Bereits seit meinem 12. Lebensjahr bis heute spiele ich in Wolfenbüttel im Verein Basketball. Durch mein Elternhaus wurde ich schon frühzeitig beeinflusst, da mein Vater seit 1991 im
Management der Basketballabteilung in Wolfenbüttel tätig ist.
Bereits nach 3 Jahren aktiven Basketballspielens kamen die ersten Erfolge. Ich wurde mit meiner Mannschaft ‚Niedersachsenmeister’. Aufgrund dieses schnellen Erfolgs war ich motiviert meine Leistung weiter zu steigern und erhöhte die Intensität des Trainings von 2 auf
3 Mal wöchentlich. Meine Motivation war zu späterer Zeit, durch die eigens erlebten Erfolge so ausgeprägt, dass ich mich im Jahre 2000 dazu entschloss, eine weibliche C-Jugend Mannschaft eines
Wolfenbütteler Vereins zu trainieren. Leider war es mir Anfang diesen Jahres, aufgrund des Mangels an Zeit, nicht mehr möglich diese Arbeit weiterzuführen.
An dieser Stelle stellen sich für mich folgende Fragen:
Wie ist bei mir die Motivation zur Leistungssteigerung beeinflusst worden? Anhand welcher Faktoren lassen sich Kinder und Jugendliche beeinflussen, um eine Leistungsmotivation zu erzielen und gegebenenfalls zu steigern? Wie sind Kinder heute?
Untersuchungen beweisen, dass die Kinder heute neuartigen Gefährdungen und Belastungen ausgesetzt sind. Sie leiden unter verstärktem schulischem Leistungsdruck, unter dem Verlust
von sozialen Bindungen, insbesondere Familie (zum Beispiel durch die Scheidung der Eltern oder Ähnliches) und unter Ausgrenzung als soziale oder ethnische Minderheitsgruppe. Die meisten Kinder reagieren auf diese Belastungen unter anderem mit Problemverhalten wie Überaktivität, Konzentrations- und Leistungsstörungen, passive Freizeitgestaltung und Bewegungsarmut.
Kinder können ihren Bewegungsdrang aufgrund ihres außerschulischen Lebensraums, der von Asphalt und Beton beherrscht wird, oft nicht intensiv ausleben. Ein Sammeln von Erfahrungen mit natürlichen Materialen wie Erde,
Holz und Stein findet so gut wie nicht statt. Zum anderen unterstützt die Schule die Tendenz zum gesundheitsgefährdenden Bewegungsmangel, indem sie die von den Kindern das lange
Stillsitzen, die geistige Anspannung und die Konzentration auf einseitige kognitive Lernprozesse fordert. Dieser Bewegungsmangel führt dazu, dass die Kinder zunehmend weniger fähig werden Alltagssituationen zu bewältigen, in denen sie Grundfähigkeiten wie
Ausdauer, Kraft und Reaktionsschnelligkeit benötigen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Leistung
2.1 Definition von Leistung (allgemein)
2.2 Definition von Leistung im Sport
2.3 Sportliche Leistungsbewertung
2.3.1 Messen von Leistung
2.3.2 Bewerten bzw. Feststellen von Leistung
3. Motivation
3.1 Definition des Begriffs Motiv
3.1.1 Definition des Begriffs Leistungsmotiv
3.2 Definition von Motivation
3.2.1 Motivationstheorien
3.3 Eigene Stellungnahme zu den Motivationstheorien
4. Leistungsmotivation
4.1 Verknüpfung des Leistungsbegriffs mit dem Motivationsbegriff
4.2 Eigene Definition von Leistungsmotivation
4.3 Wirkung von Erfolg und Misserfolg auf die Leistung
4.4.1 Theorie der Leistungsmotivation nach Atkinson
4.4.2 Kausalattribuierung nach Weiner
4.4.3 Bezug zwischen Leistungsmotivation und Kausalattribuierung
5. Zum Leistungsproblem im Basketball
6. Leistungsmotivation in einer Basketballtrainingsgruppe
6.1 Vorstellen der Basketballtrainingsgruppe
6.2 Vorstellen (darstellen) des Fragebogenaufbaus
6.3 Durchführung
6.4 Ergebnisse
7. Resümee
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Motivation auf die Leistungssteigerung im Sport am Beispiel einer Jugend-Basketballtrainingsgruppe. Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten zu identifizieren, wie Kinder und Jugendliche im Sportumfeld motiviert werden können, um individuelle Leistungsfortschritte zu erzielen, und dabei psychologische Motivationstheorien mit sportpraktischen Anwendungen zu verknüpfen.
- Grundlagen der Leistungsdefinition und -bewertung im Sport.
- Analyse psychologischer Motivationstheorien und deren Relevanz für den Sportunterricht.
- Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Erfolg, Misserfolg und Leistungsmotivation.
- Anwendung des Kausalattribuierungs-Modells nach Weiner auf den Trainingsalltag.
- Empirische Fallstudie mittels Fragebogenerhebung in einer Basketball-AG.
Auszug aus dem Buch
4.4.2 Kausalattribuierung nach Weiner
Im Folgenden soll nun die Person selber, die solche Erfolgs- und Misserfolgserlebnisse macht, näher betrachtet werden. Dabei beziehen sich die Aussagen, wenn nicht anders gekennzeichnet, auf Bernard Weiner, Walter Edelmann und Rudolf Kretschmann und Maria-Anna Rose. Auf was führt eine Person ihr Ergebnis nach einer Leistungsbewertung zurück?
Was macht sie für den Erfolg oder Misserfolg verantwortlich? Menschen haben von Natur aus das Bedürfnis Phänomene wie Erfolg und Misserfolg nicht nur zu registrieren, sondern auf bestimmte Ursachen zurückzuführen. Diese Bewusstseinsprozesse und Erlebnisinhalte werden als Kognitionen bezeichnet. Eine besondere Art der Kognition sind so genannte Kausalattribuierungen. Sie beeinflussen das Leistungsverhalten und vermitteln Verhaltensauswirkungen von Erfolgs- und Misserfolgserfahrungen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Autorin begründet ihre Themenwahl durch persönliche Erfahrungen im Basketballsport und thematisiert den allgemeinen Bewegungsmangel sowie Leistungsdruck bei Kindern.
2. Leistung: Es erfolgt eine definitorische Auseinandersetzung mit dem Leistungsbegriff aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven und dessen Bedeutung im Sport.
3. Motivation: Dieses Kapitel erläutert zentrale Begriffe wie Motiv und Motivation und stellt verschiedene Motivationstheorien zur Steigerung der Leistung vor.
4. Leistungsmotivation: Die Arbeit verknüpft Leistungs- und Motivationsbegriffe und analysiert die Wirkung von Erfolg und Misserfolg sowie Attributionen auf das Verhalten.
5. Zum Leistungsproblem im Basketball: Hier werden das Anforderungsprofil und die spezifischen physischen, psychischen und technischen Anforderungen der Sportart Basketball dargestellt.
6. Leistungsmotivation in einer Basketballtrainingsgruppe: Die Autorin präsentiert eine empirische Untersuchung mit einem Fragebogen in einer Basketball-AG und reflektiert die erzielten Ergebnisse.
7. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenführung der theoretischen Erkenntnisse und der Beantwortung der einleitenden Fragestellungen ab.
Schlüsselwörter
Leistungsmotivation, Basketballtraining, Attributionstheorie, Erfolg, Misserfolg, Motivationstheorien, pädagogische Psychologie, Sportmotorik, Leistungsbewertung, Anforderungsprofil, Kausalattribuierung, Jugendtraining, Leistungssteigerung, Sportunterricht, Selbstkonzept.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen Motivation und Leistungssteigerung im Sport und überträgt theoretische psychologische Modelle auf den praktischen Trainingsalltag im Basketball.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Leistung, verschiedene Motivationstheorien (insbesondere kognitive Theorien), die Wirkung von Erfolg und Misserfolg sowie die Kausalattribuierung nach Weiner.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, pädagogische Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Übungsleiter Kinder zu einer gesteigerten Leistungsmotivation anregen können, indem sie die Bedingungen im Training psychologisch fundiert gestalten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer praxisorientierten empirischen Erhebung in Form einer Fragebogenbefragung innerhalb einer Basketball-Trainingsgruppe.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Leistung und Motivation, die theoretische Fundierung der Leistungsmotivation (u.a. nach Atkinson und Weiner) und die spezifische Anwendung auf die Sportart Basketball.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Leistungsmotivation, Kausalattribuierung, Erfolg, Misserfolg, Attribution, Sportpädagogik und Motivationspsychologie.
Inwiefern beeinflusst das Alter der Probanden die Untersuchung?
Die Autorin stellt fest, dass die 6- bis 8-jährigen Kinder Schwierigkeiten hatten, komplexe Behauptungen kognitiv zu verarbeiten, was zu teils widersprüchlichen Ergebnissen führte und die Eignung der Methode für diese Altersstufe infrage stellt.
Welche Rolle spielt die Kausalattribuierung im Sporttraining?
Die Attribution ist entscheidend: Erfolgreiche Sportler führen Erfolge eher auf eigene Fähigkeiten zurück. Die Trainerin/der Trainer sollte daher eine internal-variable Attribuierung (z.B. Anstrengung) fördern, um die Motivation langfristig zu stabilisieren.
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- Nina Lawitschka (Autor), 2003, Leistungsmotivation im Sport anhand einer Basketballtrainingsgruppe, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17811