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Das Participe Passé - Produkt der französischen Sprachnormierung?

Titel: Das Participe Passé - Produkt der französischen Sprachnormierung?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 27 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anja Peske (Autor:in)

Französische Philologie - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In keiner anderen romanischen Sprache ist die Diskrepanz zwischen gesprochener und geschriebener Sprache so groß, wie im Französischen. Gleichzeitig unterlag das Französische als einzige romanische Sprache einer institutionellen Sprachnormierung und tut dies bis heute. Die Frage, inwieweit diese linguistische Auswirkungen hat, wurde lange Zeit diskutiert und soll am Beispiel des Accord des Participe passé Gegenstand der vorliegenden Arbeit sein. Interessant ist dieses Thema vor dem Hintergrund, dass auch andere romanische Sprachen, wie das Italienische einen Accord kennen und diesen auch phonetisch zum Ausdruck bringen. Doch warum wird er gerade im Französischen nicht gesprochen? Handelt es sich hier in der geschriebenen Sprache ein Überrest der seit dem 17. Jahrhundert vollzogenen Sprachnormierung? Warum entwickelten sich die geschriebene und die gesprochene Sprache so unterschiedlich? Wurde die geschriebene Sprache durch Normierung in ihrem ursprünglichen Zustand gehalten während sich die gesprochene Sprache weiterentwickelte? Eben diese Fragen sollen in dieser Arbeit beantwortet werden.

Dazu soll einleitend der Normbegriff aus sprachwissenschaftlicher und sozialer Sicht erörtert, sowie ein historischer Abriss über die Normierungsversuche in Frankreich und deren Auswirkungen gegeben werden. Weiterhin ist die Auseinandersetzung mit den Eigenschaften des Participe passé unerlässlich, die versuchen wird es einer Wortgruppe zuzuordnen. Letztendlich soll die Betrachtung der Eigenschaften der Kongruenz des Participe passé dazu beitragen, eine Antwort auf die Leitfrage zu finden.

Leseprobe


Gliederung

I. Einleitung

1. Norm und Normierung

1.1 Der Normbegriff

1.3 Soziale Grundlage der Sprachnorm

1.4 Die Geschichte der Sprachnorm in Frankreich

2. Das participe passé

2.1 Eigenschaften des participe passé

2.2 Ist das participe passé ein Verb oder ein Adjektiv?

2.2.1 Vergleich zwischen Participe passé – Adjektiv sowie Participe passé - Verb

2.3.2 Das participe passé als quasi-nominale Form

3. Die Kongruenz bei participe passé

3.1 Geschichte der Kongruenzregeln des participe passé

3.2 Phonetik des Partizips

3.3 Der Accord als eine Form der Subjekt-Verb Kongruenz

3.3.1 Probleme hinsichtlich des Accord

3.3.2 Allgemeiner Lösungsansatz

3.3.3 Konkrete Problemlösung

3.4 Der Accord: ein Phänomen sui generis?

II. Schlusswort

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht, inwieweit die Diskrepanz zwischen gesprochener und geschriebener französischer Sprache durch die institutionelle Sprachnormierung bedingt ist. Am Beispiel des „Accord du participe passé“ wird analysiert, ob dieses Phänomen ein künstliches Produkt der Normierung oder eine natürlich entstandene sprachliche Regel darstellt.

  • Historische Entwicklung der Sprachnormierung in Frankreich
  • Linguistische Kategorisierung des Participe passé (Verb vs. Adjektiv)
  • Phonetische Realisierung des Accords in der gesprochenen Sprache
  • Syntaktische Analyse der Kongruenzregeln und ihrer theoretischen Erklärungsmodelle

Auszug aus dem Buch

1.1 Der Normbegriff

Der Normbegriff ist ein sehr mehrdeutiger Begriff. Dennoch gehört der Handlungsbezug, der Anspruch auf umfassende Geltung und die Bindung an Sanktionen zu seinen generellen Merkmalen. Normen für den Vollzug einer Handlung geben einer Sprachgruppe zum einen vor, dass gewisse Dinge getan werden sollen oder getan werden dürfen zum anderen aber auch, wie eine Handlung vollzogen werden soll. Sie regulieren also den zielgerichteten Vollzug von Handlungen und sichern deren sozialen Sinn. Dies setzt jedoch ein bestimmtes Maß an Verbindlichkeit und Allgemeingültigkeit voraus, die für alle Handlungen gelten, welche erstens nach einem Muster vollzogen werden, zweitens auf alle Mitglieder einer Gruppe im Geltungsbereich zutreffen und drittens für die eine längere Gültigkeit vorausgesetzt werden kann. Verbindlichkeit und Allgemeingültigkeit von Normen und deren Anerkennung wird unter anderem durch Sanktionen etabliert. Soziales Handeln steht häufig unter einem normativen Druck. Es handelt sich bei Normen immer um eine gedankliche Festsetzung, die einen Bewertungsmaßstab liefert. Es wird bei Handlungen stets davon ausgegangen, dass die Beteiligten die entsprechende Norm kennen, befolgen und wissen, dass andere diese Kenntnis voraussetzen. Normen sind so Teil des individuellen und kollektiven Normbewusstseins, das sich auch auf den Bereich Sprache übertragen lässt.

Normen beziehen sich auf soziale Handlungen, die danach unterschieden werden können, ob sie sprachlich-kommunikativ oder nicht sind. Unter den sprachlich-kommunikativen können zwei Hauptgruppen unterschieden werden: Solche, die die Rahmenbedingungen von Interaktionen regen und solche, die sich auf die Beschaffenheit sprachlich –kommunikativer Manifestationen beziehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Norm und Normierung: Dieses Kapitel erörtert theoretische Grundlagen des Normbegriffs und bietet einen historischen Abriss der Sprachnormierung in Frankreich.

2. Das participe passé: Hier werden die grammatikalischen Eigenschaften des Participe passé untersucht, um seine Wortart zwischen Verb und Adjektiv einzuordnen.

3. Die Kongruenz bei participe passé: Dieses Kapitel analysiert die historische Entwicklung und die phonetischen sowie syntaktischen Aspekte der Kongruenzregeln des Partizips.

Schlüsselwörter

Französische Sprache, Sprachnormierung, Participe passé, Kongruenz, Accord, Sprachwissenschaft, Verb, Adjektiv, Orthographie, Syntax, Grammatik, Sprachgeschichte, Sprachstandard, Linguistik, Phonetik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss der institutionellen Sprachnormierung auf die französische Sprache, insbesondere im Hinblick auf die Diskrepanz zwischen gesprochener und geschriebener Sprache.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Normbegriff, die Geschichte der französischen Sprachnormierung sowie eine tiefgehende linguistische Untersuchung des Participe passé.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob der „Accord du participe passé“ ein natürliches sprachliches Phänomen ist oder ob es künstlich durch Sprachnormierung erzeugt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen diachronen historischen Abriss sowie synchrone linguistische Analyseansätze, um die Eigenschaften und die Kongruenzregeln des Partizips zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Normen, die Kategorisierung des Partizips sowie eine detaillierte Analyse der Kongruenzregeln und der phonetischen Realisierung in verschiedenen romanischen Varietäten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Sprachnormierung, Participe passé, Kongruenz (Accord), französische Grammatik und linguistische Syntax.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Verb und Adjektiv eine Rolle?

Die Einordnung ist entscheidend, um zu verstehen, ob das Partizip als Verbform oder als Adjektiv mit Kongruenzeigenschaften fungiert, was wiederum die Regelhaftigkeit des Accords beeinflusst.

Welche Rolle spielt der Vergleich mit anderen romanischen Sprachen?

Der Vergleich, insbesondere mit dem Italienischen, dient als Beleg dafür, dass der Accord auch in Sprachen ohne institutionalisierte Sprachnormierung existiert, was gegen eine rein künstliche Entstehung spricht.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Participe Passé - Produkt der französischen Sprachnormierung?
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Veranstaltung
Sprachnorm und Sprachnormierung in Frankreich
Note
1,7
Autor
Anja Peske (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
27
Katalognummer
V178367
ISBN (eBook)
9783656003540
ISBN (Buch)
9783656003328
Sprache
Deutsch
Schlagworte
participe passé produkt sprachnormierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anja Peske (Autor:in), 2010, Das Participe Passé - Produkt der französischen Sprachnormierung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178367
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Leseprobe aus  27  Seiten
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