Markenbildung im Cyberspace wird für zahlreiche Unternehmen, die sich dem Wettbewerb im Internet stellen wollen zum kritischen Erfolgsfaktor. Um der Anonymität des Netzes zu entfliehen und sich von den Konkurrenten zu differenzieren bemühen sich immer mehr Unternehmen um den adäquaten Aufbau ihrer Internet-Marke. Der Autor liefert hierbei eine Klassifizierung der Aufbauotionen und zeigt Wege zum erfolgreichen Markenaufbau auf.
"Das Internet ist das am schnellsten wachsende Medium aller Zeiten. Es ist innerhalb von wenigen Jahren zum Massenmedium geworden, das in Deutschland mittlerweile von über 28 Mio. und weltweit von über 500 Mio. Menschen genutzt wird.2 Die Bedeutung, die das Internet als Marketing-Instrument im Allgemeinen, sowie als strategisches Instrument zur Markenführung im Speziellen erlangt, liegt somit auf der Hand.
Ziel der vorliegenden Arbeit soll es sein eine Antwort auf die Frage zu liefern, welchen Beitrag das Internet zur Markenführung leisten kann und welche Erfolgsfaktoren auf das sog. ,,E-Branding" einwirken."
Inhaltsverzeichnis
1 Relevanz strategischer Markenführung im Netz
2 Grundlagen von Markenstrategien
2.1 Marke
2.2 Markenstrategien
3 Grundlagen des Internet
3.1 Entwicklung und Struktur des Internet
3.2 Dienste des Internet
3.3 Nutzerstrukturen und Daten
4 Digitale Markenführung
4.1 Bedeutung des Internets für die strategische Markenführung
4.1.1 Interaktivität
4.1.2 Markenführung unter veränderten Bedingungen
4.2 Ausgewählte Markenstrategien im Internet
4.2.1 Electronic Enabled Brands
4.2.2 Electronic Generated Brands
5 Realisierung der Markenstrategien im Netz
5.1 Markenaufbau durch Markierung
5.2 Markenaufbau durch Kommunikation
5.2.1 Die eigene Website
5.2.2 Komplementäre Anspracheformen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Rolle des Internets als Instrument der strategischen Markenführung. Das zentrale Ziel ist es, den Beitrag des Internets zur Markenbildung zu analysieren, spezifische Erfolgsfaktoren für das sogenannte "E-Branding" zu identifizieren und konkrete Strategien sowie Umsetzungsinstrumente aufzuzeigen.
- Grundlagen der Markenstrategie und des Internets
- Bedeutung der Interaktivität für die strategische Markenführung
- Differenzierung zwischen Electronic Enabled und Electronic Generated Brands
- Erfolgsfaktoren und Markenaufbau durch Kommunikation
- Die Website als zentrales Instrument der Markenpersönlichkeit
Auszug aus dem Buch
4.1.1 Interaktivität
Mit dem Begriff Online-Marketing untrennbar verbunden ist der Begriff der Interaktivität, denn mit dem Online-Marketing etabliert sich nun die Möglichkeit einer echten interaktiven Massenkommunikation. Im Gegensatz zu den traditionellen Massenmedien, wie Fernsehen oder Radio, ergibt sich für die Unternehmen nun die Möglichkeit mit den Kunden in einen direkten Dialog zu treten, sei es per E-Mail oder die Ansprache über die eigene Website und auf individuelle Bedürfnisse eingehen.
„Durch die Kombination umfangreicher, multimedialer, durch Hyperlinks verknüpfbarer Informationsbestände mit einer interaktiven Benutzerführung kann ein Unternehmen den Bedürfnissen unterschiedlicher Nutzergruppen entsprechen. Es bieten sich die Möglichkeiten einer personenbezogenen Individualkommunikation (one-customers-approach), der Kommunikation mit bestimmten Zielgruppen (few-customers-approach), sowie der Bereitstellung von Informationen für die Gesamtheit der Nutzer (many-costomers-approach).“ Vor diesem Hintergrund vollzieht sich der Wandel vom Massenmarketing über das Zielgruppenmarketing zum kundenindividuellen Marketing (Relationship Marketing). Ergebnis dieses Prozesses ist eine signifikante Erhöhung der Kundenbindung, die im allgemeinen einen hohen Stellenwert im Marketingzielsystem einnimmt. Durch die Möglichkeit eines persönlich zugeschnittenen Angebots im Web (Customizing), erhöht man die emotionale Bindung des Users. Aus markenstrategischer Sicht ist zu sagen, daß als Vorzüge des Relationship Marketing u.a. imagefördernde und unsicherheitsreduzierende Effekte gelten, die zur Vertrauensbildung beitragen, und somit insbesondere im Rahmen von Positionierungsstrategien sehr gut eingesetzt werden kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Relevanz strategischer Markenführung im Netz: Einleitung in die Bedeutung des Internets als wachsendes Medium und Zielsetzung der Arbeit zur Analyse von E-Branding-Erfolgsfaktoren.
2 Grundlagen von Markenstrategien: Erläuterung theoretischer Definitionen des Markenbegriffs sowie Darstellung von sechs grundlegenden Markenstrategien.
3 Grundlagen des Internet: Überblick über die historische Entwicklung, die technischen Dienste und die demographische Nutzerstruktur im Internet.
4 Digitale Markenführung: Analyse der veränderten Rahmenbedingungen durch Interaktivität und Vorstellung spezifischer E-Branding-Strategien für traditionelle und neue Marken.
5 Realisierung der Markenstrategien im Netz: Beschreibung konkreter Instrumente für den Markenaufbau durch gezielte Markierung sowie kommunikative Maßnahmen wie Websites und Virtual Communities.
Schlüsselwörter
E-Branding, Markenführung, Markenstrategie, Internet-Marketing, Interaktivität, Relationship Marketing, Electronic Enabled Brands, Electronic Generated Brands, Markenaufbau, Kundenbindung, Virtual Communities, Website, Online-Kommunikation, Markenpersönlichkeit, Zielgruppenmarketing.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen das Internet als strategisches Instrument zur Markenführung nutzen können und welche Bedingungen für einen erfolgreichen Markenaufbau im digitalen Raum gelten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Markenstrategien, die Besonderheiten des Internets, digitale Markenführung sowie konkrete Realisierungsmöglichkeiten durch Kommunikation und Markierung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welchen Beitrag das Internet zur Markenführung leisten kann und welche Erfolgsfaktoren für das sogenannte „E-Branding“ maßgeblich sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Diskussion vorhandener Fachliteratur und Studien zum Thema Internet-Marketing und Markenführung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Bedeutung des Internets für die Markenführung, diskutiert verschiedene Strategien für etablierte versus neu entstandene Internet-Marken und beschreibt praktische Instrumente wie Websites.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind E-Branding, Markenstrategie, Interaktivität, Relationship Marketing, Electronic Enabled Brands und Virtual Communities.
Welche Rolle spielt die „Showroom-Strategie“ bei Electronic Enabled Brands?
Bei der Showroom-Strategie liegt der Schwerpunkt primär auf der Bereitstellung von Informationen über die Offline-Marke, um Ursprungswerte bei geringem Kostenaufwand zu erhalten, ohne eine tiefgehende Online-Geschäftsbeziehung anzustreben.
Warum ist die Wahl des Markennamens im Internet besonders kritisch?
Da im Internet die visuelle Komponente (wie die Verpackungsgestaltung in der realen Welt) fehlt, wird der Name zur wichtigsten Identifikationsquelle. Er muss daher kurz, einfach und einzigartig sein, um Tippfehler zu vermeiden und die Auffindbarkeit zu sichern.
- Citation du texte
- Supachat Philuk (Auteur), 2001, Markenbildung im Internet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1777