Wols und die informelle Malerei


Referat (Ausarbeitung), 1991

10 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biografie

3. Einordnung in die Kunstgeschichte

4. Darstellung der verschiedenen Phasen

5. Informelle Malerei

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Mein Referat hat folgenden Verlauf:

1. An den Beginn meines Referats stelle ich eine Biografie des unter dem Pseudonym „Wols“ bekannt gewordenen Künstlers. Ich möchte betonen, dass ich Leben und künstlerisches Werk als nicht direkt ineinander zu übersetzende Bereich betrachte. Das schließt nicht aus, dass der eine Bereich dennoch zur Erhellung des anderen beiträgt.

„Für Guilly“, einer der ersten Interpreten der Malerei von Wols, „sind die Freiheit des Künstlers und seine bewusst eingesetzte Individualität die Voraussetzungen für diese Malerei, keineswegs aber der Lebenslauf“ (E. Rathke, S. 14).

2. Auf die Darstellung der Biografie folgt ein Blick auf die Stellung, welche die Kunstgeschichte dem Werk von Wols zuweist.

3. Im Weiteren stelle ich die verschiedenen Phasen in seinem Werk dar.

4. Abschließend betrachte ich die Phase von Wols’ Schaffen näher, in der er rein informell malt.

2. Biografie

„Wols“, der den Geburtsnamen Alfred Otto Wolfgang Schulze trägt, wird am 27. Mai 1913 in Berlin geboren. Sein Vater ist hoher Beamter. Wols zeigt sich als Kind außerordentlich musikalisch begabt und lernt Geige. Er entwickelt eine solche Profession für die Musik, dass er 1931, also mit 18 Jahren, eine Stelle als Konzertmeister angeboten bekommt. Wols entscheidet sich aber zunächst für ein weiteres Talent, das der Fotografie. Er arbeitet für einige Monate in einem Atelier. 1932 lebt er vorübergehend in Berlin, nachdem er daran gescheitert war, in Frankfurt ein Studium der Ethnologie aufzunehmen. In Berlin rät ihm Lászlo Moholy-Nagy, der die Fotografien von Wols als hervorragend einstuft, nach Paris zu gehen. Dort hat Moholy-Nagy zudem Kontakte zu Künstlerkreisen und arbeitet hier selbst als Fotograf. Der Beschluss, in Frankreich zu leben, scheitert jedoch an der fehlenden Arbeitserlaubnis. Mit seiner späteren Frau Gréty lebt Wols schließlich bis 1935 in Spanien, das ihn aus politischen Gründen nach Frankreich abschiebt. 1937, von nun an unter dem Pseudonym „Wols“, arbeitet er als offizieller Fotograf der Pariser Weltausstellung. Bei Kriegsausbruch internieren ihn die Behörden, weil er deutscher Emigrant ist. Es folgt eine Zeit mehrfacher Internierungen. In diese Zeit fällt allerdings auch die Intensivierung seines Zeichnens und Aquarellierens. Am 30. November 1940 darf Wols das Internierungslager verlassen. Er lässt sich mit Gréty, die er 1940 geheiratet hat, in Cassis bei Marseille nicht. Dort leben sie für zwei Jahre. Die südfranzösische Küstenlandschaft beeindruckt Wols. 1942, nach der Besetzung des freien Frankreich durch die deutschen Truppen, müssen Wols und Gréty weiter ins Landesinnere fliehen. Sie lassen sich im Dieulefit bei Montélimar nieder und leben unter schwierigsten wirtschaftlichen Umständen. 1946 kehren sie nach Paris zurück. Wols macht die Bekanntschaft von Jean-Paul Sartre. 1946 beginnt Wols auf Veranlassung des Kunsthändlers René Drouin, der im vorangegangenen Jahr eine Ausstellung von Wols’ Arbeiten in seiner Galerie gezeigt hatte, mit Ölfarben zu malen. Wols verkehrt mit vielen Künstlerin in Paris. Mit seiner Gesundheit steht es allerdings nicht zum Besten. Im Internierungslager hatte er angefangen zu trinken und entwickelte nach und nach eine Alkoholabhängigkeit. 1951 macht er eine Entziehungskur. Im selben Jahr stirbt Wols an den Folgen einer Fleischvergiftung im Alter von 38 Jahren.

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Wols und die informelle Malerei
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Kunstgeschichtliches Institut)
Veranstaltung
Proseminar "Die Malerei des Informel"
Note
2
Autor
Jahr
1991
Seiten
10
Katalognummer
V178507
ISBN (eBook)
9783656005421
ISBN (Buch)
9783656005582
Dateigröße
423 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wols, malerei
Arbeit zitieren
Magister Artium Bernhard Paha (Autor), 1991, Wols und die informelle Malerei, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178507

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Wols und die informelle Malerei



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden