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Beschäftigung in den Wirtschaftssektoren im 19. und 20. Jahrhundert

Title: Beschäftigung in den Wirtschaftssektoren im 19. und 20. Jahrhundert

Seminar Paper , 2002 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Oliver Schirmer (Author)

Business economics - Economic and Social History
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Die Erwerbstätigkeit nimmt im Leben des modernen Menschen einen zentralen
Platz ein, da sie nicht nur der Sicherung des Lebensunterhalts dient, sondern auch
Einfluß auf die Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit hat. Erwerbstätig,
kann man aber in sehr vielen Bereichen sein.
Diese Ausarbeitung beschäftigt sich mit der Entwicklung der Erwerbstätigen in
den einzelnen Sektoren im 19. und 20. Jahrhundert. Dabei soll es Ziel sein, die
Entwicklung der Beschäftigten und die Verschiebung/Umstrukturierung zwischen
den Wirtschaftssektoren überblickartig aufzuzeigen. Die Ausarbeitung ist in die
Teile A, B, C, D und E gegliedert. Im Teil A, der Einleitung, soll der Betrachter
zum Thema hingeführt und über die Vorgehensweise informiert werden. Der Teil
B ist der Hauptteil dieser Arbeit, der sich mit „einführenden Bemerkungen“ und
dem „Wandel der Erwerbsstruktur“ beschäftigt. Dort soll der Leser vorab und
kurz über notwendige Grundlagen und Probleme informiert werden, um danach
das Fourastie –Modell und die überblickartige Entwicklung der Beschäftigten
besser zu verstehen. Der Teil C gibt ein kurzes Fazit und einen Vorschlag für
spätere wissenschaftliche Forschungen. Notwendig erschien mir, in dieser
Ausarbeitung, einige Anlagen einzufügen, da diese Schaubilder und Statistiken
für das Verständnis von großer Bedeutung sind. Im Teil E, dem
Literaturverzeichnis, sind alle Werke und Quellen aufgeführt, die ich als
Grundlage für meine Arbeit genutzt habe.
Als Quellen – und Literaturbasis habe ich hauptsächlich mit dem
Sozialgeschichtlichen Arbeitsbuch (Band 1-3) und dem Werk von Walter G.
Hoffmann (Das Wachstum der deutschen Wirtschaft seit Mitte des 19.
Jahrhunderts) gearbeitet. Anzumerken ist hier aber, daß das Werk von Hoffmann
als Basiswerk zu verstehen ist und viele andere Autoren sich auf Hoffmann und
seine Ergebnisse beziehen. Leider beziehen sich Hoffmanns Erhebungen nur auf
die Jahre bis einschließlich 1959 und so ist es notwendig, daß diesem Werk,
aufgrund der fortgeschrittenen Zeit, ein neues umfassendes Werk folgt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Beschäftigung in den Wirtschaftssektoren im 19. und 20. Jahrhundert

B.I. Einführende Bemerkungen

B.II. Wandel der Erwerbsstruktur

1) Fourastie – Modell (Fisher – Clark – Modell)

2) Die Entwicklung der Beschäftigten in den Wirtschaftssektoren

C. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Erwerbsstruktur in den drei Wirtschaftssektoren über das 19. und 20. Jahrhundert hinweg, um Verschiebungen und Umstrukturierungsprozesse aufzuzeigen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Anwendung und Validierung des Fourastie-Modells im deutschen Kontext.

  • Historische Analyse der Sektorverschiebungen in Deutschland
  • Methodische Problematiken bei der Erfassung von Beschäftigtenzahlen
  • Anwendung des Fourastie-Modells (Fisher-Clark-Modell)
  • Vergleich der Entwicklungsphasen: Agrarstaat zur Dienstleistungsgesellschaft
  • Strukturelle Auswirkungen der Industrialisierung und des Großbetriebswachstums

Auszug aus dem Buch

1. Das Fourastie – Modell (Fischer – Clark – Modell)

Betrachtet man das 19. Jahrhundert, so wird man feststellen, daß zu Beginn dieses Jahrhunderts noch über 80 Prozent der Beschäftigten im primären Sektor gearbeitet haben, d.h. im großen Maße in der Landwirtschaft. Nachdem sich aber das Phänomen der Industrialisierung begann durchzusetzen, veränderte sich die Verteilung der Beschäftigten in den einzelnen Wirtschaftssektoren sehr stark, was der französische Soziologe Fourastie in einem anschaulichen Modell verdeutlicht hat. In den meisten angelsächsischen Ländern ist dieses Modell auch unter dem Fisher – Clark – Modell bekannt.

Fourastie stellte fest, das jede Gesellschaft in den letzten zweihundert Jahren dieses Konzept durchlief oder durchläuft. In jedem „modernen“ Staat sollte die Erwerbsgeschichte in drei ganz bestimmten Phasen ablaufen. In der ersten Phase war der primäre Sektor der Schwerpunktsektor, in dem die agrarische Arbeit die größte Bedeutung hatte und nahezu alle Beschäftigten aufnahm. Die zweite Phase war eine Folge und ein Ergebnis der Industrialisierung, denn in jener Phase überflügelte die gewerbliche und industrielle Arbeit die agrarische Arbeit, wurde zum größten Beschäftigungssektor und die Industriegesellschaft entstand. In Deutschland/Deutsches Reich fand dieser Wechsel zu Beginn des 20. Jahrhunderts statt. Die dritte und letzte Phase im Fourastie – Modell, ist die Phase der Dienstleistungsgesellschaft, in der auch wir uns gegenwärtig befinden. In jener wird die Agrararbeit marginal, die Industriearbeit geht entschieden zurück und der Dienstleistungssektor wird zum größten Beschäftigungssektor. Dieser Wandel in der Erwerbsstruktur ist auf die steigende Produktivität im Agrarsektor und später auch im Industriesektor zurückzuführen, jene kann somit auch als Motor dieser Entwicklung bezeichnet werden. Im Agrar – und Industriesektor fiel der Bedarf an Arbeitskräften trotz steigender Produktion immer weiter ab.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung der Erwerbstätigkeit ein, erläutert die Struktur der Arbeit und stellt die verwendeten Quellen sowie das methodische Vorgehen vor.

B. Beschäftigung in den Wirtschaftssektoren im 19. und 20. Jahrhundert: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Basis zur Sektoreneinteilung, diskutiert Erfassungsprobleme von Beschäftigten und analysiert die historische Entwicklung der Erwerbsstruktur anhand des Fourastie-Modells.

B.I. Einführende Bemerkungen: Hier werden Definitionen der Sektoren vorgenommen sowie Faktoren wie Bevölkerungswachstum, Arbeitszeit und statistische Erfassungsmethoden als Einflussgrößen auf die Beschäftigungszahlen kritisch beleuchtet.

B.II. Wandel der Erwerbsstruktur: Dieses Kapitel gliedert sich in die Vorstellung des Fourastie-Modells und die konkrete empirische Analyse der Beschäftigungsentwicklung im Zeitverlauf unter Einbeziehung krisenhafter Phasen.

C. Fazit und Ausblick: Das Fazit bewertet das Fourastie-Modell als historisches Erklärungsmodell und gibt einen Ausblick auf die weitere Dominanz des tertiären Sektors im vereinigten Deutschland.

Schlüsselwörter

Beschäftigungsstruktur, Wirtschaftssektoren, Fourastie-Modell, Industrialisierung, Erwerbsquote, Primärsektor, Sekundärsektor, Tertiärsektor, Deutschland, Wirtschaftshistorie, Arbeitsmarkt, Produktivität, Dienstleistungsgesellschaft, Agrarwirtschaft, Statistikanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung der Erwerbsstruktur und der Verschiebung von Arbeitskräften zwischen den drei Wirtschaftssektoren in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind der Wandel von der Agrar- zur Industriegesellschaft und weiter zur Dienstleistungsgesellschaft sowie die statistische Erfassbarkeit und Definition von Erwerbstätigen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Sektorverschiebungen überblickartig aufzuzeigen und zu prüfen, ob die deutsche wirtschaftliche Entwicklung dem theoretischen Modell von Fourastie folgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine wirtschaftshistorische Analyse, die auf der Auswertung statistischer Daten aus Sekundärquellen und Fachliteratur (insb. Hoffmann) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen zur Erfassung von Beschäftigten, das Fourastie-Modell und eine detaillierte chronologische Analyse der Beschäftigtenzahlen in den verschiedenen Epochen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind u.a. Beschäftigungsstruktur, Sektorwandel, Industrialisierung, Fourastie-Modell, Primär-, Sekundär- und Tertiärsektor.

Warum ist das Fourastie-Modell laut Autor nur bedingt allgemein gültig?

Der Autor argumentiert, dass das Modell eher eine europäische bzw. deutsche Sonderentwicklung abbildet, während andere Staaten wie die USA oder Japan alternative Entwicklungspfade aufweisen.

Welches Problem identifiziert der Autor bei der statistischen Erfassung von Frauen und Mithelfenden?

Vor 1895 wurden mithelfende Familienangehörige oft unzureichend erfasst, was dazu führte, dass die tatsächliche Beschäftigung, insbesondere in der Landwirtschaft, statistisch unterschätzt wurde.

Warum hält der Autor die Daten zur Beschäftigung im Verteidigungssektor 1950 für fragwürdig?

Da es 1950 in Westdeutschland faktisch keine reguläre Armee und nur sehr wenige Polizeikräfte gab, erscheinen die in der Quelle genannten 423.000 Beschäftigten im Bereich Verteidigung für den Autor nicht plausibel.

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Details

Title
Beschäftigung in den Wirtschaftssektoren im 19. und 20. Jahrhundert
College
University of the Federal Armed Forces München  (Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsgeschichte)
Course
Quantitative Methoden zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Grade
1,7
Author
Oliver Schirmer (Author)
Publication Year
2002
Pages
15
Catalog Number
V17849
ISBN (eBook)
9783638223195
ISBN (Book)
9783656899266
Language
German
Tags
Beschäftigung Wirtschaftssektoren Jahrhundert Quantitative Methoden Wirtschafts- Sozialgeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Schirmer (Author), 2002, Beschäftigung in den Wirtschaftssektoren im 19. und 20. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17849
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