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Kulturell bedingte Konfliktpotentiale in den deutsch-russischen Geschäftsbeziehungen

Title: Kulturell bedingte Konfliktpotentiale in den deutsch-russischen Geschäftsbeziehungen

Term Paper , 2011 , 29 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: B.A. Alexander Schabowski (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Nach dem Zerfall der Sowjetunion Anfang der 90ger Jahre gelang Russland noch vor Ende der Dekade ein deutlicher wirtschaftlicher turn around. In Folge dessen ist die Zahl der deutsch-russischen Geschäftskontakte rasch gestiegen. Die meisten Großunternehmen sind mittlerweile mit Direktinvestitionen und in Form von Joint Ventures in Russland engagiert und die Bezeichnung BRIC – Staat verdeutlicht das Potential das Russland auch in Zukunft noch zugerechnet wird.
Mit der Intensivierung der Geschäftsbeziehungen stieg aber auch das zwischenmenschliche Konfliktpotential, wodurch Wettbewerbsvorteile vernichtet wurden und werden. Die Basis für Indifferenzen in der Ost-West-Annäherung hat sich von einer politisch-wirtschaftlichen Determinierung zu Zeiten des Ost-West-Konfliktes hin zu einer kulturellen Determinierung gewandelt. Die Verringerung von Reibungsverlusten in interkulturellen Verhandlungssituationen und im interkulturellen Geschäftsalltag und somit interkulturelles Lernen haben stark an Bedeutung gewonnen.
Die vorliegende Arbeit vermittelt einen Überblick über den wissenschaftlichen Forschungsstand im Bereich kultureller bedingter Missverständnisse in deutsch-russischen Verhandlungssituationen und im deutsch-russischen Geschäftsalltag aus deutscher Perspektive.
Den theoretischen Fokus bilden die Kulturanalysemodelle von Geerd Hofstede und Edward Hall, deren Beschreibung zusammen mit einer Kulturdefinition dem empirischen Teil vorangestellt ist. Die Analyse der kulturellen Unterschiede beginnt mit einer Darstellung des kulturellen Ursprungs beider Länder, die zwar nicht originärer Bestandteil der Modelle von Hall und Hofstede ist, aber hilfreich für das Verständnis der kulturellen Bedingtheit des jeweiligen Landes. Im Anschluss an die Identifikation von kulturellen Divergenzen entlang der beiden angewandten Modelle erfolgt die Ableitung möglicher Missverständnis-Quellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Verortung des Betrachtungsfeldes

2.1 Kulturdefinition

2.2 Geschäftsbeziehungen als besondere Art der Interaktion

2.3 Kulturdimensionen nach Hofstede

2.3.1 Machtdistanz (PDI)

2.3.2 Kollektivismus versus Individualismus (IDV)

2.3.3 Feminine versus maskuline Kulturen (MAS)

2.3.4 Unsicherheitsvermeidung (UAI)

2.3.5 Langfristige versus kurzfristige Orientierung (LTO)

2.4 Kulturdimensionen nach Hall

2.4.1 Kontextorientierung

2.4.2 Raumorientierung (Proxemik)

2.4.3 Monochrones bzw. polychrones Zeitverständnis

2.4.4 Informationsgeschwindigkeit

3 Analyse kultureller Unterschiede zwischen Deutschland und Russland

3.1 Divergenzen im kulturellen Ursprung

3.2 Kulturelle Divergenzen nach Hofstede

3.3 Kulturell determinierte Kommunikationsunterschiede nach Hall

4 Kritische Würdigung der Dimensionierungskonzepte und Studien

5 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über den wissenschaftlichen Forschungsstand zu kulturell bedingten Missverständnissen in deutsch-russischen Geschäftsbeziehungen aus deutscher Perspektive zu geben. Die Arbeit untersucht die zentralen Konfliktpotenziale, die durch unterschiedliche kulturelle Prägungen entstehen, und analysiert diese auf Basis etablierter kulturwissenschaftlicher Modelle.

  • Kulturanalyse nach den Modellen von Geert Hofstede und Edward Hall.
  • Historisch begründete kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und Russland.
  • Identifikation und Analyse von Kommunikationsbarrieren im Geschäftsalltag.
  • Kritische Würdigung der angewandten kulturwissenschaftlichen Dimensionierungskonzepte.
  • Ableitung von Ursachen für Konflikte in Verhandlungssituationen.

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Kontextorientierung

In der Dimension Kontextorientierung unterscheidet Hall Kulturen nach „high-context“ -Kulturen und „low-context“ - Kulturen. Für erstere ist charakteristisch, dass die Mitglieder eingebunden sind in intensive Beziehungsgeflechte. Die formale, codierte Kommunikation lässt sich nicht losgelöst von der kulturellen Identität interpretieren. Die Grenzen zwischen den Rollenbildern und Lebenswelten eines Individuums sind fliessend.

In „low-context“ - Strukturen spielen Beziehungsgeflechte eine geringere Rolle. Es besteht eine graduell wesentlich deutlichere Abgrenzung zwischen den einzelnen Rollen einer Person, inklusive eines permanenten Wanderns zwischen diesen Gruppenzugehörigkeiten, zum Beispiel Familie, Beruf, Vereinsleben. Botschaften in „low-context“ - Kulturen enthalten folglich ein höheres Ausmaß an Information, da das Kommunikationsspektrum auf die Botschaften zentriert ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende wirtschaftliche Verflechtung zwischen Deutschland und Russland ein und erläutert das Ziel der Arbeit, kulturelle Konfliktursachen aus deutscher Sicht zu beleuchten.

2 Theoretische Verortung des Betrachtungsfeldes: In diesem Kapitel werden grundlegende Definitionen von Kultur geliefert und die zentralen Analysemodelle von Geert Hofstede und Edward Hall detailliert beschrieben.

3 Analyse kultureller Unterschiede zwischen Deutschland und Russland: Hier werden die theoretischen Modelle auf die realen kulturellen Hintergründe und Unterschiede beider Länder angewendet, um Divergenzen in Ursprung und Verhalten zu identifizieren.

4 Kritische Würdigung der Dimensionierungskonzepte und Studien: Dieses Kapitel hinterfragt die Validität und Aussagekraft der verwendeten kulturwissenschaftlichen Modelle und weist auf deren methodische Einschränkungen hin.

5 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und betont die Bedeutung des interkulturellen Bewusstseins zur Vermeidung von Konflikten in der geschäftlichen Praxis.

Schlüsselwörter

Kulturelle Differenzen, deutsch-russische Geschäftsbeziehungen, Geert Hofstede, Edward Hall, Kulturdimensionen, Konfliktpotenzial, Machtdistanz, Individualismus, Kommunikation, Kontextorientierung, Zeitverständnis, interkulturelles Lernen, Geschäftsalltag, Verhandlungsführung, kulturelle Prägung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den kulturell bedingten Missverständnissen, die in deutsch-russischen Geschäftsbeziehungen auftreten können, und analysiert diese wissenschaftlich.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung durch Kulturmodelle (Hofstede/Hall), der historische Hintergrund beider Länder sowie die daraus resultierenden Unterschiede im Geschäftsgebaren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Identifikation von Ursachen für interkulturelle Missverständnisse, um die Zusammenarbeit und Kommunikation im deutsch-russischen Geschäftsalltag zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es werden die Modelle zur Kulturanalyse von Geert Hofstede (Dimensionen wie Machtdistanz, Individualismus) und Edward Hall (Kontext, Zeitverständnis) als theoretisches Gerüst verwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung der Modelle, die historische Herleitung der kulturellen Unterschiede sowie die konkrete Analyse dieser Unterschiede zwischen Deutschland und Russland.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Schlüsselwörtern zählen interkulturelle Kommunikation, Kulturdimensionen, Geschäftsbeziehungen, kulturelle Prägung und Konfliktpotenzial.

Warum spielt die Unterscheidung von High-Context und Low-Context eine wichtige Rolle?

Diese Unterscheidung verdeutlicht, warum deutsche "Low-Context"-Kommunikation (direkt) bei russischen "High-Context"-Partnern (zwischen den Zeilen lesend) zu Missverständnissen führen kann.

Welche Bedeutung hat das Zeitverständnis in der deutsch-russischen Kooperation?

Die Arbeit zeigt, dass deutsche monochrone Zeitplanung mit russischer polychroner Flexibilität kollidiert, was oft zu Misstrauen und Frustration auf deutscher Seite führt.

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Details

Title
Kulturell bedingte Konfliktpotentiale in den deutsch-russischen Geschäftsbeziehungen
College
University of Applied Sciences Berlin
Grade
1,0
Author
B.A. Alexander Schabowski (Author)
Publication Year
2011
Pages
29
Catalog Number
V179051
ISBN (eBook)
9783656013730
ISBN (Book)
9783656020820
Language
German
Tags
kulturell konfliktpotentiale geschäftsbeziehungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Alexander Schabowski (Author), 2011, Kulturell bedingte Konfliktpotentiale in den deutsch-russischen Geschäftsbeziehungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179051
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