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Der Freiheitsbegriff von Sartre

Title: Der Freiheitsbegriff von Sartre

Term Paper , 2011 , 12 Pages

Autor:in: Stefan Poppen (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Jean Paul Sartre gilt als einer der bekanntesten Philosophen des 20.Jahrhunderts und ist einer der Väter der existentialistischen Philosophie. Müsste man ein einzelnes Kernmotiv seiner Philosophie nennen, so dürfte sein Begriff von der Freiheit und dessen Folgen an vorderster Stelle aufgezählt werden. Der Gedanke, dass der Mensch auf einer fundamentalen Ebene frei ist, nimmt in Sartres Philosophie eine zentrale Rolle ein. Auch in seinem Hauptwerk ,,Das Sein und das Nicht", das sich an erster Stelle das Ziel setzt, die Strukturen des Seins aufzudecken, schimmert der Begriff der Freiheit immer wieder durch. Diese Tatsache - der Mensch ist Freiheit- ist für Sartre das wichtigste überhaupt, dass das Menschsein ausmacht. Der bekannte, paradox anmutende Ausspruch, der Mensch sei dazu verurteilt, frei zu sein, lässt jedoch auch bereits erahnen, dass die menschliche Freiheit nicht ausschließlich positive Konsequenzen hat. Zur Gliederung: Zunächst wird eingegrenzt, um welche Freiheit es Sartre in seinen Untersuchungen überhaupt geht. Nachdem anschließend die Begründung für die absolute Freiheit Sartres, die sich hauptsächlich im 4 Kapitel seines Hauptwerkes ,,Das Sein und das Nichts" und seinem Essay ,,Ist der Existentialismus ein Humanismus?" findet, in zwei Schritten nachgezeichnet wurde, wird auf die Konsequenzen eben dieser Freiheit eingegangen und darauf wie Sartre diese zusammen mit den Grundzügen seiner Philosophie in künstlerischen Werken aufzeigen möchte. Untersucht wird hierbei der frühe Roman ,,Der Ekel" und das Theaterstück ,,Geschlossene Gesellschaft".

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ontologische Basis der Freiheit

3. Begründung der Freiheit

3.1 Vorausgehen der Existenz vor der Essenz

3.2 Widerlegung des Determinismus

4. Sartres Freiheitsbegriff im künstlerischen Ausdruck

4.1 Der Ekel

4.2 Geschlossene Gesellschaft

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den zentralen Freiheitsbegriff von Jean-Paul Sartre, beleuchtet dessen ontologische Grundlagen sowie die existenzphilosophische Begründung und analysiert die praktischen Konsequenzen der Freiheit anhand literarischer Fallbeispiele.

  • Ontologische Verankerung von Freiheit im menschlichen Sein
  • Die Priorität der Existenz vor der Essenz als Kern des Existentialismus
  • Widerlegung deterministischer Weltbilder durch das menschliche Handeln
  • Verantwortung und Unaufrichtigkeit als Konsequenzen absoluter Freiheit
  • Literarische Umsetzung existentieller Themen in den Werken "Der Ekel" und "Geschlossene Gesellschaft"

Auszug aus dem Buch

3.1 Vorausgehen der Existenz vor der Essenz

Die erste Konsequenz, die sich aus der Nicht-Existenz Gottes ableiten lässt, ist das Vorangehen der Existenz vor der Essens. Es ist Sartres erstes äußeres Argument für die Begründung der menschlichen Freiheit. Traditionell ging die allgemeine Auffassung genau in die andere Richtung. Es gibt demnach auch einen Begriff Mensch, der sich aus bestimmten Eigenschaften zusammensetzt. Diesen Begriff kann man auch Menschliche Natur nennen.

Zweifellos trifft diese Reihenfolge von Essenz und Existenz auf alle von Menschen hergestellten Gegenstände zu. Sartre selbst benutzt die Analogie eines Papiermessers, um dies zu veranschaulichen. Das Papiermesser ist ein Gegenstand bei dem die Essenz, der Daseinsgrund, der Existenz vorangeht. Die Vorstellung über die Funktion des Papiermesser existiert bereits im Kopf des Herstellers, noch bevor dieser den Gegenstand erschafft, also in die Existenz befördert, ebenso wie alle Eigenschaften, durch die es definiert wird.

Auf den Menschen und Gott übertragen würde der Mensch die Stelle des Papiermessers einnehmen, der vom Handwerker Gott geschaffen wird. Die Essenz des Menschen wäre bereits in der göttlichen Vorstellung enthalten, noch bevor der göttliche Schöpfungsakt den Menschen in die Existenz befördern würde. Gott wüsste um das Herstellungsverfahren, der Eigenschaften und des Zweckes des Menschen. Er steht der totalen Freiheit somit im Weg.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Philosophie Sartres mit Fokus auf den zentralen Begriff der menschlichen Freiheit und die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2. Ontologische Basis der Freiheit: Erläuterung der Unterscheidung zwischen An-sich-sein und Für-sich-sein, um die Bedingung der Freiheit im menschlichen Bewusstsein zu verankern.

3. Begründung der Freiheit: Darlegung der Argumente für die absolute Freiheit durch die Ablehnung Gottes und des Determinismus sowie die These der Vorordnung der Existenz.

4. Sartres Freiheitsbegriff im künstlerischen Ausdruck: Analyse der existentiellen Thematik in den literarischen Werken "Der Ekel" und "Geschlossene Gesellschaft" und deren Bezug zu Sartres Theorie.

Schlüsselwörter

Existentialismus, Jean-Paul Sartre, Freiheit, Existenz, Essenz, ontologische Basis, An-sich, Für-sich, Determinismus, Verantwortung, Unaufrichtigkeit, Der Ekel, Geschlossene Gesellschaft, Handlung, Bewusstsein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des Freiheitsbegriffs von Jean-Paul Sartre und untersucht, wie dieser tief in seiner existentialistischen Philosophie verwurzelt ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der ontologischen Definition des Menschen, dem Verhältnis von Existenz und Essenz sowie den ethischen Konsequenzen, die aus der Freiheit wie Verantwortung und Unaufrichtigkeit resultieren.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die philosophische Begründung der absoluten menschlichen Freiheit bei Sartre nachzuzeichnen und aufzuzeigen, wie er diese abstrakten Theorien in seinen künstlerischen Werken praktisch anwendet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophische Textanalyse von Sartres Hauptwerken und ergänzt diese durch eine literaturwissenschaftliche Untersuchung seiner frühen Erzähl- und Theaterwerke.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die ontologische Fundierung der Freiheit, die argumentative Begründung (u.a. durch die Nicht-Existenz Gottes) und die Übertragung dieser Gedanken auf die Romanfiguren und Theatercharaktere Sartres.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Existentialismus, Freiheit, Existenz, Essenz, Ontologie, Verantwortung, Unaufrichtigkeit und die spezifischen Werktitel "Der Ekel" und "Geschlossene Gesellschaft".

Warum spielt das Papiermesser-Beispiel eine so wichtige Rolle für Sartres These?

Es verdeutlicht den Unterschied zwischen Gegenständen, deren Zweck (Essenz) vor ihrer Existenz feststeht, und dem Menschen, der keine vorgegebene Natur besitzt und seine Essenz erst durch eigenes Handeln bestimmt.

Wie unterscheidet Sartre zwischen dem An-sich-sein und dem Für-sich-sein?

Das An-sich-sein beschreibt passive, mit sich identische Objekte, während das Für-sich-sein das dynamische, durch Bewusstsein und Freiheit gekennzeichnete Menschsein definiert.

Warum bezeichnet Sartre die Verantwortung als "drückend"?

Da der Mensch frei ist und keine göttliche oder naturgegebene Bestimmung hat, ist er für jede seiner Handlungen selbst verantwortlich und kann das eigene Scheitern nicht auf äußere Umstände schieben.

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Details

Title
Der Freiheitsbegriff von Sartre
Author
Stefan Poppen (Author)
Publication Year
2011
Pages
12
Catalog Number
V177754
ISBN (eBook)
9783656004066
ISBN (Book)
9783656006497
Language
German
Tags
freiheitsbegriff sartre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Poppen (Author), 2011, Der Freiheitsbegriff von Sartre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177754
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