Die im Deutschen gebräuchlichen Modalverben, lassen sich mit den modalen Verbalperiphrasen im Portugiesischen vergleichen. Was die portugiesischen modalen Verbalperiphrasen sind, wie sie aus dem Latein entstanden und wie man sie gebraucht, soll Gegenstand meiner Hausarbeit sein.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was sind Verbalperiphrasen?
3. Modale Verbalperiphrasen
4. Entstehung und Verwendung modaler Verbalperiphrasen im Portugiesischen
4.1. Die lateinischen "modalen" Konstruktionen
4.2. Verbalperiphrasen, die eine Gewohnheit ausdrücken
4.3. Verbalperiphrasen, die eine Intention ausdrücken
4.4. Verbalperiphrasen, die eine Möglichkeit ausdrücken
4.5. Verbalperiphrasen, die Verpflichtung ausdrücken
4.6. Verbalperiphrasen, die eine bloße Notwendigkeit ausdrücken
5. Schlusswort
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die modalen Verbalperiphrasen im Portugiesischen, analysiert deren historische Entstehung aus dem Lateinischen und vergleicht ihre Funktionsweise mit den Modalverben der deutschen Sprache.
- Strukturelle Analyse portugiesischer Verbalperiphrasen
- Historischer Ursprung und Entwicklung vom Lateinischen zum Portugiesischen
- Kategorisierung modaler Ausdrucksweisen (Gewohnheit, Intention, Möglichkeit, Verpflichtung)
- Syntaktischer Vergleich zwischen portugiesischen Konstruktionen und deutschen Modalverben
- Bedeutungswandel von Vollverben zu Hilfsverben
Auszug aus dem Buch
4.1. Die lateinischen "modalen" Konstruktionen
In der lateinischen Grammatik unterscheidet man drei Wortklassen: Vollverben, die eine Tätigkeit, einen Vorgang oder einen Zustand ausdrücken können ...
LUDERE "spielen" (Tätigkeit)
CRESCERE "wachsen" (Vorgang)
STARE "stehen" (Zustand)
außerdem Hilfsverben wie FIERI "(gemacht) werden" und ESSE "sein" ...
DIVES FACTUS EST. "Er wurde ein reicher Mann / Er wurde reich."
A ROMANIS CAPTUS EST. "Er wurde von den Römern gefangen genommen."
und Modalverben, die einen Infinitiv als Objekt haben und dessen Inhalt modifizieren:
FACERE NON POTEST. "Das kann nicht getan werden / Das ist nicht möglich.
ABIRE NOLET. "Er will nicht weggehen."
DISCERE DEBEO. "Ich soll lernen."
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in das Thema der Modalverben im Deutschen als Vergleichsgrundlage für die portugiesischen Verbalperiphrasen.
2. Was sind Verbalperiphrasen?: Definition von Verbalperiphrasen als mehrgliedrige verbale Ausdrücke, die aus einem Hilfsverb und einem Vollverb bestehen.
3. Modale Verbalperiphrasen: Erläuterung der situativen Verbalperiphrasen, die die Befindlichkeit des Subjekts bei der Handlungsausführung ausdrücken.
4. Entstehung und Verwendung modaler Verbalperiphrasen im Portugiesischen: Detaillierte Untersuchung der historischen Herleitung spezifischer Konstruktionen aus dem Lateinischen und deren heutige Verwendung.
4.1. Die lateinischen "modalen" Konstruktionen: Überblick über die Kategorien Vollverben, Hilfsverben und Modalverben in der lateinischen Grammatik.
4.2. Verbalperiphrasen, die eine Gewohnheit ausdrücken: Analyse der Konstruktion costumar + Infinitiv.
4.3. Verbalperiphrasen, die eine Intention ausdrücken: Darstellung von Intentionen mithilfe von Verben wie querer oder pensar.
4.4. Verbalperiphrasen, die eine Möglichkeit ausdrücken: Untersuchung der Möglichkeiten durch poder, saber oder conseguir.
4.5. Verbalperiphrasen, die Verpflichtung ausdrücken: Erörterung der Verpflichtungsausdrücke durch haver de, ter de oder dever.
4.6. Verbalperiphrasen, die eine bloße Notwendigkeit ausdrücken: Beschreibung von Notwendigkeiten, bei denen das Objekt im Vordergrund steht.
5. Schlusswort: Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der Auxiliarisierung und des Funktionswandels portugiesischer Verben.
Schlüsselwörter
Verbalperiphrasen, Portugiesisch, Modalverben, Latein, Sprachgeschichte, Hilfsverben, Syntax, Semantik, Gewohnheit, Intention, Möglichkeit, Verpflichtung, Notwendigkeit, Funktionswandel, Romanistik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Analyse der modalen Verbalperiphrasen im Portugiesischen und deren Vergleich mit den Modalverben des Deutschen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Der Schwerpunkt liegt auf der strukturellen Definition von Periphrasen, deren historischer Genese aus dem Vulgärlatein sowie der semantischen Klassifizierung in Kategorien wie Gewohnheit, Intention und Notwendigkeit.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie portugiesische Verben Funktionen übernehmen, die denen deutscher Modalverben ähneln, und welchen historischen Wandel sie dabei vollzogen haben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt einen historisch-vergleichenden Ansatz, der die Etymologie lateinischer Formen mit der gegenwärtigen Syntax und Semantik des Portugiesischen in Beziehung setzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse spezifischer Periphrasentypen, wobei für jede Kategorie die lateinischen Wurzeln und die moderne Verwendung detailliert belegt werden.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Verbalperiphrasen, Auxiliarisierung, Sprachgeschichte, Romanistik und syntaktische Modifikation geprägt.
Was ist der Unterschied zwischen ser und estar in Bezug auf die Verbalperiphrasen?
Die Arbeit erklärt, dass ser für dauerhafte Zustände oder Eigenschaften steht, während estar bei veränderlichen, situativen Zuständen verwendet wird, was sich maßgeblich auf die Periphrasenbildung auswirkt.
Warum wird im Portugiesischen zwischen querer und saber unterschieden?
Während querer Intentionen ausdrückt, bezieht sich saber auf geistige Fähigkeiten (Wissen wie etwas getan wird), wobei beide Verben in der Arbeit als funktional eng verwandt mit Modalverben eingeordnet werden.
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- Patrick Roesler (Author), 2003, Modale Verbalperiphrasen im Portugiesischen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178150