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Pierre Bourdieu - Der Kapitalbegriff

Title: Pierre Bourdieu - Der Kapitalbegriff

Term Paper , 2010 , 9 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Anne Andraschko (Author)

Sociology - Basics and General
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Pierre Bourdieu, war ein französischer Soziologe, der Begriffe aus der Soziologie und der Ökonomie, so weiterentwickelte, dass sie eine neue soziologische Theorie ergaben. Er analysierte soziale Ungleichheitsverhältnisse und unterschied hierfür vier Kapitalarten, die nicht immer streng voneinander abzugrenzen sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Kapitalbegriff

3. Das ökonomische Kapital

4. Das kulturelle Kapital

4.1. Das inkorporierte Kulturkapital

4.2. Das objektivierte Kulturkapital

4.3. Das institutionalisierte Kulturkapital

5. Das soziale Kapital

6. Das symbolische Kapital

7. Die Kapitalumwandlung

8. Kritik am Kapitalbegriff

9. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die soziologische Theorie Pierre Bourdieus, insbesondere seine Erweiterung des Kapitalbegriffs zur Erklärung sozialer Ungleichheitsverhältnisse, um aufzuzeigen, wie verschiedene Kapitalformen individuelle Handlungsmöglichkeiten prägen.

  • Der erweiterte Kapitalbegriff nach Pierre Bourdieu
  • Die Unterteilung in ökonomisches, kulturelles, soziales und symbolisches Kapital
  • Die Mechanismen der Kapitalumwandlung zwischen den verschiedenen Formen
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Ausdehnung des Kapitalbegriffs
  • Soziale Ungleichheit als Resultat ungleicher Kapitalverteilung

Auszug aus dem Buch

4.1. Das inkorporierte Kulturkapital

Kulturelles Kapital ist grundsätzlich körpergebunden und setzt Verinnerlichung voraus. Der Verinnerlichungsprozess kostet Zeit, genauso wie er Unterrichts- und Lernzeit erfordert. Diese Zeit muss von jedem persönlich investiert werden, man bezahlt also mit seiner Person. Somit kann die Inkorporation von Bildungskapital nicht durch fremde Personen vollzogen werden. Man investiert also Zeit, was als Entbehrung oder Opfer gesehen werden kann. Somit ist inkorporiertes Kapital ein fester Bestandteil des Individuums.

Dennoch kann es nicht auf kurze Zeit, durch Schenkung, Vererbung, Kauf oder Tausch weiter gegeben werden und somit ist es problematisch, für Besitzer von ökonomischen und sozialen Kapital, das kulturelle Kapital auszubeuten. Je nach Epoche, Gesellschaft und sozialer Klasse verläuft die Verinnerlichung des kulturellen Kapitals unbewusst. Das verkörperte Kulturkapital ist geprägt von seiner ersten Aneignung und man erkennt einmal mehr, einmal weniger sichtbare Spuren, wie zum Beispiel Dialekte in bestimmten Regionen. Dennoch bestimmt dies den jeweiligen Wert des kulturellen Kapitals. Daran erkennt man, dass das kulturelle Kapital auf mehrere verschiedene Arten mit dem Individuum verbunden ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die soziologische Theorie Pierre Bourdieus und die Zielsetzung der Analyse sozialer Ungleichheitsverhältnisse.

2. Der Kapitalbegriff: Darstellung der Erweiterung des Marxschen Kapitalbegriffs zu einem gesellschaftlichen Ressourcenbegriff.

3. Das ökonomische Kapital: Erläuterung des ökonomischen Kapitals als materielle Basis, die in Geld umtauschbar ist.

4. Das kulturelle Kapital: Systematische Untergliederung des kulturellen Kapitals in inkorporierte, objektivierte und institutionalisierte Formen.

4.1. Das inkorporierte Kulturkapital: Beschreibung der körpergebundenen Verinnerlichung von Bildung und Verhaltensmerkmalen über Zeit.

4.2. Das objektivierte Kulturkapital: Analyse der materiellen Kulturgegenstände und deren Abhängigkeit vom inkorporierten Kapital.

4.3. Das institutionalisierte Kulturkapital: Untersuchung von Bildungstiteln als Instrument der institutionellen Anerkennung von Wissen.

5. Das soziale Kapital: Definition als Gesamtheit von Ressourcen, die an ein Netzwerk dauerhafter, institutionalisierter Beziehungen gebunden sind.

6. Das symbolische Kapital: Beschreibung des symbolischen Kapitals als Hyperonym, das Prestige und Privilegien in der Gesellschaft zusammenfasst.

7. Die Kapitalumwandlung: Analyse der Prozesse und des Aufwands bei der Transformation verschiedener Kapitalarten ineinander.

8. Kritik am Kapitalbegriff: Diskussion der theoretischen Schwachstellen und der Probleme bei der Vergleichbarkeit der Kapitalarten.

9. Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Fortdauer sozialer Ungleichheit aufgrund ungleicher Kapitalvoraussetzungen.

Schlüsselwörter

Pierre Bourdieu, Kapitalbegriff, ökonomisches Kapital, kulturelles Kapital, soziales Kapital, symbolisches Kapital, Kapitalumwandlung, soziale Ungleichheit, Inkorporierung, Habitus, Ressourcen, Transformation, Gesellschaftstheorie, Bildungskapital, Institutionen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Kapitaltheorie von Pierre Bourdieu und untersucht, wie verschiedene Ressourcenformen soziale Ungleichheit in der Gesellschaft konstituieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Differenzierung zwischen ökonomischem, kulturellem, sozialem und symbolischem Kapital sowie deren gegenseitiger Umwandlung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den erweiterten Kapitalbegriff Bourdieus verständlich darzulegen und aufzuzeigen, wie ungleiche Kapitalverteilung soziale Positionen beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse soziologischer Fachliteratur und die systematische Aufarbeitung der von Bourdieu definierten Kapitalbegriffe.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Definition und Abgrenzung der vier Kapitalarten, deren Umwandlungslogik sowie eine kritische Reflexion der Theorie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben den vier zentralen Kapitalarten prägen Begriffe wie "Soziale Ungleichheit", "Kapitalumwandlung" und "Institutionelle Anerkennung" die Arbeit.

Was unterscheidet das inkorporierte vom institutionalisierten Kulturkapital?

Während inkorporiertes Kapital körpergebunden ist und Zeit zur Verinnerlichung erfordert, wird institutionalisiertes Kapital durch formale Titel wie Abschlüsse manifestiert.

Warum stellt die Kapitalumwandlung laut Autor eine Herausforderung dar?

Die Umwandlung ist oft mit hohen Transaktionskosten (Zeitaufwand) verbunden oder birgt Risiken, wie etwa den Verlust von Anerkennung oder Undankbarkeit bei sozialem Kapital.

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Details

Title
Pierre Bourdieu - Der Kapitalbegriff
College
University of Augsburg
Grade
2,3
Author
Anne Andraschko (Author)
Publication Year
2010
Pages
9
Catalog Number
V178603
ISBN (eBook)
9783656006718
ISBN (Book)
9783656008316
Language
German
Tags
Bourdieu Kapital
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne Andraschko (Author), 2010, Pierre Bourdieu - Der Kapitalbegriff, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178603
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