Mit dem Bildungsauftrag der Schule wird in erster Linie das Lernen verbunden. Es umfasst hauptsächlich mentales und motorisches Lernen. Beide Arten von Lernen spielen eine große Rolle in Bezug auf die Persönlichkeitsentwicklung. Sie hängen eng zusammen und beeinflussen sich gegenseitig. Im Sportunterricht steht das motorische Lernen im Vordergrund. Die vorliegende Arbeit beschreibt die Grundvorgänge des Lernprozesses genauer und verdeutlicht die Rolle der Lehrkraft in diesem Zusammenhang.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. MOTORISCHES LERNEN
2.1 Phasenmodell
2.2 Regelkreis
3. SCHLUSSFOLGERUNGEN
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die grundlegenden Vorgänge des motorischen Lernprozesses im Kindesalter zu beleuchten und die pädagogisch bedeutsame Rolle der Lehrkraft innerhalb dieses Prozesses zu verdeutlichen.
- Grundlagen des motorischen Lernens und relevante Begriffsdefinitionen
- Phasenmodell des motorischen Lernprozesses nach Meinel und Schnabel
- Funktionsweise des Regelkreises bei motorischen Lernvorgängen
- Pädagogische Implikationen für die Planung und Durchführung von Sportunterricht
- Bedeutung der Rückinformation für den Lernfortschritt
Auszug aus dem Buch
2.1 Phasenmodell
Meinel und Schnabel unterscheiden drei aufeinander aufbauende Lernphasen: die Entwicklung der Grobkoordination, die Entwicklung der Feinkoordination und die Stabilisierung der Feinkoordination und Ausprägung der variablen Verfügbarkeit. Die Übergänge zwischen den einzelnen Stufen sind fließend. Die Verweildauer in den verschiedenen Lernphasen „hängt vom motorischen Ausgangsniveau, vom Schwierigkeitsgrad der Übung, vom Interesse und der Motivation des Lernenden und vom methodischen Weg ab.“
Zu Beginn der Entwicklung der Grobkoordination steht die Lernzielvorgabe des Lehrenden. Anhand dieser soll der Lernende „eine erste Vorstellung vom Bewegungsablauf“ erhalten. Die anschießenden Versuche, die Bewegung umzusetzen, werden in aller Regel fehlerhaft sein. So sind viele Anläufe des Lernenden nötig, bis die Bewegung in ihrer Grobform erfasst ist. Gegen Ende dieser Stufe ist der Lernende nach längerem Üben in der Lage, die Bewegung unter konstanten, günstigen Bedingungen auszuführen. Kennzeichnend für diese Phase ist der oftmals übertriebene Krafteinsatz. Zudem entsprechen Bewegungskopplung, -fluss, -umfang, -tempo, -präzision und -konstanz noch nicht dem Idealbild.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Es wird die Bedeutung des Lernens im schulischen Kontext sowie die zentrale Rolle des motorischen Lernens für die Persönlichkeitsentwicklung herausgestellt.
2. MOTORISCHES LERNEN: Dieses Kapitel definiert den Begriff des motorischen Lernens und erläutert detailliert das Phasenmodell sowie den lernrelevanten Regelkreis.
3. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Hier werden didaktische Konsequenzen für die Sportlehrkraft abgeleitet, um motorische Lernprozesse methodisch fundiert im Unterricht zu begleiten.
Schlüsselwörter
Motorisches Lernen, Phasenmodell, Grobkoordination, Feinkoordination, Regelkreis, Rückinformation, Sportunterricht, Bewegungsabläufe, Lernprozess, Bewegungsgefühl, Lehrkraft, Unterrichtsplanung, Bewegungssteuerung, Sportmotorik, Kindesalter
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den psychologischen und methodischen Aspekten des motorischen Lernens bei Kindern im schulischen Sportunterricht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind das Phasenmodell motorischer Lernprozesse, die Bedeutung der Rückmeldung (Regelkreis) und die methodische Unterrichtsgestaltung durch Sportlehrkräfte.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Grundvorgänge des motorischen Lernens zu schaffen, um Sportunterricht didaktisch wertvoller aufzubauen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine theoretische Analyse der Fachliteratur, insbesondere der Bewegungslehre von Meinel und Schnabel, um die Lernprozesse systematisch zu beschreiben.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die drei Lernphasen (Grobgrob-, Feinkoordination und Stabilisierung) sowie die Steuerung durch den Regelkreis und die Rolle der Rückinformation detailliert dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Motorisches Lernen, Phasenmodell, Regelkreis, Koordination und Sportunterricht geprägt.
Wie unterscheidet sich die Grobkoordination von der Feinkoordination?
Die Grobkoordination ist durch fehlerhafte Ausführungen und übertriebenen Krafteinsatz gekennzeichnet, während die Feinkoordination bereits flüssige, beständige und zweckmäßige Bewegungsabläufe aufweist.
Welche Rolle spielt der Regelkreis beim Lernen?
Der Regelkreis ist essenziell, da er durch Rückmeldungen (äußere durch den Lehrer und innere kinästhetische Rückmeldungen) dem Lernenden ermöglicht, seine Bewegungen stetig zu korrigieren und zu verfeinern.
Was empfiehlt die Autorin für die Fehlerkorrektur im Unterricht?
Es wird empfohlen, immer nur einen Fehler gleichzeitig zu adressieren und an bereits beherrschten Bewegungsmustern anzuknüpfen, um die Aufnahmekapazität der Kinder nicht zu überfordern.
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- Beate Schmitz (Author), 2007, Motorisches Lernen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177527