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Britischer Empirismus und Sensualismus (Locke, Berkeley, Hume)

Title: Britischer Empirismus und Sensualismus (Locke, Berkeley, Hume)

Presentation (Elaboration) , 2003 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Björn Maatz (Author)

Communications - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Das Zeitalter der Aufklärung wird im 18. Jahrhundert in Europa eingeläutet.
Kennzeichnend für diese geistesgeschichtliche Epoche sind die Abkehr von
spekulativen Werten und die Hinwendung zur Herrschaft der Vernunft. Der
philosophierende Mensch übernimmt mit seinem Denken Verantwortung für die Welt.
Vordenker der Aufklärung sind die Rationalisten René Descartes und Baruch Spinoza
auf französisch-niederländischer und Leibniz auf deutscher Seite sowie die Empiristen
Locke, Berkeley und Hume auf englischer Seite. Auf die Letztgenannten, insbesondere
David Hume, soll hier näher eingegangen werden. Die philosophische
Grundausrichtung der Empiristen basiert vor allem auf der Ablehnung der Spekulation
und dem Beharren auf der Erfahrung als der Grundlage allen Wissens und aller
Philosophie. Empirismus (griech. empeiria = Erfahrung) ist eine philosophische Richtung, die darauf
basiert, dass alle Erkenntnis auf Erfahrung beruht. Demnach gibt es keine Erkenntnis,
bevor nicht entsprechende Erfahrungen gemacht worden sind.
Ein wesentlicher Bestandteil des Empirismus ist der Sensualismus (lat. sensus =
Empfindung, Sinn). Sensualismus wird diejenige erkenntnistheoretische Richtung
genannt, die annimmt, dass alle Erkenntnis auf sinnliche Wahrnehmung zurückgeht.
Demnach besteht zwischen Denken und Wahrnehmen kein wesentlicher Unterschied.
Alle Resultate des Denkens lassen sich in Sinneswahrnehmungen auflösen. Erkenntnis
ist also nur ein Produkt der Sinnesfunktionen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Empirismus und Sensualismus

3. John Locke (1632-1704)

3.1. Leben

3.2. Philosophische Ausrichtung

3.3. Bedeutende Werke

4. George Berkeley (1685-1753)

4.1. Leben

4.2. Philosophische Ausrichtung

4.3. Bedeutende Werke

5. David Hume (1711-1776)

5.1. Leben

5.2. Philosophische Ausrichtung

5.2.1. Ursache und Wirkung

5.2.2. Religion

5.2.3. Ethik und Moral

5.3. Politik

5.4. Ökonomie

5.5. Bedeutende Werke

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit widmet sich der Untersuchung der erkenntnistheoretischen Grundlagen des britischen Empirismus und Sensualismus mit einem besonderen Schwerpunkt auf den Denker David Hume. Ziel ist es, die philosophischen Ansätze von John Locke, George Berkeley und David Hume darzustellen, ihre jeweilige Bedeutung für die Wissenskonstitution aufzuzeigen und insbesondere Humes radikale skeptische Position sowie seine ethischen und ökonomischen Überlegungen kritisch zu beleuchten.

  • Grundlagen des Empirismus und Sensualismus
  • Die Philosophie von John Locke und George Berkeley
  • David Humes Erkenntnistheorie und die Ablehnung des Kausalitätsprinzips
  • Religionskritik und ethische Ansätze von David Hume
  • Politik- und wirtschaftstheoretische Perspektiven Humes

Auszug aus dem Buch

5.2.1. Ursache und Wirkung

Geradezu revolutionär ist David Humes Ablehnung des Kausalitätsprinzips. Die Verbindung von einem Gegenstand zum nächsten kann nach Hume nicht mit dem Verstand allein hergeleitet werden, auch wenn die Erfahrung aus Beobachtungen dabei hilft. Folgerichtig widerspricht er der Notwendigkeit von Naturgesetzen.

Ein Stein ist für Hume nicht deshalb warm, weil er von der Sonne beschienen worden ist. Die Wärme des Steins kann seiner Auffassung nach nicht mit der Wärmestrahlung der Sonne in Verbindung gebracht werden. Nach Hume zeigt die Wahrnehmung „stets nur ein Nacheinander (post hoc), niemals ein Wegeneinander (propter hoc)“ (Störig, 2002, S. 406). Keine Wahrnehmung könne eine zwingende Kausalverknüpfung rechtfertigen. Eine erstmalige Beobachtung könne ebenso ein Zufall sein. Wiederholt sich die gleiche Beobachtung, ist es für das menschliche Wesen eine psychologische Notwendigkeit, ja sogar Nötigung, einen Wirkungszusammenhang herzustellen. Bis heute ist seine Theorie der zeitlichen Abfolge nicht widerlegt worden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Zeitalter der Aufklärung ein und definiert den britischen Empirismus als eine Strömung, die jegliche Spekulation ablehnt und Erfahrung als Basis allen Wissens betrachtet.

2. Empirismus und Sensualismus: Dieses Kapitel erläutert die Grundbegriffe der philosophischen Richtung, wonach Erkenntnis ausschließlich durch sinnliche Wahrnehmung und Erfahrung entsteht.

3. John Locke (1632-1704): Hier wird das Leben des Begründers des Empirismus skizziert und sein Konzept des „unbeschriebenen Blattes“ (tabula rasa) sowie die Unterscheidung zwischen primären und sekundären Qualitäten dargelegt.

4. George Berkeley (1685-1753): Dieses Kapitel beleuchtet den idealistischen Ansatz Berkeleys, für den die Existenz von Dingen an ihre Wahrnehmbarkeit gebunden ist.

5. David Hume (1711-1776): Dieser Hauptteil analysiert umfassend das Werk Humes, insbesondere seine radikale Skepsis gegenüber Kausalität, Religion, Ethik, Politik und Ökonomie.

6. Schlussbetrachtung: Das abschließende Kapitel resümiert Humes Wirken und betont seinen Einfluss auf die spätere Philosophie, insbesondere auf Immanuel Kant.

Schlüsselwörter

Empirismus, Sensualismus, John Locke, George Berkeley, David Hume, Erkenntnistheorie, Kausalitätsprinzip, Wahrnehmung, Tabula rasa, Skepsis, Ethik, Religion, Aufklärung, Philosophiegeschichte, Ideenassoziation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung und die zentralen Thesen des britischen Empirismus sowie dessen konsequente Weiterführung im Sensualismus durch die drei bedeutendsten Vertreter John Locke, George Berkeley und David Hume.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Erkenntnistheorie, der Religionsphilosophie, moralethischen Vorstellungen sowie den politischen und ökonomischen Ansichten der drei Philosophen.

Was ist das primäre Ziel der Ausarbeitung?

Das primäre Ziel ist es, den Lesern einen fundierten Überblick über die empiristische Philosophie zu geben und die kritischen bzw. skeptischen Ansätze von David Hume in den historischen Kontext der Aufklärung einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine geistesgeschichtliche Literaturanalyse, bei der zentrale Werke der Philosophen und die Sekundärliteratur zur Philosophiegeschichte herangezogen werden, um die Kerngedanken zu extrahieren.

Was wird im umfangreichen Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich nach den drei Philosophen, wobei für jeden sowohl biographische Hintergründe als auch die philosophische Ausrichtung und deren bedeutendste Werke systematisch aufgearbeitet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben den Namen der Protagonisten sind Begriffe wie Erkenntnistheorie, Empirismus, Skepsis, Kausalitätsprinzip und Wahrnehmung für das Verständnis des Textes essentiell.

Wie begründet Hume seine Skepsis gegenüber dem Kausalitätsprinzip?

Hume argumentiert, dass wir durch Erfahrung nur ein zeitliches Nacheinander von Ereignissen wahrnehmen, aber niemals eine notwendige, logische Verknüpfung (Ursache und Wirkung) im Verstand ableiten können.

Warum hält Hume Religion für problematisch?

Hume kritisiert Religion nicht nur als rational unbegründet, sondern sieht in ihr durch Aberglauben und Schwärmerei ein Gefahrenpotenzial für Moral und Gesellschaft.

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Details

Title
Britischer Empirismus und Sensualismus (Locke, Berkeley, Hume)
College
University of Applied Sciences Bremen  (Internationaler Studiengang Fachjournalistik)
Grade
2,0
Author
Björn Maatz (Author)
Publication Year
2003
Pages
14
Catalog Number
V17838
ISBN (eBook)
9783638223102
Language
German
Tags
Britischer Empirismus Sensualismus Berkeley Hume)
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Björn Maatz (Author), 2003, Britischer Empirismus und Sensualismus (Locke, Berkeley, Hume), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17838
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