Da sich die betriebliche EDV-Unterstützung immer weiter ausgebreitet und in vielen Fällen auch bewährt hat, empfiehlt es sich für Betriebe EDV verstärkt in die Unternehmenstätigkeit einzubinden um konkurrenzfähig zu bleiben und die Geschäftsprozesse zu optimieren.
Dem EDV-Einsatz bedarf es zwar einiges an Aufwand und Umstrukturierungen innerhalb des Unternehmens, jedoch minimiert sie bei erfolgreicher Realisierung Fehler durch den Menschen, beschleunigt den Unternehmensarbeitsfluss und gewährleistet die Verfügbarkeit von Daten, sowohl aktuelle, als auch Daten der Vergangenheit betreffend. Zudem gilt sicherlich die Kostenreduktion als eines der Hauptziele für die Einführung von Informationssystemen innerhalb eines Unternehmens, sowie zwischen Unternehmen.
Im Bereich der Laborarbeit findet man solche Systeme unter dem Namen Labor-Information-Management-Systeme (LIMS). Labore, unabhängig in welcher Branche sie angesiedelt sind, ob ökologisch, gentechnisch oder ökotoxikologisch orientiert, haben eines gemeinsam. Die Parallelität bei der Bearbeitung verschiedener Vorgänge mit jeweils unterschiedlichen Anforderungen, verschiedenen Daten und Arbeitsabläufen [vgl. ATS o.J.a] und daraus resultierendem Zeitaufwand und benötigten Kapazitäten. Die Anforderungen auf Laborebene bleiben zwar im Großen und Ganzen unverändert, jedoch ändern sich die
Beziehungen zwischen den Systemen, welche die Laborarbeit unterstützen und den restlichen IT-Systemen auf die zugegriffen wird, beziehungsweise die auf die Laborsysteme zugreifen. [vgl. Feick, K. 2004] Um also die wachsende Komplexität und Menge an Informationen
und automatisierten Vorgängen zu kontrollieren und die Übersicht hierüber nicht zu verlieren, bieten sich LIMS an. Folglich steigt die Nachfrage nach solchen Systemen stetig, wobei die meisten Anfragen aus dem Bereich der Pharmaindustrie gestellt werden. [vgl. Feick, K. 2004]
Ziel dieser Arbeit ist es dem Leser einen Überblick der unterschiedlichen gegenwärtig am Markt vertretenen LIMS zu verschaffen und diese vergleichend zu beschreiben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 LIMS: Labor – Information – Management – Systeme
2.1 LIMS: Was ist das?
2.2 LIMS-Implementierung: Gründe, Ziele und Arten
3 Existierende LIMS
3.1 STARLIMS V10
3.2 diaLIMS
3.3 Vergleich
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über die gegenwärtig am Markt verfügbaren Labor-Information-Management-Systeme (LIMS) zu geben und diese vergleichend gegenüberzustellen. Dabei wird analysiert, wie diese Systeme betriebliche Laborprozesse durch EDV-Unterstützung optimieren und welche Kriterien für ihre Implementierung sowie Auswahl entscheidend sind.
- Grundlagen und Definition von Labor-Information-Management-Systemen
- Methoden und Ziele bei der Implementierung von LIMS
- Detaillierte Vorstellung ausgewählter Systeme wie STARLIMS V10 und diaLIMS
- Vergleichende Analyse von Struktur, Anwendungsart, Einsatzgebieten und Datenbanktechnologien
Auszug aus dem Buch
3.1 STARLIMS V10
Das erste LIMS ist das STARLIMS V10 der 1987 gegründeten STARLIMS Corporation. STARLIMS V10 gilt als eines der leistungsfähigsten Labor-Information-Management-Systeme die derzeit am Markt vertreten sind. Die STARLIMS Corporation stellt LIMS-Lösungen für die Pharma- und Lebensmittelindustrie, sowie die petrochemische und chemische Industrie her. Auch in den Gebieten Gesundheitswesen, Gerichtsmedizin und Umwelt findet STARLIMS V10 Anwendung. Es unterstützt hierbei sowohl Laboratorien der Forschung und Entwicklung, als auch In-Process-, Qualitätskontroll- und Qualitätssicherungslaboratorien.
Es handelt sich um ein von Grund auf webbasiert aufgebautes LIMS, welches die verschiedensten Geschäftsabläufe mit umfassendem Berichtswesen, sowie Überwachungs- und Vernetzungsmöglichkeiten auf einer Plattform realisiert. STARLIMS V10 verwendet die Client-Server-Architektur und unterstützt die Datenbanken Oracle und Microsoft SQL Server. Das System unterscheidet zwischen der Geschäftslogik, die auf Serverseite ausgeführt wird und der Präsentation, welche durch eine .NET Web-Browser-Applikation auf Clientseite realisiert wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Die Einleitung erläutert die wachsende Bedeutung von EDV-gestützten Systemen im Laborumfeld und definiert das Ziel der Arbeit, einen Marktüberblick zu geben.
2 LIMS: Labor – Information – Management – Systeme: Dieses Kapitel definiert den Begriff LIMS, beschreibt dessen Kernfunktionen und analysiert die verschiedenen Beweggründe sowie Implementierungsstrategien für diese Systeme.
3 Existierende LIMS: Es werden zwei marktführende Systeme, STARLIMS V10 und diaLIMS, detailliert vorgestellt und anschließend anhand von Struktur, Technologie und Einsatzgebieten verglichen.
4 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen, wie die steigende Webfähigkeit und Unternehmensintegration.
Schlüsselwörter
Laborinformationssysteme, LIMS, Laborarbeit, Probenverwaltung, Qualitätsmanagement, EDV-Unterstützung, STARLIMS, diaLIMS, Prozessoptimierung, Datenbanken, Client-Server-Architektur, Webfähigkeit, Chemometrik, Softwareimplementierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den Einsatz und die vergleichende Analyse von Labor-Information-Management-Systemen (LIMS) zur Unterstützung betrieblicher Laborprozesse.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Feldern gehören die Definition von LIMS, deren Implementierungsstrategien, technologische Anforderungen sowie der Marktvergleich verschiedener Softwarelösungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, dem Leser einen detaillierten Überblick über die gegenwärtig auf dem Markt vertretenen LIMS zu verschaffen und deren Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer literaturgestützten Analyse, der Untersuchung technischer Spezifikationen und einem direkten Vergleich repräsentativer Systeme.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung von LIMS, eine detaillierte Vorstellung der Produkte STARLIMS V10 und diaLIMS sowie einen breiten Marktvergleich anhand von 37 Systemen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind LIMS, Probenverwaltung, Webtechnologie, Datenanalyse, Software-Implementierung und Qualitätskontrolle.
Was zeichnet die Architektur von STARLIMS V10 aus?
STARLIMS V10 ist von Grund auf webbasiert konzipiert, nutzt eine Client-Server-Architektur und ermöglicht durch .NET-Technologien eine flexible Anpassung der Benutzeroberfläche.
Warum ist das diaLIMS besonders modular aufgebaut?
Das diaLIMS unterteilt sich in sechs spezifische Systempakete (wie LIMS, QS, F+E), wodurch es exakt an die Bedürfnisse des jeweiligen Labors angepasst werden kann.
Welche Bedeutung haben Datenbanken bei der LIMS-Auswahl?
Die Datenbankunterstützung ist ein entscheidendes Auswahlkriterium, da viele Systeme wie Oracle oder MS SQL Server voraussetzen, um eine effiziente Datenhaltung und Performance zu garantieren.
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- Sven Theel (Author), 2008, Laborinformationssysteme - eine Einführung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178197