Um sich den schnellen Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds immer wieder gut anpassen zu können, muss eine Unternehmung zu schnellem organisationalem Wandel fähig sein. Bei diesen Überlegungen zur strukturellen Veränderung von Unternehmen spielt Outsourcing eine zentrale Rolle. Dabei spielen unterschiedliche
Aspekte wie Kosten- und Effizienzaspekte, Konzentration auf Kernkompetenzen und Aufbau von Kernkompetenzen.
„Die zentrale Frage ist zur Zeit die nach der richtigen Strategie und den entscheidenden Faktoren des strategischen Erfolgs, um trotz aller Turbulenzen auch in der Zukunft die Nase vorn zu haben.“ (Strasmann, Schüller, 1996)
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die strategische Relevanz der Kernkompetenzen bei Outsourcing-Entscheidungen, im Fokus von Outsourcing von Dienstleistungen, herauszustellen. Dabei wird zunächst das Outsourcing und der Kernkompetenzansatz isoliert betrachtet, bevor im Anschluss Outsourcing-Entscheidungen in den Kernkompetenzansatz eingeordnet werden. Zum Abschluss folgt ein Fazit und ein Ausblick auf die Entwicklung des Outsourcing-Marktes und das Entwicklungspotential des Kernkompetenzansatzes.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen des Outsourcing
2.1 Begriff des Outsourcing
2.2 Formen des Outsourcing
2.3 Der Outsourcing-Prozess
2.4 Chancen und Risiken des Outsourcing
3. Der Kernkompetenzansatz
3.1 Begriff der Kernkompetenz
3.2 Arten von Kernkompetenzen
3.3 Management von Kernkompetenzen
3.3.1 Identifikation von Kernkompetenzen
3.3.2 Bewertung von Kernkompetenzen
3.3.3 Der Managementprozess von Kernkompetenzen
4. Outsourcing-Entscheidungen im Kernkompetenzansatz
4.1 Konzentration auf Kernkompetenzen
4.2 Outsourcing als strategische Entscheidung
5. Fazit und Ausblick
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die strategische Relevanz des Kernkompetenzansatzes für Outsourcing-Entscheidungen zu analysieren, wobei ein besonderer Fokus auf dem Outsourcing von Dienstleistungen liegt. Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen ihre Kernkompetenzen identifizieren, bewerten und im Kontext von Make-or-Buy-Entscheidungen zur langfristigen strategischen Positionierung nutzen können.
- Grundlagen, Formen und Phasen des Outsourcing-Prozesses
- Chancen und Risiken strategischer Auslagerungsentscheidungen
- Definition, Management und Bewertung von Kernkompetenzen
- Strategische Einordnung von Outsourcing im Kernkompetenzansatz
Auszug aus dem Buch
2.1 Begriff des Outsourcing
Zum Begriff des Outsourcing existieren mehrere Definitionsversuche. Einigkeit herrscht aber darüber, dass sich der Begriff „Outsourcing“ aus den drei englischen Worten outside, resource und using zusammensetzt. Es handelt sich um ein Kunstwort. Nach der deutschen Übersetzung der Begriffe muss man darunter den Gebrauch von äußeren Ressourcen verstehen.4
Der Begriff des Outsourcing stammt ursprünglich aus der Informatik und man verstand darunter die Auslagerung von EDV- und/oder Rechenzentrumsleistungen an Fremdfirmen.5
Häufig wird Outsourcing auch als eine spezifische Form der Make-or-Buy-Entscheidung mit folgenden Merkmalen begriffen: • strategische Bedeutung • Ausrichtung auf längerfristige Kooperationen • eine besonders umfassende Analyse der Funktionen6
Outsourcing ist immer mit einer Umstrukturierung der Organisation des Outsourcers verbunden. Beim Outsourcing erfolgt eine Konzentration auf das Kerngeschäft und Ausgliederung einzelner Bereiche aus der Organisation, gekennzeichnet durch: • einen Fremdbezug von unternehmensinternen Dienstleistungen • ein Dauerschuldverhältnis, • eine Geschäftspartnerschaft.7
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Notwendigkeit von organisationalem Wandel und stellt die strategische Bedeutung von Outsourcing sowie Kernkompetenzen für den Unternehmenserfolg heraus.
2. Grundlagen des Outsourcing: Dieses Kapitel erläutert den Begriff, die verschiedenen Formen, den prozessualen Ablauf sowie die Chancen und Risiken von Outsourcing-Entscheidungen.
3. Der Kernkompetenzansatz: Hier werden der Begriff der Kernkompetenz, verschiedene Arten der Kompetenzen sowie Methoden zur Identifikation, Bewertung und dem Management von Kernkompetenzen dargelegt.
4. Outsourcing-Entscheidungen im Kernkompetenzansatz: Dieses Kapitel führt die beiden Themenstränge zusammen und analysiert die Konzentration auf Kernkompetenzen sowie Outsourcing als strategische Managemententscheidung.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass Outsourcing-Entscheidungen eine langfristige Basis erfordern, und gibt einen Ausblick auf die Dynamik des Outsourcing-Marktes sowie den Entwicklungsbedarf bei Kompetenzmessungen.
Schlüsselwörter
Outsourcing, Kernkompetenzansatz, Strategisches Management, Dienstleistungsmanagement, Make-or-Buy, Ressourceneinsatz, Prozessmanagement, Wertschöpfung, Wettbewerbsvorteil, Reorganisation, Kernkompetenzbewertung, Unternehmenseffizienz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die strategische Verknüpfung von Outsourcing-Entscheidungen mit dem sogenannten Kernkompetenzansatz innerhalb von Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Outsourcing, der Managementprozess von Kernkompetenzen sowie die strategische Abwägung bei der Auslagerung von Dienstleistungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, welche strategische Relevanz die Identifikation und Konzentration auf Kernkompetenzen für nachhaltige Outsourcing-Entscheidungen hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Aufarbeitung vorhandener Literatur, Managementmodelle sowie empirischer Konzepte zur Outsourcing- und Kernkompetenz-Thematik.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst Outsourcing und Kernkompetenzen getrennt definiert und analysiert, bevor in einem abschließenden Teil die Einordnung von Outsourcing-Entscheidungen in den Kernkompetenzansatz erfolgt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Outsourcing, Kernkompetenz, strategische Entscheidung, Wettbewerbsvorteil, Make-or-Buy, Dienstleistungsmanagement und Unternehmenseffizienz.
Warum ist die Unterscheidung zwischen externem und internem Outsourcing wichtig?
Die Unterscheidung ist für den Grad der unternehmerischen Einflussnahme und die rechtliche Selbständigkeit des beauftragten Unternehmens sowie für die damit verbundenen Risiken von entscheidender Bedeutung.
Welche Rolle spielt die Irreversibilität bei Outsourcing-Entscheidungen?
Da Outsourcing einen meist irreversiblen Eingriff in die Wertschöpfung darstellt, betont die Arbeit, dass diese Entscheidungen zwingend auf einer langfristigen strategischen Planung basieren müssen und nicht nur taktisch-operativ getroffen werden sollten.
- Quote paper
- Philipp Nestele (Author), 2002, Outsourcing von Dienstleistungen. Kernkompetenzansatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17749