Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History

D. Martinus Luther und die Musica

Eine kurze Betrachtung zu Luthers musikalischem Schaffen und dessen Bedeutung für den Reformationsprozess

Title: D. Martinus Luther und die Musica

Seminar Paper , 2011 , 26 Pages , Grade: 1

Autor:in: David Jäggi (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Martin Luther hat im Zuge der Reformation dem Volk das unverfälschte Evangelium nahe gebracht. Ebenso machte er in seinem Wirken diesen Leuten nebst der Bibel auch das Kirchenlied neu zugänglich und
vielleicht gerade dadurch wurden so viele Personen seiner Zeit mit der Lehre der Reformation erreicht. Luther wird als Vater des evangelischen Kirchengesanges bezeichnet und trägt diesen Ehrentitel zu Recht, hat er doch dem Gesang der Gemeinde entscheidende Impulse gegeben und ihn durch seine zahlreichen eigenen Kompositionen massgeblich beeinflusst. Sicher hat Luther das Kirchenlied nicht erfunden, auch das Evangelium musste Luther ja nicht selber erfinden. Beides war schon da, nur musste wieder zum Kern der Sache vorgedrungen werden. Beides, das Evangelium und das Kirchenlied, musste dem Volk aber durch eine einfache, und vor allem durch die deutsche Sprache, zugänglich gemacht werden. Die Tatsache, dass von Luthers Schaffen das Gesangbuch neben seiner Bibelübersetzung am meisten verbreitet ist, zeigt alleine schon seine Wirkkraft im Bereich von Gesang und Musik. Vom Klerus seiner Zeit wurde die Musik als gefährliches und bedenkliches Genussmittel betrachtet. Luther wusste jedoch die Kraft der Musik und des Gesanges für die Verbreitung des Evangeliums zu nutzen und brachte sie dem Volk als Bildungs- und Erbauungsmittel nahe „… indem er sie zum Schmuck
des Gottesdienstes zuliess und nur verlangte, dass sie im Gotteshause auch ein hochzeitliches Gewand
anlege…“.
Ziel der vorliegenden Konzeption ist es einerseits, die Absicht von Luther darzulegen, mit der er sich der Musik widmete, sein diesbezügliches Vorgehen zu erläutern, und andererseits die Auswirkungen seines musikalischen Schaffens auf die Reformation zu betrachten. Als Anhang der Arbeit finden sich einige Gedanken zur punktuellen Adaption der erfolgten Erkenntnisse in die heutige Praxis von Lobpreis und Anbetung, Doxologie und Hymnologie.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 MARTIN LUTHER, REFORMATOR UND MUSIKER

2.1 WICHTIGE STATIONEN IN LUTHERS LEBEN, AUSZUGSWEISE

2.2 THEOLOGIE UND MUSIK

3 VORREFORMATORISCHE KIRCHENMUSIK

4 LUTHERS EINSTELLUNG ZUR MUSIK

4.1 LUTHERS ALLGEMEINE EINSTELLUNG ZUR MUSIK

4.2 LUTHERS INTENTION UND SEINE EINSTELLUNG ZUR MUSIK IM DIENSTE DER REFORMATION

4.3 VERBREITUNG VON LUTHERS MUSIK

5 LUTHERS PRAKTISCHE UMSETZUNG

5.1 GEISTLICHE NACHDICHTUNG WELTLICHER VOLKSLIEDER (KONTRAFAKTUR)

5.2 PSALMENLIEDER

6 LUTHERS LIEDSCHAFFEN IM PROZESS

7 FAZIT

8 ANHANG 1: ADAPTION IN DAS HEUTIGE GEMEINDELEBEN

8.1 LUTHERS MUSIK: HITPARADE UND WELTKULTURERBE

8.2 WAS FÜR DIE HEUTIGE LOBPREISPRAXIS VON LUTHER GELERNT WERDEN KANN

8.2.1 Weitere Möglichkeiten partizipativer Gemeindemusik

8.3 ANFÄNGE DES URHEBERRECHTES

9 ANHANG 2: ABBILDUNG 1

10 ANHANG 3: VERGLEICH „EIN FESTE BURG IST UNSER GOTT“ UND PSALM 46

11 BIBLIOGRAPHIE

11.1 INTERNET

11.2 SOFTWARE

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das musikalische Wirken Martin Luthers im Kontext des Reformationsprozesses, um aufzuzeigen, wie er durch die gezielte Einbindung von Musik und Gesang das Evangelium für das Volk zugänglich machte und die kirchliche Praxis nachhaltig veränderte.

  • Die Rolle Luthers als Reformator und Musiker.
  • Die Abgrenzung zur vorreformatorischen Kirchenmusik.
  • Luthers spezifische Intentionen und Methoden (z. B. Kontrafaktur und Psalmenlieder).
  • Die Bedeutung der Partizipation der Gemeinde am Gottesdienst.
  • Übertragbarkeit der lutherischen Ansätze auf die heutige Lobpreispraxis.

Auszug aus dem Buch

4.1 Luthers allgemeine Einstellung zur Musik

Nun wird deutlich, in welche Situation hinein Luther mit seinen Liedern gewirkt hat. Neben den ganzen Umbrüchen der Reformation, mögen der Gesang und die Musik nebensächlich erscheinen. Trotzdem erkannte Luther die Wichtigkeit, aus diesen Quellen Segens- und Erbauungskräfte zu ziehen. Luther selber sah die Musik als göttliche Gabe. Um seine Einstellung zur Musik kennen zu lernen, soll dem Reformatoren selber Raum gegeben werden, sein Verständnis davon zu formulieren:

„Denn nichts auff Erden krefftiger ist, die Traurigen frölich, die Frölichen traurig, die Verzagten herzenhafftig zu machen, die hoffertigen zur demut zu reizen, die hitzige und ubermessige Liebe zu stillen und dempffen, den neid und hass zu mindern, und wer kann alle bewegung des Menschlichen herzen, welche die Leute regieren, und entweder zu tugend oder zu laster reizen und treiben, erzelen, dieselbige bewegung des gemüts im zaum zu halten und zu regieren, sage ich, ist nichts krefftiger denn die Musica. Ja der heilige Geist lobet und ehret selbs diese edle Kunst als seines eigenen ampts Werckzeug, in dem, das er in der heiligen Schrift bezeuget, das sein Gaben, das ist, die bewegung und anreitzung zu allerlei tugend und guten wercken, durch die Musica den Propheten gegeben werden…“

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Bedeutung Luthers als Vater des evangelischen Kirchengesangs und Darstellung des Ziels der Untersuchung.

2 MARTIN LUTHER, REFORMATOR UND MUSIKER: Biografischer Überblick über wichtige Stationen Luthers und die theologische Einordnung seiner musikalischen Begabung.

3 VORREFORMATORISCHE KIRCHENMUSIK: Analyse des gregorianischen Gesangs und der daraus resultierenden Entfremdung des Volkes vom Gottesdienst.

4 LUTHERS EINSTELLUNG ZUR MUSIK: Darstellung von Luthers Verständnis der Musik als göttliche Gabe und ihre Rolle im Dienst der Reformation.

5 LUTHERS PRAKTISCHE UMSETZUNG: Erläuterung der musikalischen Methoden Luthers, insbesondere die Verwendung der Kontrafaktur und die Vertonung von Psalmen.

6 LUTHERS LIEDSCHAFFEN IM PROZESS: Zusammenfassende Darstellung des Wandlungsprozesses der Gemeindemusik anhand eines Prozessmodells.

7 FAZIT: Resümee über Luthers Beitrag zur Neubelebung des Gemeindegesangs und dessen Relevanz.

Schlüsselwörter

Martin Luther, Reformation, Kirchenmusik, Gemeindegesang, Kontrafaktur, Psalmenlieder, Evangelium, Liturgie, Partizipation, Lobpreis, Theologie, Reformationsprozess, Kirchenlied, Musiktheorie, Volkslied.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet Martin Luthers musikalischen Beitrag zur Reformation und wie er Musik als Werkzeug zur Verbreitung des Evangeliums und zur Partizipation der Gemeinde einsetzte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Biografie Luthers in Bezug auf Musik, die Kritik an der vorreformatorischen Kirchenmusik, die praktischen Methoden der Liedgestaltung sowie die Anwendung dieser Prinzipien im heutigen Gemeindeleben.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Luthers Absicht hinter seinem musikalischen Schaffen darzulegen, sein Vorgehen zu erläutern und die Auswirkungen dieser Musik auf den Erfolg der Reformation zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse theologischer und musikwissenschaftlicher Literatur sowie die Anwendung eines Prozessmodells zur Darstellung von Luthers musikalischem Wirken.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Luthers Einstellung zur Musik, seine konkreten Umsetzungen (wie Kontrafaktur) und die Verbreitung seines Liedgutes detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Reformation, Gemeindegesang, Kontrafaktur, Psalmenlieder, Liturgie und Partizipation.

Wie unterscheidet sich Luthers Musikverständnis von den anderen Reformatoren wie Calvin oder Zwingli?

Während Luther Musik als göttliche Gabe zur Erbauung und Verkündigung wertschätzte und in den Gottesdienst integrierte, lehnten Reformatoren wie Zwingli und Calvin die Musik in der Kirche deutlich stärker ab und verbannten teilweise sogar Instrumente.

Welche Rolle spielt der Anhang der Arbeit?

Der Anhang bietet einen Praxisbezug zur heutigen Lobpreiskultur, zeigt die Ambivalenz von Luthers theologischem Verständnis in einer Abbildung und vergleicht das Lied „Ein feste Burg“ direkt mit dem zugrunde liegenden Psalm 46.

Was war der Grund für Luthers "Anfänge des Urheberrechtes"?

Luther beklagte in seiner Vorrede von 1529, dass seine Gesangbücher durch unautorisierte Änderungen und schlechte Drucke inhaltlich verfälscht wurden, weshalb er begann, Verfassernamen anzugeben und die weitere Bearbeitung ohne sein Einverständnis zu untersagen.

Excerpt out of 26 pages  - scroll top

Details

Title
D. Martinus Luther und die Musica
Subtitle
Eine kurze Betrachtung zu Luthers musikalischem Schaffen und dessen Bedeutung für den Reformationsprozess
College
WFG Ditzingen
Grade
1
Author
David Jäggi (Author)
Publication Year
2011
Pages
26
Catalog Number
V178730
ISBN (eBook)
9783656011309
ISBN (Book)
9783656010821
Language
German
Tags
Martin Luther Musica Musik Kirchenmusik Lobpreis Anbetung Hymnologie Doxologie Kirchengeschichte Luthers Liedschaffen Ein feste Burg ist unser Gott Reformation Reformationsprozess Prozesse Anbetungsmusik evangelische Kirchenmusik Theologie und Musik Vorreformatorische Musik Gregorianischer Gesang Psalmenlieder Kontrafaktur New Covenant International University Florida Akademie für Leiterschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
David Jäggi (Author), 2011, D. Martinus Luther und die Musica, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178730
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  26  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint