Kampf der Kulturen? Samuel P. Huntington und die Welt nach dem Kalten Krieg


Essay, 2011

3 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Nachdem Francis Fukuyama 1989 versuchte das Ende der Geschichte einzuleiten begibt sich der Harvard-Politologe Samuel Huntington vier Jahre später in den „Kampf der Kulturen“ und leitet mit seiner umstrittenen These eine breite Diskussion ein, die bis heute fortzudauern scheint.

Nun, fast zwei Jahrzehnte später, gilt es, einen historischen Blick auf Huntingtons Ausgangsthese zu legen und diese in einem zweiten Schritt an der zeitgenössischen Kritik und den Entgegnungen des Autors, sowie der aktuellen Wertungen dieser zu prüfen.

In seinem im Sommer 1993 in der Zeitschrift „Foreign Affairs“ erschienen Artikel „The Clash of Civilization?“ wendet sich Huntington gegen die Vorstellung einer universellen vom liberaler Demokratie gelenkten Weltkultur (Fukuyama). Im Mittelpunkt stehe für die globale Politik nur ein dominierender Konflikt, nämlich der „Kampf der Kulturen“, welcher sich, bedingt durch das Ende des Kalten Krieges, als eine Art Endpunkt aller Konflikte der modernen Welt herausstellen werde.

Nach dem Aufstellen seiner Hypothese versucht Huntington zunächst sein Verständnis von „Zivilisation“ (im Deutschen auch als „Kultur“ übersetz) deutlich zu machen und teilt die Welt in sieben, beziehungsweise acht Kulturen ein. In einem nächsten Schritt führt Huntington sechs Gründe auf, warum es zu einem „Clash“, also Aufeinanderprallen oder auch „Kampf“ der Kulturen kommen würde. So seien die Verschiedenheiten der Kulturen, die aufkommende Globalisierung, Modernisierung, der soziale Wandel, die Überlegenheit des Westens, die Unveränderbarkeit der Identität oder auch der weltweite ökonomische Aufschwung die Gründe für zukünftige Konflikte.

Anschließend werden die Grenzlinien, an denen Kulturen aufeinandertreffen aufgezeigt und an Hand von drei Konflikten (Bosnien, Kaukasus, Persischer Golf) das sogenannte „Kin-Länder“-Syndrom beschrieben, welches die Verbundenheit der Kulturen aufzeigen soll.

Im Kapitel „The West versus the Rest“ versucht Huntington kritisch die Vormachtstellung darzustellen, welche die westliche Kultur gegenüber allen anderen Kulturen, aufgrund der militärischen und weltpolitischen Überlegenheit vorzuweisen hat. Darauf folgend beschäftigt sich der Autor mit den Ländern, die für ihn noch nicht eindeutig einem Kulturkreis zuzurechnen sind, hier steht vor allem die Zerrissenheit des neuen Russlands im Mittelpunkt.

[...]

Ende der Leseprobe aus 3 Seiten

Details

Titel
Kampf der Kulturen? Samuel P. Huntington und die Welt nach dem Kalten Krieg
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg  (Neuere und Neuste Geschichte)
Veranstaltung
Hauptseminar
Note
2,3
Autor
Jahr
2011
Seiten
3
Katalognummer
V178221
ISBN (eBook)
9783656001478
Dateigröße
370 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Huntington, Samuel, Kampf der Kulturen, Clash of civilisations
Arbeit zitieren
Martin Herceg (Autor), 2011, Kampf der Kulturen? Samuel P. Huntington und die Welt nach dem Kalten Krieg , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178221

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