Repräsentationstechniken an Beispiel von William Karels Film „Kubrick, Nixon und der Mann im Mond" (2002)


Seminararbeit, 2011

6 Seiten


Leseprobe

Universität der Künste Berlin. Fakultät Gestaltung. Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation. Seminar: Bild- und Textkombinationen.

Seminarpaper von Raliza Petrova zum Thema: Repräsentationstechniken an Beispiel von William Karels Film „Kubrick, Nixon und der Mann im Mond" (2002). Teil 2: Filmuntersuchung

„Nur ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit!“,

spricht Neil Armstrong in die Kamera, kurz bevor sein Fuß den Mond betritt.

1. Einführung

Es ist Sommer 1969. Amerika jubelt. Tausende von Menschen gehen auf die Straßen, um die erste erfolgreich abgeschlossene Mondmission zu feiern. Über 5.000.000 Zuschauer weltweit haben bereits den Verlauf der Mission im Fernsehen verfolgt. Neil Armstrong, Edwin „Buzz“ Aldrin und Michael Collins sind die Helden der Nation. Somit wird die vom ehemaligen US- Präsidenten John F. Kennedy zu Beginn des Jahrzehnts gestellte Forderung: „ Ich glaube, diese Nation muss sich verpflichten, das Ziel zu erreichen, noch bevor dieses Jahrzehnt zu Ende ist, einen Menschen auf den Mond und wieder sicher zur Erde zur ü ckzubringen “ (1961) erfüllt. Doch war die erste Mondlandung echt oder gefälscht?

Etwa 30 Jahre später greift der tunesische Regisseur William Karel das Thema

„Verschwörungstheorie Mondlandung“ erneut auf. In seinem Film „Kubrick, Nixon und der Mann im Mond" (2002) stellt Karel die erste Mondlandung als Fälschung dar, die nach Forderung der damaligen US-Regierung für den Fall eines Misserfolgs der Mission in gut ausgestatteten Filmstudios inszeniert und vom Regisseur Stanley Kubrick unter strengster Geheimhaltung realisiert wurde. „Als Gegenleistung für seine Dienste habe Kubrick von der NASA leihweise Optiken erhalten, die erforderlich waren, um einzelne Szenen von Barry Lyndon überhaupt filmen zu können. Nach der geglückten Apollo-11-Mission habe Nixon dann die Veröffentlichung des kompromittierenden Materials befürchtet und daher alle an den Dreharbeiten beteiligten Regierungsbeamten liquidieren lassen. Kubrick habe sich nach England zurückgezogen und seinen Landsitz aus Furcht vor Anschlägen auf sein Leben nur äußerst selten verlassen.“1

Nach seiner Veröffentlichung im Jahr 2002 sorgt der Film „Kubrick, Nixon und der Mann im Mond" für reichlich Diskussionsstoff in den Medien. Durch einer geschickten Mix-Montage von Archivmaterialien, aus dem Kontext gerissenen Aussagen von Zeitzeugen und Interviews mit gestellten Protagonisten, gelingt es dem Regisseur, einen dokumentarischen Fake-Film zu inszenieren, dessen zentrale Botschaft an das Publikum der Hinweis auf die mögliche Manipulation und Irreführung durch Massenmedien sein soll. Für diese Leistung wird William Karel 2003 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet.2

2. Hintergründe

Ursprünglich wollte William Karel einen Film über den Regisseur Stanley Kubrick drehen, der im Jahr 1999 verstorben war. Doch in Gesprächen mit seiner Witwe erfährt er von Kubricks Zusammenarbeit mit der NASA sowie von seinem Beitrag neben weiteren Hollywood- Produzenten zum Erfolg des amerikanischen Raumfahrtprogramms. Und so kommt Karel auf die Idee und stellt sich die Frage: Was wäre, wenn die Nixon-Regierung einen Film über die erste Mondlandung in Auftrag gegeben hätte, für den Fall des Scheiterns der Apollo-11- Mission, damit Beweisbilder für die Öffentlichkeit verfügbar wären? Immerhin gab es bereits Verschwörungstheoretiker, die darauf spekuliert haben und verschiedene Beweise und Fakten in Frage stellten. Es wäre doch möglich und außerdem glaubhaft darstellbar.

Und so hat William Karel in verschiedenen Archiven nach passenden Filmmaterialien gesucht, echten Zeitzeugen mit allgemeinen Fragen über die Mondlandung, Kubrick und seine Filme interviewt, sowie Schauspieler engagiert, die echte Zeitzeugen spielen sollten. Des Weiteren hat der Regisseur auch Namen eingesetzt, die an Figuren aus Kubricks Filmen erinnern sollten wie z.B. „ David Bowman (Astronaut in 2001: Odyssee im Weltraum ), Jack Torrance (Rollenname des Hauptdarstellers in The Shining) und Dimitri Muffley (Kombination der Namen des US-Präsidenten bzw. des sowjetischen Generalsekretärs in Dr. Seltsam oder:

[...]


1 http://de.wikipedia.org/wiki/Kubrick,_Nixon_und_der_Mann_im_Mond

2 http://www.3sat.de/page/?source=/ard/sendung/104217/index.html

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten

Details

Titel
Repräsentationstechniken an Beispiel von William Karels Film „Kubrick, Nixon und der Mann im Mond" (2002)
Hochschule
Universität der Künste Berlin  (Gestaltung: Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation)
Veranstaltung
Bild - und Textkombinationen
Autor
Jahr
2011
Seiten
6
Katalognummer
V178329
ISBN (eBook)
9783656002871
Dateigröße
487 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
repräsentationstechniken, beispiel, william, karels, film, nixon, mann, mond
Arbeit zitieren
Raliza Petrova (Autor), 2011, Repräsentationstechniken an Beispiel von William Karels Film „Kubrick, Nixon und der Mann im Mond" (2002), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178329

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