbeitslosigkeit
4.1 Das Ausmaß der Jugendarbeitslosigkeit
4.2 Ausbildung- und Beschäftigungschancen …
4.3 Berufsvorbereitende Maßnahmen und Arbeitslosenstatistik
V Die Lebensphase Jugend im gesellschaftlichen und
demografischen Wandel
1 Individualisierung der Lebensentwürfe
2 Entgrenzte Jugend
Vl Folgen für die Bedeutung und die Funktion der Arbeit
1 Finanzielle Entlohnung
2 Formung der Persönlichkeit
3 Zeitstrukturierung
4 Identität und Selbstwertgefühl
5 Stabilisierung der Persönlichkeit
6 Handlungskompetenz
7 Status
8 Sozialintegrative Wirkung
9 Kontakt und Interaktion
10 Soziale Anerkennung

B Psychosoziale Folgen der Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen
l Strukturelle Merkmale arbeitsloser Jugendlicher
ll Theoretische Überlegungen zum Zusammenhang von Arbeitslosigkeit und psychischer Gesundheit
lll Psychische und soziale Aspekte der Arbeitslosigkeit
1 Identitätsentwicklung
2 Verlust sozialer Kontakte und veränderte Familienbeziehungen
2.1 Familie
2.2 Peergroups
2.3 Partnerschaft
3 Kinderwunsch
4 Ökonomische Lage
5 Zeitbewusstsein, Zeitstrukturen und Zeithorizont
5.1 Zeitempfinden
5.2 Freizeitorientierungen
6 Auswirkungen auf die Zukunftsperspektiven
7 Delinquentes Verhalten
8 Politische Einstellungen
9 Gesundheitliche Folgen
9.1 Subjektiver Gesundheitszustand
9.2 Illegale Drogen und Alkoholkonsum
9.3 Essstörungen und Zigarettenkonsum
9.4 Suizid und selbstverletzendes Verhalten
9.5 Depressionen
9.6 Stress
9.7 Mortalität
10 Selbstbild
11 Der Antizipationseffekt von Arbeitslosigkeit
12 Der Effekt der Arbeitslosigkeitsdauer
12.1 Phasenmodelle
12.2 Körperliche und psychosoziale Befindlichkeiten
a) Gesundheitlicher Zustand
b) Psychosoziale Auswirkungen
12.3 Stellensuche, Bewusstseinsstrukturen und Wiederbeschäftigungschancen arbeitsloser Jugendlicher
13 Der Einfluss des Alters auf die Arbeitslosigkeit
14 Der Einfluss des sozioökonomischen Status auf die Arbeitslosigkeit
15 Geschlechtsspezifische Unterschiede der Jugendarbeitslosigkeit
15.1Die Bedeutung der Arbeitslosigkeit für Mädchen
15.2Die Bedeutung der Arbeitslosigkeit für Jungen
16 Stigmatisierung und Diskriminierung
17 Berufliche und schulische Folgeprobleme
17.1Dequalifikation und sinkendes Anspruchniveau
17.2 Verschulungstendenzen und Entwertung der formalen Bildungsabschlüsse
18 Exklusion
18.1 Exklusion vom Arbeitsmarkt
18.2 Ökonomische Exklusion
18.3 Gesellschaftliche Exklusion
19 Moralische Entwicklung
20 Positive Begleiterscheinungen
lV Reversibilität
V Jugendarbeitslosigkeit in der Stadt und auf dem Land
1 Soziale Kontakte, Stigmatisierung und Diskriminierung
2 Ökonomische Situation
3 Sozialbeziehungen
Vl Verarbeitungs- und Abwehrstrategien
1 Bewältigung und Geschlecht
2 Bewältigungsformen nach Vonderach, Siebers und Barr
2.1 Arbeitslosigkeit als Biografieblockierung
a) Wiederherstellung berufsbiografischer Normalität
b) Herstellung erwerbsbiografischer Normalität
2.2 Arbeitslosigkeit als eigener Biografieabschnitt
2.3 Arbeitslosigkeit als Übergang zu neuen Biografieabschnitten und Lebensformen
3 Bewältigungsformen nach Alheit und Glaß
3.1 Schwierige Sozialisationskarriere
3.2 Biografische Bruchstelle
3.3 Surrogatkarriere
3.4 Subkarriere
a) Subkulturen
b) Subökonomie
3.5 Kollektive Betroffenheit
4 Bewältigungsformen nach Ulich
5 Bewältigungsformen nach Jahoda
5.1 Frustration und Resignation
5.2 Ausstieg und Umorientierung
5.3 Gewaltsame und organisierte Revolte extrem rechter oder linker Gruppierungen
5.4 Tumulte und Plünderungen
6 Proaktive Bewältigung

C Resümee

Quellenverzeichnis

Einleitung

Jugendarbeitslosigkeit ist seit vielen Jahren ein großes gesellschaftliches Problem und ein breit diskutiertes Thema. Erziehungs- und Sozialisationsinstanzen bereiten jeden Menschen in der westlichen Welt von Anfang an auf die spätere Arbeit vor. Heute dürfte sich angesichts der verschlechterten Wirtschaftslage und damit der verringerten Ausbildungsplatz- und Arbeitsplatzkapazität der Konkurrenzdruck erhöht haben. Eltern fördern ihre Kinder immer früher in unterschiedlichsten Disziplinen, damit diese für den Arbeitsmarkt gut vorbereitet sind. Jedoch sind es nicht nur die Eltern, die ihre Kinder früh und best möglichst vorbereiten; auch sind es heute zunehmend die Jugendlichen selbst, die mit Blick auf bessere zukünftige Arbeitsmarktchancen ihr Leben planen. Vielfach wird darauf geachtet, wie sich dieses oder jenes im Lebenslauf macht und damit später verkaufen lässt. Nicht wenige Jugendliche gehen nicht zuletzt ins Ausland, weil Auslandserfahrungen und Fremdsprachenkenntnisse auf dem Arbeitsmarkt noch nie so gefragt waren. Seit Jahrzehnten expandiert die Bildung. Immer mehr Jugendlichen streben das Abitur oder einen Hochschulabschluss an. Wer will da bezweifeln, dass dies nicht in erster Linie wegen der schlechten Arbeitsmarktlage geschieht? Viele streben, lernen und verfolgen von Anfang an das Ziel, später einen Beruf auszuüben und so pragmatisch wie die Jugend heute sein soll, hinterfragt sie dieses Ziel nicht einmal. Sie kommt vor lauter Anstrengungen dieses Ziel zu erreichen erst gar nicht dazu, möchte man meinen. Strebten nicht ganze Generationen zuvor und das heutige soziale Umfeld, die westliche Gesellschaft, immer noch unbeirrt nach Erwerbsarbeit? Die Jugendendlichen von heute wissen um die große Arbeitsmarktproblematik und jene, die mit genügend Ressourcen ausgestatten sind, und das dürften die meisten von ihnen sein, machen sich auf dieses Problem für sich persönlich in Angriff zu nehmen, indem sie sich anstrengen und Leistung zeigen. Dies schlägt sich in einer ausgeprägten Leistungsorientierung nieder. Sie müssen sich einfach anstrengen, wollen sie nicht auf der Strecke bleiben. Um in dieser angespannten Situation noch groß und breit über den Sinn von Erwerbsarbeit nachzudenken, bleiben kein Raum und keine Zeit. Was passiert nun aber, wenn dieser Jugend, für die die Erwerbsarbeit ungebrochen ungeheuer wichtig ist, der Zugang zu Ausbildungs- und Arbeitsplätzen verwehrt bleibt? Was geschieht in einem Menschen, dem die Chance auf eines seiner wichtigsten Lebensziele genommen wird – in einem Lebensabschnitt, indem so viel es richtig anfängt wie z.B. die Selbständigkeit? Auf diese Problematik soll sich diese Arbeit beziehen.

Zahlreiche Auswirkungen aufgrund von Erwerbslosigkeit sind zu vermuten. Tatsache ist, dass viele von ihnen unerwartet, widersprüchlich und/oder wenig abgesichert sind. Wenig abgesichert ist eine politische Radikalisierung, Fremdenfeindlichkeit oder Kriminalität. Der eigenständige Einfluss der Erwerbslosigkeit gilt als nicht abgesichert. Die Auswirkungen auf die Familie sind ebenfalls wenig abgesichert und zudem widersprüchlich. Bezüglich der Thematik des Suizids ist der statistische Zusammenhang zumindest in Deutschland nicht gesichert. Fest steht jedoch auch, dass soziale Isolation und/oder emotionale Labilität das Risiko des Suizids verstärken. Der Punkt des Alkoholmissbrauchs ist ebenfalls wenig abgesichert. Hinsichtlich somatischer Erkrankungen sind die Befunde widersprüchlich und wenig abgesichert. Ebenso sind die Ergebnisse über geschlechtsspezifische Reaktionen wenig abgesichert und widersprüchlich. So ist z.B. die positive „Alternativrolle Hausfrau“ für Frauen nicht bestätigt, da die Datenbasis hierfür bisher zu gering ist. Auch über die Zeitgestaltung- und das Zeiterleben Erwerbsloser kann man noch nichts Genaues sagen, da auch hier die Befunde wenig abgesichert sind. Es ist zu vermuten, dass die freie Zeit nur dann positiv erlebt werden kann, wenn die Erwerbslosigkeit befristet und kurzfristig ist und nur als nützlich empfundene Aktivitäten sollen sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Schließlich sind die Ergebnisse der Arbeitsorientierung anders als zu erwarten wäre, denn eine mittlere Arbeitsorientierung wirke sich positiver aus as eine hohe.[1]

Die Rahmenbedingungen, unter denen Jugendliche heute versuchen, einen Fuß in der Arbeitsgesellschaft zu fassen (Teil A), bildet den Anfang meiner Arbeit; gefolgt von der Thematik der psychosozialen Folgen, die im Falle einer Jugenderwerbslosigkeit auftreten (Teil B). Im zweiten Teil der Arbeit geht es zunächst darum, welche Jugendliche denn überhaupt überproportional gefährdet sind, keinen Ausbildung- oder Arbeitsplatz zu erhalten. Daraufhin wird ein möglicher Zusammenhang von Erwerbslosigkeit und psychischer Gesundheit thematisiert, um folgend viele (jedoch nicht sämtliche) psychosoziale Aspekte bzw. Folgen von Erwerbslosigkeit näher zu betrachten. Anschließend geht es um die Frage, ob mögliche Folgeschäden der Erwerbslosigkeit reversibel oder irreversibel sind. Hiernach folgt ein knapper Vergleich zwischen der Auswirkungen der Erwerbslosigkeit Jugendlicher auf dem Land und der Folgen auf dem Land, um schließlich verschiedenste Bewältigungsstrategien ins Blickfeld zu rücken. Im Nachstehenden impliziert der Begriff der „Jugendarbeitslosigkeit“ ebenso Jugendausbildungslosigkeit und umgekehrt. Zwischen den Begriffen „Erwerbslosigkeit“ und „Arbeitslosigkeit“ wird keine Differenzierung vorgenommen.

A Gesellschaftliche Modernisierungen und Erwerbsarbeit junger Menschen

l Der Arbeitsbegriff

Der Begriff des Arbeitslosen ist im § 16 und 118 des SGB lll definiert: „Arbeitslose sind Personen, die wie beim Anspruch auf Arbeitslosengeld

1. vorübergehend nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen,
2. eine versicherungspflichtige Beschäftigung suchen und dabei den Vermittlungsbemühungen des Arbeitsamtes zur Verfügung stehen und
3. sich beim Arbeitsamt gemeldet haben.“[2]

ll Definition Jugend

Jugend ist eine Altersphase im Lebenszyklus eines jeden Individuums, die mit dem Einsetzten der Pubertät (Geschlechtsreife) um das 13. Lebensjahr beginnt. Jugend ist zugleich die Altergruppe der etwa 13- bis etwa 20/25-jährigen. Jugend ist – wie Kindsein, Erwachsenensein, Alter – eine biologisch mit-bestimmte, sozial und kulturell überformte Lebensphase, in der das Individuum die Voraussetzungen für ein selbständiges Handeln in der Gesellschaft erwirbt. … Einigkeit besteht darüber, dass die Jugendphase dann als abgeschlossen gelten kann und als selbständiges Gesellschaftsmitglied voll anerkannt ist. Dazu gehören ökonomische Selbständigkeit durch Berufsausübung und eigenes Einkommen und die soziale Verselbständigung, z.B. durch Gründung eines eigenen Haushaltes und/oder einer eigenen Familie.“[3] Jugend gilt darüber hinaus als „… biografische Lebensphase für innere Entwicklung, Lernen, Identitätsbildung; zum anderen bedeutet Jugend eine bestimmte Lebenslage, die massiv von objektiven gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, Erwartungen, vor allem bezüglich des Arrangements in und mit der modernen Arbeitsgesellschaft, geprägt ist.“[4] Der Sinn der Jugendphase liegt darin, sich den „… Anforderungen der Erwachsenenrolle unter besonderer Berücksichtigung des Erwerbs zur ökonomischen Absicherung zu stellen.“[5]

lll Leitbild Lohnarbeit

Etwa „… ein Drittel 15- bis 30-jähriger Jugendlicher und junger Erwachsener ist selbst schon einmal von Arbeitslosigkeit betroffen gewesen.“[6] Erwerbslosigkeit wird demnach allmählich eine Normalerfahrung, dennoch steht Lohnarbeit im Zentrum einer individuellen Lebensplanung. „ Lohnarbeit als die klassische Form von unselbstständiger Arbeit hat wohl auch in der heutigen Gesellschaft immer noch eine herausragende Bedeutung als unabdingbares Fundament der Erwachsenenexistenz und der darauf aufbauenden soziokulturellen Entfaltungsmöglichkeiten.“[7]Die Arbeitsgesellschaft … beruht auf normativen Orientierungen, die durch die betriebliche Sozialisation und durch Integration in eine Arbeitsorganisation vermittelt werden.”[8] Das Motto lautet: „ Sozialisation durch die Arbeit für die Arbeit.“[9] Die Institutionen Schule und Familie sind maßgeblich an der Sozialisation „für Arbeit“ beteiligt. „ Die Rolle des Bildungssystems für soziale Chancen und Weiterkommen wird von den jungen Menschen zunehmend als Funktionslücke durchschaut (ohne dass damit aber automatisch eine grundsätzliche Abkehr von entsprechenden Bemühungen vorgenommen würde).“[10]

Seit nun ca. 25 Jahren gibt es in Deutschland Krisenerscheinungen. „ Die gesellschaftliche Krise hat die Jugend erreicht !“[11] Genannt seinen die „… Erwerbskrisen, Arbeitslosigkeit, Globalisierungserschütterungen, Rationalisierungsverluste … “,[12] jüngst die Wirtschafts- und Finanzkrise etc. und sie „… mischen sich … massiv in das Leben … ein und stellen dessen Sinn selbst in Frage.“[13] Doch verabschieden sich die Jugendliche nicht vom Arbeitsleben. Die Mehrheit bemüht sich nach wie vor um einen erfolgreichen Start ins Berufsleben, denn eine wirkliche Alternative gibt es nicht. Gelingt der Übergang ins Berufsleben nicht, werden viele orientierungs- und hilflos.

Der Berufseinstieg ist heute für die meisten Jugendlichen zum Improvisationskunststück geworden, Arbeitslosigkeit zum Teil der Normalbiografie. Weit davon entfernt, auf diese Situation mit einer kollektiven Verweigerung auf die gestiegenen Anforderungen zu reagieren, steigern die meisten Jugendlichen ihre Anstrengungen und treiben damit die Leistungsspirale weiter in die Höhe.”[14] Trotz aller Anstrengungen, guter Schul- und Ausbildungsabschlüsse, trotz Engagement, Praktika, Fremdsprachenkompetenz und gewinnendem Auftreten existiert keine berechenbaren Berufslaufbahnen, sondern unsichere und prekäre Beschäftigungsangebote.[15] Der Arbeitsmarkt lässt biografische Muster vorheriger Generationen als Orientierungskonstrukt untauglich werden.[16]Die Jugendlichen in Deutschland wollen ihre Zukunft, trotz zunehmend prekärer Bedingungen, weiterhin vor allem eher in bekannten und eingefahrenen Bahnen meistern.”[17]

lV Arbeitsbedingungen der industrialisierten Dienstleistungsgesellschaft

1 Prekäre Beschäftigungslage und brüchige Normalbiografien

Prekäre Beschäftigungslagen nehmen zu. So gibt es kaum noch Vollzeitarbeitsplätze, weniger Lohn, befristete Verträge etc. Infolge des Anstiegs von Beschäftigungsrisiken kommt es zu einer Verschärfung sozialer Ungleichheit. „ Mit der gesellschaftlichen Entwicklung nicht nur vorübergehender, sondern anhaltender Arbeitslosigkeit von Jugendlichen Ende der siebziger und achtziger Jahre in Deutschland ist die so genannte Normalbiografie des (normalen) Übergangs von der Schule zur Berufsausbildung und in berufliche Beschäftigung für Jugendliche brüchig, ungewiss und riskant geworden.“[18] Dabei stellt die tatsächliche Einmündung in die Erwerbsarbeit ein wesentliches Element des Erwachsenwerdens dar.[19] Der durchschnittliche Lebensentwurf, der auf Vollzeit gründete, ist kaum mehr zu erreichen.[20] Der idealtypische Sozialisationsverlauf wird immer häufiger durchbrochen. Dies hat Folgen für die Lebenslagen und Orientierungen der Betroffenen. Es ist fraglich, ob man Jugendlichen das arbeitsgesellschaftliche Normalitätsmuster noch glaubhaft vermitteln kann, da eine generell hohe Arbeitslosigkeit herrscht. Der Normalitätsentwurf erlebt eine Krise und doch stellt Erwerbsarbeit nach wie vor den zentralen Modus gesellschaftlicher Integration dar.[21] Hieraus resultiert ein Orientierungsdilemma, denn alternative Vergesellschaftung- und Erziehungsperspektiven fehlen bisher. „Die Folgen dieser Arbeitsmarktentwicklung in Deutschland sind für längerfristig arbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene fehlende Erfahrungen dauerhafter Arbeitsverhältnisse, in denen sie ihre berufliche Ausbildungskompetenzen verwerten und damit das Gefühl haben können, produktiv zu sein, gebraucht und adäquat entlohnt zu werden.“[22]

2 Veränderungen in der betrieblichen Arbeitsorganisation

Die Grenzen zwischen Erwerbsarbeit und Freizeit erodieren zunehmend stärker. „ Arbeitszeit und Freizeit sind kaum noch voneinander getrennt, allzu oft wird die Freizeit von den Bedingungen und den Folgen der Erwerbsarbeit erfasst …“[23] und der vormals äußere Zwang wird zum inneren Antreiber. „ Die Erwerbsarbeit wird so zum einzig aktiven Antriebselement in der Lebensgestaltung, sie hat die Regie über alle anderen Lebensbereiche übernommen.“[24]

3 Segmentierter Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt ist segmentiert. Das primäre Segment besteht aus stabilen, qualifizierten Arbeitsplätzen mit hohem Einkommen und Aufstiegschancen. Diese Arbeitsplätze vermitteln neue Lernerfahrungen und bieten Weiterbildungschancen. Das sekundäre Segment bietet instabile, unqualifizierte, schlecht bezahlte Arbeitsplätze ohne Aufstiegschancen. Diese Arbeitsplätze vermitteln keine neuen Lernerfahrungen. Erworbene Qualifikationen, die oft nicht mehr gebraucht werden, werden entwertet und es erfolgt ein häufiger Wechsel zwischen Beschäftigung und Erwerbslosigkeit. Meistens bleiben die Menschen in dem Segment, in dem sie ihre Karriere beginnen. Hohe Schranken verhindern Wanderungsbewegungen. Jugendliche Arbeitslose, die sich im zweiten Segment befinden und dementsprechend oft arbeitslos sind, entwickeln bestimmte Eigenschaften. Gegenüber dem Arbeitsinhalt entwickeln sie Gleichgültigkeit. Gegenüber der Monotonie entwickeln sie eine Resistenz. Sie sind so beweglich, dass man von Instabilität statt Mobilität sprechen kann. Ihre Sozialisation reduziert sich auf bloße Anpassung. Die Arbeit im zweiten Segment zwingt regelrecht zur Anpassung, wodurch die Menschen erst Recht für diese stupide Arbeit tauglich gemacht werden.[25]

4 Jugendarbeitslosigkeit

4.1 Das Ausmaß der Jugendarbeitslosigkeit

Heute herrscht eine hohe Sockelarbeitslosigkeit – auch für die Jugend. Seit der deutschen Vereinigung hatte sich das Problem der Jugenderwerbslosigkeit beginnend in den 70er / 80er Jahren weiterhin verschärft. Im Osten existieren heute nahezu doppelt so hohe Jugenderwerbslosigkeitsraten wie im Westen Deutschlands.[26]Seit den 1990er Jahren sind konstant rund eine halbe Million Jugendliche arbeitslos.“[27] Allein im Zeitraum von 2000 bis 2005 ist die Jugendarbeitslosigkeit von 7,7 Prozent auf 15,2 Prozent gestiegen.[28]Von einer im europäischen Maßstab niedrigen Jugendarbeitslosigkeit kann also nicht mehr die Rede sein …“[29] So hat das Problem der Jugendarbeitslosigkeit „ … in den letzten Jahren in der Bundesrepublik zunehmend größere Aufmerksamkeit erfahren. Vor allem das unzureichende Angebot von Ausbildungs- und Beschäftigungsstellen für junge Menschen und die Diskrepanz zwischen den Qualifikationsanforderungen der Nachfrageseite und den realen schulischen und beruflichen Voraussetzungen der Angebotsseite hat die Situation für die Betroffenen in den vergangen Jahren enorm verschärft.“[30]

4.2 Ausbildung- und Beschäftigungschancen

Die Umstände, in denen Jugendliche und junge Erwachsene heute leben, haben sich in den letzten Jahrzehnten gewandelt. Ausbildungsmöglichkeiten und Beschäftigungschancen verschlechtern sich und ist man einmal erwerbslos, bedarf es häufig „ …mehrerer Versuche der Arbeitsaufnahme, bis eine stabile Wiedereingliederung in das Erwerbsleben gelingt.”[31] Die unter 20-Jährigen scheitern eher an der ersten Arbeitsmarktschwelle. Die Zahl der Jugendlichen ohne Ausbildungsvertrag hat zugenommen. Es gibt lange Wartezeiten auf eine Lehrstelle und ein hoher Anteil Jugendlicher wird nach der Ausbildung nicht übernommen. Da in vielen Berufen die Anforderungen gestiegen sind, ist es für viele Jugendliche schwieriger geworden, überhaupt eine passende Ausbildung zu finden. „ Es ist deshalb zu befürchten, dass die Zahl der Jugendlichen, die auf Dauer nicht in den Ausbildungsmarkt integriert werden können, weiterhin zunimmt.“[32] Doch die Probleme „ … verlagern sich zunehmend an die 2. Schwelle beim Berufseintritt nach Abschluss der Ausbildung, damit auf die Altersgruppe der 20 bis 25jährigen.“[33] Vor allem der Übergang in den ersten Arbeitsmarkt gestaltet sich zusehends problematisch. Folglich werden u.a. alternative Erwerbsmöglichkeiten wie z.B. in Form eines berufsfremden Einsatzes oder Schwarzarbeit, in Einfacharbeits- oder Leiharbeitsplätzen etc. gesucht. Ebenso besuchen Jugendliche heutzutage länger die Schule oder berufsvorbereitende Maßnahmen, um für sich bessere Voraussetzungen für einen erfolgreichen Berufsstart zu schaffen. Das Übergangsalter vom Bildungs- ins Beschäftigungssystem verlagert sich daher nach oben und der Begriff des Jugendlichen wird so bis zu den unter 25-jährigen ausgedehnt.[34] Zunehmend scheitern auch gut ausgebildete Jugendliche am Übergang nach der abgeschlossenen Berufsausbildung in eine entsprechende Beschäftigung.[35] Das Schlagwort von der „Generation Praktikum“ beschreibt, wie schwierig heute ein planbarer Berufseinstieg für viele junge Menschen geworden ist.[36]

4.3 Berufsvorbereitende Maßnahmen und Arbeitslosenstatistik

Seit Mitte der 70er Jahre steigt die Jugendarbeitslosigkeit an und hat sich inzwischen auf einem hohen Niveau etabliert. Nur hin und wieder kommt es zu kurzzeitigen Rückgängen. Durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen wird eine Vielzahl Erwerbsloser aufgefangen, die dann in den Statistiken der Arbeitsämter nicht mehr als erwerbslos geführt werden. Die kurzzeitigen Rückläufe in den Arbeitslosigkeitsstatistiken lassen sich demnach nicht durch eine bessere Arbeitsmarktlage erklären. Politische Interessen beeinflussen das statistische Datenmaterial der Bundesagentur für Arbeit. Darüber hinaus existiert eine hohe Dunkelziffer[37], da längst nicht alle erwerbslosen Jugendlichen erfasst werden, weil sie sich nicht arbeitslos melden,[38] berufsvorbereitende Maßnahmen durchlaufen oder als ABM-Kraft[39] tätig sind. Durch die berufsvorbereitenden Maßnahmen wird die Zahl der ausbildungssuchenden Jugendlichen minimiert, denn ausbildungssuchende Jugendliche, die in einer berufsvorbereitenden Maßnahme sind, werden statistisch nicht mehr als ausbildungssuchend erfasst. Lenz behauptete bereits 1985, dass die amtlichen Statistiken maximal 1/3 aller arbeitslosen Jugendlichen erfassen würden.[40] In Anbetracht dessen, dass viele Jugendliche heutzutage in zahlreichen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen untergebracht sind und so statistisch nicht erfasst werden, kann man von einer höheren Dunkelziffer als Lenz es tat, ausgehen. Ferner wird die Statistik durch die Tatsache, dass arbeitslose Ausbildungsplatzsuchende nach dem SGB lll nicht automatisch als arbeitslos geführt werden, beschönigt.

V Die Lebensphase Jugend im gesellschaftlichen und demografischen Wandel

Die jugendliche Bevölkerung schrumpft numerisch und dennoch sind die „ … Arbeitslosenquoten der unter 25-Jährigen … beängstigend hoch. Große Gruppen von Jugendlichen haben berechtigte Zukunftsängste.”[41] Es herrschen unsichere, jederzeit widerrufliche Arbeitsverhältnisse und die gesamte junge Generation befindet sich in einer unsicheren Lebenslage, “… denn einen Einstieg in den Beruf und eine einigermaßen berechenbare Arbeitsbiografie hält die Gesellschaft nur für einen Teil von ihnen bereit.”[42] Die Jugendlichen müssen heute früh einen Lebensplan entwickeln; mit Widersprüchen der Lebenslage umgehen können (ist doch die gesamte Sozialisation auf Erwerbsarbeit ausgerichtet); ihre Selbstdefinition auf einen schwierigen Sachverhalt, der Arbeitsmarktproblematik, ausrichten und trotz der unsicheren Zukunft ein Bild von der eigenen Persönlichkeit entwerfen.[43] Doch behalten Jugendliche ihre konstruktiven Erwartungen bislang bei, trotz aller Enttäuschungen wie der prekären Ausgangslage, die ein biografischer Schock für Jugendliche und ihre Eltern sein muss, wenn das Kind keine Arbeit findet. Die Jugendlichen haben ihre Kindheit in einer Wohlstandzeit verbracht mit sozial und wirtschaftlich gut situierten Eltern, die für ihre Kinder auf gleiche Bedingungen hofften. Die Angst vor einem kollektiven Absturz der Mittelschicht wächst.[44] Politische Demonstrationen finden in Ansätzen an Universitäten statt. Anders sieht die Ausgangslage bei sozial benachteiligten Jugendlichen und Jugendlichen aus Migrantenfamilien aus. Sie wurden nicht vom Elternhaus verwöhnt. Sie “… suchen einfach nur nach einem Platz in dieser Gesellschaft, mit einem Mindestmaß an Anerkennung und Zugehörigkeit. Wenn ihnen dies verwehrt wird, reagieren sie mit großer Unruhe.[45] Ökonomisch leben sie auf einem niedrigeren Niveau und haben in dieser Hinsicht wenig zu verlieren. „ Aus diesem Grund kann sich bei ihnen schnell ein Protestpotential zusammenbrauen.[46]

1 Entgrenzte Jugend

Früher galt Jugend als eine klar abgegrenzte eigenständige und gesellschaftlich weitgehend geschützte Bildungsphase; als Vorbereitung auf den „Ernst der Lebens“. Sie diente dem Übergang ins Erwachsenenalter und der Integration in Erwerbsarbeit. Heute ist Jugend zeitlich in Richtung Kindheit und Erwachsenenalter entgrenzt. Einem Teil der Jugend gelingt der Übergang in die Erwerbsarbeit und damit die Integration in die Gesellschaft überhaupt nicht mehr. „ Nicht nur der zeitlich länger andauernde Besuch der Schule und Berufsausbildung, auch die Dauer der individuell erfahrenen Jugendarbeitslosigkeit trägt zur Verlängerung der Jugendphase bei.“[47]Mit länger werdenden Ausbildungszeiten und relativ später Übernahme einer Berufsrolle verschiebt sich die Adoleszenzkrise ins zweite, in Extremfällen auch in den Anfang des dritten Lebensjahrzehntes.”[48] Die Jugend dauert heute mindestens 10 Jahre und bei immer mehr Jugendlichen 15 oder gar 20 Jahre.[49] Der Trend zu höheren Abschlüssen und der steigende Anteil Jugendlicher zwischen 16 und 25 Jahren, die immer noch in der Ausbildung sind, ist ein europaweites Phänomen.[50] Spätestens seit 1985 ist die Verlängerung der Ausbildung aus sozialpolitischen Gründen mit dem Ziel „… die zahlenmäßig “zu vielen” potenziellen jungen Arbeitskräfte so lange wie möglich im Bildungssystem zu halten, um sie vom nur eingeschränkt aufnahmefähigen Erwerbssystem fern zu halten … “,[51] gewollt. „ Das deutsche Bildungssystem wurde zu einem biografischen Warteraum auf dem Weg zum Erwachsenenalter, das traditionell mit dem Erwerbsalter gleichgesetzt wird.[52]

Die Jugend kann immer weniger davon ausgehen, stabile Erwerbsbiografien zu erfahren. Der gesellschaftliche und erwachsene Normalstatus kann nicht mehr von allen erreicht werden, weshalb es zu Irritationen der Normalitätserwartungen kommt.[53]Die Übergangsphase und die Übergangswege in Ausbildung und Beschäftigung werden für einen Teil der Heranwachsenden in unterschiedlicher Ausprägung immer prekärer und länger … “,[54] wodurch sich die Zeit der Jugend verlängert. „ Es entsteht ein biografisch eigenständiges Lebensalter junger Erwachsener mit hoher Kontingenz und sich überlagernder jugend- und erwachsenenbezogener Anforderungen.“[55] Ein andere Ursache für die Entgrenzung der Jungend, ist die Tatsache, dass die „… Risiken der Arbeitsgesellschaft wie Arbeitslosigkeit und Ausbildungsprobleme und die ökonomischen Prinzipien der Flexibilisierung und Konkurrenz schon im Jugendalter deutlich spürbar …[56] sind. Jugendliche sind heute einem enormen Konkurrenzdruck ausgesetzt. Sie stehen in Konkurrenz um Arbeit mit Ihresgleichen und älteren Generationen. Arbeitsweltbezogene „… Ansprüche der Beruforientierung sowie Anforderungen umfassenden Qualifikationserwerbs und Kompetenzentwicklung nehmen … schon früh im Lebenslauf Raum ein.[57] Der Jugend bleibt somit immer weniger Raum sich auszuprobieren.

Diese Krise wird erst durch die Übernahme einer stabilen Berufsrolle gelöst. „ Die zentrale Bedeutung, die der Beruf für den Ausgang der Krise hat, ist sowohl auf ein psychisches Bedürfnis nach stabiler Rollenorientierung zurückzuführen als auch auf den sozialen Erwartungsdruck, einen Jugendlichen erst dann als Erwachsenen zu akzeptieren, wenn er eine stabile Berufsposition gefunden hat.”[58] Jugendarbeitslosigkeit fällt in einen mit psychischen Turbulenzen verbundenen Lebensabschnitt und erschwert die Ablösung aus der Herkunftsfamilie bzw. verlängert die Adoleszenzkrise mit ihren jugendspezifischen Verhaltensformen. Zwar beendet nicht nur die Übernahme einer Berufsrolle die Adoleszenzkrise, zutreffend „… ist jedoch, dass in Industriegesellschaften die Herauslösung aus der Herkunftsfamilie und die Re-Integration in andere Sozialsysteme durch die Berufsrolle vermittelt werden.”[59]

2 Individualisierung der Lebensentwürfe

Heute gibt es keine eindeutigen klassenspezifischen Orientierungsrahmen für individuelle Verhaltensweisen mehr.[60] Durch den vergrößerten individuellen Gestaltungsraum infolge eines gestiegenen Einkommensniveaus, mehr Freizeit etc. pluralisieren sich Lebensstile. Die Bildung erlebte eine Expansion und führt ihrerseits zu einer allgemeinen Ausdehnung der Jugendphase. „ Da längere Bildungswege die Vergesellschaftung durch Erwerbsarbeit zeitlich hinauszögern, befinden sich junge Menschen in einem verlängerten individuellen Entwicklungsprozess.[61] Subjektive Gestaltungsmöglichkeiten werden primär durch den Arbeitsmarkt eingeschränkt, da die Menschen vom Erwerbssektor äußerst abhängig sind.[62]

Vl Folgen für die Bedeutung und die Funktion der Arbeit

Erst durch eine Berücksichtigung der Bedeutung von Arbeit wird das Ausmaß der mit Arbeitslosigkeit verbundenen psychosozialen Belastungen sichtbar.[63] Bedeutung und Funktion der Arbeit beeinflussen Lebensbedingungen, Erfahrungen und Verhaltensweisen eines Menschen. „ Unter gegenwärtigen gesellschaftlichen Bedingungen lässt sich eine vollständige Substitution der psychologischen Funktionen von Erwerbsarbeit allerdings nur in den seltensten Fällen vorstellen. Es lässt sich momentan keine Aktivität denken, die die … psychologischen Funktionen ähnlich wie Erwerbsarbeit gebündelt ausfüllen könnte.“[64] Je höher die Qualifikation, desto eher lassen sich folgende Punkte verwirklichen. „ Einem von der Arbeitsgesellschaft Ausgeschlossenem bleibt diese Vielzahl an positiven psychosozialen und materiellen Konsequenzen einer Arbeit verwehrt.“[65]

1 Finanzielle Entlohnung

Der erwerbstätige Mensch sichert sich durch Arbeit seine materielle Existenzgrundlage. Arbeit dient so der Befriedigung von Bedürfnissen wie Essen, Wohnen, Konsum oder der sozialen Sicherheit. „ Gerade für den Jugendlichen bedeutet Arbeit und Beruf eine Basis, auf der ein eigenes und späteres familiäres Dasein erreicht werden soll.“[66]

2 Formung der Persönlichkeit

Durch Erwerbsarbeit „ … werden Fähigkeiten, Fertigkeiten, Charakter, Einstellung, Weltanschauung und andere Merkmalsbereiche wesentlich geprägt.“[67]

3 Zeitstrukturierung

Die Erwerbsarbeit strukturiert die Tages-, Wochen-, Jahres- und Lebenszeit eines jeden Erwerbstätigen. Selbst auf die Zeitstrukturierung Arbeitsloser nimmt sie Einfluss, wenn diese sich am Zeitrhythmus ihres sozialen Umfeldes orientieren. Freizeit wird durch ihre spezifischen Arbeitsbedingungen, -einkommen und –inhalte ebenso mit bestimmt.

4 Identität und Selbstwertgefühl

Erwerbsarbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Identität und der Selbstachtung und des Selbstwertgefühls, „… da sie die Erfahrung vermittelt, die notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Ausführung einer bestimmten Tätigkeit zu besitzen.“[68] Ein gelungener Übergang in ein Beschäftigungsverhältnis wirkt sich so identitätsstabilisierend aus.[69]

5 Stabilisierung der Persönlichkeit

„Der Beruf soll eine Umwelt- und Innenstabilisierung der Person ermöglichen.“[70] Erwerbsarbeit fungiert als aufbauendes Moment eines bestimmten Handlungssystems.

6 Handlungskompetenz

Durch seine arbeitende Tätigkeit und die damit verbundene Aneignung von Kenntnissen und Fähigkeiten entwickelt der Erwerbstätige ein Gefühl der Handlungskompetenz. Diese „… wird erst in der Arbeit vollständig ausgebildet.[71]

7 Status

Je nach Art des Berufes und dessen sozialen Ansehen erhält das Individuum seine soziale Stellung bzw. seinen sozialen Status und Prestige in der Gesellschaft.

8 Sozialintegrative Wirkung

Als Folgen der Arbeit erfolgen eine Stabilisierung des Verhaltens sowie eine Strukturierung des Weiteren sozialen Umfeldes. Durch Arbeit wird der junge Mensch in die Gesellschaft integriert.

9 Kontakt und Interaktion

Durch das Arbeiten mit anderen Menschen werden kooperative Fähigkeiten gefördert. „ Die Arbeitsstelle bietet durch die Möglichkeit, andere Menschen zu treffen, einen sozialen Orientierungsrahmen, der für die individuelle Selbsteinschätzung von Bedeutung ist.“[72] Der soziale Horizont erweitert sich über das eigene enge soziale Umfeld von Familie, Freunden und Bekannten hinaus. Es entwickelt sich ein Gefühl des Einbezogenseins in eine soziale Realität der Gesellschaft. „ Im Berufsleben ist selbst eine scheue und zurückgezogene Person gezwungen, ihre Kenntnisse von der sozialen Welt zu erweitern …”[73]

10 Soziale Anerkennung

Der arbeitende Mensch ist in zwei Beziehungsgeflechten integriert: im Betrieb mit Arbeitskollegen und Vorgesetzten und in außerbetrieblichen Bereich mit Familie, Nachbarschaft, Freunden und Verwandten. „ Diese Integration bringt auch nahräumliche soziale Anerkennung mit sich: Indem jemand arbeitet …, gilt er (oder sie) als wertvolles, normales, seine Aufgaben, Rollen und Funktionen erfüllendes Subjekt.“[74] Der Erwerbstätige erhält dadurch das Gefühl, wertvoll zu sein.

Diese psychischen Funktionen sind nur schwer – vor allem nicht gebündelt wie in Erwerbsarbeit – durch andere gesellschaftliche Angebote zu ersetzen.“[75] Jahoda geht der Frage nach, ob diese Bedürfnisse zeit- und kulturgebunden sind. Ein Blick in andere Gesellschaften, in denen Erwerbsarbeit nicht existiert half ihr, eine Antwort auf diese Frage zu finden. Die Funktionen der Erwerbstätigkeit werden in diesen Kulturen durch Rituale sowie religiöse und gemeinschaftliche Praktiken ersetzt. Dies stützt die These, dass die Bedürfnisse, die durch Erwerbsarbeit befriedigt werden, dauerhaft menschliche Bedürfnisse seien.[76]

Nach Freud stellt Erwerbstätigkeit die stärkste Bindung an die Realität dar, was im Umkehrschluss bedeutet, dass Erwerbslosigkeit diese Bindung lockert, was einen schädlichen Effekt hätte. Erst durch die Fähigkeit, die Realität wahrzunehmen, kann eine Treibbefriedigung aufgeschoben werden. Lust- und Realitätssinn sind also komplementär. Dabei müsse die Realitätsbildung immer wieder verstärkt werden. Die beste Möglichkeit kontinuierlicher Realitätsprüfung böte Erwerbsarbeit, da hier die Bandbreite von Erfahrungen größer sein. In der Erwerbslosigkeit sind die Anreize geringer. Für die meisten Erwerbslosen sei der Zugriff auf die Realität noch stark genug, um zu wissen, was ihnen fehlt. Dies spricht ebenfalls für die Tiefe und Dauerhaftigkeit der psychischen Bedürfnisse.[77]

Kieselbach behauptet, dass die Erfahrung der Arbeitslosigkeit negativer erlebt wird, als eine Arbeitsstelle mit mehreren Belastungsfaktoren.[78]Arbeit ist eben mehr als bloß ein Instrument zur individuellen Existenzsicherung.“[79]Arbeit zu haben, heißt sozial verortet zu sein, zu wissen, wo man hingehört.“[80] Nur in wenigen Ausnahmefällen bedeutet Arbeitslosigkeit eine Befreiung eines schöpferischen Lebensstils und dient der Erprobung alternativer Lebensformen.[81] Muss Arbeitslosigkeit demnach zwangsläufig als Deprivationserfahrung erscheinen? Arbeit muss differenzierter betrachtet werden.[82]Der Verlust von Arbeit ist dann womöglich keine “glatte” biografische Brucherfahrung - so wie es vielleicht der Tod eines nahes Verwandten wäre -, sondern die Ereignisverkettung verschiedener Brucherfahrungen, die individuell auf sehr unterschiedliche Art erlebt und bewältigt werden kann.”[83]

B Psychosoziale Folgen der Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen

Arbeitslos zu werden, ist für die meisten Menschen eine der einschneidendsten negativen Erfahrungen mit einer Vielzahl von Folgen für das subjektive Wohlbefinden. … Die meisten jungen Menschen müssen sich heute darauf einstellen, irgendwann in ihrem Leben einmal oder mehrere Male arbeitslos zu werden.“[84]

l Strukturelle Merkmale arbeitsloser Jugendlicher

Mit der Arbeitslosigkeit scheint eine spezifische soziale Selektion einherzugehen.“[85] Bestimmte Gruppen von Jugendlichen sind stärker von Arbeitslosigkeit bedroht oder betroffen als andere. Mädchen bzw. junge Frauen, Jugendliche mit Migrationshintergrund[86] sowie Jugendliche aus sozial schwachen und/oder kinderreichen Familien, behinderte Jugendliche sowie unentschlossene Berufswähler haben schlechtere Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Zudem sind Jugendliche aus regional schwächeren Wirtschaftsregionen von Arbeitslosigkeit betroffen. „ Die regionale Ungleichverteilung der Arbeitslosigkeit ist unter Jugendlichen besonders ausgeprägt und verringert die Berufschancen von Jugendlichen sowohl in vielen ländlichen wie in einigen altindustriellen großstädtischen Arbeitsmarktproblemregionen.“[87] Vor allem jedoch haben Jugendliche mit einer beeinträchtigten Leistungsfähigkeit wie ehemalige Sonderschüler, Jugendliche ohne Hauptschulabschluss und Ausbildungsabbrecher geringere Chancen im Konkurrenzkampf mit leistungsstärkeren Bewerbern. „ In diesen Gruppen genügen oft auch nicht die Fähigkeiten, Motivationen und das Durchhaltevermögen den Ansprüchen einer Berufsausbildung.“[88] Einiges spricht dafür, „ … dass die fraktionelle Erwerbslosigkeit weniger zugenommen hat als die langfristige und dass sie sich weitgehend auf Jugendliche in unqualifizierten Berufen beschränkt …”[89], denn jeder „… zweite registrierte arbeitslose Jugendliche hat keinen Schulabschluss oder nur einen Hauptschulabschluss.“[90]

ll Theoretische Überlegungen zum Zusammenhang von Arbeitslosigkeit und psychischer Gesundheit

An dieser Stelle seien Überlegungen zum Zusammenhang von Arbeitslosigkeit und psychischer Gesundheit lediglich angeschnitten, da sie sonst den Rahmen dieser Arbeit sprengen würden. Auf die Frage, in wie weit sich oder warum Arbeitslosigkeit sich auf die Psyche des Menschen auswirkt, liefern Paul und Moser einen theoretischen Ansatz, der sich auf die starke innere Bindung Erwerbsloser an Erwerbsarbeit bezieht.[91]Die Arbeitsethik Arbeitsloser unterscheidet sich nämlich kaum von der Arbeitsethik Erwerbstätiger – beide zeigen eine hohe Wertschätzung der Erwerbsarbeit – und bleibt auch im Verlauf der Arbeitslosigkeit erstaunlich stabil. Arbeitslose befinden sich daher regelmäßig in einer Situation mangelnder Passung ihrer Einstellungen zu Erwerbsarbeit mit ihrer realen Erwerbssituation. Solche Situationen, die durch eine Inkongruenz von Zielen und Einstellungen einerseits und der realen Gegebenheit andererseits gekennzeichnet sind, werden in diversen psychologischen Theorien als Ursache psychopathologischer Symptome angesehen. … Es wäre demnach möglich, dass gerade die bei den meisten Erwerbslosen hohe und stabile Wertschätzung der Arbeit einer der Gründe für ihre eingeschränkte seelische Gesundheit ist.[92] Die meisten Theorien sehen in der Erwerbslosigkeit die kausale Ursache für das schlechte seelische Befinden Arbeitsloser. Dabei sind Depressionssymptome und eingeschränkte Selbstwertgefühle die Hauptsymptome des Arbeitslosigkeitssyndroms.[93]

lll Psychische und soziale Aspekte der Arbeitslosigkeit

Dass ein Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und psychischer Belastung existiert, wird heute von kaum einem Wissenschaftler noch ernsthaft in Zweifel gezogen.“[94] Nach Häfke gibt es allerdings keine aktuellen und kaum empirische Untersuchungen zu den psychosozialen Folgen der Jugendarbeitslosigkeit, aber auch er bestreitet das Vorhandensein eines Zusammenhangs von Erwerbslosigkeit und psychosozialen Folgen nicht: „ Systematische Untersuchungen über die Folgen von Arbeitslosigkeit im Erleben und im Bewusstsein von Jugendlichen liegen nur in analytischer, nicht aber in empirischer Form vor. … Unbestritten ist es auch, dass die Arbeitslosigkeit massive Auswirkungen auf die Persönlichkeit des Menschen zeigt.“[95] Eine finnische Untersuchung kommt dagegen zu dem Ergebnis, dass die Auswirkungen der Jugendarbeitslosigkeit eher gering sind: „ Youth unemployment was shown not to have such a dramatic largescale detrimental effect as was suggest in public opinion and expert articles.“[96]

Statistische Häufungen von Depressiven, Kontaktarmen und psychosomatisch Gestörten unter den Arbeitslosen werden oft damit erklärt, dass diese Menschen eher arbeitslos werden. Dagegen spricht allerdings, dass es bei Massenentlassungen zu gleichen psychosozialen Folgen kommt.[97] Seelisches Leid kann sowohl eine mögliche Wirkung als auch eine Ursache von Arbeitslosigkeit sein. „ Es kann also belegt werden, dass Erwerbslosigkeit eine Verschlechterung des Befindens bewirkt, dass aber bei einigen Menschen eine bereits vorhandene psychische Labilität die Erwerbslosigkeit begünstigt.“[98] Dabei sind die „… Auswirkungen der Erwerbslosigkeit auf die psychische Gesundheit … deutlich stärker als die Auswirkungen der psychischen Gesundheit auf den Erwerbsstatus.“[99]

Bei den psychischen und sozialen Auswirkungen infolge der Arbeitslosigkeit handelt es sich um ein komplexes Wirkungsgefüge. „Den“ arbeitslosen Jugendlichen gibt es nicht, daher kann auch nicht über „die“ Auswirkungen schlechthin gesprochen werden. Erwerbslosigkeit wird immer individuell anders erlebt. Dabei müssen soziale und zeitbedingte Variablen berücksichtigt werden, die be- oder entlastend wirken können. Jugendarbeitslosigkeit ist also nicht als isolierter Belastungsfaktor zu betrachten, denn sie steht im Zusammenhang mit sich gegenseitig verstärkenden Benachteiligungen wie z.B. Problemen in der Familie, demotivierende Erfahrungen in der Schule, beengende Wohnverhältnisse oder das Leben in strukturschwachen Wirtschaftsregionen.[100] Art und Ausmaß der während der der Arbeitslosigkeit empfundenen psychosozialen Belastungen hängen stark von der sozialen Herkunft und dessen Unterstützung und den finanziellen Ressourcen bzw. dem faktischen Ausmaß der finanziellen Belastungen ab. Geschlechtsspezifische Rollenerwartungen und Verhaltensweisen spielen ebenfalls eine Rolle.[101] Wichtige Unterschiede sind in den Bedingungen wie Stadt/Land-Unterschiede, Familienhintergrund, Persönlichkeitsmerkmale (Alter, Geschlecht, Ressourcen, Gesundheitszustand), Erziehungs- und Sozialisationseinflüsse, Kontaktmöglichkeiten und Bindungen, Qualität der persönlichen und sozialen Ressourcen, persönliche Ausprägungen bzw. Dispositionen für die Bewältigung von Belastungen, allgemeines Aktivitätsniveau des Betroffenen und dessen Berufsorientierung, Ethnie sowie bisherige berufsbiografische Erfolge und Kontinuitätserfahrungen zu beachten. Allerdings haben die „… bisherige Berufstätigkeit und Dauer der Arbeitslosigkeit … einen geringeren Einfluss auf das Ausmaß der … Belastungen als ursprünglich angenommen. Generell gilt, dass die Belastungen umso höher sind, je geringer die Qualifikation der Jugendlichen und der Sozialstatus des Elternhauses sind. Am wenigsten durch Arbeitslosigkeit tangiert sind Kinder von Selbständigen.“[102] Die Bewältigung der Arbeitslosigkeit gelingt umso besser, je stabiler die vorherige Erwerbskarriere war, was nur selten auf junge Menschen zutreffen kann, aber auch Jugendliche, die die Schule erfolgreich abgeschlossen haben, blicken optimistischer in die Zukunft und haben mehr Selbstvertrauen als jene ohne Abschluss. Das Ausmaß der Belastungen ist ferner von Vorhandensein alternativer Rollen wie z.B. als Student oder Ehrenamtlicher, die dem Erwerbslosen ähnliches soziales Ansehen geben wie durch die Erwerbstätigenrolle, abhängig.[103] Schließlich ist es für das Empfinden der Arbeitslosigkeit entscheidend, ob sie in Zeiten wirtschaftlichen Niedergangs oder Aufschwungs stattfindet, ob die Grundstimmung pessimistisch oder hoffnungsvoll ist. Mitentscheidend über das Ausmaß der Folgen der Arbeitslosigkeit ist ebenso die regionale Infrastruktur, d.h. die Struktur des Arbeitsmarktes sowie die gegebenen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Wichtig ist zudem wer nach Ansicht der Betroffenen verantwortlich ist sowie das soziale Klima in der Bevölkerung und deren Ansprüche, Werte, Hoffnungen, Ängste, Bedürfnisse und Überzeugungen.

Heute müssen wir wieder über Massenarbeitslosigkeit sprechen. Im Vergleich zur Arbeitslosigkeit in den dreißiger Jahren ist hervorzuheben, dass es auch ein Erfolg der Arbeiterbewegung ist, wenn Arbeitslosigkeit heute bei uns nicht gleichzeitig Hunger und Elend bedeutet. Was jedoch bleibt, was jetzt noch deutlicher in den Vordergrund tritt als damals, sind die psychischen Folgen der Arbeitslosigkeit …”,[104] die eindeutiger und bedeutsamer als die körperlichen Auswirkungen sind. Erwerbslose „… leiden an einer Unterforderungssituation und den Auswirkungen durch den Wegfall der Erlebniskategorien (i. S. Jahoda’s)[105], die sich oft verheerender auswirken als die Stresssymptome der Erwerbstätigen.“[106]Arbeitslosigkeit bewirkt nicht selten dramatische Veränderungen alltags- und lebenszeitlicher Gewohnheiten; soziale Bezüge werden brüchig; Identitätsverlust, psychische Depression, Handlungs- und Lernunfähigkeit, sogar manifeste körperliche Beschwerden sind eindeutige Symptome bei Betroffenen.[107]Im Sinne von Wechselwirkungen demotiviert sie zunehmend, dequalifiziert faktisch, verschärft gesundheitliche Probleme, steht nicht selten im Zusammenhang mit Alkohol- und Drogenproblemen, Wohnungs- und Obdachlosigkeit, Kriminalität (letztere nicht allgemein und zwingend, aber regional abgegrenzt oder in kleinen Räumen – Stadtviertel – denkbar und nachweisbar) …“[108] Schließlich sind Untersuchungen zufolge Arbeitslose regelmäßig sehr unglücklich: „ … unglücklicher noch als Personen, die eine Scheidung hinter sich haben.“[109]

Es muss berücksichtigt werden, dass Arbeitslosigkeit von Jugendlichen grundlegend anders erlebt wird als von Erwachsenen[110] und dass „ … Arbeitslosigkeit für Jugendliche und Erwachsene jeweils spezifische Folgen hat, kann als sicher gelten.“[111]Die mit der Arbeitslosigkeit einhergehenden Erfahrungen für die Persönlichkeitsentwicklung des Jugendlichen sind weitaus negativer als für die Erwachsenen.“[112] Der wesentliche Unterschied zu arbeitslosen Erwachsenen besteht darin, dass arbeitslose Jugendliche zuvor selten Arbeitserfahrungen sammeln konnten. „ Bei ihnen geht es in der Regel nicht um den unerwarteten Wegfall von Arbeit, sondern um Probleme der Integration in den Erwerbsprozess verknüpft mit der Erfahrung der Arbeitslosigkeit.“[113] Erwerbslosigkeit ist zudem für Jugendliche ein besonderes Problem, da ihnen wesentliche entwicklungsfördernde Funktionen der Arbeit entgehen.[114] Sie können nicht zeigen, was sie können und ihnen entgeht die Erfahrung, zu sehen, was sie nicht können. „ Sie können ihre eigenen Grenzen nicht erfahren, was ebenfalls einen Rückstand in der Entwicklung gegenüber gleichaltrigen Erwerbstätigen zur Folge haben kann.[115] Mit einem verpassten Berufseinstieg wird jungen Erwachsenen die Chance, in die Erwachsenen- und Berufsrolle hineinzuwachsen, verweigert,[116] denn in der Jugendphase vollzieht „… sich über das Erlernen eines Berufes die soziale Platzierung. … Ungünstige berufliche Einstiegschancen lassen sich im gesamten Berufsverlauf verfolgen und werden auch durch Bewährung, Leistung, Seniorität und Loyalität in späteren Berufsjahren nicht mehr voll ausgeglichen.“[117]In den späteren Lebensjahren ist es außerordentlich schwer, die Benachteiligungen, die beim Einstieg in das Beschäftigungssystem entstanden sind, wieder auszugleichen.“[118] Erwerbsarbeit bedeutet demnach die Integration in die Gesellschaft sowie die Zuordnung eines im Leben zu erreichenden Positionsspektrums. Dabei wird das Ausüben eines Berufs von den Jugendlichen selbst als wichtig eingestuft. „ Die berufliche Ausbildung trägt zudem entscheidend zur Entwicklung der personalen Identität bei, sie vermittelt Handlungskompetenz und ermöglicht die Erfahrung des eigenen Selbstwerts und die Selbstachtung, besonders wenn keine realen Alternativen zur Berufsausbildung offen stehen. Wem aber diese Ausbildung längere Zeit vorenthalten wird, wird in diesen persönlichkeitsprägenden Erfahrungen schwer beeinträchtigt. Jugendarbeitslosigkeit beschneidet Hoffnungen und Wünsche und schränkt Entwicklungsmöglichkeiten ein, die später selten mehr nachgeholt werden können.“[119]

[...]


[1] Vgl. Mohr, G. / Richter, P.: Psychosoziale Folgen von Erwerbslosigkeit. 2008. S. 26 f.

[2] Neumann, R.: Zum Krisenmanagement mit arbeitslosen Jugendlichen. In: T. Hofsäss (Hg.): Jugend – Arbeit – Bildung. 1999. S. 18.

[3] Schäfer, B.: Gegenwartskunde SH 2. S. 13.

[4] Glaß, C.: Psychosoziale Auswirkungen von Ausbildungs- und Arbeitslosigkeit auf junge Menschen im Kontext moderner Lebensbedingungen. In: P. Fülbier / R. Münchmeier (Hg.): Handbuch Jugendsozialarbeit. 2001. S. 191.

[5] Ebd. S. 191 f.

[6] Ebd. S. 194.

[7] Ebd. S. 194.

[8] Maier, F. / Windolf, P.: Jugendarbeitslosigkeit und berufliche Desozialisation. In: C. Mühlfeld / H. Oppl / K. Plüisch et al. (Hg.): Jugendarbeitslosigkeit. 1984. S. 30.

[9] Ebd.

[10] Glaß, C.: Psychosoziale Auswirkungen von Ausbildungs- und Arbeitslosigkeit auf junge Menschen im Kontext moderner Lebensbedingungen. In: P. Fülbier / R. Münchmeier (Hg.): Handbuch Jugendsozialarbeit. 2001. S. 193.

[11] Jugendwerk der Deutschen Shell (Hg.): Shell-Studie Jugend `97: Jugendperspektiven, Gesellschaftliches Engagement, Politische Orientierungen. Opladen 1997. In: Glaß, C.: Psychosoziale Auswirkungen von Ausbildungs- und Arbeitslosigkeit auf junge Menschen im Kontext moderner Lebensbedingungen. In: P. Fülbier / R. Münchmeier (Hg.): Handbuch Jugendsozialarbeit. 2001. S. 191.

[12] Glaß, C.: Psychosoziale Auswirkungen von Ausbildungs- und Arbeitslosigkeit auf junge Menschen im Kontext moderner Lebensbedingungen. In: P. Fülbier / R. Münchmeier (Hg.): Handbuch Jugendsozialarbeit. 2001. S. 192.

[13] Ebd.

[14] Albert, M. / Hurrelmann, K. / Langness, A. et al.: Die pragmatische Generation unter Druck. In: Shell Deutschland Holding (Hg.): Jugend 2006. 2006. S. 446 f.

[15] Vgl. Ebd.

[16] Vgl. Glaß, C.: Psychosoziale Auswirkungen von Ausbildungs- und Arbeitslosigkeit auf junge Menschen im Kontext moderner Lebensbedingungen. In: P. Fülbier / R. Münchmeier (Hg.): Handbuch Jugendsozialarbeit. 2001. S. 188.

[17] Vgl. Albert, M. / Hurrelmann, K. / Langness, A. et al.: Die pragmatische Generation unter Druck. In: Shell Deutschland Holding (Hg.): Jugend 2006. 2006. S. 451.

[18] Schruth, P.: Junge Arbeitslose in der gemeinnützigen Jobvermittlung. 1999. S. 15.

[19] Vgl. Richter, E.: Jugendarbeitslosigkeit und Identitätsbildung. 2004. S. 7.

[20] Vgl. Ebd. S. 15.

[21] Vgl. Schruth, P.: Junge Arbeitslose in der gemeinnützigen Jobvermittlung. 1999. S. 19.

[22] Ebd. S. 21.

[23] Morgenroth, C.: Arbeitsidentität und Arbeitslosigkeit. 2003. In: Aus Politik und Zeitgeschichte: Arbeitslosigkeit. 2003. S. 20.

[24] Ebd.

[25] Vgl. Maier, F. / Windolf, P.: Jugendarbeitslosigkeit und berufliche Desozialisation. In: C. Mühlfeld / H. Oppl / K. Plüisch et al. (Hg.): Jugendarbeitslosigkeit. 1984. S. 35.

[26] Vgl. Rothe, T. / Tinter, S.: Jugendliche auf dem Arbeitsmarkt. 2007. S. 9.

[27] Schels, B.: Jugendarbeitslosigkeit und psychisches Wohlbefinden. 2007. S. 5.

[28] Rothe, T. / Tinter, S.: Jugendliche auf dem Arbeitsmarkt. 2007. S. 8.

[29] Ebd. S. 9.

[30] Beelmann, G. / Kieselbach, T. / Traiser, U.: Jugendarbeitslosigkeit und soziale Ausgrenzung. In: J. Zempel / J. Bacher / K. Moser (Hg.): Erwerbslosigkeit. 2001. S. 134.

[31] Blaschke, D. / Stegmann, H.: Berufsstart in die Arbeitslosigkeit? Strukturen und Bedingungen der Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen. In: Maier, F. / Windolf, P.: Jugendarbeitslosigkeit und berufliche Desozialisation. In: C. Mühlfeld / H. Oppl / Plüisch, K.: et al. (Hg.): Jugendarbeitslosigkeit. 1984. S. 53.

[32] BiBB: http:/gpcrelaunch.skygate.de/infoangebote_beitrag1006.php [Stand 21.03.2005] In: Häfke, A.: Hoffnungslos arbeitslos? 2007. S. 11.

[33] Schober, K.: Jugend im Wartestand. Zur aktuellen Situation der Jugendlichen auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt. In: MittAB 18. Jg. 1985. S. 247. In: Hermanns, M.: Jugendarbeitslosigkeit seit der Weimarer Republik. 1990. S. 25.

[34] Vgl. Hermanns, M.: Jugendarbeitslosigkeit seit der Weimarer Republik. 1990. S. 23.

[35] Vgl. Schruth, P.: Junge Arbeitslose in der gemeinnützigen Jobvermittlung. 1999. S. 20.

[36] Vgl. Döhmel, K.: Geleitwort von Shell zur 15. Shell Jugendstudie. In: Shell Deutschland Holding (Hg.): Jugend 2006. 2006. S. 11.

[37] Vgl. Hermanns, M.: Jugendarbeitslosigkeit seit der Weimarer Republik. 1990. S. 27.

[38] Viele Menschen melden sich nicht als arbeitslos, da sie keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben; nicht wissen, dass sie einen Anspruch hätten; Angst vor Behörden oder „Entblößungen“ haben oder sich als Bittsteller fühlen würden.

[39] ABM: Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.

[40] Vgl. Lenz, C.: Jugendarbeitslosigkeit – Ausmaß – Verlauf – Ursachen – Gegenmaßnahmen und Analyse ihrer psychischen Auswirkungen. Essen 1985. S. 30. In: Stuckstätte, E. M.: Lebensentwürfe langzeitarbeitsloser, minderqualifizierter Jugendlicher. 2004. S. 75.

[41] Hurrelmann, K. / Albert, M. / Quenzel, G. et al.: Eine pragmatische Generation unter Druck. In: Shell Deutschland Holding (Hg.): Jugend 2006. 2006. S. 31.

[42] Ebd. S. 32.

[43] Vgl. Ebd. S. 35.

[44] Vgl. Ebd. S. 32.

[45] Ebd.

[46] Ebd.

[47] Schruth, P.: Junge Arbeitslose in der gemeinnützigen Jobvermittlung. 1999. S. 24.

[48] Maier, F. / Windolf, P.: Jugendarbeitslosigkeit und berufliche Desozialisation. In: C. Mühlfeld / H. Oppl / Plüisch, K. et al. (Hg.): Jugendarbeitslosigkeit. 1984. S. 34.

[49] Vgl. Hurrelmann, K. / Albert, M. / Quenzel, G. et al.: Eine pragmatische Generation unter Druck. In: Shell Deutschland Holding (Hg.): Jugend 2006. 2006. S. 33.

[50] Vgl. Orr, K. / McCabe, R.: Chapter Two – Education. In: Orr, K. (ed.): Youth Report 2004. http://www.youthforum.org/en/press/reports/yr.pdf. (24.04.06) 2004. In: Hurrelmann, K. / Albert, M. / Quenzel, G. et al.: Eine pragmatische Generation unter Druck. In: Shell Deutschland Holding (Hg.): Jugend 2006. 2006. S. 33.

[51] Ebd. S. 33 f.

[52] Hurrelmann, K.: Warteschleifen. Keine Berufs- und Zukunftsperspektiven für Jugendliche? Weinheim 1989. In: Hurrelmann, K. / Albert, M. / Quenzel, G. et al.: Eine pragmatische Generation unter Druck. In: Shell Deutschland Holding (Hg.): Jugend 2006. 2006. S. 34.

[53] Vgl. Bonß, W.: Zwischen Erwerbsarbeit und Eigenarbeit. Ein Beitrag zur Debatte um die Arbeitsgesellschaft. In: Arbeit 14/2002. S. 13. In: Kreher, T.: „Heutzutage muss man kämpfen“. 2007. S. 60.

[54] Kreher, T.: „Heutzutage muss man kämpfen“. 2007. S. 61.

[55] Ebd. S. 68 f.

[56] Ebd. S. 59.

[57] Ebd.

[58] Maier, F. / Windolf, P.: Jugendarbeitslosigkeit und berufliche Desozialisation. In: C. Mühlfeld / H. Oppl / K. Plüisch et al. (Hg.).: Jugendarbeitslosigkeit. 1984. S. 34.

[59] Ebd.

[60] Vgl. Beck, U.: Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne. Frankfurt a.M. 1986. S. 129. In: Stuckstätte, E. M.: Lebensentwürfe langzeitarbeitsloser, minderqualifizierter Jugendlicher. 2004. S. 17.

[61] Stuckstätte, E. M.: Lebensentwürfe langzeitarbeitsloser, minderqualifizierter Jugendlicher. 2004. S. 20.

[62] Vgl. Beck, U.: Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne. Frankfurt a.M. 1986. In: Stuckstätte, E. M.: Lebensentwürfe langzeitarbeitsloser, minderqualifizierter Jugendlicher. 2004. S. 20 f.

[63] Vgl. Schumacher, E.: Arbeitslosigkeit und psychische Gesundheit. 1986. S. 19.

[64] Kieselbach, T.: Arbeitslosigkeit. In: R. Asanger / G. Wenninger (Hg.): Handwörterbuch Psychologie. 1999. S. 44.

[65] Schumacher, E.: Arbeitslosigkeit und psychische Gesundheit. 1986. S. 21.

[66] Ebd. S. 19.

[67] Ebd.

[68] Ebd. S. 19 f.

[69] Vgl. Heinz, W.-R.: Jugendarbeitslosigkeit. In: Bremer Beiträge zur Psychologie, Nr. 53. Bremen 1985. S. 10. In: Häfke, A.: Hoffnungslos arbeitslos? 2007. S. 17.

[70] Schumacher, E.: Arbeitslosigkeit und psychische Gesundheit. 1986. S. 19 f.

[71] Frese, M. / Volpert, W.: Berufliche Sozialisation. In: R. Asanger / G. Wenninger (Hg.): Handwörterbuch der Psychologie. Weinheim 1980. In: Alheit, P. / Glaß, C.: Beschädigtes Leben. 1986. S. 20.

[72] Schumacher, E.: Arbeitslosigkeit und psychische Gesundheit. 1986. S. 20.

[73] Jahoda, M.: Wieviel Arbeit braucht der Mensch? 1986. S. 50.

[74] Promberger, M.: Arbeit, Arbeitslosigkeit und soziale Integration. In: Aus Politik und Zeitgeschichte: Arbeitslosigkeit. 2008. S. 9.

[75] Jahoda, M.: Wieviel Arbeit braucht der Mensch? 1986.

[76] Vgl. Ebd. S. 101.

[77] Vgl. Ebd. S. 102.

[78] Vgl. Kieselbach, T. (verantwortlich): Gemeinsame Stellungsnahme von Verbänden der psychosozialen Versorgung zu den individuellen und sozialen Kosten der Arbeitslosigkeit. Tübingen 1983. In: Schumacher, E.: Arbeitslosigkeit und psychische Gesundheit. 1986. S. 21.

[79] Schumacher, E.: Arbeitslosigkeit und psychische Gesundheit. 1986. S. 21.

[80] Wacker, A.: Arbeitslosigkeit. Soziale und psychische Voraussetzungen und Folgen. Frankfurt a.M. et al. 1976. S. 179. In: Schumacher, E.: Arbeitslosigkeit und psychische Gesundheit. 1986. S. 21.

[81] Vgl. Olk, T.: Jugendarbeitslosigkeit im Umbruch der Werte. Zeitschrift für Pädagogik. 1981, 17. Beiheft, S. 103 ff.. In: Schumacher, E.: Arbeitslosigkeit und psychische Gesundheit. 1986. S. 21.

[82] Vgl. Alheit, P. / Glaß, C.: Beschädigtes Leben. 1986. S. 20.

[83] Ebd.

[84] Frese, M.: Arbeitslosigkeit. 2008. In: Aus Politik und Zeitgeschichte: Arbeitslosigkeit. 2008. S. 22.

[85] Schumacher, E.: Arbeitslosigkeit und psychische Gesundheit. 1986. S. 43.

[86] Häfke kommt in seine Untersuchung zu dem Ergebnis, dass ausländische Jugendliche nicht öfter als deutsche Jugendliche von Ausbildungslosigkeit betroffen sind. Vgl. Häfke, A.: Hoffnungslos arbeitslos? 2007. S. 96.

[87] Vonderach, G. / Siebers, R. / Barr, U.: Arbeitslosigkeit und Lebensgeschichte. 1992. S. 29.

[88] Ebd. S. 30.

[89] Jahoda, M.: Wieviel Arbeit braucht der Mensch? 1986. S. 31.

[90] Antoni, M / Dietrich, H. / Jungkunst, M. et al.: Jugendliche. 2007. S. 4.

[91] Vgl. Paul, K. I. / Moser, K.: Unemployment and health. Meta-analyses. Manuscript in preparation. Nürnberg 2005. In: A. Hollederer / H. Brand (Hg.): Arbeitslosigkeit, Gesundheit und Krankheit. 2006. S. 37.

[92] Hollederer, A. / Brand, H.: Arbeitslosigkeit, Gesundheit und Krankheit. 2006. S. 37.

[93] Vgl. Ebd. S. 37.

[94] Paul, K. / Moser, K.: Negatives psychisches Befinden als Wirkung und Ursache von Arbeitslosigkeit. In: J. Zempel / J. Bacher / K. Moser (Hg.): Erwerbslosigkeit. 2001. S. 84.

[95] Bundesarbeitsgemeinschaft Jugendaufbauwerk: Jugendarbeitslosigkeit. Bonn 1982. S. 29. In: Häfke, A.: Hoffnungslos arbeitslos? 2007. S. 17.

[96] Sirula, L.: Effects of youth unemployment. Helsingin Kauppakorkeakoulin Kuvalaitos 1982. p. 46. In: Häfke, A.: Hoffnungslos arbeitslos? 2007. S. 27 f.

[97] Vgl. Aiken, M / Ferman, L.A. / Sheppard, H.L.: Economic failure, alienation and extremism. Ann Arbor 1968. In: Schumacher, E.: Arbeitslosigkeit und psychische Gesundheit. 1986. S. 75.

[98] Mohr, G. / Richter, P.: Psychosoziale Folgen von Erwerbslosigkeit. 2008. S. 26.

[99] Paul, K. / Moser, K.: Negatives psychisches Befinden als Wirkung und Ursache von Arbeitslosigkeit. In: J. Zempel / J. Bacher / K. Moser (Hg.): Erwerbslosigkeit. 2001. S. 104.

[100] Vgl. Giesbrecht, A.: Jugend ohne Arbeit. Einführung in die Problematik und Hilfen für die Praxis. Frankfurt a.M. et al. 1983. S. 51. In: Schumacher, E.: Arbeitslosigkeit und psychische Gesundheit. 1986. S. 40 f.

[101] Vgl. Heringer, N. et al.: Jugendarbeitslosigkeit und Jugendkriminalität in der Bundesrepublik Deutschland. Zwischenbericht zu einer Sekundäranalyse wissenschaftlicher Untersuchungen im europäischen Raum. Wuppertal 1981. S. 19. In: Häfke, A.: Hoffnungslos arbeitslos? 2007. S. 26.

[102] Ebd.

[103] Vgl. Schober, K.: Jugendliche. Belastungen und Reaktionen der Betroffenen. In: MittAB 2/1978. S. 212. In: Blaschke, D. / Stegmann, H.: Berufsstart in die Arbeitslosigkeit? Strukturen und Bedingungen der Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen. In: Maier, F. / Windolf, P.: Jugendarbeitslosigkeit und berufliche Desozialisation. In: C. Mühlfeld / H. Oppl / K. Plüisch et al. (Hg.): Jugendarbeitslosigkeit. 1984. S. 53.

[104] Brandt, W. In: Jahoda, M.: Wieviel Arbeit braucht der Mensch? 1986. S. 9.

[105] 1. Auferlegung einer festen Zeitstruktur, 2. Ausweitung der Bandbreite sozialer Erfahrungen, 3. Teilnahme an kollektiven Zielsetzungen oder Anstrengungen, 4. Zuweisung von Status und Identität, 5. regelmäßige Tätigkeit.; s. Jahoda, M.: Wieviel Arbeit braucht der Mensch? 1986. S.99.

[106] Neumann, R.: Zum Krisenmanagement mit arbeitslosen Jugendlichen. In: T. Hofsäss (Hg.): Jugend – Arbeit – Bildung. 1999. S. 17.

[107] Alheit, P. / Glaß, C.: Beschädigtes Leben. 1986. S. 9.

[108] Glaß, C.: Psychosoziale Auswirkungen von Ausbildungs- und Arbeitslosigkeit auf junge Menschen im Kontext moderner Lebensbedingungen. In: P. Fülbier / R. Münchmeier (Hg.): Handbuch Jugendsozialarbeit. 2001. S. 187.

[109] Oswald, A.: Four Pieces ofe the Unemployment Puzzle, address to the European Association of Labour Economists. 1994. In: The Swedish Labour Market and Work Life. 1996. In: Blien, U.: Arbeitslosigkeit als zentrale Dimension sozialer Ungleichheit. In: Aus Politik und Zeitgeschichte: Arbeitslosigkeit. 2008. S. 3.

[110] Vgl. Schumacher, E.: Arbeitslosigkeit und psychische Gesundheit. 1986. S. 40.

[111] Giesbrecht, A.: Jugend ohne Arbeit. Einführung in die Problematik und Hilfen für die Praxis. Frankfurt a.M. et al. 1983. S. 51. In: Schumacher, E.: Arbeitslosigkeit und psychische Gesundheit. 1986. S. 40.

[112] Schumacher, E.: Arbeitslosigkeit und psychische Gesundheit. 1986. S. 40.

[113] Schruth, P.: Junge Arbeitslose in der gemeinnützigen Jobvermittlung. 1999. S. 28.

[114] Vgl. Kieselbach, T. / Beelmann, G.: Arbeitslosigkeit und Gesundheit: Stand der Forschung. In: Hollederer / Brand: Arbeitslosigkeit, Gesundheit und Krankheit. In: Rothe, T. / Tinter, S.: Jugendliche auf dem Arbeitsmarkt. 2007. S. 23.

[115] Rothe, T. / Tinter, S.: Jugendliche auf dem Arbeitsmarkt. 2007. S. 23.

[116] Vgl. Schober, K.: Arbeitslose Jugendliche. Belastungen und Reaktionen. In: MittAB. 11. Jg. 1978. S. 201. In: Hermanns, M.: Jugendarbeitslosigkeit seit der Weimarer Republik. 1990. S. 55.

[117] Hermanns, M.: Jugendarbeitslosigkeit seit der Weimarer Republik. 1990. S. 55.

[118] Blossfeld, H.: Berufseintritt und Berufsverlauf. Eine Kohortenanalyse über die Bedeutung des ersten Berufs in der Erwerbsbiografie. In: MittAB. 18. Jg. 1985. S. 194. In: Hermanns, M.: Jugendarbeitslosigkeit seit der Weimarer Republik. 1990. S. 55.

[119] Hermanns, M.: Jugendarbeitslosigkeit seit der Weimarer Republik. 1990. S. 56.

Ende der Leseprobe aus 91 Seiten

Details

Titel
Über die psychosozialen Folgen der Jugendarbeitslosigkeit
Hochschule
Hochschule Magdeburg-Stendal; Standort Magdeburg
Note
1,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
91
Katalognummer
V177499
ISBN (eBook)
9783640991815
ISBN (Buch)
9783640992010
Dateigröße
831 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jugend, Jugendarbeitslosigkeit, psychosozial, Arbeit, Arbeitslosigkeit, Lohnarbeit, Erwerbsarbeit, Gesellschaftliche Moderniesierungen, Arbeitsbegriff, Identitätsbildung, Arbeitsmarkt, demografischer Wandel
Arbeit zitieren
Wenke Pietsch (Autor), 2010, Über die psychosozialen Folgen der Jugendarbeitslosigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177499

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