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James Bond und der Zweite Kalte Krieg

Die Darstellung der Sowjetunion in den James Bond Filmen von 1977-1987

Titel: James Bond und der Zweite Kalte Krieg

Bachelorarbeit , 2011 , 32 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Matthäus Wehowski (Autor:in)

Geschichte Europas - Europa ab kaltem Krieg
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Spionage und Agenten gehören zweifellos zum Kalten Krieg, sowohl in der Realität als auch
in der Literatur. Die gegenseitige Bedrohung der beiden Supermächte USA und Sowjetunion
durch Atomwaffen, machte einen konventionellen Krieg zwischen den Blöcken nicht
möglich, deswegen wurde er vor allem auf dem Schlachtfeld der Ideologien, der Propaganda
und der Medien geführt. Vor diesem Hintergrund muss man auch den wohl berühmtesten
fiktiven Agenten der Welt verstehen, den von Ian Fleming erdachten, britischen Spion James
Bond. Seit 1953 erschienen zwölf Romane und drei Kurzgeschichtenbände des britischen
Autors und seit 1962 kamen 22 Filme in die Kinos, die mehr oder weniger von Flemings
Büchern inspiriert wurden. Schätzungsweise hat rund die Hälfte der Weltbevölkerung
mindestens einen der James-Bond-Filme gesehen. Doch warum sollte man sich, wenn man
den Kalten Krieg betrachtet, mit dem Phänomen Bond beschäftigen?

Die Bücher und Filme der James Bond Reihe, umfassen fast den gesamten Zeitraum des
Kalten Krieges – der erste Roman Casino Royale erschien 1953 und der erste Bond Film Dr.
No im Jahr 1962, also genau am ersten Höhepunkt der Konfrontation zwischen Ost und West
während der Kubakrise. Im Zeitraum von 1962-1989 erschienen insgesamt 16 Bond-Filme, in
denen der Kalte Krieg, direkt oder indirekt eine Rolle spielte. Keine andere Filmreihe umfasst
einen so langen Zeitraum und eignet sich deswegen so gut für eine Untersuchung. In dieser
Arbeit möchte ich mich hauptsächlich mit den Filmen beschäftigen, die zwischen dem
Höhepunkt der Entspannung im Jahr 1975 und dem so genannten Zweiten Kalten Krieg, in
den 80er Jahren erschienen sind. Außerdem müssen die Filme den Konflikt zwischen Ost und
West direkt als Thema haben. Dabei werde ich untersuchen, in wie weit diese Filme die
einzelnen Phasen des Kalten Krieges wiedergeben und auch ob und wie die Entspannungsoder
Bedrohungssituation zur Sowjetunion dargestellt wird. Aus diesem Grund werde ich
folgende Filme genauer betrachten: The Spy Who Loved Me (1977), For Your Eyes Only
(1981), Octopussy (1983), A View to a Kill (1985) und The Living Daylights (1987).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Überblick über die Romane von Ian Fleming und die Bond-Filme bis 1975

2.1 Das Leben des Ian Fleming und die Bond-Romane

2.2. Die James Bond Filme bis 1975

3. The Spy Who Loved Me (1977) – Die Zeit der Entspannungspolitik

4. For Your Eyes Only (1981) – Die Konflikte in der dritten Welt

5. Octopussy (1983) - Die verstärkte Konfrontation am Anfang der 80er Jahre

6. A View to a Kill (1985) – Die Wirtschaft im Kalten Krieg

7. The Living Daylights (1987) - Die Situation in den Ländern des Warschauer Pakts und das Ende des Kalten Krieges.

7.1 Die Situation in den Staaten des Warschauer Pakts

7.2 Das Ende des Kalten Krieges

8. GoldenEye (1995) Ausblick auf die Zeit nach dem Kalten Krieg

9. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit James-Bond-Filme aus dem Zeitraum von 1977 bis 1987 die politischen Phasen des Kalten Krieges widerspiegeln und wie sie die Darstellung der Sowjetunion vom stereotypen Feindbild hin zu einer differenzierteren Akteursperspektive wandelten.

  • Die Entwicklung der Darstellung der Sowjetunion in der Bond-Reihe
  • Einfluss der Entspannungspolitik (Detente) auf die Filminhalte
  • Reale geopolitische Konflikte und deren Reflexion in den Filmen
  • Wirtschaftliche Aspekte des Kalten Krieges und die Rolle der Mikrochiptechnologie
  • Der Übergang vom Kalten Krieg zum politischen Umbruch in den 80er Jahren

Auszug aus dem Buch

3. The Spy Who Loved Me (1977) – Die Zeit der Entspannungspolitik

Ian Fleming starb bereits 1964 und sein letztes Buch erschien postum im Jahr 1965. Die Filme nach Flemings Tod entfernten sich inhaltlich zunehmend von den Romanen und befassten sich auch mit der aktuellen politischen Lage ihrer Zeit. Auch die Sowjetunion wurde von einer fernen und „gesichtslosen“ Bedrohung erstmals zu einem Akteur in einem Film. In The Spy Who loved Me treten erstmals handelnde Figuren von Seiten der Sowjetunion auf. Zum einen die Agentin Mayor Anya Amasowa (Barbara Bach) und der KGB-Chef General Gogol (Walter Gotell), der auch noch in weiteren Filmen eine wichtige Rolle spielt. Der Film greift die Phase der Entspannungspolitik zu Beginn der 70er Jahre auf. James Bond (Roger Moore) muss mit der sowjetischen Agentin Anya Amasowa zusammenarbeiten um die Welt vor der atomaren Vernichtung durch den Großreeder Stromberg (Curd Jürgens) zu bewahren. Die Produzenten Harry Saltzman und Albert R. Broccoli bemühten sich in diesem Film die altbewährte Bond-„Formel“ zu erhalten, aber dennoch aktuelle Bezüge einzubringen. Die antisowjetische Haltung der Bond-Romane wurde in diesem Film allerdings endgültig aufgegeben. Die Bedrohung geht nicht mehr von einer bestimmten Ideologie oder einem Staat aus, sondern von einer kompletten Vernichtung der Welt durch einen Verrückten. Dies macht es im Film auch nötig die bisherigen Spannungen zwischen den Blöcken zu überwinden und West und Ost sind gezwungen zusammenzuarbeiten. Der Film entsprach also völlig dem Zeitgeist der Entspannungspolitik. Vor der Premiere des Films wurden sogar die Mitarbeiter der sowjetischen Botschaft in London eingeladen die Dreharbeiten des Films zu besuchen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung legt dar, warum sich Bond-Filme als historische Quelle eignen und formuliert das Ziel, die Darstellung der Sowjetunion zwischen 1977 und 1987 in den Kontext der realen Weltpolitik zu setzen.

2. Überblick über die Romane von Ian Fleming und die Bond-Filme bis 1975: Das Kapitel skizziert die Entstehung von James Bond als fiktives britisches Machtsymbol und analysiert die frühe, weitgehend ideologiefreie oder auf SPECTRE fokussierte Darstellung in den Filmen.

3. The Spy Who Loved Me (1977) – Die Zeit der Entspannungspolitik: Der Film wird als Spiegelbild der Detente-Politik interpretiert, in der James Bond erstmals mit einer sowjetischen Agentin zusammenarbeiten muss.

4. For Your Eyes Only (1981) – Die Konflikte in der dritten Welt: Hier wird thematisiert, wie sich die Großmachtkonflikte ab Ende der 70er Jahre in regionale Stellvertreterkriege in der Dritten Welt verlagerten.

5. Octopussy (1983) - Die verstärkte Konfrontation am Anfang der 80er Jahre: Dieses Kapitel behandelt die Rückkehr zur Konfrontation und das neue, technisierte Feindbild der Sowjetunion unter dem Einfluss von Ronald Reagans Rhetorik und Aufrüstungspolitik.

6. A View to a Kill (1985) – Die Wirtschaft im Kalten Krieg: Die Analyse zeigt auf, wie der Film die technologische Abhängigkeit des Ostblocks vom Westen und die wirtschaftliche Stagnation in der Sowjetunion thematisiert.

7. The Living Daylights (1987) - Die Situation in den Ländern des Warschauer Pakts und das Ende des Kalten Krieges.: Fokus auf die interne Instabilität des Warschauer Paktes und den Übergang zu einer neuen Entspannungspolitik unter Gorbatschow, veranschaulicht durch die filmische Darstellung Osteuropas.

8. GoldenEye (1995) Ausblick auf die Zeit nach dem Kalten Krieg: Ein kurzer Ausblick auf die Zeit nach 1989, in der Bond-Filme mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und einer unsicheren neuen Weltlage umgehen müssen.

9. Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse, wobei betont wird, dass die Bond-Filme trotz britischer Perspektive erstaunlich präzise die politischen Zeitphasen widerspiegeln.

Schlüsselwörter

James Bond, Kalter Krieg, Sowjetunion, Filmgeschichte, Detente, Entspannungspolitik, General Gogol, Ost-West-Konflikt, Propaganda, Stellvertreterkriege, Mikrochiptechnologie, Gorbatschow, Warschauer Pakt, Realpolitik, Ideologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die filmische Darstellung der Sowjetunion in der James-Bond-Reihe zwischen 1977 und 1987 im Kontext der realen politischen Geschehnisse des Kalten Krieges.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die Entspannungspolitik, der technologische Wettlauf, Stellvertreterkonflikte in der Dritten Welt und die wirtschaftlichen sowie ideologischen Krisen des Ostblocks.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist herauszufinden, inwiefern die Bond-Filme die verschiedenen Phasen des Kalten Krieges akkurat wiedergeben und wie sich das Image der Sowjetunion innerhalb der Filmreihe im Zeitverlauf verändert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der filmische Szenen und Handlungsstränge mit historischen Fakten, Dokumenten und der realen politischen Entwicklung der Supermächte USA und Sowjetunion abgeglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert chronologisch ausgewählte Bond-Filme von 1977 bis 1987 und setzt diese in Bezug zu den realpolitischen Ereignissen, wie der Ära der Entspannungspolitik, dem Afghanistan-Krieg und der Ära Gorbatschow.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind James Bond, Detente, Ost-West-Konflikt, Sowjetunion, Politische Filmgeschichte und Realpolitik.

Welche Bedeutung hat die Figur des "General Gogol"?

General Gogol repräsentiert über mehrere Filme hinweg die realpolitische Fraktion innerhalb der Sowjetunion und steht als Symbol für die Phase der Entspannungspolitik sowie als Gegenpol zu den radikalen Hardlinern.

Wie unterscheidet sich die Darstellung in "The Living Daylights" von früheren Filmen?

Der Film fängt den Übergang zur Ära Gorbatschow und die zunehmende interne Instabilität der Staaten des Warschauer Paktes ein, wobei er eine stärkere Anspielung auf die reale politische Öffnung und die Veränderung des sowjetischen Personals enthält.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
James Bond und der Zweite Kalte Krieg
Untertitel
Die Darstellung der Sowjetunion in den James Bond Filmen von 1977-1987
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen  (Institut für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde)
Veranstaltung
Der Zweite Kalte Krieg: Die Vereinigten Staaten und die UdSSR, 1975-1988
Note
1,3
Autor
Matthäus Wehowski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
32
Katalognummer
V178551
ISBN (eBook)
9783656005643
ISBN (Buch)
9783656005810
Sprache
Deutsch
Schlagworte
james bond kalte krieg darstellung sowjetunion james bond filmen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Matthäus Wehowski (Autor:in), 2011, James Bond und der Zweite Kalte Krieg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178551
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  32  Seiten
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