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Iphigenie auf Tauris im Deutschunterricht

Titel: Iphigenie auf Tauris im Deutschunterricht

Masterarbeit , 2011 , 64 Seiten

Autor:in: B.A. Dennis Alexander Goebels (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Zeit der Weimarer Klassik oder des Weimarer Klassizismus stellt für Johann Wolfgang Goethe (1749-1832) eine der produktivsten Epochen seiner literarischen Schaffenszeit dar. Während seiner Italienreise (1786-1788), aber auch und gerade nach seiner Rückkehr nach Weimar und in Zusammenarbeit mit Friedrich Schiller (1759-1805) entstanden einige der bedeutendsten Werke der deutschen Literaturgeschichte. Stärker noch als Schiller, der hauptsächlich auf dem Gebiet der philosophisch-ästhetischen Schriften und dem Drama brillierte, deckte Goethes klassizistische Phase alle Bereiche literarischer Kunst ab. Sowohl im Bereich des Dramas (Faust I, Iphigenie auf Tauris etc.) als auch im Bereich des Romans (Wilhelm Meisters Lehrjahre), des Versepos (Herman und Dorothea) oder auch der Lyrik (Der Erlkönig) produzierte Goethe Werke, die auch heute noch vielfach gelesen werden.
Gegenstand dieser Masterarbeit soll ein Text aus der Frühzeit der Weimarer Klassik sein, der von Goethe bereits 1779 verfasst, jedoch im Laufe der Zeit immer wieder umgearbeitet und schließlich auf seiner Italienreise in seine noch heute bekannte Form gebracht wurde: Iphigenie auf Tauris. Zum besseren Verständnis des Textes soll zunächst die Epoche der Weimarer Klassik näher beleuchtet werden. Daran anschließend sollen die Positionen zweier Wegbereiter für Goethes Klassizismus thematisiert werden: Johann Joachim Winckelmanns Theorie des Kunstschönen und Karl Philipp Moritz‘ Theorien zur Kunstautonomie und zur Prosodie im Deutschen. Im dritten Teil des Kapitels Weimarer Klassik soll es um Goethes klassizistische Ästhetik gehen.
Im dritten Kapitel soll der Text Iphigenie auf Tauris selbst im Mittelpunkt stehen. Dazu wird zunächst eine knappe Inhaltsangabe des Stückes gegeben, bevor auf die Geschichte des Stoffes, der Goethes Iphigenie zugrunde liegt, eingegangen wird. Anschließend sollen klassizistische Elemente des Dramas sowohl im Hinblick auf den Inhalt als auch auf die Form herausgearbeitet werden.
Im vierten Kapitel soll Iphigenie auf Tauris dann als Text für den Deutschunterricht untersucht werden. Dazu werden zunächst einige allgemeine Überlegungen zur Dramendidaktik im Deutschunterricht dargestellt, ehe in einem zweiten Schritt die Eignung dieses Stückes für den Deutschunterricht anhand verschiedener Kriterien analysiert wird. Schließlich sollen in einem dritten Schritt methodische Überlegungen zur didaktischen Vermittlung der Iphigenie angestellt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Weimarer Klassik

2.1.Begriffsdefinition Weimarer Klassik

2.2.Wegbereiter für Goethes Klassizismus

2.2.1.Johann Joachim Winckelmann

2.2.2.Karl Philipp Moritz

2.3.Goethes klassizistische Ästhetik

2.3.1.Goethes Konzept der Nachahmung der Natur

2.3.2.Goethes Theorie der Metamorphose

2.3.3.Goethes Verhältnis zum Drama

3. Iphigenie auf Tauris

3.1.Inhaltsangabe Iphigenie auf Tauris

3.2.Stoffgeschichte

3.3.Klassizistische Elemente

3.3.1.Inhaltliche Elemente

3.3.2.Formale Elemente

4. Iphigenie auf Tauris im Deutschunterricht

4.1.Dramendidaktik

4.2.Iphigenie auf Tauris – Ein geeigneter Stoff für den Deutschunterricht?

4.3.Methodische Überlegungen

4.3.1.Vorbereitende Übungen

4.3.2.Begleitende Übungen

4.3.3.Nachbereitende Übungen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Johann Wolfgang Goethes Werk "Iphigenie auf Tauris" unter literaturwissenschaftlichen Gesichtspunkten sowie dessen didaktische Eignung für den Literaturunterricht in der gymnasialen Oberstufe. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie klassizistische Prinzipien in der Form und dem Inhalt des Dramas zur Geltung kommen und durch welche methodischen Ansätze eine moderne Vermittlung des Stoffes gelingen kann.

  • Analyse der Epoche der Weimarer Klassik und ihrer theoretischen Wegbereiter.
  • Untersuchung der Entstehungsgeschichte und der inhaltlichen sowie formalen Struktur von "Iphigenie auf Tauris".
  • Evaluation des didaktischen Potenzials des Dramas anhand aktueller Literaturdidaktik.
  • Kritische Auseinandersetzung mit bestehenden methodischen Unterrichtsvorschlägen und Entwicklung eigener Ansätze zur Lektürearbeit.

Auszug aus dem Buch

2.3.1. Goethes Konzept der Nachahmung der Natur

Goethes Vorstellung von Wahrheit in der künstlerischen Darstellung geht zurück auf die Genieästhetik des Sturm und Drang und die Überlegungen von Karl Philipp Moritz zur Autonomie des Kunstwerks.

Das Genie in der Vorstellung des Sturm und Drang war der Künstler, der die Regeln für das Kunstwerk, das er schuf, selbst aufstellen konnte. Der Begriff Genie wird also „in Deutschland zum Leitbegriff einer künstlerischen Subjektivität, die vermeintlich alles aus sich selbst schafft und ihren Grund nicht im Verstand, sondern in der Empfindung hat“. Die Tatsache, dass der Künstler sich die Regeln selbst setzt, hat auch Konsequenzen für die Art und Weise, in der er die Wirklichkeit darstellt. Dadurch, dass der Künstler gleichsam autonom ist, steht es ihm auch frei, die Wirklichkeit so darzustellen wie er sie empfindet. Karl Philipp Moritz und später dann ebenfalls Immanuel Kant und Friedrich Schiller sprechen dem Künstler diese Autonomie ab. Für sie ist es nicht der Künstler, der autonom ist, sondern das Kunstwerk selbst, das von Zwecken (zu denen ja auch eine möglichst genaue Darstellung der Wirklichkeit zählt) frei zu machen ist. Es geht im Kunstwerk also nicht darum, die Wirklichkeit möglichst genau abzubilden, sondern die Art und Weise nachzuahmen, in der die Natur die Dinge hervorbringt, die dem Künstler als Inspiration für seine Werke dienen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab und erläutert die Relevanz von Goethes Werk sowie das methodische Vorgehen bei der Untersuchung von "Iphigenie auf Tauris".

2. Weimarer Klassik: Dieses Kapitel definiert die Epoche der Weimarer Klassik, stellt die maßgeblichen Wegbereiter vor und arbeitet Goethes spezifisch klassizistische Ästhetik heraus.

3. Iphigenie auf Tauris: Das Kapitel bietet eine Inhaltsangabe, beleuchtet die Stoffgeschichte und untersucht das Drama auf seine klassizistischen inhaltlichen und formalen Elemente.

4. Iphigenie auf Tauris im Deutschunterricht: Hier wird das didaktische Potenzial des Stücks erörtert, bestehende Unterrichtsmaterialien kritisch geprüft und methodische Ansätze für die schulische Praxis diskutiert.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Bedeutung von Goethes "Iphigenie auf Tauris" als klassizistisches Musterbeispiel für den heutigen Literaturunterricht.

Schlüsselwörter

Weimarer Klassik, Johann Wolfgang Goethe, Iphigenie auf Tauris, Klassizismus, Humanität, Dramendidaktik, Literaturunterricht, ästhetische Erziehung, Metamorphoselehre, Nachahmung der Natur, Blankvers, Sentenzen, Autonomie der Kunst, Stoffgeschichte, Dramenanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Goethes "Iphigenie auf Tauris" sowohl aus literaturwissenschaftlicher als auch aus fachdidaktischer Sicht, um dessen Bedeutung und Einsatzmöglichkeiten im heutigen Deutschunterricht darzulegen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Zentral sind die Epoche der Weimarer Klassik, die Ästhetik Goethes (insbesondere die Metamorphoselehre), der Humanitätsbegriff sowie die praktische Didaktik der Dramenbehandlung in der Sekundarstufe II.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Goethes Werk in seiner formalen und inhaltlichen Strenge einerseits klassische Ideale widerspiegelt und andererseits durch moderne didaktische Ansätze für Schüler zugänglich und produktiv gemacht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autor?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, bei der Primärtexte Goethes sowie theoretische Schriften der Klassik mit aktuellen didaktischen Fachdiskursen verknüpft und kritisch evaluiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Klassik, die detaillierte Analyse des Dramas "Iphigenie auf Tauris" hinsichtlich Stoff, Form und Inhalt sowie die Evaluation methodischer Unterrichtskonzepte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Weimarer Klassik, Iphigenie auf Tauris, Humanität, Dramendidaktik, literarischer produktiver Umgang und klassizistische Ästhetik.

Wie bewertet der Autor das didaktische Potenzial von "Iphigenie auf Tauris"?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass das Drama trotz seiner sprachlichen und inhaltlichen Komplexität, die hohe Anforderungen an Schüler stellt, ein äußerst produktiver Stoff ist, der durch methodische Variation (z.B. szenisches Interpretieren) in der Oberstufe erfolgreich vermittelt werden kann.

Welche Kritik übt der Autor an vorhandenen Unterrichtsvorschlägen?

Die analysierten Materialien der Verlage Schöningh und Cornelsen werden kritisiert, da sie teilweise zu stark auf die Inhaltsebene fokussieren oder zu sehr auf schriftliche Methoden verengen, wobei die theatralische Natur des Dramas oft zu kurz kommt.

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Details

Titel
Iphigenie auf Tauris im Deutschunterricht
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Autor
B.A. Dennis Alexander Goebels (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
64
Katalognummer
V179000
ISBN (eBook)
9783656012825
ISBN (Buch)
9783656012610
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Iphigenie Deutschunterricht Didaktik Unterrichtsvorschläge Germanistik Goethe Iphiegnie auf Tauris Literaturdidaktik Texte Zentralabitur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. Dennis Alexander Goebels (Autor:in), 2011, Iphigenie auf Tauris im Deutschunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179000
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