Nadja Einzmann: „Etwas zu erzählen?“ – Analyse der Kurzgeschichte


Referat / Aufsatz (Schule), 2010
3 Seiten, Note: 1

Leseprobe

Analyse der Kurzgeschichte von Tim Blume

Die Kurzgeschichte „Etwas zu erzählen?“ von Nadja Einzmann thematisiert ein Paar, das Beziehungsprobleme hat.

Die Geschihcte handelt von einem Mann, der momentan ohne seine Partnerin lebt, weil diese von einer Feier nicht nach Hause gekommen ist. Der Mann hatte sie zu einer Tanz- veranstaltung geschickt, ist selbst aber nicht mitgegangen und vermisst seine Partnerin nun. Er berichtet von vergangenen Zeiten, die sie gemeinsam verbracht haben, aber auch von dem Tag, an dem er sie hat gehen lassen. Er beschreibt sowohl die Aufmachung seiner Partnerin als auch ihre Abreise und seinen Tagesablauf am Tag ihrer Abreise. Der Mann fragt sich selbst, was er auf der Veranstaltung verloren gehabt hätte und malt sich aus, wie es seiner Partnerin dort ergangen sein muss. Er wundert sich über das Verhal- ten der Frau vor ihrer Abreise und hofft schließlich, dass die Frau zu ihm zurückkehrt. Wie er sich bei seiner Rückkehr verhalten würde, wird in den letzten Sätzen der Kurzge- schichte ebenso geschildert.

Die Geschichte handelt von einem Mann und dessen Partnerin, die sich aufgrund von mangelnder Kommunikation auseinandergelebt haben. Die Tanzveranstaltung repräsen- tiert in der Geschichte die vollzogene Trennung beziehungsweise die Beendigung der Beziehung der beiden, die, obwohl sich der Mann Hoffnungen macht, nicht mehr um- kehrbar sein wird, das heißt, die Frau wird nicht mehr zu ihm zurückkehren.

Im Folgenden werde ich die Kurzgeschichte analysieren und dabei vor allem auf die fol- genden Punkte eingehen: auf die Verwendung von sprachlichen Mitteln, die Verwen- dung von Zeit und kurz auf die Person des Mannes und seine Charaktereigenschaften.

Von der Tatsache, dass die Beziehung zwischen dem Mann und seiner Partnerin zu Ende ist, zeugt die bildliche Wendung „und die Feuchtigkeit ihres Mundes durchforscht [erȐ mit seiner blitzlebendigen Zunge“. „Er“ steht dabei für einen anderen Mann, den die Frau auf der Tanzveranstaltung oder bereits davor kennengelernt hat. Hier stellt der Mann auch bereits fest, dass es „kein Zurück“ für sie zu ihm geben kann.

Auch die Verwendung des Diminutivs „Röckchen“, der durch das Adjektiv „luftig“ be- schrieben wird, verdeutlicht, dass sich die Frau aufreizend angezogen hat, um nach der (passiven) Beendigung ihrer Beziehung nach einem neuen Partner Ausschau zu halten. Der Mann fragt sich, warum seine Partnerin „mit allzu beweglichen Hüften“ zum Auto geht, findet darauf aber keine Antwort, was zeigt, dass die beiden zu wenig kommunizie- ren, denn die Frau hätte mit ihm über die Trennung reden können. Gleichzeitig hätte der Mann aber auch einfach fragen können, warum sich die Frau auf so erotische Weise aus dem Weg macht. Auch der Mann selbst stellt fest, dass Sie „die letzten Jahre“ zu wenig miteinander gesprochen haben: „Ich habe sie wenig gefragt, [ǥȐ und sie hat mir nichts gesagt“. Der Mann selbst ist ein wenig naiv, schließlich glaubt er dass es ausreicht, wenn die „Herzen im Gleichschlag“ schlagen, eine andere Sprache sei nicht nötig.

Der ungewöhnlich scheinende Akt der Frau, die „allerlei Konserven [ǥȐ und Öl [ǥȐ und Kohle“ - die Verfasserin nutzt hier eine syndetisch verbundene Aufzählung, mit der Ab- sicht die größeren Mengen dieser Artikel zu verdeutlichen - gekauft hat, mag ihr „Ab- schiedsgeschenk“ an den Mann sein, damit dieser über ihre endgültige Trennung hin- wegkommen könne, die Wärme, die die Kohle und das Feuer spenden, sollen die fehlen- de Wärme der Frau ersetzen.

Besonders wichtig ist die Feststellung oder Vermutung des Mannes, dass schon zu dem Zeitpunkt „ein Tanzen“ in ihr war, das auch „ganz ohne Schlagzeug“ existieren konnte. Den Begriff „Schlagzeug“ greift der Mann an dieser Stelle auf, ihm hätte das „harte Umta- umta des Schlagzeugs“ auf der Tanzveranstaltung „nächtelang den Schlaf geraubt“, wäre er zur Veranstaltung mitgekommen. Die Schlagzeugschläge können für die symbolischen Schläge, die er erhalten hätte, wenn er den neuen Partner seiner ehemaligen Partnerin kennengelernt hätte, stehen. Die Tanzveranstaltung selbst steht für die endgültige Tren- nung der beiden. Im Nachhinein begreift der Mann, dass es schon Anzeichen für eine bevorstehende Trennung gab.

[...]

Ende der Leseprobe aus 3 Seiten

Details

Titel
Nadja Einzmann: „Etwas zu erzählen?“ – Analyse der Kurzgeschichte
Note
1
Autor
Jahr
2010
Seiten
3
Katalognummer
V178135
ISBN (eBook)
9783656002659
Dateigröße
862 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
nadja, einzmann, analyse, kurzgeschichte
Arbeit zitieren
Tim Blume (Autor), 2010, Nadja Einzmann: „Etwas zu erzählen?“ – Analyse der Kurzgeschichte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178135

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