In den vergangenen Jahren befassten sich klinische Einrichtungen und zahlreiche Autoren mit dem Thema „Lebensqualität“, mit dem besonderen Augenmerk auf dem psychischen Wohlbefinden der Patienten und seinen Auswirkungen auf die Therapien. Die psychosomatische Medizin bedient sich hierbei therapeutischer Konzepte und Verfahren, insbesondere in Bezug auf die optimale Entwicklung eines zeitlich und inhaltlich definierten Behandlungsprogrammes für die medizinische Behandlung von Patienten. Im Mittelpunkt der Arbeit stand die Frage, inwieweit Patienten mit psychischen und psychosomatischen Störungen, wie Depressionen und Essstörungen, als zwei unterschiedliche Patientengruppen unter identisch erstellten Therapiekonzepten ihr Erleben und Verhalten im Laufe der stationären Behandlung als verbessert empfinden. Weiterhin wurde im Prä-post-Vergleich untersucht, ob sich aufgrund der psychosomatischen Versorgung Unterschiede zwischen beiden Patientengruppen in Bezug auf die Lebensqualität ergeben. Die psychodiagnostische Erhebung fand im Rahmen vollstationärer Behandlung statt, mit dem Ziel den physischen und psychischen Gesundheitszustand von Patienten mit psychischen und psychosomatischen Beschwerden zu erfassen. Dabei wurde auch der Frage nachgegangen, ob ein kontinuierliches Behandlungsverhältnis durch das integrierte Versorgungssystem, wie z.B. durch niedergelassene Vertragsärzte sowie teilstationäre und ambulante Angebote im Vorfeld, bestanden hat. Ein weiteres Ziel der Studie war die Überprüfung der aus Literatur und klinischen Erfahrungen abgeleiteten Hypothese, dass eine medizinisch-psychotherapeutische Behandlung ein bereits bestehendes Risiko bezüglich des Krankheitszustandes im Rahmen der Behandlung senkt und mit einer höheren Lebensqualität einhergeht.
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- Manuela Jerković-Köll (Author), 2017, Psychodiagnostische Pilotstudie zu Patienten mit Depressionen und Essstörungen in der psychosomatischen Medizin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1783157