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Die Rolle der Musen in der russischen Dichtung des Silbernen Zeitalters

Titel: Die Rolle der Musen in der russischen Dichtung des Silbernen Zeitalters

Magisterarbeit , 2011 , 205 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: M. A. Olga Levina (Autor:in)

Russistik / Slavistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Die vielen Gesichter der Muse

„O Herrin Muse, meine Mutter“.

Schon immer beschäftigte sich die Menschheit mit der Frage nach dem Ursprung
von Kreativität, Ideen und künstlerischer Inspiration. Seit der Antike gelten
Musen als göttliche Inspirationsquellen für Künstler. Gegenstand dieser
Untersuchung sind die Manifestationen einer Muse in der Lyrik des Silbernen
Zeitalters und vor allem im lyrischen Schaffen Anna Achmatovas und Marina
Cvetaevas. Vorerst ist es jedoch notwendig einen großen Schritt in die
Vergangenheit zu machen, um das Wesen der Muse begreifen zu können. Eines
der bekanntesten antiken Narrativa, das vom Zusammenhang zwischen Kunst und
musischer Inspiration handelt, ist der Pegasus-Mythos.

„Pegasus, das geflügelte Pferd, ist seit jeher ein beliebtes Motiv in der Kunst und Symbol für dichterische Inspiration. Es sprang aus dem Haupt der Gorgone Medusa hervor, als Perseus dieses abschlug. Der Meeresgott Poseidon hatte Pegasus mit ihr gezeugt. Sogleich erhob es sich in die Lüfte und begab sich zu Zeus, dem es Blitz und Donner trägt. Ovid erzählt in seinen 'Metamorphosen' aber auch, dass das Pferd mit seinem Hufschlag eine Quelle im Helikon-Gebirge im griechischen Böotien zum Sprudeln brachte. Sie war den neun Musen heilig und das Trinken aus dieser Quelle regte die dichterische Phantasie an.“

Die besagte Quelle existiert laut dem Literaturwissenschaftler und Schriftsteller Raoul Schrott auch heutzutage noch unter dem Gipfel des Helikon. Diese ist mittlerweile etwa 3000 Jahre alt.
Ebenfalls bekannt ist die erwähnte Vorstellung von den neun göttlichen Musen,
die „die bildende Kunst […] immer von neuem und oft in hochbedeutsamer
Anschauung vor Augen geführt“ hat – doch woher kommt diese genau?
Interessant erscheint in diesem Zusammenhang ein hellenistisches Relief. „Es ist die sogenannte 'Apotheose Homers', die ein unbekannter Dichter im zweiten
Jahrhundert v. Chr. zum Dank für einen Sieg im Dichterwettstreit in ein Heiligtum des Apollon und der Musen gestiftet hat.“ Die neun Musen sind die Töchter von Zeus und seiner Gattin Mnemosyne, der Göttin der Erinnerung. Doch trotz dieser Tatsache gibt es im Grunde nur eine Muse. Wie der Althistoriker Walter Otto hervorhebt, gab es laut Plato sogar eine zehnte Muse, und zwar Sappho.
Dieser halb-mythischen Figur der antiken Dichterin begegnet man unter anderem
auch in Cvetaevas Werk...

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Die vielen Gesichter der Muse

2. Cvetaevas Muse

3. Die Rolle der personifizierten Muse in Marina Cvetaevas Lyrik

3. 1 Der lyrische Sommer Cvetaevas und Gronskijs

3. 2 Cvetaeva und der Erzengel Blok

3. 3 Cvetaevas 'Klage-Muse' Achmatova

3. 4 Cvetaeva zwischen Rilke und Pasternak

3. 5 Cvetaeva und die weibliche Liebe

4. Achmatovas Muse

5. Die Rolle der personifizierten Muse in Anna Achmatovas Lyrik

5. 1 Die 'zärtliche Europäerin' und Mandel'štam

5. 2 Achmatovas tanzende Salome

5. 3 Achmatovas Carevič Gumilev

5. 4 Achmatovas Lehrer Nedobrovo und der Ring für Anrep

5. 5 Achmatovas Harlekin Blok

6. Cvetaevas Moskaubild und Achmatovas Petersburg zwischen anderen musischen Orten

7. Die Muse Puškin in Cvetaevas und Achmatovas Werk

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Manifestationen der Muse im lyrischen Schaffen von Marina Cvetaeva und Anna Achmatova während des Silbernen Zeitalters der russischen Literatur, um zu ergründen, wie diese Inspirationsquelle als personifiziertes Gegenüber die poetische Identität und das Werk beider Dichterinnen geformt hat.

  • Die Muse als mythologische Inspirationsquelle und ihre Transformation in der Moderne.
  • Die intertextuelle Vernetzung und gegenseitige Inspiration zwischen Dichterinnen und ihren Zeitgenossen.
  • Die Rolle geographischer Räume (Moskau, St. Petersburg) als musische Inspirationsorte.
  • Die künstlerische Auseinandersetzung mit der Muse in Bezug auf Geschlechterrollen und autogenerative Schöpfungsprozesse.

Auszug aus dem Buch

1. Die vielen Gesichter der Muse

„O Herrin Muse, meine Mutter“.

Schon immer beschäftigte sich die Menschheit mit der Frage nach dem Ursprung von Kreativität, Ideen und künstlerischer Inspiration. Seit der Antike gelten Musen als göttliche Inspirationsquellen für Künstler. Gegenstand dieser Untersuchung sind die Manifestationen einer Muse in der Lyrik des Silbernen Zeitalters und vor allem im lyrischen Schaffen Anna Achmatovas und Marina Cvetaevas. Vorerst ist es jedoch notwendig einen großen Schritt in die Vergangenheit zu machen, um das Wesen der Muse begreifen zu können. Eines der bekanntesten antiken Narrativa, das vom Zusammenhang zwischen Kunst und musischer Inspiration handelt, ist der Pegasus-Mythos.

„Pegasus, das geflügelte Pferd, ist seit jeher ein beliebtes Motiv in der Kunst und Symbol für dichterische Inspiration. Es sprang aus dem Haupt der Gorgone Medusa hervor, als Perseus dieses abschlug. Der Meeresgott Poseidon hatte Pegasus mit ihr gezeugt. Sogleich erhob es sich in die Lüfte und begab sich zu Zeus, dem es Blitz und Donner trägt. Ovid erzählt in seinen 'Metamorphosen' aber auch, dass das Pferd mit seinem Hufschlag eine Quelle im Helikon-Gebirge im griechischen Böotien zum Sprudeln brachte. Sie war den neun Musen heilig und das Trinken aus dieser Quelle regte die dichterische Phantasie an.“

Die besagte Quelle existiert laut dem Literaturwissenschaftler Raoul Schrott auch heutzutage noch unter dem Gipfel des Helikon. Diese ist mittlerweile etwa 3000 Jahre alt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die vielen Gesichter der Muse: Einführung in das Wesen der Muse als Inspirationsquelle und historischer Abriss anhand antiker Mythen.

2. Cvetaevas Muse: Untersuchung der Muse aus der spezifischen Sichtweise von Marina Cvetaeva und deren Einfluss auf ihren kreativen Prozess.

3. Die Rolle der personifizierten Muse in Marina Cvetaevas Lyrik: Analyse der Muse in Interaktion mit zeitgenössischen Dichtern wie Gronskij, Blok, Achmatova und Pasternak sowie im Kontext weiblicher Identität.

4. Achmatovas Muse: Darstellung der Muse als allgegenwärtiges Bild in der Lyrik Achmatovas.

5. Die Rolle der personifizierten Muse in Anna Achmatovas Lyrik: Untersuchung der Muse in Bezug auf konkrete zeitgenössische Inspiratoren wie Mandel'štam, Salome, Gumilev, Nedobrovo und Blok.

6. Cvetaevas Moskaubild und Achmatovas Petersburg zwischen anderen musischen Orten: Betrachtung der Bedeutung geographischer Räume als Inspirationsquellen für beide Dichterinnen.

7. Die Muse Puškin in Cvetaevas und Achmatovas Werk: Analyse der zentralen und kontinuierlichen Rolle Puškins als Muse im Werk beider Autorinnen.

8. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Bestätigung der Muse als zentrale Inspirationsfigur im Schaffen Cvetaevas und Achmatovas.

Schlüsselwörter

Russische Lyrik, Silbernes Zeitalter, Muse, Marina Cvetaeva, Anna Achmatova, Inspiration, Intertextualität, Personifikation, Puškin, Blok, Mandel'štam, Dichterbild, Kreativität, Weiblichkeit, Kulturgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Magisterarbeit befasst sich mit der Rolle der Muse als Inspirationsfigur in der russischen Dichtung des Silbernen Zeitalters, mit einem besonderen Fokus auf das lyrische Schaffen von Marina Cvetaeva und Anna Achmatova.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verständnis von künstlerischer Inspiration, die intertextuelle Beziehung zu männlichen und weiblichen Zeitgenossen sowie die Bedeutung von geographischen Orten als musische Inspirationsquellen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Manifestationen der Muse in den Texten von Cvetaeva und Achmatova zu analysieren und aufzuzeigen, wie diese als personifizierte Inspirationsquelle oder als Projektionsfigur für die poetische Identität fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die intertextuelle Bezüge, biographische Kontexte und poetologische Konzepte einbezieht, gestützt auf die Forschungsliteratur zum Silbernen Zeitalter.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Analysen der spezifischen Musenbilder beider Dichterinnen, ihrer Interaktionen mit bedeutenden Dichtern der Zeit wie Puškin, Blok und Mandel'štam sowie der Bedeutung der Städte Moskau und St. Petersburg als Inspirationsorte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Muse, russische Lyrik, Silbernes Zeitalter, Intertextualität, Marina Cvetaeva und Anna Achmatova.

Wie spielt das Erbe von Puškin eine Rolle in dieser Untersuchung?

Puškin wird als eine der konstantesten und bedeutendsten Musen beider Dichterinnen identifiziert, deren Werk maßgeblich ihr eigenes Dichterbild und ihre poetische Inspiration geprägt hat.

Welche Bedeutung haben die geographischen Orte Moskau und St. Petersburg?

Diese Städte werden nicht nur als Lebensorte begriffen, sondern fungieren als "geographische Musen", die durch ihre kulturelle und historische Atmosphäre die Inspiration der Dichterinnen nachhaltig beeinflussen.

Ende der Leseprobe aus 205 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Rolle der Musen in der russischen Dichtung des Silbernen Zeitalters
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Literaturwissenschaft)
Note
1,7
Autor
M. A. Olga Levina (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
205
Katalognummer
V178561
ISBN (eBook)
9783656009498
ISBN (Buch)
9783656010944
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Cvetaeva Marina Cvetaeva Gronskij Blok Achmatova Rilke Pasternak Parnok Holliday Barney Muse Anna Achmatova Mandel'štam Salome Gumilev Nedobrovo Anrep Moskau Petersburg musische Orten Puškin Lyrik Prosa russische Dichtung Russland Deutschland Tschechoslowakei Silbernes Zeitalter Inspiration Sappho Pegasus Antike Griechenland Zeus Mnemosyne Belyj Majakovskij Annenskij Byron Dante Gogol' Ovid Kuzmin Lermontov Shakespeare Tjutčev Bulgakov Brodskij Modigliani
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M. A. Olga Levina (Autor:in), 2011, Die Rolle der Musen in der russischen Dichtung des Silbernen Zeitalters, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178561
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