Erfahren Sie in diesem Text alles über die Entstehung der Gameshow in den USA, ihren Siegeszug um die ganze Welt, die ersten Anfänge in Deutschland bis zur festen Etablierung als international wichtiges Fernsehformat.
In einem zweiten Text,der sich ebenfalls in dieser Arbeit befindet,analysiere ich die Entwicklung der erfolgreichsten Gameshow Deutschlands: Thomas Gottschalks` "Wetten dass..?". Wie haben sich die Inhalte,das Bühnenbild,das Intro und die Musik im Laufe der Jahre verändert? Welche Ereignisse, wie etwa der in der Sendung verunfallte Samuel Koch haben die Show wie verändert?
Für Fans der Sendung finden sich zudem entlang des Textes zahlreiche Links zu alten Folgen & Intros ;)
Inhaltsverzeichnis
Analyse: Historische Entwicklung der Sendung „Wetten, dass..?“
1981: Die erste Sendung
Intro (Grafisch)
Musik
Bühnenbild
Fazit.
1987: Frank Elstner tritt ab
Intro (Grafisch)
Bühnenbild
Fazit.
1991: Gottschalk macht es opulenter
Intro (Grafisch)
Bühnenbild
Kameraführung
Fazit.
1998: Der Erfolg ist auf dem höchsten Punkt
Intro (grafisch), Kameraführung
Musik
Bühnenbild
Fazit.
2010: Das Schicksalsjahr
Intro (grafisch), Kameraführung
Musik
Bühnenbild
Fazit.
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die medienhistorische Entwicklung der Gameshow sowie die spezifische Evolution der Sendung „Wetten, dass..?“ über einen Zeitraum von 30 Jahren unter Berücksichtigung multimodaler Gestaltungselemente.
- Historische Genese und Grundstruktur des Gameshow-Genres
- Die Rolle der lokalen Adaption internationaler TV-Formate
- Analyse der Inszenierung von Intros, Musik und Bühnendesign
- Strukturelle Anpassungen bei Moderatorenwechseln
- Einfluss von Quoten, Konkurrenz und Krisen auf das Sendungskonzept
Auszug aus dem Buch
1991: Gottschalk macht es opulenter
Am Anfang der neunziger Jahre des vergangen Jahrhunderts haben es die „Öffentlich-Rechtlichen“ wegen der wachsenden Konkurrenz aus dem Privatfernsehen immer schwerer. Mit „Der Preis ist heiß“ und anderen, großen Game- und Late Night-Shows auf RTL und weiteren, privaten Sendern hat das Schlachtschiff des ZDF nun ernsthafte Konkurrenz bekommen. Die Antwort der Produzenten von „Wetten, dass..?“ ist denkbar einfach: ein größeres Studio und internationale Stars sollen es richten.
So präsentiert sich auch das grafische Intro ruhiger und glanzvoller. Der fliegende, himmelblaue Hintergrund weicht nun einem an diesem angelehnten, ebenfalls himmelblauen Standbild mit Wolken. Das Logo erscheint als Ganzes in goldener Farbe auf dem Bildschirm, fliegt verkleinert in den Hintergrund, wo es im Zentrum des Bildes verbleibt. Ganz können die Grafikdesigner der Sendung der Dynamik dennoch nicht abschwören: Das Logo wird in schneller Folge „aufgeblasen“, zu ursprünglicher Größe zurück vergrößert und erscheint dann auf dem rechten, unteren Rand des Bildes. Eine kleine Kugel erscheint Links neben dem Logo, wird zu einem Stern, aus dem das Wort „mit“ entsteht. Aus dem linken, unteren Rand des Bildes fliegen die silberfarbenen, glänzenden Worte „Thomas“ und „Gottschalk“. Diese verbleiben im Zentrum des Bildes und überlagern das Logo der Sendung. Das Logo der Sendung leuchtet in unterschiedlichen Goldtönen auf, beide Schriftzüge werden vergrößert und fliegen aus dem rechten Bildschirmrand, der himmelblaue Himmel erscheint wieder. Die Titelmelodie hat sich nicht verändert.
Zusammenfassung der Kapitel
1981: Die erste Sendung: Dieses Kapitel beschreibt die Anfänge der Show, inklusive der technisch innovativen grafischen Gestaltung des Intros und der Definition der visuellen Grundpfeiler wie Bühnenbild und Musik.
1987: Frank Elstner tritt ab: Hier wird der erste Moderatorenwechsel zu Thomas Gottschalk analysiert, wobei besonders die Anpassung der grafischen Elemente an die neue Ära im Fokus steht.
1991: Gottschalk macht es opulenter: Das Kapitel behandelt die Reaktion auf den steigenden Quotendruck durch das Privatfernsehen, was zu einem größeren Studio und einer opulenteren visuellen Inszenierung führte.
1998: Der Erfolg ist auf dem höchsten Punkt: Die Analyse konzentriert sich auf die Phase des Zenits, in der die Sendung ihren Status als größte Unterhaltungssendung Europas festigte, begleitet von einer neuen Titelmelodie und veränderten grafischen Einspielern.
2010: Das Schicksalsjahr: Dieses Kapitel beleuchtet die Krise der Show, die durch sinkende Einschaltquoten und einen schweren Unfall während der Livesendung markiert wurde, was letztlich zur Einstellung des Konzepts führte.
Schlüsselwörter
Gameshow, Wetten dass, Medienwissenschaft, Formatadaption, Inszenierung, Multimodalität, Fernsehkultur, Quotendruck, Fernsehgeschichte, Bühnendesign, Moderation, Unterhaltungssendung, Zuschauerbindung, TV-Analyse, Rundcouch
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die medienhistorische Entwicklung und die gestalterische Evolution der erfolgreichen Gameshow „Wetten, dass..?“ über drei Jahrzehnte.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen die Struktur von Gameshows, die Bedeutung von Multimodalität in der TV-Produktion, internationale Adaptionen und die Reaktion auf veränderte Medienmärkte.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die visuelle und auditive Inszenierung der Sendung veränderte, um über Jahre hinweg als quotenstarker Unterhaltungs-Hit relevant zu bleiben.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Es wurde eine medienwissenschaftliche Analyse der historischen Entwicklung und eine strukturelle Untersuchung der multimedialen Gestaltungselemente der Sendung durchgeführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert die Entwicklung der Sendung chronologisch in verschiedene Phasen, wobei für jede Ära Intros, Bühnenbilder, Kameraführungen und die strategische Ausrichtung analysiert werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Begriffe wie Gameshow, Inszenierung, Multimodalität, Formatadaption und Fernsehgeschichte definieren den inhaltlichen Kern der Arbeit.
Welche Bedeutung hatte das Bühnenbild für die Sendung?
Das Bühnenbild fungierte als zentrales Identifikationsmerkmal, das sich von technoid-digitalen Designs hin zu opulenteren, luxuriöseren Umgebungen entwickelte, um den Status als „große Unterhaltungssendung“ zu untermauern.
Wie veränderte sich die Rolle des Intros?
Das Intro entwickelte sich von technisch einfachen, experimentellen Animationen der 80er Jahre zu hochglänzenden, gold-dominierten Sequenzen, die den jeweiligen Moderator und die Gäste prominent in Szene setzten.
- Quote paper
- Michael Schiffner-Ritz (Author), 2011, Wetten dass, Familienduell & Co.: Die Geschichte der Gameshows, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178266