Einleitung
Die nachfolgende Seminararbeit beschäftigt sich mit dem Thema: Lohnt sich ein berufsbegleitendes Studium investitionsökonomisch? Von einer Investition kann immer dann gesprochen werden, wenn finanzielle Mittel in Finanz-, Sach- oder immaterielles Vermögen fließen, verbunden mit dem Ziel Gewinne bzw. Einnahmenüberschüsse in der Zukunft zu erzielen. Es handelt sich bei einer Investition also um eine zukunftsorientierte Geldausgabe. In Anwendung auf die vorliegende Fragestellung ist der Marktwert des Arbeitnehmers ohne Studium im Vergleich zu einem Akademiker ausschlaggebend, ob sich eine Finanzierung eines Studiums lohnt. Der Marktwert liefert ein Kriterium für die Beurteilung einer Investitionsentscheidung, die zunächst mit Ausgaben verbunden sind, für die Zukunft aber positive Zahlungsüberschüsse erwarten lassen. Dies gilt für alle Investitionen, die der Schaffung von personellen Potentialen dienen. Eine Investition in ein Studium ist dann lohnenswert, wenn sich insgesamt der Marktwert eines Akademikers gegenüber einem unstudierten Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt erhöht und sich die Anfangsausgabe mit der Zeit amortisiert und darüber hinaus im Zeitverlauf mit Einnahmeüberschüssen gerechnet werden kann. Im Verlauf der Seminararbeit wird herausgearbeitet, welche Investitionen letztendlich im Zuge eines berufsbegleitenden Studiums getätigt werden müssen. Hierbei erfolgt die Betrachtung monetärer Größen sowie schwer in Geld auszudrückender Faktoren wie bspw. die in ein berufsbegleitendes Studium fließende Zeit. Dabei wurde der monetäre Wert von Zeit anhand des Begriffs der Opportunitätskosten näher erläutert. Eine Gegenüberstellung der Jahreseinkommen sowie der Gehaltsverlauf von unstudierten Arbeitnehmern und Akademikern führen den Beweis, ob sich ein berufsbegleitendes Studium letztendlich lohnt oder nicht. Unter diesem Aspekt erfolgt die Auswertung der Amortisationsdauer. Die Amortisation ist in diesem Falle die Zeit des Rückflusses des investierten Kapitals durch positive Gehaltsentwicklung. Um einen besseren Vergleich anstellen zu können, stützt sich die Seminararbeit in der Betrachtung auf ein wirtschaftswissenschaftliches Studium mit dem Abschluss Diplom-Kaufmann mit einem Fachhochschulabschluss an diversen privaten Hochschulen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Monetäre Betrachtung eines berufsbegleitenden Studiums
- Investition eines berufsbegleitenden Studiums
- Fördermittel und Finanzierungsmöglichkeiten
- Monetäre Ermittlung der Gesamtinvestition eines berufsbegleitenden Studiums
- Jahreseinkommen und Funktion im Vergleich
- Amortisationsdauer
- Arbeitsmarktsituation für Akademiker in Krisenzeiten
- Investitionsökonomische Würdigung eines berufsbegleitenden Studiums
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit analysiert die Investitionsökonomie eines berufsbegleitenden Studiums. Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob sich die finanziellen und zeitlichen Investitionen in ein solches Studium aus ökonomischer Sicht rentieren. Dabei steht die Frage im Vordergrund, ob der gesteigerte Marktwert eines Akademikers die anfänglichen Kosten und den zeitlichen Aufwand rechtfertigt.
- Monetäre Betrachtung der Investitionen in ein berufsbegleitendes Studium
- Analyse der Studiengebühren, Lernmaterialien und Opportunitätskosten
- Vergleich des Jahreseinkommens von Akademikern und unstudierten Arbeitnehmern
- Ermittlung der Amortisationsdauer des Studiums
- Bewertung des Arbeitsmarktes für Akademiker in Krisenzeiten
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik des berufsbegleitenden Studiums als Investition ein. Sie erläutert den Zusammenhang zwischen Marktwert, Investitionsentscheidung und der Amortisation des Studiums. Das zweite Kapitel befasst sich mit der monetären Betrachtung eines berufsbegleitenden Studiums. Es werden die Kosten für Studiengebühren, Lernmaterialien und Opportunitätskosten im Detail analysiert. Kapitel 3 widmet sich dem Vergleich des Jahreseinkommens von Akademikern und unstudierten Arbeitnehmern, um die Rentabilität des Studiums zu beleuchten. Die Amortisationsdauer wird in diesem Kapitel berechnet. Das Kapitel 4 schließlich befasst sich mit der Bewertung der Arbeitsmarktsituation für Akademiker in Krisenzeiten.
Schlüsselwörter
Die zentralen Themen dieser Arbeit sind Investitionsökonomie, berufsbegleitendes Studium, Marktwert, Studiengebühren, Lernmaterialien, Opportunitätskosten, Jahreseinkommen, Amortisationsdauer und Arbeitsmarktsituation für Akademiker.
Häufig gestellte Fragen
Lohnt sich ein berufsbegleitendes Studium finanziell?
Ja, investitionsökonomisch betrachtet lohnt es sich, wenn der gesteigerte Marktwert und die höheren Jahreseinkommen als Akademiker die Studienkosten und Opportunitätskosten übersteigen.
Was sind Opportunitätskosten im Kontext eines Studiums?
Opportunitätskosten bezeichnen den monetären Wert der Zeit, die für das Studium aufgewendet wird und in der kein zusätzliches Einkommen durch Arbeit erzielt werden kann.
Wie wird die Amortisationsdauer eines Studiums berechnet?
Die Amortisationsdauer ist die Zeitspanne, in der das investierte Kapital (Studiengebühren, Materialien etc.) durch die positive Gehaltsentwicklung nach dem Abschluss wieder zurückgeflossen ist.
Welche Kosten fallen bei einem berufsbegleitenden Studium an?
Zu den Investitionen gehören direkte Kosten wie Studiengebühren und Lernmaterialien sowie indirekte Kosten wie Zeitaufwand und Reisekosten.
Wie sicher ist der Arbeitsmarkt für Akademiker in Krisenzeiten?
Die Arbeit zeigt auf, dass Akademiker statistisch gesehen ein geringeres Risiko für Arbeitslosigkeit haben und auch in Krisenzeiten bessere Karrierechancen besitzen.
- Arbeit zitieren
- Dipl.-Kffr.(FH) Andrea Schlichting (Autor:in), 2009, Lohnt sich das berufsbegleitende Studium investitionsökonomisch?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177687