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Die Auswirkungen der Rollenvorstellung der Gesellschaft auf das Selbstkonzept der drei weiblichen Hauptfiguren in Henrik Ibsens "Et Dukkehjem", "Gengangere" und "Hedda Gabler"

Title: Die Auswirkungen der Rollenvorstellung der Gesellschaft auf das Selbstkonzept der drei weiblichen Hauptfiguren in Henrik Ibsens "Et Dukkehjem", "Gengangere" und "Hedda Gabler"

Seminar Paper , 2007 , 36 Pages , Grade: 5,0/1,0

Autor:in: Nina Ratavaara (Author)

Scandinavian Languages
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Im Anschluss an das von mir im Sommersemester 2006 besuchte Seminar Ibsens Psychosen, entschloss ich mich, diese Seminararbeit zu verfassen. Die Suche nach einem Thema und nach der Fragestellung gestaltete sich schwieriger als erwartet. Zwar bot das im Seminar behandelte Material viele interessante Ansätze, doch bis sich aus meiner vagen Idee ein klares Konzept herauskristallisierte, dauerte es einige Zeit. Von Beginn an hatte mich der Einfluss der Gesellschaft samt deren Moralvorstellungen auf die Charaktere diverser Stücke Ibsens interessiert. Da die Regeln und Normen besonders auf das Leben der Frauen - und somit der weiblichen Figuren Ibsens - einwirkten, schien mir dieser Ansatz am spannendsten. Als ich das Thema so weit eingegrenzt hatte, war die Wahl der Stücke ein leichtes: Et Dukkehjem, Genangere und Hedda Gabler erwiesen sich mit ihren herausragenden weiblichen Hauptfiguren Nora Helmer, Helene Alving und Hedda Gabler als perfekt geeignet für meine Arbeit. Die Fragestellung musste jedoch noch konkretisiert werden und so entschloss ich mich, die Diskrepanz zwischen der eigentlichen Persönlichkeit - dem Selbstbild der Protagonistinnen - und den von der Gesellschaft konstruierten Rollen, sowie die möglichen Folgen bei einer Abweichung zwischen den zwei Aspekten zu untersuchen. Von diesem Ausgangspunkt aus werde ich einige theoretische Aspekte zum Thema des Selbstkonzeptes, der Rolle und der Normen erläutern. Im Kapitel zum Selbstkonzept werde ich versuchen, eine möglichst homogene Zusammenfassung zu geben, um die relevanten Aspekte bezüglich der Fragestellung aufzugreifen, die aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat. Das Hauptgewicht liegt auf der Analyse der Werke Ibsens. Ich werde einzeln auf die drei Stücke eingehen und die weiblichen Hauptfiguren sowohl bezüglich ihrer Rollen und ihres Selbstbildes analysieren als auch die gesellschaftlichen Rollenvorstellungen beschreiben. Schliesslich werde ich die Stücke bzw. die Protagonistinnen einander vergleichend gegenüberstellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie des Selbstkonzeptes

3. Die Stücke Ibsens und das Selbstkonzept

3.1 Et dukkehjem

3.1.1 Noras Rollen

3.1.2 Noras Selbstbild

3.1.3 Rollenvorstellungen der Gesellschaft

3.1.4 Schlussfolgerung

3.2 Gengangere

3.2.1 Helene Alvings Rollen

3.2.2 Helene Alvings Selbstbild

3.2.3 Rollenvorstellungen der Gesellschaft

3.2.4 Schlussfolgerung

3.3 Hedda Gabler

3.3.1 Hedda Gablers Rollen

3.3.2 Hedda Gablers Selbstbild

3.3.3 Rollenvorstellungen der Gesellschaft

3.3.4 Schlussfolgerung

4. Vergleich der Stücke Ibsens

5. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Diskrepanz zwischen der individuellen Persönlichkeit (Selbstbild) und den von der Gesellschaft konstruierten Rollen bei den weiblichen Protagonistinnen in drei Stücken von Henrik Ibsen. Es wird analysiert, welche psychologischen Folgen Abweichungen zwischen diesen beiden Aspekten für die Figuren haben und wie sie mit den gesellschaftlichen Erwartungen umgehen.

  • Analyse des theoretischen Selbstkonzepts und dessen Störfaktoren.
  • Untersuchung der Rollenbilder in Et dukkehjem, Gengangere und Hedda Gabler.
  • Vergleich der Stigmatisierung und gesellschaftlichen Pflichten von Frauen.
  • Diskussion von Krisenbewältigung und dem Scheitern an gesellschaftlichen Normen.
  • Betrachtung der individuellen Freiheit gegenüber patriarchalen Strukturen.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Noras Rollen

Nora präsentiert sich zu Beginn als Hausfrau, Mutter, sowie Torvalds “Lerche“ und “Eichhörnchen“. Die Lerche und das Eichhörnchen sind von ihr gespielte Rollen, welche Torvald auf sie projiziert hat:

Helmer […]. Er det lerkefuglen som kvidrer der ute?

Nora […]. Ja, det er det.

Helmer. Er det ekornet som romstrer der?

Nora. Ja! 34

Torvald spricht mit ihr wie mit einem Kind, weswegen man nicht vermuten würde, dass es sich um seine erwachsene Ehefrau handelt. Eine weitere Rolle Noras ist folglich die des Kindes oder der Kindsfrau. In einer späteren Szene bezeichnet er sie sogar als Ziervogel, dessen Unterhalt viel Geld kostet und er betrachtet sie nicht als eigenständige Person.35 Zu einem anderen Zeitpunkt wird Nora auch von ihrer Jugendfreundin Kristin Linde als Kind bezeichnet, weil sie nach Kristins Meinung wirkliche Arbeit nicht kennt. Nora selber traut sich jedoch durchaus etwas zu und erwähnt, sie habe auch schon mit Schwierigkeiten im Leben umgehen müssen:

Frau Linde (smilende). Nå, Herregud, den smule håndarbeide og sånt noe-.Du er et barn, Nora.

Nora (kaster på nakken og går henover gulvet). Det skulle du ikke si så overlegent.

Frau Linde. Så?

Nora. Du er liksom de andre. I tror alle sammen at jeg ikke duer til noe riktig alvorlig Fru Linde. Nå, nå Nora.- at jeg ikke har prøvet noe i denne vanskelige verden.36

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Motivation und die Forschungsfrage der Arbeit vor, welche die Diskrepanz zwischen Selbstbild und gesellschaftlichen Rollen bei drei Ibsen-Figuren fokussiert.

2. Theorie des Selbstkonzeptes: Dieses Kapitel erläutert wissenschaftliche Grundlagen zu Selbstbild, Normen, Konformität, Stigmatisierung sowie Schuld und Schande als psychologische Faktoren.

3. Die Stücke Ibsens und das Selbstkonzept: Das Hauptkapitel wendet die theoretischen Aspekte auf die Werke Et dukkehjem, Gengangere und Hedda Gabler an und analysiert die Protagonistinnen.

4. Vergleich der Stücke Ibsens: Dieser Abschnitt stellt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der drei analysierten Frauenfiguren hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Situation und Selbstentwicklung gegenüber.

5. Schlusswort: Das Schlusswort reflektiert den Arbeitsprozess und resümiert die Einsicht, dass die Protagonistinnen an der Unvereinbarkeit ihres Selbstbildes mit den gesellschaftlichen Normen zerbrechen.

Schlüsselwörter

Henrik Ibsen, Selbstkonzept, Rollenvorstellungen, Et dukkehjem, Gengangere, Hedda Gabler, Gesellschaft, Identitätskrise, Stigmatisierung, Emanzipation, Selbstbild, Frauengeschichte, Psychologie, Pflichtgefühl, Konformität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit untersucht die Diskrepanz zwischen dem individuellen Selbstbild und den von der patriarchalen Gesellschaft aufgezwungenen Rollen bei den drei weiblichen Hauptfiguren von Henrik Ibsen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf psychologischen Aspekten des Selbstkonzepts, der soziologischen Analyse von Geschlechterrollen im 19. Jahrhundert sowie der literaturwissenschaftlichen Interpretation der Werke Ibsens.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Festhalten an oder das Scheitern an den gesellschaftlich diktierten Frauenrollen die psychische Gesundheit und das Lebensglück der Protagonistinnen beeinträchtigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die theoretische Konzepte aus Psychologie und Soziologie mit einer detaillierten Textanalyse der drei Dramen verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Kapitel, die Nora Helmer, Helene Alving und Hedda Gabler einzeln betrachten, indem ihre Rollen, ihr Selbstbild und die gesellschaftlichen Bedingungen analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Selbstkonzept, Rollenbilder, Ibsen, Emanzipation, Identität, Stigmatisierung und der Konflikt zwischen individuellen Idealen und gesellschaftlicher Realität.

Wie unterscheidet sich Noras Entwicklung von der der anderen Frauen?

Während Nora eine abrupte Entwicklung vollzieht und schließlich die Flucht aus dem Puppenhaus wählt, verharren Helene Alving und Hedda Gabler stärker in ihrer Passivität oder wählen den Selbstmord als radikalen Ausweg.

Welche Rolle spielt der Begriff des "Wunderbaren" für Nora?

Das "Wunderbare" repräsentiert Noras anfängliche Flucht in eine Traumwelt, in der sie auf Torvalds bedingungslose Liebe hofft, um ihrer persönlichen Verantwortung zu entgehen.

Warum wählt Hedda Gabler den Freitod?

Ihr Selbstmord wird als Versuch interpretiert, ihr aristokratisches Ideal der Schönheit und Freiheit vor der Lächerlichkeit und der Einengung durch das bürgerliche Leben zu bewahren.

Welche Bedeutung hat das "Gespenst" in Gengangere?

Die "Gespenster" symbolisieren die erdrückende Last der moralischen Konventionen und veralteten Pflichten, die Helene Alving daran hindern, ihr eigenes, eigentlich modernes Selbstkonzept zu leben.

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Details

Title
Die Auswirkungen der Rollenvorstellung der Gesellschaft auf das Selbstkonzept der drei weiblichen Hauptfiguren in Henrik Ibsens "Et Dukkehjem", "Gengangere" und "Hedda Gabler"
College
University of Basel  (Nordische Philologie)
Course
Ibsens Psychosen
Grade
5,0/1,0
Author
Nina Ratavaara (Author)
Publication Year
2007
Pages
36
Catalog Number
V178921
ISBN (eBook)
9783656012306
ISBN (Book)
9783656012405
Language
German
Tags
Nordische Philologie Ibsen Frauenfiguren Skandinavische Literatur Rollenvorstellungen Psychosen Selbstkonzept Et Dukkehjem Gengangere Hedda Gabler Ein Puppenhaus Gespenster
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nina Ratavaara (Author), 2007, Die Auswirkungen der Rollenvorstellung der Gesellschaft auf das Selbstkonzept der drei weiblichen Hauptfiguren in Henrik Ibsens "Et Dukkehjem", "Gengangere" und "Hedda Gabler", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178921
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