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Das Iran Tribunal

Späte Gerechtigkeit für die Opfer der Massenhinrichtungen politischer Gefangener in iranischen Gefängnissen im Sommer 1988

Titel: Das Iran Tribunal

Wissenschaftlicher Aufsatz , 2011 , 15 Seiten

Autor:in: RA Stefan Kirchner (Autor:in)

Jura - Europarecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Sommer des Jahres 1988 wurden in der islamischen Republik Iran Zehntausende politische Gefangene ohne rechtstaatliches Verfahren in einer Nacht- und Nebelaktion hingerichtet. Das aktuelle iranische Regime versucht diese Ereignisse auch mehr als zwei Jahrzehnte später immer noch zu vertuschen. Derzeit gibt es Bestrebungen, ein internationales Gericht einzurichten, um den Opfern und ihren Familien Gerechtigkeit zukommen zu lassen. Dieser Aufsatz dient dazu, einen ersten Überblick über diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu erlangen und ist zugleich ein Plädoyer für weitere internationale Bemühungen: Die juristische Aufarbeitung des Massenmords an politischen Gefangenen im Iran im Jahre 1988 steht noch immer am Anfang und bedarf weiterer internationaler Unterstützung, da ansonsten die Gefahr besteht, dass der Gerechtigkeit niemals Genüge getan werden würde.

Leseprobe


Inhaltsübersicht

Einleitung

Vorgeschichte

Humanitäres Völkerrecht

Internationale Menschenrechtsstandards

Das vorgeschlagene Iran-Tribunal

Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe der Massenhinrichtungen politischer Gefangener im Iran während des Sommers 1988. Ziel der Publikation ist es, einen ersten Überblick über diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu geben und die Notwendigkeit sowie die Bedeutung einer juristischen Aufarbeitung durch internationale Initiativen, wie das vorgeschlagene Iran-Tribunal, zu verdeutlichen.

  • Historischer Kontext der Massenhinrichtungen von 1988
  • Verletzungen des humanitären Völkerrechts durch das iranische Regime
  • Anwendbarkeit internationaler Menschenrechtsstandards auf den Iran
  • Rolle und Funktion des vorgeschlagenen Iran-Tribunals als Wahrheitskommission
  • Die Bedeutung der juristischen Aufarbeitung für die internationale Gerechtigkeit

Auszug aus dem Buch

Das vorgeschlagene Iran-Tribunal

Zur Aufarbeitung dieser Verbrechen wird derzeit ein Tribunal eingerichtet, welches sich, nach dem Vorbild der Russell Tribunals mit den Verbrechen beschäftigen soll. Auch wenn mir der Vergleich mit dem Russell Tribunal nur als ultima ratio und nur bei fortdauernder Unmöglichkeit der Schaffung eines völkerrechtlich mandatierten Gerichts sinnvoll zu erscheinen vermag, so ist doch die erste Stufe des Verfahrens schon ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, da die Verbrechen zunächst dokumentiert werden sollen. Im Einzelnen heißt es hierzu in der Beschreibung der Organisatoren:

„According to the proposed plan, the Tribunal will compromise of two stages: A “Commission of Inquiry” and the “tribunal”. The Commission of Inquiry will aim to collect statements, witness documents, dossiers and to publish and report on extensive executions in the early 1980s as well as mass execution of political prisoners in 1987. The commission will also prepare recommendations regarding instances of human rights violation, arrest, torture and execution of political opponents and ways of avoiding such violations in future. Commission of Inquiry allow victims, relatives of victims, journalists, experts and perpetrators to come forth and provide testimony.“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung skizziert die Massenhinrichtungen im Sommer 1988 und führt in das Projekt des Iran-Tribunals als notwendige Reaktion zur Aufklärung der Verbrechen ein.

Vorgeschichte: Dieses Kapitel beschreibt die politischen Repressionen der 1980er Jahre und analysiert die fatwa Khomeinis, welche die Tötung politischer Gefangener legitimieren sollte.

Humanitäres Völkerrecht: Hier wird dargelegt, dass die Hinrichtungen auch im Kontext des ersten Golfkriegs eine eklatante Verletzung völkerrechtlicher Standards darstellen.

Internationale Menschenrechtsstandards: Das Kapitel erläutert, dass auch iranische Staatsbürger grundlegende Menschenrechte genießen, gegen die das Regime in systematischer Weise verstoßen hat.

Das vorgeschlagene Iran-Tribunal: Es wird die Struktur und das Ziel des Tribunals erläutert, welches durch eine Wahrheitskommission Beweise sichern und Verantwortliche benennen soll.

Fazit: Das Fazit betont die Notwendigkeit einer dauerhaften juristischen und historischen Aufarbeitung der Ereignisse, um der Opfer zu gedenken und zukünftige Verbrechen zu verhindern.

Schlüsselwörter

Iran-Tribunal, Menschenrechte, Massenhinrichtungen, Politischer Massenmord, Khomeini, Fatwa, Völkerrecht, Wahrheitskommission, 1988, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Aufarbeitung, Politische Gefangene, Internationale Gerechtigkeit, Menschenrechtsschutz, Rechtsstaatlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die Massenhinrichtungen politischer Gefangener im Iran im Sommer 1988 und die rechtlichen sowie moralischen Notwendigkeiten ihrer Aufarbeitung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten gehören das humanitäre Völkerrecht, internationale Menschenrechtsstandards sowie die Rolle von Wahrheitskommissionen bei der Vergangenheitsbewältigung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, einen Überblick über die Verbrechen zu geben und das Iran-Tribunal als notwendiges Instrument für Gerechtigkeit zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse sowie der Auswertung von Augenzeugenberichten und internationaler Rechtsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der historischen Vorgeschichte der Hinrichtungen, der völkerrechtlichen Einordnung und der Funktionsweise des geplanten Iran-Tribunals.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Iran-Tribunal, Menschenrechte, Massenhinrichtungen, Völkerrecht und juristische Aufarbeitung.

Warum ist der Vergleich mit dem Russell Tribunal im Kontext des Iran-Tribunals relevant?

Der Vergleich dient der Einordnung des Iran-Tribunals als ein zivilgesellschaftliches, nicht-staatliches Projekt, das als ultima ratio zur Dokumentation von Verbrechen fungiert.

Inwiefern beeinflusst das Fehlen eines offiziellen Mandats die Arbeit des Iran-Tribunals?

Das fehlende rechtliche Mandat wird als Herausforderung anerkannt, jedoch durch die wichtige dokumentarische und symbolische Funktion des Projekts für die Opfer legitimiert.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Iran Tribunal
Untertitel
Späte Gerechtigkeit für die Opfer der Massenhinrichtungen politischer Gefangener in iranischen Gefängnissen im Sommer 1988
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Autor
RA Stefan Kirchner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
15
Katalognummer
V178791
ISBN (eBook)
9783656012337
ISBN (Buch)
9783656012450
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Iran Menschenrechte Gerechtigkeit Verbrechen Kriegsverbrechen Gefängnis Humanitäres Völkerrecht Gericht Tribunal Entschädigung Wahrheitskommission Truth Commission human rights Persien Persia MEK Mudschahedin Russell Krieg Irak Kommunismus Den Haag Völkerrecht Gerichtshof
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
RA Stefan Kirchner (Autor:in), 2011, Das Iran Tribunal, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178791
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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