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Selbstwertprozessmodell und Persönlichkeit des Therapeuten nach V. Satir

Title: Selbstwertprozessmodell und Persönlichkeit des Therapeuten nach V. Satir

Term Paper , 2003 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Judith Hilden (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

„Jetzt sehe ich meine therapeutische Aufgabe darin, die in der Pathologie eines
Menschen oder einer Familie aufgestaute Energie so umzuformen und zu
transformieren, daß sie fruchtbar werden kann, ganz im Gegensatz zu meiner
früheren Ansicht, die sich auf die Beseitigung der Krankheit beschränkte. Man kann
diese Methode ‚gesundheitsorientiert‘ nennen, aber in Wirklichkeit ist sie mehr, also
nenne ich sie das ‚Selbstwertprozessmodell‘.“
1.1 Exkurs: Veränderungsprozess
Dieses Modell ist das logische Ergebnis von Satirs Thesen über den
Veränderungsprozess:
1.These: Menschen sind auf Veränderung und Wachstum ausgerichtet und von
jeder Art von Verwandlung fähig (diese Ausrichtung kann durch gestörte
Kommunikation oder Familienregeln blockiert werden)
- Familienregeln erwachsen aus Mechanismen, mit denen die Eltern ihren Selbstwert
aufrechtzuerhalten versuchen (sie sind also der Kontext, in dem auch die Kinder aufwachsen und ihren Selbstwert entwickeln)
- der Selbstwert der einzelnen Familienmitglieder beeinflußt das Familiensystem grundlegend
- darum ist der Hauptfaktor der Satirschen Methode die Unterstützung der einzelnen
Familienmitglieder bei der Steigerung ihres Selbstwerts
2.These: Jeder Mensch trägt bereits all das in sich, was er zu seiner Entfaltung
braucht
- der therapeutische Prozess besteht darin, den Klienten Zugang zu ihren eigenen Ressourcen
zu verschaffen und ihnen so zu neuen Bewältigungsfähigkeiten zu verhelfen
- in diesem Kontext ist das Symptom nur ein Ausgangspunkt, ein Hinweis für den
gegenwärtigen Stand der Bewältigung
- das Symptom liefert den Schlüssel für die Fehlfunktion (ABER: Der Fokus liegt auf dem Prozess,
der zu der Fehlfunktion geführt hat!)
3.These: Satir sieht die Familie als ein System, in dem jeder einzelne alle anderen
Personen oder Ereignisse beeinflußt und seinerseits davon beeinflußt wird
- kein einzelnes Familienmitglied kann allein für etwas verantwortlich gemacht werden
- Aufgabe des Therapeuten ist es, die umfassende Auffassung von „System“ für die Familie
lebendig werden zu lassen
4.These: Persönlichkeit und Überzeugung des Therapeuten sind seine wichtigsten
Handwerkzeuge

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Selbstwertprozessmodell

1.1. Exkurs: Veränderungsprozess

1.2. Die Phasen des Selbstwertprozessmodells

1.2.1 Erste Stufe: Kontakt

1.2.2 Zweite Stufe: Chaos

1.2.3 Dritte Stufe: Integration

2. Persönlichkeit und Beruf des Familientherapeuten

2.1 Grundannahmen und Wertesystem

2.2 Menschliche und therapeutische Fähigkeiten

2.3 Ausbildung

2.4 „Self Care“ des Therapeuten und Selbstzentrierung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit erläutert das gesundheitsorientierte Selbstwertprozessmodell nach Virginia Satir. Das primäre Ziel ist es, den therapeutischen Veränderungsprozess sowie die notwendige Haltung und die Persönlichkeit des Therapeuten innerhalb dieses Modells darzustellen und zu analysieren.

  • Grundlagen und Thesen des Selbstwertprozessmodells
  • Die drei Phasen des therapeutischen Prozesses: Kontakt, Chaos und Integration
  • Anforderungen an die Persönlichkeit und das Wertesystem des Therapeuten
  • Notwendige menschliche und therapeutische Fähigkeiten
  • Bedeutung der „Self Care“ und Selbstzentrierung für den Therapeuten

Auszug aus dem Buch

1. SELBSTWERTPROZESSMODELL

„Jetzt sehe ich meine therapeutische Aufgabe darin, die in der Pathologie eines Menschen oder einer Familie aufgestaute Energie so umzuformen und zu transformieren, daß sie fruchtbar werden kann, ganz im Gegensatz zu meiner früheren Ansicht, die sich auf die Beseitigung der Krankheit beschränkte. Man kann diese Methode ‚gesundheitsorientiert‘ nennen, aber in Wirklichkeit ist sie mehr, also nenne ich sie das ‚Selbstwertprozessmodell‘.“

1.1 Exkurs: Veränderungsprozess

Dieses Modell ist das logische Ergebnis von Satirs Thesen über den Veränderungsprozess:

1.These: Menschen sind auf Veränderung und Wachstum ausgerichtet und von jeder Art von Verwandlung fähig (diese Ausrichtung kann durch gestörte Kommunikation oder Familienregeln blockiert werden)

→ Familienregeln erwachsen aus Mechanismen, mit denen die Eltern ihren Selbstwert aufrechtzuerhalten versuchen (sie sind also der Kontext, in dem auch die Kinder aufwachsen und ihren Selbstwert entwickeln)

→ der Selbstwert der einzelnen Familienmitglieder beeinflußt das Familiensystem grundlegend

→ darum ist der Hauptfaktor der Satirschen Methode die Unterstützung der einzelnen Familienmitglieder bei der Steigerung ihres Selbstwerts

Zusammenfassung der Kapitel

1. Selbstwertprozessmodell: Einführung in das gesundheitsorientierte Konzept von Virginia Satir, basierend auf zentralen Thesen über Veränderung und Familienregeln.

1.1. Exkurs: Veränderungsprozess: Darlegung der theoretischen Grundpfeiler des Veränderungsprozesses, insbesondere der menschlichen Ausrichtung auf Wachstum und die Bedeutung von Selbstwert.

1.2. Die Phasen des Selbstwertprozessmodells: Beschreibung der drei therapeutischen Stufen Kontakt, Chaos und Integration sowie deren Bedeutung für den Veränderungsprozess.

1.2.1 Erste Stufe: Kontakt: Erläuterung der Anfangsphase, in der der Aufbau einer vertrauensvollen Atmosphäre und das Sammeln von Informationen über das Familiensystem im Vordergrund stehen.

1.2.2 Zweite Stufe: Chaos: Analyse der von Konfusion und tiefen Emotionen geprägten Phase, in der Klienten ihre Abwehrgrenzen mit Unterstützung des Therapeuten überschreiten.

1.2.3 Dritte Stufe: Integration: Beschreibung der Phase der emotionalen Ruhe und neuen Bereitschaft zur Veränderung nach dem Durchlaufen der Chaos-Phase.

2. Persönlichkeit und Beruf des Familientherapeuten: Diskussion der essenziellen Anforderungen an den Therapeuten, insbesondere hinsichtlich Grundannahmen, Überzeugungen und Arbeitsweise.

2.1 Grundannahmen und Wertesystem: Darstellung der Überzeugungen wie dem Wachstumsmodell und der Verantwortung des Klienten, die das Fundament der therapeutischen Arbeit bilden.

2.2 Menschliche und therapeutische Fähigkeiten: Fokus auf Kongruenz, Selbstzentrierung und die Bedeutung von Körperhaltung und scharfen Sinnen für den Therapeuten.

2.3 Ausbildung: Überblick über die Ausbildungsstruktur im Kontext des „Avanta-Network“ und die Bedeutung von erfahrungsorientiertem Lernen.

2.4 „Self Care“ des Therapeuten und Selbstzentrierung: Notwendigkeit der Selbstfürsorge und der Fähigkeit zur Selbstzentrierung, um in Belastungssituationen handlungsfähig zu bleiben.

Schlüsselwörter

Selbstwertprozessmodell, Virginia Satir, Familientherapie, Veränderungsprozess, Systemische Therapie, Selbstwert, Kongruenz, Selbstzentrierung, Therapeutische Haltung, Kommunikation, Wachstum, Selbstfürsorge, Familiensystem, therapeutischer Prozess, Bewältigungsstrategien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem von Virginia Satir entwickelten Selbstwertprozessmodell und dessen Anwendung in der Familientherapie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Phasen der Therapie, die notwendige Haltung des Therapeuten sowie die Rolle von Kommunikation und Selbstwert innerhalb eines Familiensystems.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Darstellung und Erläuterung der therapeutischen Methode nach Satir, insbesondere wie Therapeuten Wachstum und Veränderung bei Klienten fördern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung und strukturierte Darstellung der Konzepte von Virginia Satir, gestützt auf fachliterarische Grundlagen der Familientherapie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung der drei therapeutischen Stufen (Kontakt, Chaos, Integration) sowie eine umfassende Analyse der Persönlichkeit, Fähigkeiten und notwendigen Selbstfürsorge des Familientherapeuten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Selbstwertprozessmodell, systemische Therapie, Kongruenz, Selbstzentrierung und therapeutische Haltung.

Warum ist die „Chaos-Phase“ für den Therapieerfolg so wichtig?

In dieser Phase überschreiten Familienmitglieder mit Hilfe des Therapeuten ihre bisherigen Abwehrgrenzen, was schmerzhaft sein kann, aber als unabdingbar für grundlegende Veränderungen und die Entstehung eines unterstützenden Klimas gilt.

Welche Rolle spielt die „Selbstzentrierung“ des Therapeuten?

Sie ermöglicht es dem Therapeuten, in hoch belastenden Situationen mit sich selbst im Kontakt zu bleiben, anstatt sich von äußeren Krisen überfluten zu lassen, und ist somit Voraussetzung für professionelles, flexibles Handeln.

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Details

Title
Selbstwertprozessmodell und Persönlichkeit des Therapeuten nach V. Satir
College
University of Applied Sciences Mainz  (Sozialpädagogik)
Course
Familienbehandlung
Grade
1,0
Author
Judith Hilden (Author)
Publication Year
2003
Pages
12
Catalog Number
V17798
ISBN (eBook)
9783638222792
Language
German
Tags
Selbstwertprozessmodell Persönlichkeit Therapeuten Satir Familienbehandlung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Judith Hilden (Author), 2003, Selbstwertprozessmodell und Persönlichkeit des Therapeuten nach V. Satir, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17798
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