In dieser Ausarbeitung wird betrachtet, welche Maßnahmen Unternehmen ergreifen können, um dem demographisch bedingt sinkenden Arbeitskräftepotential zu begegnen.
Betrachtet werden insbesondere:
- Beschäftigung älterer Arbeitnehmer
- Vermehrte Beschäftigung von Frauen
- Kooperation mit Bildungseinrichtungen und optimierte
Ausbildungsanstrengungen
- Offensive Mitarbeiterwerbung und Mitarbeiterbindung
- Anwerbung ausländischer Fachkräfte
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Problemdefinition
3 Zielsetzung
4 Methodik
5 Die Situation
5.1 Abnahme der Bevölkerung im erwerbstätigen Alter
5.2 Zunahme des Durchschnittsalters
6 Folgen für den Arbeitsmarkt
7 Lösungsmöglichkeiten
7.1 Beschäftigung älterer Arbeitnehmer
7.1.1 Gezielte Anwerbung älterer Arbeitsnehmer
7.1.2 Motivation von Arbeitnehmern zur Verlängerung der Lebensarbeitszeit
7.1.3 Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer
7.1.4 Generationenmix in Betrieben am Beispiel ABB
7.2 Vermehrte Beschäftigung von Frauen
7.3 Kooperation mit Bildungseinrichtungen und optimierte Ausbildungsanstrengungen
7.3.1 Kontakte zu Hochschulen
7.3.2 Ausbildung und Studium
7.3.3 Beschäftigung von Studienabbrechern
7.3.3.1 Fallbeispiel: Vom Studienabbrecher zum Consultant (Quelle: privat)
7.4 Offensive Mitarbeiterwerbung und Mitarbeiterbindung
7.5 Anwerbung ausländischer Fachkräfte
8 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des demographischen Wandels auf den deutschen Arbeitsmarkt und erarbeitet Handlungsoptionen für Unternehmen, um dem resultierenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
- Analyse der demographischen Ausgangssituation in Deutschland
- Potenziale älterer Arbeitnehmer und Strategien zur Erhaltung ihrer Beschäftigungsfähigkeit
- Förderung der Erwerbsbeteiligung von Frauen als Antwort auf den Fachkräftemangel
- Optimierung von Ausbildungsanstrengungen durch Kooperationen und duale Studienmodelle
- Strategisches Personalmanagement und Ansätze zur Mitarbeiterbindung
Auszug aus dem Buch
7.1.4 Generationenmix in Betrieben am Beispiel ABB
In diesem Kapitel soll ABB als positives Beispiel für ein Unternehmen mit einer demographiebewussten Personalpolitik dargestellt werden. ABB ist ein in der Automatisierungs- und Energietechnik tätiges Unternehmen, welches weltweit tätig ist. Auf seiner Homepage wirbt das Unternehmen unter anderem auch mit seinem Programm „Generations“, das einen Generationenmix im Unternehmen und gegenseitiges Voneinander-Lernen fördern soll (Abb. 5).
Nach eigener Darstellung will ABB damit ein Arbeitsumfeld schaffen, „…in dem sich die Erfahrungen der Älteren mit dem frischen Wissen der Jüngeren optimal verbinden.“ (INTERNET 3). Maßnahmen des Unternehmens sind laut eigener Darstellung unter anderem:
• Projektleitung im Duo: Ein erfahrener Projektleiter und ein junger Projektmanager führen gemeinsam Projekte, wobei ein gegenseitiger Wissenstransfer stattfinden soll.
• Reflexionsworkshops, bei denen Fragestellungen unterschiedlicher Lebensphasen behandelt werden.
• Talent Review: Potentialträger sollen unabhängig von ihrem Alter identifiziert und gefördert werden.
• Fit for Life: Das Unternehmen bietet Vorsorgeuntersuchungen und Präventionsmaßnahmen im Rahmen seines Gesundheitsmanagements an.
• Tagebuch des Wissens: Das Wissen der Mitarbeiter soll effizient und umfassend verfügbar gemacht werden.
2007 wurde das Personalprogramm von ABB vom Bundeswirtschaftsministerium beim Wettbewerb „Chancen mit Erfahrung“ ausgezeichnet.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Die Einleitung thematisiert den Rückgang der Geburtenraten und die daraus resultierende Verknappung des Erwerbspersonenpotenzials sowie die steigenden Qualifikationsanforderungen.
2 Problemdefinition: Das Kapitel benennt den bestehenden Fachkräftemangel als eine zentrale Herausforderung, die sich durch den demographischen Wandel zukünftig verschärfen wird.
3 Zielsetzung: Es wird dargelegt, dass Handlungsoptionen für Unternehmen zur Bewältigung des drohenden Fachkräftemangels erörtert und ungenutzte Potenziale identifiziert werden sollen.
4 Methodik: Der Autor erläutert die Verwendung von Fachbüchern und publizierten Studienergebnissen als Grundlage für die Untersuchung.
5 Die Situation: Dieses Kapitel analysiert die demographische Entwicklung, insbesondere die Abnahme der Bevölkerung im erwerbstätigen Alter und den Anstieg des Durchschnittsalters.
6 Folgen für den Arbeitsmarkt: Es wird aufgezeigt, wie der Fachkräftemangel die Innovationsfähigkeit von Unternehmen bedroht und welche Auswirkungen dies auf die globale Wettbewerbsfähigkeit hat.
7 Lösungsmöglichkeiten: Dieser Hauptteil präsentiert Strategien wie die Beschäftigung Älterer, die Förderung von Frauen, Kooperationen mit Bildungseinrichtungen und eine offensive Mitarbeiterbindung.
8 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, die unterstreicht, dass Unternehmen durch intelligentes Personalmanagement den Auswirkungen der demographischen Entwicklung begegnen müssen.
Schlüsselwörter
Demographischer Wandel, Fachkräftemangel, Personalpolitik, Erwerbspersonenpotenzial, Ältere Arbeitnehmer, Beschäftigungsfähigkeit, Generationenmix, Frauenerwerbstätigkeit, Duales Studium, Mitarbeiterbindung, Wissensmanagement, Fachkräftegewinnung, Personalstrategie, Personalentwicklung, Generation 50plus
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen in Deutschland unter den Bedingungen des demographischen Wandels und des damit einhergehenden Fachkräftemangels ihre Personalstrategien anpassen können.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder umfassen die demographische Analyse, die gezielte Beschäftigung älterer Mitarbeiter und Frauen, Kooperationen mit Hochschulen sowie Methoden zur Mitarbeiterwerbung und -bindung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, effektive Handlungsoptionen für Unternehmen aufzuzeigen, um den drohenden Fachkräftemangel zu mildern und bestehende Potenziale in der Belegschaft besser auszuschöpfen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine Sekundäranalyse durchgeführt, bei der aktuelle Fachliteratur sowie diverse publizierte Studienergebnisse ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden konkrete Lösungsansätze diskutiert: von der Motivation älterer Arbeitnehmer und dem Generationenmix über die Förderung weiblicher Fachkräfte bis hin zur Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Wichtige Begriffe sind unter anderem demographischer Wandel, Fachkräftemangel, Personalmanagement, Generationenmix und Mitarbeiterbindung.
Welche Rolle spielt das Unternehmen ABB in dieser Untersuchung?
ABB dient als positives Fallbeispiel für eine demografiebewusste Personalpolitik, insbesondere durch das Programm „Generations“, das den gegenseitigen Wissenstransfer zwischen Jung und Alt fördert.
Warum wird die Beschäftigung von Studienabbrechern als sinnvoll erachtet?
Studienabbrecher technischer Fächer verfügen bereits über wertvolles technisches Wissen, das trotz fehlenden Abschlusses direkt in die betriebliche Praxis integriert werden kann, um Fachkräftelücken zu schließen.
- Arbeit zitieren
- Jan Sickinger (Autor:in), 2009, Demographische Entwicklung und Arbeitsmarkt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177998