Unterschiede in der Eignung von Lautklassen und Lauten für den Ausdruck ausgewählter Emotionen


Hausarbeit (Hauptseminar), 2007

29 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhalt

1 Ausgangsposition und Fragestellung

2 Vorgehensweise
2.1 Fragebogen als Untersuchungsmedium
2.2 Schreibweise und Auswahl der Laute

3 Hypothesen
3.1 Hypothesen zu Zorn/Aggression/Wut
3.1.1 Plosive
3.1.2 Frikative
3.1.3 Nasale und Vokale
3.2 Hypothesen zu Ausgeglichenheit/Frieden/Ruhe
3.2.1 Vokale
3.2.2 Nasale
3.2.3 Plosive und Frikative
3.3 Hypothesen zu Nervosität/Unschlüssigkeit
3.3.1 Frikative
3.3.2 Plosive
3.3.3 Nasale und Vokale
3.4 Hypothesen zu Freude/Glück/Ausgelassenheit
3.4.1 Vokale
3.4.2 Nasale
3.4.3 Plosive und Frikative
3.5 Hypothesen dazu, welche Laute als angenehm bzw. unangenehm empfunden werden

4 Analyse
4.1 Deskriptive Analyse
4.1.1 Deskriptive Analyse der Hypothesen zu Zorn/Aggression/Wut
4.1.1.1 Sind Plosive im Allgemeinen am besten für den Ausdruck von Zorn, Aggression und Wut geeignet?
4.1.1.2 Aufteilung innerhalb der Plosive
4.1.2 Deskriptive Analyse der Hypothesen zu Ausgeglichenheit/Frieden/Ruhe
4.1.2.1 Sind Vokale und Nasale im Allgemeinen am besten für den Ausdruck von Ausgeglichenheit, Frieden und Ruhe geeignet?
4.1.2.2 Aufteilung innerhalb der Vokale und Nasale
4.1.3 Deskriptive Analyse der Hypothesen zu Nervosität/Unschlüssigkeit
4.1.3.1 Sind Frikative im Allgemeinen am besten für den Ausdruck von Nervosität und Unschlüssigkeit geeignet?
4.1.3.2 Aufteilung innerhalb der Frikative
4.1.4 Deskriptive Analyse der Hypothesen zu Freude/Glück/Ausgelassenheit
4.1.4.1 Sind Vokale und Nasale im Allgemeinen am besten für den Ausdruck von Freude, Glück und Ausgelassenheit geeignet?
4.1.4.2 Aufteilung innerhalb der Vokale und Nasale
4.1.5 Deskriptive Analyse der Hypothesen zur Einteilung der Laute in eher angenehme bzw. unangenehme Laute
4.2 Prüfstatistische Analyse
4.2.1 Prüfstatistische Analyse zur Gruppe Zorn/Aggression/Wut
4.2.2 Prüfstatistische Analyse zur Gruppe Ausgeglichenheit/Frieden/Ruhe
4.2.3 Prüfstatistische Analyse zur Gruppe Nervosität/Unschlüssigkeit
4.2.4 Prüfstatistische Analyse zur Gruppe Freude/Glück/Ausgelassenheit
4.2.5 Prüfstatistische Analyse zur Einteilung in angenehme bzw. unangenehme Laute

5 Fazit

Literatur

Fragebogen

1 Ausgangsposition und Fragestellung

In dieser Arbeit wird aufgrund einer Vielzahl an empirischen Studien[1], wie z.B. dem maluma-takete -Experiment von Köhler (Köhler 1929), davon ausgegangen, dass es Lautsymbolik gibt. Es geht nicht darum, welche Aufgaben oder welchen Sinn Lautsymbolik hat, sondern welcher Zusammenhang zwischen Lautklassen bzw. Lauten und ihren Bedeutungen besteht. Dabei wird besonders auf Emotionen als Bedeutungen eingegangen.

Genauer gesagt geht die vorliegende Untersuchung der Frage nach, ob sich bestimmte Lautklassen für den Ausdruck ausgewählter Gefühle besonders eignen. Zudem will sie erforschen, ob innerhalb dieser Lautklassen Regeln bestehen, die ausschlaggebend dafür sind, inwieweit sich ein Laut für den Ausdruck einer spezifischen Emotion eignet. Dieser Eignung respektive Nicht-Eignung liegt die Theorie zugrunde, dass sich aufgrund von Artikulationsart und -ort einige Lautgruppen – und innerhalb dieser einzelne Laute – für den Ausdruck bestimmter Gefühlslagen besser eignen als andere. Als Kausalitäten für die Eignung werden z.B. eine Explosion oder ein Hindernis im Mund, das ausströmende Luft behindert, Lippenrundung, ein geschlossener, gespreizter oder entspannt geöffneter Mund sowie zentrale, vordere oder hintere Lage der Zunge im Mund (Ramers 1998) angenommen. In Zusammenhang damit wird auch erforscht, ob man insgesamt zwischen eher angenehmen und positiven Lauten und Lautklassen sowie eher Unangenehmen und Negativen differenzieren kann.

All dies wird unabhängig von soziokulturellem und sprachlichem Hintergrundwissen oder anderweitigen Prägungen, die zu Verbindungen zwischen Laut und Bedeutung führen können,

untersucht. Die Betonung liegt stattdessen auf den inhärenten, nicht arbiträren Bedeutungen von Lauten und Lautklassen. Diese Bedeutungen werden mit Hilfe einer Überprüfung der Eignung der Laute und Lautklassen für den Ausdruck bestimmter Gefühlslagen erkundet.

2 Vorgehensweise

Die empirische Überprüfung sämtlicher Hypothesen in dieser Arbeit erfolgte mittels auf Papier ausgedruckter, zweiseitiger Fragebögen, die von fünfunddreißig Menschen mit Deutsch als Muttersprache im Alter zwischen zwanzig und fünfunddreißig Jahren ausgefüllt wurden. Darunter befanden sich neunzehn Männer und sechzehn Frauen. Allerdings sollten Aspekte

wie Alter, Geschlecht, sprachliche und kulturelle Prägung keine Rolle spielen, was im Verlauf der Arbeit an den Hypothesen und Fragestellungen deutlich wird. Die Verteilung und das Ausfüllen der Fragebögen fand sowohl vor dem Hauptgebäude der Ludwig-Maximilans-Universität am Geschwister-Scholl-Platz 1 in München als auch in der Münchner Wohnanlage Studentenstadt im Juli 2007 statt. Insgesamt liegt also keine repräsentative Studie vor.

2.1 Fragebogen als Untersuchungsmedium

Generell standen für die empirische Untersuchung zwei Optionen zur Auswahl: Fragebogen oder Laborversuch. Zwar können bei einem Laborversuch die Körperreaktionen der Versuchspersonen beim Hören oder Aussprechen bestimmter Laute direkt und scheinbar unverfälscht gemessen werden. Allerdings sind gerade körperliche Reaktionen in hohem Maß individuellen Schwankungen und tagesabhängigen Einflüssen wie Stress, Krankheit, Stimmung, Sportlichkeit etc. unterworfen. Auch ist bei einer Messung der körperlichen Reaktionen eine klare Unterscheidung zwischen Gefühlen wie z.B. Glück oder Wut aufgrund ähnlich intensiver Körperreaktionen schwierig. Zudem reagiert der Körper tendenziell unwillkürlich gemäß seiner Prägung und kann eventuelle mentale Prägungen, die körperliche Reaktionen hervorrufen, nicht oder eher selten ausschalten. Beim Fragebogen dagegen haben die Befragten die Chance, sich reflektiert, bewusst und konzentriert in eine bestimmte Situation zu versetzen. Aufgrund dieses Vorteils wurde als Erhebungsmedium der Fragebogen gewählt. Die Anleitung zur Beantwortung des verwendeten Fragebogens lautete folgendermaßen:

Für die gesamte Beantwortung des Fragebogens versetzen Sie sich bitte in folgende fantastische Welt:

Sie sind auf einem Planeten gelandet, der zwar der Erde gleicht, auf dem es jedoch keine Sprachen gibt. Bei jedem, der dort landet, wird sofort jegliches kulturelles, sprachliches, gesellschaftliches oder anderweitiges Hintergrundwissen völlig gelöscht.

Versuchen Sie für die Beantwortung der folgenden Fragen also möglichst sämtliche Assoziationen (z.B. Ihnen bekannte Wörter) auszublenden!

Sie haben nun die Aufgabe, eine Sprache zu entwickeln, die nur aus einzelnen Lauten besteht. Sie probieren erst einmal aus, in welcher Lage sich Ihrer Meinung nach welcher Laut „von Natur aus“ am ehesten eignet.

Sprechen Sie sich bei allen Fragen bitte die Laute unbedingt laut vor, um herauszufinden wie geeignet bzw. ungeeignet sie Ihnen erscheinen!

Dabei wird „p“ nur „p“, nicht wie im Alphabet „pe“ ausgesprochen, ebenso ist „s“ nur „s“, nicht „es“, „k“ nur „k“, nicht „ka“ usw.!

Selbstverständlich bleibt generell fraglich, inwieweit vorhandene Sprachkenntnisse und andere Einflüsse ausgeblendet werden können. Da dieses Problem jedoch zumindest im Rahmen dieser Seminararbeit unvermeidbar war, wird es im Folgenden bewusst außer Acht gelassen. Die Möglichkeit, dass trotz der Anweisung bei der Beantwortung Konventionen und andere Prägungen Einfluss hatten, sollte dennoch im Hinterkopf behalten werden.

Der Fragebogen selbst bestand aus fünf Fragen. Vier davon erfragten mit Hilfe von Likert -Skalen wie geeignet bzw. ungeeignet ein einzelner Laut für den Ausdruck einer bestimmten Emotion empfunden wurde. Die Zahlen reichten von 1 bis 6, wobei das Minimum 1 bedeutete, dass sich ein Laut gar nicht zum Ausdruck einer Gefühlslage eignete. Maximal konnten 6 Punkte vergeben werden, was bedeutete, dass sich ein Laut sehr gut eignete. Bei der letzten Frage wurden exemplarische, einzelne Laute vorgegeben, die je als angenehm, eher angenehm, eher unangenehm oder unangenehm eingestuft werden konnten. Außerdem gab es die Option keine Ahnung, falls eine Versuchsperson einen Laut nicht einteilen konnte.

Nach einer Vorstudie mit Probefragebögen stellte es sich als ungeeignet heraus, bei einer Befragungsgruppe nicht-repräsentativer Größe die Befragten selbstständig und ohne vorgegebene Wahloptionen die Gefühle aufschreiben zu lassen, für deren Ausdruck sie die Laute geeignet fanden. Daher wurde gemäß den Hypothesen eine Vorauswahl für jede Frage getroffen. Die Befragten konnten der Eignung eines Lautes für eine Emotion mehr oder weniger zustimmen oder sie ablehnen und einen besser geeigneten Laut vorschlagen.

Die Reihenfolge, in der die Laute untereinander im Fragebogen auftauchten, erfolgte bei allen Fragen mit der Intention zu randomisieren und die Versuchspersonen kein Schema erkennen zu lassen.

2.2 Schreibweise und Auswahl der Laute

Da es keine Rolle spielen sollte, ob Linguisten oder Nicht-Linguisten die Fragen beantworteten, wurden die Laute nicht nach dem International Phonetic Alphabet kodiert, zumal z.B. auf die Unterscheidung zwischen gespannter und ungespannter Version eines Vokals keine Rücksicht genommen werden konnte. Solche Merkmale wurden vernachlässigt, da es eher allgemein und grob umrissen um die Lautklassen und Laute gehen sollte, unabhängig von ihren Varianten. So wurden die Laute sehr vereinfacht und für jeden verständlich als Buchstaben, z.B. a, ch, k, geschrieben.

Nach der Vorstudie mit Probefragebögen war deutlich, dass das gesamte Spektrum der Laute sowohl aus Platz- und Zeitmangel, vor allem jedoch wegen der begrenzten Konzentrationsspanne der Versuchsteilnehmer im Fragebogen nicht abzudecken war. Daher wurde zur Forschungseingrenzung eine exemplarische Auswahl an Lauten aus fast jeder Lautgruppe (Laterale etwa wurden nicht untersucht) getroffen. Exemplarisch für die Plosive wurden p, t, k, b, d und g ausgewählt. Damit sind stimmlose Plosive (p, t, k) und ihre stimmhaften Pendants (b, d, g) sowie verschiedene Artikulationsorte (p als am weitesten vorne im Mund artikulierter Plosiv und g als am weitesten hinten Artikulierter) abgedeckt. Stellvertretend für die Frikative wurden f, s, sch, ch und h gewählt. Auch hier reicht das Spektrum vom eher vorne im Mund artikulierten Laut (f) bis zum weiter hinten im Mund artikulierten Laut (h). Bei den Vokalen beschränkte sich die Auswahl auf o, u, a, e und i, wodurch gerundete und gespreizte, eher zentrale und weniger zentrale Laute vorhanden sind. Exemplarisch für die Nasale fiel die Wahl auf m als eher zentralen, geschlossenen Laut und n als geöffneten Nasal.

3 Hypothesen

Für die Hypothesen wurden jeweils einige Emotionen in Gruppen zusammengefasst. So gehören Zorn, Aggression und Wut in eine Gruppe und Ausgeglichenheit, Frieden und Ruhe in eine andere. Nervosität und Unschlüssigkeit wurden in einer Gruppe vereint, dasselbe gilt für die vierte Gruppe, die sich aus Freude, Glück und Ausgelassenheit zusammensetzt.

Diese Gruppeneinteilungen wurden vorgenommen, um ein breiteres Spektrum der Laute und ihrer Eignung für den Ausdruck von Emotionen zu erfassen.

Für die letzte Hypothese wurde angenehm und positiv gleichgesetzt. Dasselbe trifft auf unangenehm und negativ zu.

3.1 Hypothesen zu Zorn/Aggression/Wut

3.1.1 Plosive

Bezüglich der Eignung von Lautklassen für den Ausdruck von Zorn, Aggression und Wut wird erwartet, dass Plosive sich am besten dafür eignen. Diese Annahme beruht darauf, dass bei der Artikulationsart der Plosive zunächst Lippen oder Zunge einen Verschluss bilden, der sich abrupt öffnet, wobei ein Explosionsgeräusch entsteht (Ramers 1998).

Innerhalb der Plosive lautet die Hypothese, dass stimmlose Plosive aggressiver als stimmhafte wirken. Außerdem wird angenommen, dass der Artikulationsort von Bedeutung ist: Je weiter vorne im Mund der Artikulationsort, desto aggressiver, zorniger und wütender wirkt der Laut.

Wie auch bei den folgenden Hypothesen steht dahinter die Annahme, dass sich in der Artikulationsart und im Artikulationsort Gefühlslagen metaphorisch abbilden. Bei den Plosiven etwa wird angenommen, dass die Explosion, die eine Person metaphorisch beim Empfinden oder Ausdruck von Zorn, Aggression und Wut erlebt, durch die Artikulationsweise der Sprenglaute (Duden 2005) im Mund abgebildet wird. Weiter vorne im Mund artikulierte Laute wirken angriffslustiger und weniger in sich ruhend, da sie dem Gegenüber eher entgegengeschleudert werden als weiter hinten im Mund gebildete Laute. Stimmlosigkeit wird als härter und feindseliger angenommen im Gegensatz zur weicheren und liebevolleren Stimmhaftigkeit.

Damit ergibt sich eine hypothetische Wutskala mit p als aggressivsten Laut (da er am weitesten vorne im Mund gebildet ist), gefolgt von t und k als leicht weniger zornige Laute, da beide etwas weiter hinten im Mund artikuliert werden. Aufgrund seiner vorderen Mundlage wird b als wütender als d angenommen. Der Theorie nach müsste g am wenigsten aggressiv sein. Damit resultiert folgendes Schema zur Eignung des Ausdrucks von Zorn, Aggression und Wut:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.1.2 Frikative

Als am zweitbesten geeignet für Zorn, Wut und Aggression werden Frikative bzw. Reibelaute angenommen. Bei dieser Lautklasse sind bei der Artikulation des Lautes Mund- oder Rachenraum verengt, wodurch die ausströmende Luft ein Reibegeräusch verursacht (Ramers 1998). Innerhalb der Frikative wird wie bei den Plosiven angenommen, dass sie umso aggressiver wirken, je weiter vorne im Mund sie gebildet werden. Innerhalb der Frikative sollte sich daher eine Reihung von f als am ehesten geeigneter Laut, gefolgt von s, sch und ch mit dem Hauchlaut h als Schlusslicht und am wenigsten geeigneten Laut ergeben.

3.1.3 Nasale und Vokale

Nasale und Vokale werden aufgrund ihrer abweichenden Artikulationsarten als eher ungeeignet für den Ausdruck dieser Emotionen eingestuft. Als problematisch könnte sich diese Hypothese erweisen, wenn sich die Möglichkeit, einen Laut in Lautstärke und Länge variieren zu können, als wichtiger für den Ausdruck bei dieser Gefühlsgruppe herausstellen sollte als Artikulationsart und –ort eines Lauts.

3.2 Hypothesen zu Ausgeglichenheit/Frieden/Ruhe

3.2.1 Vokale

Vokale müssten sich der Theorie nach aufgrund ihrer Artikulationsweise am besten für den Ausdruck von Ausgeglichenheit, Frieden und/oder Ruhe eignen. Es wird erwartet, dass Vokale, je gerundeter und je weiter hinten sie bezüglich der horizontalen Dorsumlage (Ramers 1998) im Mund gebildet werden, umso geeigneter sind. Hier wird also ein eher hinten liegender Artikulationsort einem tiefen In-Sich-Ruhen gleichgesetzt und kreisrunde Lippenstellung mit Harmonie verglichen. Demnach sollten sich o und u am besten für den Ausdruck von Ausgeglichenheit eignen, gefolgt von a und e. Den am wenigsten geeigneten Laut müsste i repräsentieren.

3.2.2 Nasale

Auch Nasale werden als geeignet für den Ausdruck dieser Gefühlslagen eingeschätzt. Dabei steht m aufgrund der Geschlossenheit des Mundes und zentralen Lage der Zunge im Mund (a.a.O.) sozusagen als natürlichster, fast summender Laut vor n. M wird als ebenso geeignet für den Ausdruck von Ruhe eingeschätzt wie o oder u, womit das für die Meditation buddhistischer Mönche typische om / um, erklärt werden könnte.

Schematisch ergibt sich bezüglich der Eignung des Ausdrucks von Ausgeglichenheit, Frieden und Ruhe folgende Abstufung:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.2.3 Plosive und Frikative

Plosive und Frikative werden als generell eher ungeeignet eingeordnet. Besonders die stimmlosen und vorne gebildeten Plosive und vorderen Frikative müssten sich als ungeeignet erweisen.

3.3 Hypothesen zu Nervosität/Unschlüssigkeit

3.3.1 Frikative

In Bezug auf Nervosität und Unschlüssigkeit gibt es Ähnlichkeiten mit den Hypothesen zu Zorn, Aggression und Wut. Allerdings tauschen Plosive und Frikative ihre Plätze auf der Eignungsskala.

[...]


[1] beispielsweise in folgender Aufsatzsammlung: Hinton, L.; Nichols, J.; Ohala, J. J. (Hrsg.) Sound Symbolism. Cambridge: University Press oder auch in einzelnen Forschungen und Dissertationen, z.B.: Mandelker, A. (1983) New Research in Phonetic Symbolism: The Poetic Context. Ann Arbor/Michigan: Univ. Microfilms International oder Etzel, Stefan (1983) Untersuchungen zur Lautsymbolik. Inauguraldissertation zur Erlangung des Grades eines Doktors der Philosophie im Fachbereich Neuere Philologien der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität zu Frankfurt am Main.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Unterschiede in der Eignung von Lautklassen und Lauten für den Ausdruck ausgewählter Emotionen
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Veranstaltung
Lautsymbolik
Note
2,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
29
Katalognummer
V177617
ISBN (eBook)
9783640994038
ISBN (Buch)
9783640995394
Dateigröße
536 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Empirische Forschungsarbeit
Schlagworte
Lautsymbolik, Linguistik, Germanistik, Empirie, Forschung, Fragebogen, Vokale, Konsonanten, maluma-takete, Emotionen, Ausdruck, Sprache
Arbeit zitieren
Maria Gruber (Autor), 2007, Unterschiede in der Eignung von Lautklassen und Lauten für den Ausdruck ausgewählter Emotionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177617

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