Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Filmwissenschaft

Die Charakteristika des Avantgarde- und Experimentalfilms in Österreich

Die Arbeit des Filmemachers und Filmwissenschafters Peter Tscherkassky

Titel: Die Charakteristika des Avantgarde- und Experimentalfilms in Österreich

Diplomarbeit , 2011 , 158 Seiten , Note: Sehr Gut

Autor:in: Patrick Dorner (Autor:in)

Filmwissenschaft
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der österreichische Avantgarde- und Experimentalfilm gehört seit Jahrzehnten zu den lebendigsten Kunstsparten, die es auch geschafft haben, internationales Ansehen zu erlangen. Ausgehend von einer allgemein gehaltenen Geschichte der Avantgarde, widmet sich die Arbeit „Die Charakteristika des Avantgarde- und Experimentalfilms in Österreich. Die Arbeit des Filmemachers und Filmwissenschafters Peter Tscherkassky“. mit Peter Tscherkassky einem zentralen Mitglied der so genannten „dritten Generation“ des heimischen Avantgardefilms. Nach einer filmwissenschaftlichen wie auch filmhistorischen Analyse der diversen Diskurse und Interpretationen des „alternativen Filmes“ liegt der Fokus dieser Arbeit auf den „Filmen aus der Dunkelkammer“. Die mittels Kontaktkopierverfahren auf 35mm-Rohfilm umkopierten „gefundenen Filme“ bearbeitete Tscherkassky, um in ihnen filmische Codes zu enthüllen, neue Geschichten zu erstellen oder auch auf die technischen Funktionen und Instruktionen hinzuweisen, die einen Film und seine darin wohnenden Charaktere erst zum Leben erwecken. Die vorliegende Analyse widmet sich den filmtheoretischen Hintergründen der Werke Peter Tscherkasskys.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Einleitung

2. Grundlegende Definitionen/Theoretische Auseinandersetzungen mit dem Avantgardefilm

2.1. Avantgardefilm

2.1.1. Ein historischer Überblick

2.1.2. Subkategorie Underground am Beispiel Kenneth Anger

2.1.3. Die österreichische Avantgarde – ein Überblick

2.1.3.1. Kurt Steinwender & Herbert Vesely – die Anfänge

2.1.3.2. Peter Kubelka & Kurt Kren – die erste Generation

2.1.3.3. Ernst Schmidt Jr. & Valie Export – die zweite Generation

2.1.3.4. Martin Arnold & Peter Tscherkassky – die dritte Generation

2.1.4. Theoretische Diskurse – ein Überblick

2.1.4.1. Siegfried Kracauer

2.1.4.2. Rudolf Arnheim

2.1.4.3. Walter Benjamin

2.1.4.4. Christian Metz

2.1.4.5. William C. Wees

2.1.4.6. Der Filmwissenschafter Peter Tscherkassky

2.1.4.6.1. Große Syntagmatik

2.2. Found Footage

2.2.1. Assemblage & Metaphern

2.2.2. ephemeral film

2.2.3. Eingriff in das Material

3. Filme aus der Dunkelkammer

3.1. 1979 bis 1984 – die Frühwerke

3.1.1. Super 8

3.2. Motion Picture (La Sortie des Ouvriers de l’Usine Lumière à Lyon)

3.3. Manufraktur

3.4. Die CinemaScope-Trilogie

3.4.1. L’Arrivée

3.4.2. Outer Space

3.4.3. Dream Work

3.5. Get Ready

3.6. Instructions for Light and Sound Machine

4. Sprache und Film – Filmgrammatik in den Arbeiten Peter Tscherkasskys

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Diplomarbeit hat zum Ziel, den österreichischen Avantgardefilm auf Basis film- und medienwissenschaftlicher Literatur zu analysieren und dessen Funktionsweisen aufzuschlüsseln. Den Schwerpunkt bilden dabei die „Filme aus der Dunkelkammer“ von Peter Tscherkassky, anhand derer die Fetischisierung des analogen Filmmaterials im Kontrast zum digitalen Werk untersucht wird.

  • Analyse der Funktionsweisen des österreichischen Avantgardefilms
  • Untersuchung des Werks von Peter Tscherkassky
  • Konzentration auf Found-Footage-Praktiken und Materialität
  • Kontrastierung von analoger Dunkelkammer-Technik und digitalem Film
  • Diskurs über Filmgrammatik und theoretische Positionen (u.a. Metz, Kracauer)

Auszug aus dem Buch

2.1.2. Subkategorie Underground am Beispiel Kenneth Anger

Unter dem Begriff „Underground“ sammelten sich Künstler, die sich in aggressiverer Form innerhalb des Avantgardefilms bewegten. Darunter der heute noch tätige Werner Schroeter oder Kenneth Anger. Das Etikett „Underground“ ist allerdings mehr eine Subkategorie des Überbegriffes Avantgarde und steht auch für eine rebellische Abnabelung von diesem Überbegriff, wodurch die Zugehörigkeit zur Überkategorie insgesamt in Frage gestellt werden kann und zugleich – wie zuvor schon erwähnt – die Verwendung des Avantgarde-Begriffs in unklare Formen übergeht.

So werden Filme und Strömungen, die mit Form und Inhalt des klassischen Unterhaltungskinos brechen, bereits als avantgardistisch oder experimentell betrachtet. In den USA erlangte Kenneth Anger den Status eines Avantgardefilmemachers (Weggefährten die in etwa zur selben Zeit ihre Werke produzierten sind zum Beispiel Sidney Peterson, Curtis Harrington, Maya Deren oder James Broughton), wobei er nach einer Reihe früher Filme, die er als Jugendlicher produzierte, mit seinem ersten als Erwachsener fertig gestellten Werk – FIREWORKS (1947) – einen Aufsehen erregenden Skandal provozierte:

„(…) in 1947 became a consecrated director with Fireworks, a film whose unabashed homosexuality provided a moment of scandal for the postwar American art cinema.”

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Der Verfasser reflektiert seine persönliche Annäherung an das Werk von Peter Tscherkassky und die daraus entstandene wissenschaftliche Auseinandersetzung.

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung zur Materialität und Position des Films in Peter Tscherkasskys Werken ein und benennt die zu untersuchenden Filme.

2. Grundlegende Definitionen/Theoretische Auseinandersetzungen mit dem Avantgardefilm: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Avantgarde, Found Footage und Experimentalfilm und ordnet sie in den filmtheoretischen Diskurs ein.

3. Filme aus der Dunkelkammer: Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse ausgewählter Werke Tscherkasskys, die durch direkte Belichtung des Filmmaterials entstanden sind.

4. Sprache und Film – Filmgrammatik in den Arbeiten Peter Tscherkasskys: Hier wird untersucht, inwiefern den analysierten Werken eine eigene Filmgrammatik innewohnt und wie Tscherkassky diese in seiner Praxis einsetzt.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Bedeutung von Tscherkasskys Arbeit als Errettung und Requiem eines analogen Mediums.

Schlüsselwörter

Peter Tscherkassky, Avantgardefilm, Experimentalfilm, Found Footage, Dunkelkammer, CinemaScope, Filmgrammatik, Materialität, Analogfilm, Montage, Strukturfilm, Filmtheorie, Christian Metz, Siegfried Kracauer, Metakino.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit?

Die Arbeit analysiert den österreichischen Avantgardefilm, fokussiert auf die Werke des Filmemachers Peter Tscherkassky und deren Entstehungsprozess.

Welche Themenfelder werden zentral behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf Found-Footage-Praktiken, der Bedeutung der Materialität im analogen Film und der filmtheoretischen Analyse von Tscherkasskys Werken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Funktionsweisen des österreichischen Avantgardefilms aufzuschlüsseln und die filmtheoretischen Hintergründe von Tscherkasskys Praxis darzulegen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es erfolgt eine fundierte Auseinandersetzung mit medien- und filmwissenschaftlicher Fachliteratur zur Einordnung von Filmgrammatik und Avantgardetraditionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die „Filme aus der Dunkelkammer“ (z.B. Motion Picture, die CinemaScope-Trilogie) detailliert analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind unter anderem Found Footage, Analoge Ästhetik, Filmmaterial-Fetischisierung, Metakino und Filmgrammatik.

Welche Rolle spielen die theoretischen Diskurse um Christian Metz in der Arbeit?

Sie dienen als theoretisches Raster, um die Filmgrammatik und die Konstruktion von narrativen oder nicht-narrativen Strukturen in Tscherkasskys Filmen zu hinterfragen.

Wie definiert Tscherkassky sein Verhältnis zur klassischen Spielfilmerzählung?

Er arbeitet gegen die industrielle Produktionslogik und klassische Erzählstrukturen an, um durch die Zerstörung von Narration neue Bedeutungsebenen im Filmmaterial freizulegen.

Ende der Leseprobe aus 158 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Charakteristika des Avantgarde- und Experimentalfilms in Österreich
Untertitel
Die Arbeit des Filmemachers und Filmwissenschafters Peter Tscherkassky
Hochschule
Universität Wien
Note
Sehr Gut
Autor
Patrick Dorner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
158
Katalognummer
V178798
ISBN (eBook)
9783656011279
ISBN (Buch)
9783656010517
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Avantgardefilm Tscherkassky Experimentalfilm
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Patrick Dorner (Autor:in), 2011, Die Charakteristika des Avantgarde- und Experimentalfilms in Österreich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178798
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  158  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum