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Stellenwert globaler Probleme im Leben und in der Lebensplanung deutscher Studentinnen und Studenten

Titel: Stellenwert globaler Probleme im Leben und in der Lebensplanung deutscher Studentinnen und Studenten

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2006 , 29 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: M. A. Maria Gruber (Autor:in)

Ethik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Warum werden Ungerechtigkeit und Ungleichbehandlung für die Mehrheit der Menschheit, stetig voranschreitende Umweltzerstörung und politisch inhumane und fragwürdige Bedingungen für viele - scheinbar? - mit Selbstverständlichkeit hingenommen, zumindest solange keine eigene Betroffenheit vorliegt?
Liegt es daran, dass etliche der globalen Probleme schlichtweg als unwichtig empfunden werden und/oder keine ausreichende Informiertheit über sie existiert? Fehlen Ideen und realisierbare Programme zur Lösung oder Verbesserung aktueller problematischen Fragen oder wären die meisten Menschen ohnehin nicht bereit ihren eigenen Lebensstandard herunterzuschrauben zugunsten eines menschenwürdige(re)n Lebens anderer? Ist Aristoteles Aussage, Ethik und Politik seien gleichbedeutend und individuelle Ziele sollten mit denen des Gemeinwesens übereinstimmen, heutzutage nicht mehr gültig? Engagieren sich die Menschen mehrheitlich aktuell im Bereich globaler Problematik und/oder spielt dieser Faktor eine Rolle bei ihren Zukunftsplänen? Finden sich darüber hinaus Unterschiede in den Einstellungen zwischen Frauen und Männern?
Kurz: Welchen Stellenwert haben globale Probleme in der Lebenswirklichkeit der Menschen und in welche Richtung weist die augenblickliche Situation für die Zukunft?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Bedeutung globaler Probleme

2 Fragestellung

3 Hypothesen

3.1 Hypothese 1 über die Wichtigkeit, dass etwas gegen globale Probleme unternommen wird

3.2 Hypothese 2 über die Korrelation zwischen Informiertheit und Wichtigkeitseinschätzung der Bekämpfung globaler Probleme

3.3 Hypothese 3 über den Zusammenhang zwischen Medienpräsenz und Wichtigkeitseinschätzung der Bekämpfung globaler Probleme

3.4 Hypothese 4 über den Glauben an die eigene Beitragsfähigkeit

3.5 Hypothese 5 über die Korrelation zwischen Wichtigkeitseinschätzung der Bekämpfung globaler Probleme und aktuellem bzw. zukünftigem Engagement

3.6 Hypothese 6 über die Korrelation zwischen aktuellem und zukünftigem, berufsunabhängigem Engagement

3.7 Hypothese 7 über geschlechtsspezifische Betätigungsfelder

3.8 Hypothese 8 über die Verbindung zwischen Bedingungserfüllung und Engagement

3.9 Hypothese 9 über den Zusammenhang zwischen Wichtigkeit der Bekämpfung globaler Problematik und selbstlosem Einsatz im weiteren Sinn

3.10 Hypothese 10 über die Korrelation zwischen Wichtigkeit der Bekämpfung globaler Problematik und persönlichen Einbußen

3.11 Hypothese 11 über die Korrelation zwischen Wichtigkeit der Bekämpfung globaler Problematik und Verantwortungsgefühl

3.12 Hypothese 12 über den Zusammenhang zwischen Wichtigkeit der Bekämpfung globaler Problematik und eigener Betroffenheit

3.13 Hypothese 13 über die Korrelation zwischen Politik und dem Gefühl der Handlungsunfähigkeit

4 Analyse

4.1 Analyse der 1. Hypothese: Über die Wichtigkeit, dass etwas gegen globale Probleme unternommen wird

4.2 Analyse der 2. Hypothese: Über die Korrelation zwischen Informiertheit und Wichtigkeitseinschätzung der Bekämpfung globaler Probleme

4.3 Analyse der 3. Hypothese: Über die Korrelation zwischen Medienpräsenz und Wichtigkeitseinschätzung der Bekämpfung globaler Probleme

4.4 Analyse der 4. Hypothese: Über den Glauben an die eigene Beitragsfähigkeit

4.5 Analyse der 5. Hypothese: Über die Korrelation zwischen Wichtigkeitseinschätzung der Bekämpfung globaler Probleme und aktuellem bzw. zukünftigem Engagement

4.6 Analyse der 6. Hypothese: Über die Korrelation zwischen aktuellem und zukünftigem, berufsunabhängigem Engagement

4.7 Analyse der 7. Hypothese: Über geschlechtsspezifische Betätigungsfelder

4.8 Analyse der 8. Hypothese: Über die Korrelation zwischen Bedingungserfüllung und Engagement

4.9 Analyse der 9. Hypothese: Über den Zusammenhang zwischen Wichtigkeit der Bekämpfung globaler Problematik und selbstlosem Einsatz im weiteren Sinn

4.10 Analyse der 10. Hypothese: Über die Korrelation zwischen Wichtigkeit der Bekämpfung globaler Problematik und persönlichen Einbußen

4.11 Analyse der 11. Hypothese: Über die Korrelation zwischen Wichtigkeit der Bekämpfung globaler Problematik und Verantwortungsgefühl

4.12 Analyse der 12. Hypothese: Über den Zusammenhang zwischen Wichtigkeit der Bekämpfung globaler Problematik und eigener Betroffenheit

4.13 Analyse der 13. Hypothese: Über die Korrelation zwischen Politik und dem Gefühl der Handlungsunfähigkeit

5 Fazit und Konsequenzen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Stellenwert, den globale Probleme in der Lebenswirklichkeit und Lebensplanung deutscher Studentinnen und Studenten einnehmen, und analysiert die Diskrepanz zwischen der wahrgenommenen Wichtigkeit dieser Probleme und dem tatsächlichen individuellen Engagement.

  • Wahrnehmung globaler Problematiken in politischen, ökologischen und sozialen Bereichen
  • Einfluss von Informiertheit und Medienpräsenz auf das Wichtigkeitsempfinden
  • Bereitschaft zu persönlichem Engagement und beruflichen Zukunftsplänen im Kontext globaler Krisen
  • Einfluss geschlechtsspezifischer Unterschiede auf Betätigungsfelder und Engagement
  • Bereitschaft zu persönlichen Einbußen zugunsten einer Lösung globaler Probleme

Auszug aus dem Buch

1 Bedeutung globaler Probleme

Schon vor Jahrzehnten wurden Bücher über globale Probleme und zukünftige, weltweite Komplikationen veröffentlicht wie z.B. 1984 „Die drohende Katastrophe. Globale Probleme der Menschheit“ von Hermann Bömer. Inzwischen ist der Begriff „globale Problematik“ längst zum Schlagwort in der Öffentlichkeit geworden und der Büchermarkt überschwemmt von diversen Titeln zu diesem Thema. Was jedoch versteht man unter globalen Problemen und warum sollte man sich mit ihnen überhaupt befassen?

Das Wort „global“ selbst bedeutet zunächst einmal „Welt umfassend“ oder „allgemein“. (Müller 1996, 115) Snarr teilt globale Probleme in zwei Gruppen ein: Zum einen in die Gruppe der Probleme, „[...] that are transnational, that is, they cross political boundaries (country borders). These issues affect individuals in more than one country.” (Snarr 2002, 1) Als Beispiel dafür führt er Luftverschmutzung durch Fabriken der USA an, die nach Kanada wandert. Zum anderen nennt er die Gruppe der Probleme, “[…] that do not necessarily cross borders but affect a large number of individuals throughout the world.” (a.a.O.: 1f.) Zur Veranschaulichung nennt er ethnische Auseinandersetzungen und Menschenrechtsverletzungen, die zwar in einem einzelnen Land auftreten mögen, jedoch eine um vieles weiter reichende Wirkung haben. Er definiert globale Probleme also entweder dadurch, dass sie Landesgrenzen überschreiten oder eine sehr große Anzahl von Menschen betreffen.

Eine andere Definition globaler Probleme als Probleme, die die soziale und physische Existenz der Menschheit auf derartige Weise bedrohen, dass sie auf Dauer nicht überlebensfähig ist (Bömer 1984, 52), greift allerdings zu kurz und bedarf einer humanistisch-philosophischen Erweiterung. So müssen Gesellschaften, die an ein Wertesystem glauben, das die Gleichheit, Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung aller Menschen beinhaltet und den Anspruch aller auf zumindest primäre, essentielle Lebensgrundlagen anerkennt, zwangsläufig auch Geschehnisse und Zustände, die die eigene Existenz nicht direkt bedrohen oder betreffen, aber ein menschenwürdiges Leben anderer unmöglich machen, aus ethischer Sicht als globale Probleme betrachten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Bedeutung globaler Probleme: Definition und theoretische Einordnung des Begriffs der globalen Problematik sowie humanistische Perspektiven auf das Thema.

2 Fragestellung: Aufwerfen zentraler Forschungsfragen zur Diskrepanz zwischen Wichtigkeitsempfinden und tatsächlichem Engagement bei Studierenden.

3 Hypothesen: Formulierung von 13 spezifischen Annahmen zu Informiertheit, Engagement, geschlechtsspezifischen Unterschieden und der Bereitschaft zu persönlichen Einschnitten.

4 Analyse: Detaillierte statistische Auswertung und Überprüfung der aufgestellten Hypothesen anhand der Befragungsdaten.

5 Fazit und Konsequenzen: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse sowie Empfehlungen für mehr Bewusstseinsbildung und Handlungsoptionen in Schulen und Medien.

Schlüsselwörter

Globale Probleme, globale Problematik, studentisches Engagement, Wichtigkeitseinschätzung, Informiertheit, Lebensplanung, soziale Verantwortung, ökologische Krise, politische Partizipation, Geschlechterunterschiede, Bewusstseinsbildung, Lebensstandard, Handlungsmotivation, altruistisches Verhalten, globale Nachhaltigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welchen Stellenwert globale Probleme (sozialer, politischer und ökologischer Art) im Leben und in der Zukunftsplanung von deutschen Studierenden haben und inwieweit diese Wahrnehmung in tatsächliches Handeln mündet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Bekämpfung globaler Missstände, persönliches Verantwortungsgefühl, die Korrelation zwischen Informiertheit und Engagement sowie die Bereitschaft zu Opfern im eigenen Lebensstandard.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, warum bei einer hohen theoretischen Einschätzung der Wichtigkeit globaler Probleme oft eine Diskrepanz zum tatsächlichen (beruflichen oder privaten) Engagement besteht und ob Unterschiede zwischen Frauen und Männern existieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine empirische Untersuchung durchgeführt, bei der ein zweiseitiger Fragebogen an 50 zufällig ausgewählte Studierende der Ludwig-Maximilians-Universität und der Technischen Universität München verteilt wurde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von 13 Hypothesen, die Aspekte wie den Glauben an eigene Beitragsfähigkeit, den Einfluss von Medienpräsenz und die Bereitschaft zu selbstlosem Einsatz beleuchten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen globale Problematik, studentisches Engagement, Wichtigkeitseinschätzung, Handlungsfähigkeit und die Diskrepanz zwischen ethischem Anspruch und Lebensrealität.

Wie unterscheidet sich das Engagement von Frauen und Männern?

Die Analyse zeigt, dass sich Studentinnen aktuell stärker engagieren und dies auch häufiger für ihre berufliche Zukunft planen als männliche Studenten, wobei die Motivationsgründe und bevorzugten Sektoren variieren.

Welche Bedeutung hat das Gefühl der eigenen Betroffenheit für das Engagement?

Die Ergebnisse legen nahe, dass das Wichtigkeitsempfinden gegenüber globalen Problemen weitgehend unabhängig vom Gefühl der persönlichen Betroffenheit ist; die Studierenden erkennen die Wichtigkeit an, auch wenn sie sich selbst nicht direkt betroffen fühlen.

Was sind die Schlussfolgerungen hinsichtlich des zukünftigen Verhaltens?

Das Fazit betont, dass trotz eines Mangels an Bewusstsein für direkte Betroffenheit eine grundlegende Bereitschaft zu humanistischem Handeln existiert, die durch gezielte Wissensvermittlung und Gedankenanstöße weiter gestärkt werden könnte.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Stellenwert globaler Probleme im Leben und in der Lebensplanung deutscher Studentinnen und Studenten
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Veranstaltung
Literatur, Ethik und politische Theorien
Note
2,3
Autor
M. A. Maria Gruber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
29
Katalognummer
V177621
ISBN (eBook)
9783640994069
ISBN (Buch)
9783640995417
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Globale Probleme Globalisierung Menschenrechte Ethik Politik Empirische Studie moralisches Bewusstsein Lebensplanung Befragung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M. A. Maria Gruber (Autor:in), 2006, Stellenwert globaler Probleme im Leben und in der Lebensplanung deutscher Studentinnen und Studenten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177621
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Leseprobe aus  29  Seiten
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