Die deutsche duale Ausbildung - Exportschlager für Afrika?

Welche elementaren Sachverhalte sind zu berücksichtigen?


Seminararbeit, 2010

27 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1.. Problemstellung und deren Aktualität

2.. Struktur dieser Arbeit

3.. Grundlagen
3.1 Afrika
3.2 Das System der dualen Ausbildung in Deutschland
3.3 Der schulische Teil
3.4 Allgemeine Probleme der dualen Ausbildung

4.. Ausbildung in Afrika?
4.1 Einfache Übertragung nicht möglich?
4.2 Kulturdimensionen nach Hofstede

5.. Berufliche Bildung als Schlüssel zum Wohlstand ?
5.1 Formen der Ausbildung
5.2 Klassifizierung der Wirtschaftssektoren

6.. Bildung in Afrika - Artikel Dem ''Exportschlager'' Berufsausbildung in Afrika auf der Spur

7.. Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Pestel Analyse Bestandteile

Abbildung 2: Formen der Ausbildung

Abbildung 3: Wirtschafsektoren

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Problemstellung und deren Aktualität

Afrika als Kontinent bietet die unterschiedlichsten Kulturen, Länder und Ausbildungsformen. Von wohlhabenderen Ländern wie Marokko, oder Ägypten über Länder in denen bittere Armut und Korruption herrscht wie Kenia, Sambia oder Swasiland. Gerade nachhaltige Lehr- und Lernkonzepte können einen Beitrag zur Reduzierung von Armut und zur Weiterentwicklung der Länder in Afrika führen. Es stellt sich nun die Frage ob das System der dualen Ausbildung wie es in Deutschland existiert und auf seine Weise einzigartig ist nun auch in Afrika einfach anwenden lässt. Wo liegen die Unterschiede? Worauf ist zu achten? Die vorliegende Seminararbeit gibt einen kurzen Einblick in die Grundzüge dieser Fragestellung.

2. Struktur dieser Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit geht im wesentlichen zunächst im dritten Kapitel

auf allgemeine Grundlagen zu Afrika ein und erläutert das System der deutschen

Berufsausbildung sowie einige Probleme desselbe. Es folgt in Kapitel vier die

Frage wie Ausbildung in Afrika realisiert und bedingt wird und welches die Gründe

Sein könnten die Probleme bei einer Übertragung machen. Kapitel fünf erörtert die

Frage ob Bildung ein Schlüssel zum Wohlstand Afrikas sein kann und welche

Formen der Ausbildung existieren und erklärt verschiedene Modelle. Kapitel sechs

gibt durch einen Artikel die Erfahrungen über Bildung in Afrika wieder und zeigt

die bereits erwähnten Probleme durch Praxiserfahrungen. Kapitel sieben enthält

einen Ausblick und das Fazit.

3. Grundlagen

Dieses Kapitel gibt zunächst einen grundlegenden Überblick über Afrika erläutert das deutsche System der dualen Ausbildung und geht anschließend noch auf allgemeine Probleme desselben ein.

3.1 Afrika

Afrika als Kontinent hat eine Fläche von ca. 30,3 Millionen km² seine Bevölkerung belief sich 2009 auf eine Milliarde Menschen. Afrika besteht offiziellen Angaben zu Folge aus 53 unabhängigen Staaten. Zahlreiche Bevölkerungs- und Stammesgruppen bevölkern diese Staaten. In Afrika werden über 2000 eigenständige Sprachen gesprochen von denen rund 50 als größere Sprachen gelten hinzu kommen noch zahlreiche regionale Dialekte. Nach unserem europäischen Maßstab sind die meisten Menschen sehr arm. Betrachtet man die Weltwirtschaft spielen die größten Teile Afrikas keine Rolle. Religionen die in Afrika verbreitet sind natürlich der Islam (ca. 44,2 % nach Angaben des Auswärtigen Amtes) und weitere Religionen wie der Animismus 13–20 %, und das Christentum 38-43 %, von weiteren Naturreligionen abgesehen sind noch Bahai, das Judentum und Hinduismus vorzufinden. Gemäß der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung liegt die durchschnittliche Lebenserwartung einer afrikanischen Frau liegt bei 55 Jahren, und die durchschnittliche Lebenserwartung eines afrikanischen Mannes bei 53 Jahren Ein weiteres massives Problem in Afrika ist die rasante und epedemieartige Ausbreitung von AIDS, in Afrika sind ca. 4 % der Gesamtbevölkerung infiziert.

Die Wirtschaft Afrikas ist weitestgehend auf den Export ausgerichtet. Es werden Bodenschätze und Agrarerzeugnisse exportiert. In Städten existieren größere Industrie- und kleinere Handwerksbetriebe. In ländlichen Regionen ist Subsistenzwirtschaft vorherrschend, so werden Pflanzen angebaut, Fischfang und Tierzucht betrieben. In manchen Regionen die noch recht unberührt sind ist der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle. In nordafrikanischen Staaten ist die Erdöl- und Erdgasförderung eine Haupteinnahmequelle.

Die Hauptexportartikel Afrikas sind Kakao: ca.70 % Weltmarktanteil, Diamanten: ca. 50 % Weltmarktanteil, Gold: ca. 25 % Weltmarktanteil und Erdöl: ca.10 % Weltmarktanteil.[1]

3.2 Das System der dualen Ausbildung in Deutschland

Duale Berufsausbildung in Deutschland ist meist die berufliche Erstausbildung. Es handelt sich hierbei um die parallele Ausbildung in einem Betrieb und Berufsschule. Voraussetzung für eine Berufslehre im dualen System ist in Deutschland ein Berufsausbildungsvertrag.

Die Vertragspartner sind der Auszubildende, der Ausbildende (Betrieb), die jeweilige Berufsschule und die zuständige Kammer (IHK/Handwerkskammer).

Der theoretische Teil der Ausbildung wird in der Berufsschule vermittelt, der praktische Teil im jeweiligen Betrieb. Das System ist ähnlich in der Schweiz und in Österreich. Die Ausbildung erfolgt auf Grundlage der Ausbildungsordnung des jeweiligen Berufsbildes.[2]

3.3 Der schulische Teil

Die Ausbildung in der Berufsschule erfolgt auf Grundlage eines so genannten Rahmenlehrplans der Lehrinhalte detailliert nach zeitlichem Ablauf vorgibt. Die schulische Ausbildung unterliegt den Bundesländern, bzw. deren Kultusministerien. In der Berufsschule wird überwiegend fachtheoretisches und allgemeines Wissen vermittelt. Hierzu gehören meist Lehrinhalte wie: Deutsch, Politik, Religion, Fremdsprachen usw.

Dies hängt unter anderem damit zusammen das Auszubildende aus verschiedenen Schulformen (Haupt-, Realschule, Gymnasium) den gleichen Berufsausbildungsweg einschlagen können und so auf den gleichen Stand gebracht werden.[3]

3.4 Allgemeine Probleme der dualen Ausbildung

Zwar ist das duale System ein System das sowohl praktische als auch theoretische Fähigkeiten und Wissen zu vermitteln versucht, jedoch wird oft bemängelt, die Übernahmechancen nach einer beruflichen Erstausbildung immer schlechter werden und das viele Jugendliche nur in reinen Ausbildungsbetrieben oder schulischen Ausbildungsgängen noch eine Ausbildung bekommen. Dies kann wiederum zu mangelndem Praxisbezug führen.

Der Grund für einen Mangel an richtigen Ausbildungsplätzen ist unter anderem in dem Rückgang der Ausbildungsbereitschaft vieler Konzerne und Betriebe zu finden. Vielfältige Ursachen sind hierfür verantwortlich die aber aufgrund der Seitenbeschränkung nicht näher ausgeführt werden können. Eine Gegenmaßnahme der Bundesregierung zu Zeiten Gerhard Schröders war es durch eine so genannte „Ausbildungsplatzabgabe“ Firmen zu motivieren junge Menschen auszubilden um ihnen eine berufliche Qualifikation zu ermöglichen. In manchen Bundesländern gibt es jedoch mehr Lehrstellen als geeignete Auszubildende. Es gibt also sehr große regionale Unterschiede. Die so genannte mangelnde Ausbildungsreife vieler Jugendlicher, die auf mangelnden Leistungen in der Schule beruht ist einer der Hauptgründe.[4]

Weitere Gründe für Kritik an dem deutschen System zum gegenwärtigen Zeitpunkt können gemäß dem Artikel „Duale Ausbildung“ sein:

1. „zu umfangreiche formale Anforderungen an die Berufsausbildung
2. zu hohe Kosten der Ausbildung selbst, wobei regelmäßig die kalkulatorischen Anteile für die Betreuung im Betrieb unberücksichtigt bleiben,
3. die mangelnde Berufsfähigkeit vieler Schulabgänger aufgrund ihres zu niedrigen Bildungsniveaus,
4. die hohe Spezialisierung der Betriebe, die eine breit angelegte Ausbildung (wie sie in den Ausbildungsrahmenplänen gefordert wird) unmöglich macht
5. die sinkende Bereitschaft von Unternehmen, in eine nachhaltige Ausbildung – also in das Lernen für lebenslange Beschäftigung - investieren zu wollen, da die Halbwertzeit des Wissens rapide abnimmt. Vielfach wird die Ausbildung an sich nicht mehr als langfristige Investition in betriebliches Humankapital angesehen.“[5]

4 Ausbildung in Afrika?

Warum sollte nun dieses System auch in Afrika Einzug halten? Gibt es nicht genug Systeme des Lernens und des beruflichen Vorankommens auf diesem Kontinent? Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette sieht Schavan, Bildung und Ausbildung als Chance, kulturelle, soziale, ökonomische und politische Teilhabe zu vermitteln.[6] Hinzu kommt, dass auch Afrika selbstverständlich den Einflüssen der Globalisierung unterworfen ist und Konkurrenzfähig bleiben muss. Neben dem weltweiten Wettbewerb und dem Druck der Globalisierung kann berufliche Bildung auch ermöglichen, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen voranzutreiben.

Dies könnte dann den Teufelskreis, der Armut und der gescheiterten Staaten durchbrechen.

4.1 Einfache Übertragung nicht möglich?

Welche Probleme könnten nun bei der Einführung und der Übertragung eines solchen Systems existieren? Gemäß den Modellen Perlmutters und Hofstedes ist die Kultur der jeweiligen Länder sowie das die Umwelteinflüsse zu berücksichtigen. Die Umwelteinflüsse können grob durch die PESTEL Analyse erfasst werden, welche im Folgenden mit den Modellen im kurzen Erläutert wird.

4.2 Kulturdimensionen nach Hofstede

Geert Hofstede führte eine Studie für IBM durch deren Ziel es war die Unterschiede und Wechselwirkungen zwischen nationalen Kulturen und Unternehmenskulturen zu Analysieren. Gegenstand der Studie waren IBM Mitarbeiter.

Es wurde in dieser Studie gezeigt, dass es Unterschiede zwischen Kulturgruppen gibt und diese Auswirkungen auf Verhalten der Mitarbeiter haben und damit direkte Auswirkungen auf Politik, soziales Umfeld und die Organisation selbst.

In der Studie wurden fünf Dimensionen zur Klassifizierung der Kulturen erstellt. Die fünf Dimensionen sind Machtdistanz, Individualismus, Maskulinität, Unsicherheitsvermeidung und Langzeitorientierung.[7]

Es folgt nun eine kurze Erklärung der einzelnen Dimensionen die aufgrund der Seitenbeschränkung leider nicht genauer ausgeführt werden kann.

[...]


[1] Vgl.: http://www.dsw-online.de/pdf/dsw_datenreport_09.pdf, Abruf 16.01.2010, 10:00 Uhr

[2] Vgl.: Mudra, (2004), S.55 ff.

[3] Vgl. Mudra, (2004), S.57.

[4] Vgl. http://wiki.bildungsserver.de/index.php/Duale_Ausbildung Abruf 07.01.2010, 16:20 Uhr

[5] Vgl.: Mudra, (2004), S.60.

[6] Vgl.: Schavan,(2006), S.3.

[7] Vgl.: Hodgetts, Luthans, Doh, (2006), S.101 f.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Die deutsche duale Ausbildung - Exportschlager für Afrika?
Untertitel
Welche elementaren Sachverhalte sind zu berücksichtigen?
Hochschule
Hochschule Ludwigshafen am Rhein
Note
1,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
27
Katalognummer
V178256
ISBN (eBook)
9783656003267
ISBN (Buch)
9783656003458
Dateigröße
1220 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Afrika, Ausbildung, Duale Ausbildung in Afrika, Personalentwicklung, Exportschlager Ausbildung, Interkulturelle Herausforderungen bei Ausbildung
Arbeit zitieren
Rene Bock (Autor), 2010, Die deutsche duale Ausbildung - Exportschlager für Afrika?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178256

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