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Arthur Schopenhauers Ästhetik in seinem Werk „Die Welt als Wille und Vorstellung“

Título: Arthur Schopenhauers Ästhetik in seinem Werk „Die Welt als Wille und Vorstellung“

Trabajo , 2011 , 22 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Rebecca Tille (Autor)

Filosofía - Práctica (etica, estética, cultura, naturaleza, derecho, etc.)
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„Es ist gleich, ob wir aus einem Palast oder Kerker die untergehende Sonne betrachten, ob das schauende Auge einem König oder einem Bettler angehört.“ Laut Arthur Schopenhauers Lehre kann dementsprechend jeder Mensch zur Betrachtung der Welt eine ästhetische Haltung einnehmen, die zur teleologischen Erkenntnis führt. Schönheit stellt für den Philosophen nicht, wie annehmbar wäre, den Endzweck dar, sondern bildet lediglich einen Nebeneffekt der Kunst. Sein ästhetisches Programm, welches den Hauptgegenstand dieser Hausarbeit darstellt, vollzieht den Vorgang der willensfreien Erkenntnis auf der subjektiven Seite und den der Ideenerkenntnis auf der objektiven Seite nach.
Zu Beginn der Untersuchung soll die ästhetische Kontemplation als vom Willen befreites Erkennen eine Erläuterung erfahren, wobei hinzukommend das Gefühl des Erhabenen vom Schönen unterschieden und dargestellt werden soll. Weiterhin soll damit zusammenhängend Schopenhauers Ideenlehre präsentiert werden, welche eng an die platonische Ideenerkenntnis angelehnt ist. Neben der Unterscheidung zwischen Idee und Begriff, soll die ästhetische Funktion der Ideen, welche sich in der Kunst fundiert, demonstriert werden. Die Kunst als Erkenntnisart von Ideen stellt laut Schopenhauer das Werk eines Genius dar, denn er allein kann „rein erkennendes Subjekt“ sein und bildet somit einen starken Kontrast zum gewöhnlichen Menschen, der bloß eine „Fabrikware der Natur“ ist. Somit soll der Typus des Genies nach Schopenhauers Verständnis eine gesonderte Betrachtung erhalten.
Arthur Schopenhauer entwickelte ein hierarchisches Stufenreich der Künste, dementsprechend in der vorliegenden Hausarbeit die Theorien einzelner Kunstgattungen vorgestellt werden sollen. Hier sollen die Architektur, die Poesie und die Musik betrachtet werden. Letztere nimmt eine isolierte Stellung ein, da sie nicht wie die übrigen Künste das Abbild der Ideen, sondern des Willens selbst darstellt.
Arthur Schopenhauers Ästhetik löst die Behauptung aus, dass sie der Kunst ein erlösendes Ziel gebe, da sie den „Schaffenden wie den Betrachtenden von der Schwere des Erdendaseins, vom Willen und seinen Qualen“ befreie. Schopenhauer postuliert eine Erlösung durch die streng objektive Betrachtung von Natur und Kunst, womit er sein philosophisches Grundpathos - die „Befreiung der Erkenntnis von der Herrschaft des Willens“ – stützt. Doch ist eine endgültige Aufhebung des Leidens durch die Ästhetik tatsächlich möglich?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die ästhetische Kontemplation

2.1. Das Gefühl des Erhabenen

3. Schopenhauers Ideenlehre

3.1. Idee und Begriff

4. Die ästhetische Funktion der Ideen

5. Das Genie im Unterschied zur Fabrikware der Natur

6. Kants Einfluss auf Schopenhauers Ästhetik

7. Theorien einzelner Kunstgattungen

7.1. Die Architektur

7.2. Die Poesie

7.3. Die Musik

8. Aufhebung des Leidens durch die Ästhetik?

9. Schluss

10. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die Ästhetik Arthur Schopenhauers, wie sie in seinem Hauptwerk „Die Welt als Wille und Vorstellung“ dargelegt ist, mit dem Ziel, den Prozess der willensfreien Erkenntnis und die Rolle der Kunst als zeitweilige Erlösung vom Leiden zu analysieren.

  • Die ästhetische Kontemplation als vom Willen befreite Erkenntnisform.
  • Schopenhauers Ideenlehre und die Unterscheidung zu platonischen Konzepten.
  • Die Funktion des Genies im Kontrast zur gewöhnlichen Erkenntnisart.
  • Vergleichende Analyse der kantischen Ästhetik und Schopenhauers Weiterentwicklung.
  • Die hierarchische Klassifizierung verschiedener Kunstgattungen bis hin zur Sonderstellung der Musik.

Auszug aus dem Buch

2. Die ästhetische Kontemplation

Arthur Schopenhauer deklariert in seinem Hauptwerk, dass es einen betrachtenden Übergang von der Erkenntnis des einfachen Objekts zur Erkenntnis der Idee desselben gäbe, „indem die Erkenntniß sich vom Dienste des Willens losreißt, eben dadurch das Subjekt aufhört ein bloß individuelles zu seyn und jetzt reines, willenloses Subjekt der Erkenntniß ist, welches […] in fester Kontemplation des dargebotenen Objekts […] ruht und darin aufgeht.“ Demzufolge kommt es beim uninteressierten Anschauen zu einem Zustand der Ruhe und somit zur zweckerfüllenden Erkenntnis der Ideen.

Doch wenn die Ideen Objekt der Erkenntnis werden sollen, so kann dies lediglich unter Aufhebung der Individualität im erkennenden Subjekt geschehen. Das Erkennen von Erfahrungsdingen, durch die Sinnesorgane, steht im Dienste individueller Willensziele und ereignet sich in den Strukturen Raum und Zeit, welche für die Individualität konstitutiv sind. Wenn das Subjekt beim Erkennen nicht mehr Individuum sein soll, so muss es erkennen, ohne zu wollen. Es darf die Welt nicht mehr gemäß den Interessen des Individualwillens wahrnehmen.

Daher können, falls die Ablösung vom eigenen Willen gelingt, als unpersönliches rein erkennendes Subjekt Dinge erkannt werden ohne, dass sie von der eigenen Individualität beeinflusst werden. Wenn der Betrachter zum rein erkennenden Subjekt wird, so sind laut Arthur Schopenhauer „Glück und Unglück […] verschwunden: wir sind nicht mehr das Individuum, es ist vergessen, sondern nur noch reines Subjekt der Erkenntniß: wir sind nur noch da als das eine Weltauge, was aus allen erkennenden Wesen blickt, im Menschen allein aber völlig frei vom Dienste des Willens werden kann, […] daß es alsdann einerlei ist, ob das schauende Auge einem mächtigen König, oder einem gepeinigten Bettler angehört.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in Schopenhauers ästhetisches Programm ein und stellt die zentrale Frage nach der Aufhebung des Leidens durch die Kunst.

2. Die ästhetische Kontemplation: Dieses Kapitel erläutert den Zustand des willensfreien Erkennens und die notwendige Abkehr von der eigenen Individualität.

2.1. Das Gefühl des Erhabenen: Hier wird der Unterschied zwischen dem Schönen und dem Erhabenen als Reaktion auf bedrohliche Naturgewalten dargelegt.

3. Schopenhauers Ideenlehre: Es wird analysiert, wie das Objekt in der ästhetischen Kontemplation zur zeitlosen Idee erhoben wird und damit unabhängig vom Satz vom Grunde existiert.

3.1. Idee und Begriff: Dieses Kapitel stellt die notwendige Unterscheidung zwischen der anschaulichen Idee und dem diskursiven, abstrakten Begriff heraus.

4. Die ästhetische Funktion der Ideen: Hier wird die Rolle der Kunst als Mittel zur Manifestation der Ideen und als Weg zur Befreiung vom Leiden beleuchtet.

5. Das Genie im Unterschied zur Fabrikware der Natur: Das Genie wird als ein Individuum definiert, das durch eine besondere Erkenntniskraft zur reinen, uninteressierten Anschauung befähigt ist.

6. Kants Einfluss auf Schopenhauers Ästhetik: Das Kapitel vergleicht Kants Lehre vom interesselosen Wohlgefallen mit Schopenhauers weiterführender, radikaler Ästhetiktheorie.

7. Theorien einzelner Kunstgattungen: Es wird die Gattungshierarchie der Künste vorgestellt, die von der Architektur bis zur Musik reicht.

7.1. Die Architektur: Die Architektur wird als Kunstform behandelt, welche die niedrigsten Stufen der Objektivation des Willens, wie Schwere und Starrheit, zur Anschauung bringt.

7.2. Die Poesie: Die Poesie wird als eine Kunstform beschrieben, die Begriffe zur Offenbarung der Ideen des menschlichen Lebens nutzt.

7.3. Die Musik: Die Musik nimmt als unmittelbare Objektivation des Willens eine Sonderstellung ein, da sie keine mimetische Nachbildung der Ideen ist.

8. Aufhebung des Leidens durch die Ästhetik?: Das Kapitel diskutiert, ob die Kunst das menschliche Leiden endgültig aufheben kann, oder ob sie nur eine temporäre Erlösung bietet.

9. Schluss: Der Schlussteil fasst die zentralen Thesen zur Ästhetik, zum Geniebegriff und zur Funktion der Künste in Schopenhauers Philosophie zusammen.

10. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur zur Schopenhauer-Forschung.

Schlüsselwörter

Schopenhauer, Ästhetik, Wille, Vorstellung, Kontemplation, Ideenlehre, Genie, Kant, Kunst, Subjektivität, Individualität, Erhabenes, Leid, Musik, Metaphysik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Ästhetik des Philosophen Arthur Schopenhauer anhand seines Hauptwerks „Die Welt als Wille und Vorstellung“, mit besonderem Fokus auf die Rolle der ästhetischen Kontemplation und der Kunst.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Ideenlehre, das Konzept des Genies, der Vergleich mit Kants Ästhetik sowie die stufenweise Einordnung der verschiedenen Kunstgattungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Vorgang der willensfreien Erkenntnis zu erläutern und zu analysieren, ob die Ästhetik bei Schopenhauer eine tatsächliche Aufhebung des menschlichen Leidens leisten kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche, textanalytische Arbeit, die Schopenhauers Hauptwerk interpretiert und in den Kontext der Philosophiegeschichte (insbesondere unter Einbezug von Kant) stellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die ästhetische Kontemplation, die objektive Ideenlehre, die Rolle des Genies, den Einfluss Kants und eine detaillierte Betrachtung der Architektur, Poesie und Musik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Schopenhauer, Ästhetik, Wille, Ideenlehre, Kontemplation und Kunst charakterisiert.

Warum nimmt die Musik eine Sonderstellung bei Schopenhauer ein?

Im Gegensatz zu anderen Künsten, die Ideen als Zwischenschritt abbilden, ist die Musik nach Schopenhauer eine unmittelbare Objektivation des Weltwillens selbst.

Kann die Ästhetik das Leid laut der Arbeit endgültig aufheben?

Nein, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Ästhetik nur eine zeitweilige Erlösung bietet, da der Wille zwar kurzzeitig vergessen, aber nicht dauerhaft aus dem Bewusstsein entfernt werden kann.

Wie unterscheidet sich das Genie vom gewöhnlichen Menschen?

Das Genie verfügt über eine erhöhte Erkenntniskraft, die es ihm ermöglicht, sich vom Dienst am eigenen Willen zu befreien und die Welt rein und objektiv zu betrachten, während der gewöhnliche Mensch stets interessengeleitet handelt.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Arthur Schopenhauers Ästhetik in seinem Werk „Die Welt als Wille und Vorstellung“
Universidad
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Philosophie)
Curso
Arthur Schopenhauer
Calificación
1,7
Autor
Rebecca Tille (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
22
No. de catálogo
V177875
ISBN (Ebook)
9783640997367
ISBN (Libro)
9783640997114
Idioma
Alemán
Etiqueta
Arthur Schopenhauer Ästhetik Ideenlehre Genie ästhetische Kontemplation Die Welt als Wille und Vorstellung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Rebecca Tille (Autor), 2011, Arthur Schopenhauers Ästhetik in seinem Werk „Die Welt als Wille und Vorstellung“ , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177875
Leer eBook
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