Literaturkritik im Fernsehen


Hausarbeit, 2011

17 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Literaturkritik in den Medien
2.1 Literaturkritik in den Printmedien
2.2 Literaturkritik im Rundfunk
2.3 Literaturkritik im Fernsehen.
2.4 Literaturkritik im Internet

3. Probleme der Literaturkritik im Fernsehen

4. Formate der Literaturkritik im Fernsehen
4.1 Wettbewerb
4.2 Talkshow.
4.2.1 Rahmenbedingungen.
4.2.2 Titelmelodie
4.2.3 Logo
4.2.4 Moderatorin.
4.2.5 Studio
4.2.6 Kommunikation.
4.2.7 Kritik
4.2.8 Service
4.2.9 Fazit
4.3 Magazin.
4.3.1 Rahmenbedingungen.
4.3.2 Titelmelodie
4.3.3 Logo
4.3.4 Moderator
4.3.5 Studio
4.3.6 Kommunikation.
4.3.7 Kritik
4.3.8 Service
4.3.9 Fazit

5. Zusammenfassung

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Mit dem Aufkommen der „modernen Massenmedien“[1], also dem Rundfunk, Fernsehen und Internet ist zu erkennen, dass die Literaturkritik auch in diesen Medien um ihren Platz kämpft. Allerdings ist dieser Platz bisher nicht sonderlich gefestigt. Im Rundfunk und Fernsehen findet Literaturkritik hauptsächlich bei den öffentlich-rechtlichen Sendern Beachtung.

In der vorliegenden Hausarbeit soll betrachtet werden, welche Formen der Literaturkritik in den Medien zu finden sind. Der Schwerpunkt dieser Betrachtung liegt darin, zu erkennen wie Literaturkritik im Fernsehen umgesetzt wird. Es werden die Probleme des Zusammenpassens von Literatur und Fernsehen beleuchtet und die möglichen Lösungsansätze vorgestellt. Hierzu werden die Formate Lesen! (ZDF) und druckfrisch (ARD) genauer betrachtet. Es soll überlegt werden, ob diese Formate Literaturkritik im Fernsehen sinnvoll umsetzen.

2. Literaturkritik in den Medien

Literaturkritik braucht ein Medium um vermittelt werden zu können. Welches Medium Literaturkritik wie präsentiert hat soll im Folgenden näher betrachtet werden.

2.1 Literaturkritik in den Printmedien

Das typische Medium für Literaturkritik ist seit langem die Zeitschrift. Um 1750 wurden sogar Zeitschriften, die sich ausschließlich mit der Literaturkritik befassten verlegt. Es wurde die „schöne Literatur“ aber auch Sach- und Fachbücher der Aufklärung behandelt.

Erst im Zuge der Französischen Revolution begann das Abdrucken von Literaturkritik in europäischen Zeitungen. Diese waren zuvor der (Welt-) Politik vorbehalten. Während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts etablierten sich Tageszeitungen, in ihnen wurde auch Literaturkritik abgedruckt.

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts hielt die Literaturkritik auch in deutschen Tageszeitungen Einzug und bekam ihren Platz im „Kultur- und Unterhaltungsteil der Tagespresse“[2] im Feuilleton.

Während der Frühromantik wurden die Sammlungen von literaturkritischen Texten in Büchern gängig.

Die Quantität und Qualität der Literaturkritik in den heutigen Printmedien hängen stark von der „Marktstellung“[3] des einzelnen Blattes ab. Lediglich die „großen“ überregionalen Zeitungen wie Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurter Rundschau, Neue Zürcher Zeitung, Süddeutsche Zeitung Welt Zeit, Berliner Zeitung und Neues Deutschland haben die Möglichkeit, Qualitätsstandards zu prägen und zu erfüllen[4].

Vernachlässigt bleibt die wissenschaftliche Betrachtung der Literaturkritik in aktuellen Zeitschriften. In Deutschland gibt es kein „integratives Kritikorgan wie die Times Literary Supplement oder New York Review of Books“[5] wie in Großbritannien und den USA. Trotzdem finden sich literaturkritische Beiträge in anderen deutschen Zeitschriften wie Neue Rundschau, Literaturen. Das Journal für Bücher und Themen, Signum. Blätter für Literatur und Kritik[6]. Jedoch steht diesen wenigen Rezensionsbeiträgen eine immer größer werdende Menge von jährlichen Buchveröffentlichungen gegenüber.

Desweiteren sei erwähnt, dass Nachrichtenmagazine und Illustrierte in der Regel eher mit Bestsellerlisten als mit ausführlichen Kritiken arbeiten. Buchbesprechungen finden sich in zumeist unregelmäßigen Abständen[7] oder zu bestimmten Jahreszeiten[8].

2.2 Literaturkritik im Rundfunk

Zu Beginn der Literaturkritik im Rundfunk nach 1945 erfreute sich diese großer Beliebtheit und war in Folge dessen recht verbreitet[9]. Allerdings vollzog sich gegen Ende der 1980er Jahre ein Funktionswandel im Radio, der bewirkte, dass Wortbeiträge deutlich kürzer wurden. Die Bereitschaft des Publikums sich hörend auf komplexere Gedankengänge einzulassen und diese auch zu verfolgen sank stetig. Die „mediale Funktionstüchtigkeit des Rundfunks“[10] bezüglich der Literaturkritik war nie umstritten.

2.3 Literaturkritik im Fernsehen

Die Anfänge der Literaturkritik im Fernsehen gehen auf das Wirken der Gruppe 47 zurück. Diese fand Ende der 1950er Jahre bzw. Anfang der 1960er Jahre starke Beachtung unter den Journalisten. Kritikerpersönlichkeiten wie Walter Jens, Joachim Kaiser, Hans Mayer und Marcel Reich-Ranicki waren bereits bekannt und schafften somit ein gewisses öffentliches Interesse. Zunächst wurden die literaturkritischen Treffen vom Rundfunk übertragen. Bereits wenig später übertrug das Fernsehen. Loquai führt aus, dass etwa zeitgleich Kulturmagazine im Fernsehen entstanden. Er erklärt, dass besonders die neu entstanden Dritten Programme auf kulturelle Inhalte setzten[11]. In der ARD gingen Titel, Thesen, Temperamente und im ZDF Aspekte auf Sendung.

2.4 Literaturkritik im Internet

Im Internet ist die Literaturkritik noch unscheinbarer. Das ehemalige TV-Format Lesen! von und mit Elke Heidenreich konnte sich im Netzt nicht etablieren. Laienkritik in Onlineshops wie amazon.de oder auch die diversen Kritiken auf perlentaucher.de müssten bei einer genaueren Betrachtung der Literaturkritik im Internet untersucht werden. Dies kann im Rahmen dieser Arbeit jedoch nicht geleistet werden.

3. Probleme der Literaturkritik im Fernsehen

Eine mediale Funktionstüchtigkeit wird dem Medium Fernsehen im Bezug auf die Literaturkritik nicht ohne weiteres zugerechnet. Dies ist darin begründet, dass das Fernsehen ein passives Rezeptionsverhalten hervorruft. Das sinnvolle Rezipieren von Literaturkritik setzt jedoch „geistige Aktivität“[12] voraus. Trotz der umstrittenen Funktionstüchtigkeit werden immer wieder neue Format(-versuch)e konzipiert und umgesetzt. Sodass Albrecht davon ausgeht, dass das Fernsehen den „tradierten Formenkanon offenkundig am entscheidendsten erweitert“[13] hat.

[...]


[1] Albrecht, Wolfgang: Literaturkritik. 2001, Seite 20.

[2] Albrecht, Wolfgang: Literaturkritik. 2001, Seite 20.

[3] Albrecht, Wolfgang: Literaturkritik. 2001, Seite 22.

[4] VGL. Albrecht, Wolfgang: Literaturkritik. 2001, Seite 22.

[5] Albrecht, Wolfgang: Literaturkritik. 2001, Seite 22f..

[6] Vgl. Albrecht, Wolfgang: Literaturkritik. 2001, Seite 23.

[7] Vgl. Albrecht, Wolfgang: Literaturkritik. 2001, Seite 24.

[8] So lässt sich in zahlreichen Illustrierten für Frauen erkennen, dass zur Urlaubszeit im Sommer und in der Vorweihnachtszeit Bücher stärker thematisiert werden.

[9] Vgl. Albrecht, Wolfgang. Literaturkritik. 2001, Seite 24f..

[10] Albrecht, Wolfgang: Literaturkritik. 2001, Seite 25.

[11] Vgl. Loquai, Franz: Das literarische Schafott. 1995, Seite 12.

[12] Albrecht, Wolfgang: Literaturkritik. 2001, Seite 25.

[13] Albrecht, Wolfgang: Literaturkritik. 2001, Seite 25.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Literaturkritik im Fernsehen
Hochschule
Universität Siegen
Note
1,3
Autor
Jahr
2011
Seiten
17
Katalognummer
V178537
ISBN (eBook)
9783656006831
ISBN (Buch)
9783656007340
Dateigröße
477 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Intermedial, Intermedialität, Literaturkritik, TV, Fernsehen, Lesen!, Elke Heidenreich, Literaturkritik im Fernsehen, Literarisches Quartett
Arbeit zitieren
Jessica Berger (Autor), 2011, Literaturkritik im Fernsehen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178537

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