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Zwischen Information und Meinung

Ein ganz schön „fieser Trick“, Sonja!

Titel: Zwischen Information und Meinung

Hausarbeit , 2009 , 27 Seiten , Note: 2

Autor:in: Naimdjon Mulladjanov (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Massenmedien genießen einen besonderen Stellenwert im Prozess der öffentlichen Meinungsbildung. Sie geben uns Orientierungen, konstituieren „Realität“ und prägen unsere Wahrnehmungen. Wir sind in einem großen Maße von den Medien geprägt, dass wir uns nicht mehr bewusst sind, was der Realität wirklich entspricht. Durch die Massenmedien bekommen wir Vorstellungen von den Ereignissen, die wir meistens nicht überprüfen können. Dies betrifft in besonderem Maße die Auslandsberichterstattung. Dabei sind wir auf eine „professionelle“ Arbeit der journalistischen Zunft angewiesen. Die Kritik an Presse ist genauso alt wie die Presse selbst. Bereits im Mittelalter wurde der Presse ein Hang zur Sensationslust und Sittenlosigkeit unterstellt1. Medienkritik kann man aus unterschiedlichen (soziologischen, kommuniktionswissenschaftlichen usw.) Gesichtspunkten untersuchen. In dieser Arbeit möchte ich mich jedoch auf linguistische Sichtweise, in erster Linie auf den Sprachgebrauch in Pressetexten beschränken und näher auf deren textlinguistische Besonderheiten eingehen. Im Mittelpunkt der Arbeit steht eine kritische Analyse eines Zeitungsartikels, nämlich eines aus der Süddeutschen Zeitung.

Leseprobe


Gliederung

1. Einleitung

2. Sprachliche Merkmale von Pressetexten

2.1. Was ist die Zeitungssprache?

2.2. Presse- Textsorten und Textfunktionen

2.2.1. Pressetextfunktionen

2.2.2. Pressetextsorten

2.2.2.1. Meldung

2.2.2.2. Bericht

2.2.2.3. Reportage

2.2.2.4. Kommentar

2.2.2.5. Interview

2.2.2.6. Tendenz zur Mischform

2.3. Die Zeitungen als Vermittlerin von Meinungen und Bewertungen

2.3.1. Zu dem Begriff „öffentliche Meinung“ und der Aufgabe einer Zeitung

2.3.2. Wortgebrauch und Perspektive im Berichtet

2.3.3. Argumentationsstrukturen

3. SZ Artikel: „Ein bisschen Supermacht“

3.1. Allgemeine Charakterisierung des Artikels

3.2. Perspektive und Wortgebrauch

3.3. Aufbau und Struktur des Textes nach Toulmin

3.4. Moralität und Rationalität im Artikel

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht aus linguistischer Sicht den Sprachgebrauch und die Textstrukturen in Pressetexten, wobei der Fokus auf der kritischen Analyse eines Artikels der Süddeutschen Zeitung liegt, um die Intention der Berichterstattung und die Verknüpfung von Information und Meinung zu ergründen.

  • Linguistische Analyse von Presse-Textsorten und deren Funktionen
  • Untersuchung von Argumentationsstrukturen und Manipulationsmechanismen in der journalistischen Praxis
  • Analyse der Vermittlung von Meinungen und Bewertungen in Zeitungsartikeln
  • Anwendung des Toulmin-Schemas und weiterer textanalytischer Modelle auf einen konkreten Zeitungsartikel

Auszug aus dem Buch

[1] Es hätte dieses Briefes nicht bedurft, um zu zeigen, dass Obamas Besuch in Russland zu seinen komplizierteren Reisen gehört und dies nicht nur, weil sein Vorgänger George W. Bush das russisch-amerikanische Verhältnis so heruntergewirtschaftet hat, dass es mit dem Georgien-Krieg vor einem Jahr ein historisches Tief erreichte. [6] Obama-Matrjoschkas mögen derzeit zu den beliebtesten Souvenirs in Moskau gehören. Eine der klassischen Holzpuppen mit seinem Gesicht bekam Obama vor seiner Reise nach Moskau von einem russischen Journalisten in Washington. [7] Doch solche spielerischen Gesten täuschen niemanden.

[8] Nicht alle Beobachter sehen die Sache so aussichtslos wie der ehemalige Putin-Berater Andrej Illarionow, der den ganzen Besuch für einen Fehler hält: "Wozu dem Kreml die Gelegenheit geben, den US-Präsidenten zu demütigen?", fragt er. [9] Aber viele Beobachter sind sich einig: Vieles, vielleicht alles, wird davon abhängen, wie Obama das Kunststück fertig bringt, Russland Respekt zu erweisen, ohne sich vorführen zu lassen, amerikanische Interessen durchzusetzen, ohne russischen Stolz zu verletzen - kurz, wie sehr er der ehemaligen Supermacht die Illusion vorgaukelt, sie wäre noch immer eine.

[10] Als gäbe es weder China noch Europa beschwor Präsident Dmitrij Medwedjew in seinem jüngsten Videoblog die Verantwortung Russlands und Amerikas vor der Geschichte: Ob Terror, Drogen, Atomraketen - vor allem von Moskau und Washington werde es abhängen, "wie die Welt in den nächsten zehn Jahren aussieht". [11] In Moskau wird sich Obama auf Medwedjew konzentrieren, den gewählten Präsidenten, als könne er Russlands fortschrittliche Kräfte (Medwedjew) gegen die Kalten Krieger (Putin) stärken. In Wahrheit sind sich Premier und Präsident hier einig wie selten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die mediale Relevanz der öffentlichen Meinungsbildung und Erläuterung der linguistischen Zielsetzung der Arbeit.

2. Sprachliche Merkmale von Pressetexten: Definition der Zeitungssprache und Differenzierung zwischen verschiedenen Textsorten und deren spezifischen Funktionen.

3. SZ Artikel: „Ein bisschen Supermacht“: Praktische Anwendung der zuvor erläuterten Textanalyse-Methoden auf einen spezifischen Artikel aus der Süddeutschen Zeitung.

4. Zusammenfassung: Abschließende Reflexion über die Schwierigkeit der Einordnung journalistischer Texte und das Fazit zur Notwendigkeit kritischer Medienrezeption.

Schlüsselwörter

Linguistik, Journalismus, Zeitungssprache, Textsorten, Pressetexte, Textanalyse, Argumentation, Toulmin, öffentliche Meinung, politische Kommunikation, Berichterstattung, Medienkritik, Diskursanalyse, Meinungsbildung, Süddeutsche Zeitung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einer linguistischen Betrachtung der journalistischen Praxis, insbesondere der Untersuchung des Sprachgebrauchs in Zeitungsartikeln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Textsorten wie Meldung, Bericht und Kommentar, die Rolle der Zeitung bei der Vermittlung von Meinungen sowie die Analyse von Argumentationsstrukturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, durch eine linguistische Analyse zu verstehen, wie Zeitungsartikel Informationen verarbeiten, wie diese sprachlich strukturiert sind und wie die Intention des Autors innerhalb der Berichterstattung erkennbar wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden textlinguistische Modelle angewandt, darunter insbesondere das Argumentationsmodell nach Toulmin sowie Kriterien zur Perspektivführung nach Bucher und Brinker.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung von Pressetexten und eine praktische Anwendung dieser Theorie auf den Artikel „Ein bisschen Supermacht“ aus der Süddeutschen Zeitung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Linguistik, Textsorten, Argumentationsanalyse, Medienkritik und politische Kommunikation charakterisieren.

Wie bewertet der Autor die Trennung von Meinung und Information im untersuchten Artikel?

Der Autor stellt fest, dass eine klare Trennung im untersuchten Artikel schwierig ist und die Autorin verschiedene Techniken nutzt, um eine wertende, meinungsbetonte Perspektive einzunehmen.

Welche Rolle spielen die "Unterstellungs-Technik" und das "ad hominem"-Prinzip?

Diese werden als zentrale Argumentationsmuster identifiziert, mit denen die Autorin ihre Position moralisch rechtfertigt und dem politischen Gegenüber Behauptungen unterstellt.

Warum wird der Bilduntertitel des Artikels in der Analyse besonders hervorgehoben?

Der Untertitel wird als zentraler Ankerpunkt für die Gegenargumentation identifiziert, da er in Verbindung mit dem Bild eine bestimmte Deutung des russischen Machtanspruchs erzwingt.

Welche Empfehlung gibt der Autor für den "normalen" Zeitungsleser?

Um die "Wahrheit" hinter Zeitungsberichten zu prüfen, wird empfohlen, idealerweise immer zwei voneinander unabhängige Quellen heranzuziehen.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zwischen Information und Meinung
Untertitel
Ein ganz schön „fieser Trick“, Sonja!
Hochschule
Universität Kassel  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Die Ware Wahrheit - Linguistische Betrachtungen zur journalistischen Praxis
Note
2
Autor
Naimdjon Mulladjanov (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
27
Katalognummer
V177718
ISBN (eBook)
9783640994601
ISBN (Buch)
9783640995776
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Textanalyse Pressetext Medienanalyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Naimdjon Mulladjanov (Autor:in), 2009, Zwischen Information und Meinung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177718
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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