Unter der Bezeichnung Enterprise Application Integration (kurz: EAI) werden Ansätze zur Schaffung einer einheitlichen Anwendungsarchitektur unter Einbeziehung von heterogenen Systemen entwickelt. Dabei umfasst EAI die Planung, die Methoden sowie die Software, um heterogene, autonome Anwendungssysteme – ggf. unter Einbeziehung von externen Anwendungssystemen – prozessorientiert zu integrieren. EAI ist somit die prozessorientierte Integration von Anwendungssystemen in heterogenen IT-Anwendungsarchitekturen. Im Gegensatz zu anderen Integrationstechniken, wie der Funktionsintegration oder der Datenintegration, werden beim EAI-Ansatz die Implementationen der einzelnen Geschäftsfunktionen nicht verändert. Alle funktionalen Schnittstellen werden mittels Adaptern (Schnittstellenumsetzer) abstrahiert. Aufgrund der prozessorientierten Integration stellt EAI nun nicht nur eine technische Integrationsplattform dar, sondern – so zumindest der konzeptionelle Anspruch – auch eine Integrationskomponente zwischen der Organisationsarchitektur mit den Strukturen und Geschäftsprozessen und der IT-Architektur eines Unternehmens. Keller grenzt EAI von E-Commerce ab, da hier in der Regel mehrere Parteien beteiligt sind. Allerdings werden die Konzepte strukturell und technisch als identisch erklärt. Der einzige Unterschied besteht in der unternehmensübergreifenden Sichtweise des E-Commerce-Ansatzes und des unternehmensinternen Fokus von EAI.
Inhaltsverzeichnis
1. Enterprise Application Integration
1.1. Definition
1.2. Ursachen für die Entstehung von EAI
1.3. Ziele Von EAI
2. Integration mit EAI
2.1. Integrationsarten
2.1.1. DARSTELLUNGSINTEGRATION
2.1.2. DATENINTEGRATION
2.1.3. FUNKTIONSINTEGRATION
2.1.4. VERGLEICH DER METHODEN
3. Vorteile und Risiken von EAI
3.1. Vorteile
3.1.1. VORTEILE FÜR DEN ANWENDER
3.1.2 VORTEILE AUS TECHNISCHER SICHTWEISE
3.1.3 RISIKEN UND NACHTEILE
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das Konzept der Enterprise Application Integration (EAI) als Lösung für die Verbindung heterogener IT-Landschaften in Unternehmen zu erläutern und dabei die wesentlichen Vorteile sowie Risiken kritisch zu betrachten. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, inwiefern EAI eine flexible Alternative zur vollständigen Standardisierung mittels ERP-Systemen darstellt und welche methodischen Ansätze hierfür zur Verfügung stehen.
- Grundlagen und Definition von EAI
- Ursachen für die Notwendigkeit von Integrationslösungen
- Methoden der Integration (Darstellungs-, Daten- und Funktionsintegration)
- Gegenüberstellung von Vorteilen und Risiken aus Anwender- und technischer Sicht
Auszug aus dem Buch
1.1. Definition
Unter der Bezeichnung Enterprise Application Integration (kurz: EAI) werden Ansätze zur Schaffung einer einheitlichen Anwendungsarchitektur unter Einbeziehung von heterogenen Systemen entwickelt. Dabei umfasst EAI die Planung, die Methoden sowie die Software, um heterogene, autonome Anwendungssysteme – ggf. unter Einbeziehung von externen Anwendungssystemen – prozessorientiert zu integrieren. EAI ist somit die prozessorientierte Integration von Anwendungssystemen in heterogenen IT-Anwendungsarchitekturen. Im Gegensatz zu anderen Integrationstechniken, wie der Funktionsintegration oder der Datenintegration, werden beim EAI-Ansatz die Implementationen der einzelnen Geschäftsfunktionen nicht verändert. Alle funktionalen Schnittstellen werden mittels Adaptern (Schnittstellenumsetzer) abstrahiert. Aufgrund der prozessorientierten Integration stellt EAI nun nicht nur eine technische Integrationsplattform dar, sondern – so zumindest der konzeptionelle Anspruch – auch eine Integrationskomponente zwischen der Organisationsarchitektur mit den Strukturen und Geschäftsprozessen und der IT-Architektur eines Unternehmens. Keller grenzt EAI von E-Commerce ab, da hier in der Regel mehrere Parteien beteiligt sind. Allerdings werden die Konzepte strukturell und technisch als identisch erklärt. Der einzige Unterschied besteht in der unternehmensübergreifenden Sichtweise des E-Commerce-Ansatzes und des unternehmensinternen Fokus von EAI.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Enterprise Application Integration: Dieses Kapitel definiert EAI als prozessorientierte Integrationsmethode und beleuchtet die Ursachen, wie etwa die Verbreitung des Internets und den vermehrten Einsatz von ERP-Software, die zu ihrer Entstehung geführt haben.
2. Integration mit EAI: Hier werden die methodischen Ansätze der Integrationsarten – Darstellungsintegration, Datenintegration und Funktionsintegration – detailliert erläutert und hinsichtlich ihrer Eigenschaften verglichen.
3. Vorteile und Risiken von EAI: Dieser Teil analysiert die Vor- und Nachteile der EAI-Implementierung, differenziert nach den Perspektiven des Anwenders und der technischen Sichtweise sowie unter Berücksichtigung spezifischer Integrationsrisiken.
4. Fazit: Das Fazit stellt die Notwendigkeit effizienter Integration in einer globalisierten Wirtschaft dar und wägt die EAI-Ansätze gegen die rigiden Möglichkeiten einer ERP-Standardisierung ab.
Schlüsselwörter
Enterprise Application Integration, EAI, Middleware, Datenintegration, Funktionsintegration, Darstellungsintegration, Geschäftsprozesse, Anwendungsarchitektur, IT-Infrastruktur, ERP-Systeme, GlueWare, Prozessorientierung, Systemlandschaft, Schnittstellen, Datenkonsistenz.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Anliegen dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht das Konzept der Enterprise Application Integration (EAI) als Strategie zur Vernetzung heterogener IT-Systeme in Unternehmen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Themen umfassen die Definition von EAI, die verschiedenen Integrationsmethoden sowie eine umfassende Nutzen-Risiko-Analyse.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, EAI als flexible Integrationsalternative zur rein ERP-basierten Standardisierung darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der systematischen Kategorisierung technischer Integrationskonzepte.
Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung der drei Integrationsansätze (Darstellung, Daten, Funktionen) und die detaillierte Ausarbeitung der Vor- und Nachteile.
Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?
Wichtige Begriffe sind EAI, Middleware, Prozessintegration, IT-Architektur und Geschäftsprozessoptimierung.
Warum wird EAI als Alternative zu einer ERP-Standardisierung diskutiert?
Der Autor argumentiert, dass eine vollständige ERP-Standardisierung oft zu unflexibel, teuer und wartungsintensiv für komplexe oder dezentrale Unternehmensstrukturen ist.
Was zeichnet die Darstellungsintegration aus?
Sie gilt als einfachste und kostengünstigste Methode, bietet jedoch begrenzte Funktionalität, da sie primär an der Benutzeroberfläche ansetzt.
Warum stellt die Funktionsintegration ein hohes Risiko dar?
Obwohl sie am flexibelsten ist, erfordert sie eine tiefgreifende Analyse der Geschäftslogik aller Anwendungen, was bei mangelnder Dokumentation sehr aufwendig ist.
- Arbeit zitieren
- Robert Schultz (Autor:in), 2011, Enterprise Application Integration - Vorteile und Nachteile, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179163