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Kritische Darstellung des „Issuer-Pays“-Geschäftsmodells von Ratingagenturen

Titel: Kritische Darstellung des „Issuer-Pays“-Geschäftsmodells von Ratingagenturen

Seminararbeit , 2011 , 19 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Sebastian Packross (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit der Subprime-Krise 2007 wird mehr denn je über Ratingagenturen und deren Ratingvergabe diskutiert. Wie viel Schuld tragen sie tatsächlich an den kollabierten Märkten? Um diese Frage zu klären, steht gerade die bedeutendste Organisationsform, das „Issuer-Pays“-Geschäftsmodell, im Mittelpunkt dieser Arbeit. Im Folgenden werden die Grundlagen der Ratingagenturen und des „Issuer-Pays“-Geschäftsmodells vermittelt. Aufbauend auf diesen Informationsgrundlagen beginnt im zweiten Kapitel die kritische Analyse der bedeutsamsten Spannungsfelder. Anschließend werden zwei verschiedene Lösungsansätze seitens der Politik aufgezeigt. Abschließend wird das Thema noch ein-mal zusammengefasst und ein kurzer Ausblick gemacht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Wesentliche Elemente des „Issuer-Pays“-Geschäftsmodells

1.1 Signifikante Merkmale des Ratings als Entscheidungshilfe

1.2 Definitorische Einordnung des „Issuer-Pays“-Geschäftsmodells

2 Zentrale Problemfelder von Ratingagenturen

2.1 Oligopolistische Marktkonzentration

2.2 Mögliche Einflussnahme des Emittenten auf sein eigenes Rating

3 Präsentation mehrerer Lösungsansätze zur aktuellen Ratingvergabe

3.1 Eine länderübergreifende Ratingagentur

3.2 Staatliche Regulierung

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert kritisch das „Issuer-Pays“-Geschäftsmodell der großen Ratingagenturen, um deren Einfluss auf die Finanzmärkte sowie die damit verbundenen strukturellen Interessenkonflikte zu beleuchten und mögliche regulatorische Lösungsansätze zu bewerten.

  • Grundlagen und Charakteristika von Ratingagenturen
  • Analyse des „Issuer-Pays“-Modells als Geschäftsform
  • Untersuchung der oligopolistischen Marktkonzentration
  • Problematik der Einflussnahme durch Emittenten
  • Bewertung staatlicher Regulierungsansätze und EU-Verordnungen

Auszug aus dem Buch

2.1 Oligopolistische Marktkonzentration

Der Markt für Bonitätsbeurteilungen wird momentan von drei Ratingagenturen dominiert. Moody´s, Standard & Poor‘s und Fitch haben zusammen einen Marktanteil von ca. 95 %, sodass man hier von einer oligopolistischen Marktkonzentration sprechen kann. Gerade große Unternehmen lassen sich meist nicht nur von einer der o. g. Ratingagenturen bewerten, sondern gleich von zweien bzw. dreien. Dadurch wird die Marktkonzentration zusätzlich verstärkt. Die Folge sind mehrere Spannungsfelder, die im Folgenden dargestellt und analysiert werden.

Durch die o. g. Marktstruktur entstehen Probleme für den Kunden von Ratingagenturen. Gerade die enorme Bedeutung von Ratings ist ein Problem für den Markt. Schon kleinste Ratingabstufungen können einzelne Firmen oder sogar Staaten wirtschafliche in Gefahr bringen, da sie höhere Zinsen zur Kapitalbeschaffung am Markt zahlen müssen. Wie im ersten Kapitel bereits angesprochen, ist gerade die Grenze zwischen „Investment Grade“ und „Speculative Grade“ gefährlich, da diese oft als Handlungsrestriktion benutzt wird.

Beispiel: Eine Fondsgesellschaft gibt an, dass sie ausschließlich in Aktienwerte investiert, deren Bonität im „Investment Grade“-Bereich liegt. Sollte jedoch ein Unternehmen in den „Speculative Grade“-Bereich absinken, würden automatisch alle Anteile an der Aktiengesellschaft vom Fondsmanager veräußert. Dadurch kann der Kurs des Unternehmens heftig einbrechen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Rolle von Ratingagenturen nach der Subprime-Krise und führt in das „Issuer-Pays“-Geschäftsmodell als zentralen Untersuchungsgegenstand ein.

1 Wesentliche Elemente des „Issuer-Pays“-Geschäftsmodells: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen von Ratings als Entscheidungshilfe und definiert das „Issuer-Pays“-Modell sowie dessen historischen Wandel.

2 Zentrale Problemfelder von Ratingagenturen: Hier werden die oligopolistische Marktkonzentration und die daraus resultierenden Gefahren sowie die Möglichkeiten zur Einflussnahme des Emittenten auf das eigene Rating analysiert.

3 Präsentation mehrerer Lösungsansätze zur aktuellen Ratingvergabe: Es werden alternative Strategien, wie die Gründung einer europäischen Ratingagentur, und staatliche Regulierungsmaßnahmen diskutiert.

Fazit: Das Fazit fasst die Spannungsfelder des „Issuer-Pays“-Modells zusammen und betont die Notwendigkeit regulatorischer Eingriffe bei gleichzeitig kritischer Distanz der Marktteilnehmer.

Schlüsselwörter

Ratingagenturen, Issuer-Pays-Modell, Finanzmärkte, Bonitätsbeurteilung, Oligopol, Marktkonzentration, Emittenten, Rating-Shopping, Finanzkrise, staatliche Regulierung, EU-Verordnung, Investitionsentscheidung, Rating-Advisory, Transparenz, Interessenskonflikte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Geschäftsmodell der führenden Ratingagenturen und beleuchtet kritisch die damit verbundenen strukturellen Risiken für die Finanzmärkte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen das „Issuer-Pays“-Modell, die oligopolistische Marktstruktur, Interessenkonflikte bei der Ratingvergabe sowie Lösungsansätze durch Regulierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine kritische Analyse des „Issuer-Pays“-Modells, um aufzuzeigen, wie dieses Modell die Objektivität von Ratingagenturen potenziell beeinträchtigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptiv-analytische Methode, basierend auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung von Regulierungsentwürfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Funktionsweise des Ratings, die Analyse der oligopolistischen Marktkonzentration und die Prüfung verschiedener Lösungsansätze wie staatlicher Regulierungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Ratingagenturen, Issuer-Pays-Modell, Marktkonzentration, Interessenkonflikte und Regulierung sind die prägenden Begriffe.

Warum stellt das „Issuer-Pays“-Modell einen Interessenskonflikt dar?

Da die Ratingagenturen direkt von den zu bewertenden Unternehmen bezahlt werden, besteht der Anreiz, bei der Vergabe der Ratings nicht vollkommen neutral zu handeln, um Kunden nicht zu verlieren.

Welche Rolle spielt die EU-Regulierung in dieser Arbeit?

Die Arbeit bewertet die EU-Verordnung zur Regulierung von Ratingagenturen als notwendige staatliche Reaktion, um Transparenz zu erhöhen und Fehlverhalten zu sanktionieren.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kritische Darstellung des „Issuer-Pays“-Geschäftsmodells von Ratingagenturen
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
2,0
Autor
Sebastian Packross (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V178594
ISBN (eBook)
9783656008132
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kritische darstellung issuer-pays geschäftsmodell ratingagenturen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Packross (Autor:in), 2011, Kritische Darstellung des „Issuer-Pays“-Geschäftsmodells von Ratingagenturen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178594
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Leseprobe aus  19  Seiten
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