Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Contracts for Difference (CFDs) unter Berücksichtigung der Besteuerung

Titel: Contracts for Difference (CFDs) unter Berücksichtigung der Besteuerung

Bachelorarbeit , 2011 , 37 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Toni Krüger (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Derivatemarkt in Deutschland ist in seiner Vielfalt und Strukturiertheit für den Privatanleger kaum noch zu überschauen. Es reicht schon längst nicht mehr nur aus, eine Meinung über steigende oder fallende Kurse zu haben. Wer die sich ergebenden Möglichkeiten gerade bei derivativen Produkten nutzen möchte, muss das für sich passende Produkt klassifizieren. Allein im März 2011 standen dem Anleger hierzu 676.126 Anlagezertifikate und Hebelprodukte zur Verfügung.
Contracts for Difference (CFDs) – eine neue, seit 2005 in Deutschland handelbare Anlageklasse – bedienen sich dieser Problematik und ermöglichen es dem Anleger transparent und nachvollziehbar in der Preisbildung auf steigende oder fallende Kurse zu spekulieren. Eine weitere Besonderheit besteht darin, einen Zugriff auf Märkte zu haben, welche für den privaten Anleger schwer zugänglich sind, um so die Diversifikationsmöglichkeiten zu verbessern. Da CFDs bereits in kleinsten Kontraktgrößen handelbar sind, ist auch die Möglichkeit der strategischen Portfolioabsicherung gegeben. So ist es nicht verwunderlich, dass sich dieses noch recht junge Finanzprodukt einer zunehmenden Popularität im Bereich der privaten Geldanlage erfreut.

Vor diesem Hintergrund sollen im Rahmen der vorliegenden Arbeit sowohl die theoretischen Voraussetzungen als auch die praktischen Anwendungen dieses noch recht jungen Finanzproduktes aus Sicht eines Privatanlegers nähergehend untersucht werden. Einführend werden in Kapitel 2 primär die Entwicklung, Grundlagen und Funktionsweisen zum Thema CFDs erarbeitet. Weiterführend besteht der Kern dieser Arbeit darin, in Kapitel 3 eine zivilrechtliche und steuerrechtliche Einordnung von Differenzkontrakten in Deutschland vorzunehmen und Charakteristika und Besonderheiten der steuerlichen Betrachtung von CFDs aufzuzeigen. Abschließend sollen in Kapitel 4, im empirischen Teil, die praktischen Anwendungsmöglichkeiten von Differenzkontrakten dargelegt werden. Ziel hier-bei ist es, am Beispiel zu zeigen, dass CFDs im Risikomanagement für Privatanleger geeignet sind, um Preissteigerungsrisiken im Benzinpreis an Tankstellen abzusichern.
Resultierend aus der Zielsetzung soll im Folgenden als zentrale Hypothese untersucht werden, ob mithilfe von CFDs sich steigende Benzinpreise für den Endverbraucher sowohl vor als auch nach Steuern absichern lassen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Einführung in die Thematik

1.2 Problemstellung und Forschungsfrage

1.3 Einführender Literaturüberblick

2 Grundlagen der CFDs

2.1 Geschichtliche Entwicklung der Differenzkontrakte

2.2 Funktionsweise von CFDs

2.2.1 Handel mit Fremdkapital

2.2.2 Finanzierungskosten

2.2.3 Transaktionskosten

3 Rechtliche Aspekte der CFDs

3.1 Finanzwirtschaftliche Einordnung

3.2 Zivilrechtliche Einordnung

3.3 Steuerrechtliche Einordnung

3.4 Besteuerung von CFDs

3.4.1 Ermittlung der steuerlichen Bemessungsgrundlage

3.4.2 Steuerliche Behandlung der Finanzierungskosten

3.4.3 Steuerliche Verlustverrechnung

4 CFDs im Risikomanagement von Privatanlegern

4.1 Grundlagen des Risikomanagements

4.2 Absicherung des Benzinpreises an Tankstellen mit CFDs

4.2.1 Grundlagen und Methodik

4.2.2 Datenanalyse

4.2.3 Annahmen und Vorgehensweise

4.3 Überprüfung der Hypothese

4.3.1 Absicherung vor Steuern und ohne Transaktionskosten

4.3.2 Absicherung vor Steuern und mit Transaktionskosten

4.3.3 Absicherung nach Steuern und mit Transaktionskosten

4.4 Diskussion der Ergebnisse

5 Zusammenfassung und kritische Reflexion

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die theoretischen Voraussetzungen und praktischen Anwendungsmöglichkeiten von Contracts for Difference (CFDs) aus Sicht eines Privatanlegers zu untersuchen und dabei insbesondere zu prüfen, ob sich diese Instrumente zur Absicherung gegen steigende Benzinpreise eignen.

  • Grundlagen und Funktionsweise von Differenzkontrakten (CFDs)
  • Rechtliche und steuerrechtliche Einordnung von CFDs in Deutschland
  • Einsatz von CFDs als Instrument im Risikomanagement für Privatanleger
  • Analyse der Absicherungsmöglichkeiten gegen steigende Benzinpreise
  • Einfluss von Besteuerung und Transaktionskosten auf die Absicherungsstrategie

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Handel mit Fremdkapital

CFDs bieten neben der Möglichkeit, von steigenden und fallenden Kursen des Basiswertes zu profitieren, einen weiteren Vorteil – den Handel mit Fremdkapital. Beim Anbieter von CFDs ist nur ein bestimmter Prozentsatz des gehandelten Positionsvolumens als sogenannte Margin zu hinterlegen, welche sich als Eigenkapital des Anlegers interpretieren lässt. Diese hinterlegte Margin soll während des Haltens offener Positionen die Fähigkeit des Marktteilnehmers signalisieren, den Verpflichtungen aus dem offenen Geschäft nachzukommen.16 Die Höhe des Eigenkapitals wird bei Kursfeststellung ermittelt und ist immer ein konstanter Prozentsatz des aktuellen Positionswertes. Der verbleibende Teil des Positionsvolumens wird durch Fremdkapital des Anbieters finanziert. Durch den geringen Eigenkapitaleinsatz ergeben sich überproportionale Gewinn- und Verlustchancen, welche auch als Hebelwirkung bezeichnet werden.17

Der Hebel berechnet sich folgendermaßen:

Wie aus (1) ersichtlich, ist die Hebelwirkung abhängig von der prozentual zu hinterlegenden Margin und ändert sich nicht im Zeitablauf. In Tabelle 1 ist diese Abhängigkeit exemplarisch dargestellt. Demnach würde sich das eingesetzte Eigenkapital bei einem Kursanstieg von 1 Prozent verdoppeln, bei einem Hebel von 100.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Problematik am Derivatemarkt und Definition der Forschungsfrage zur Anwendung von CFDs durch Privatanleger.

2 Grundlagen der CFDs: Erläuterung der geschichtlichen Entwicklung und der funktionalen Mechanismen, wie Hebelwirkung, Finanzierungs- und Transaktionskosten.

3 Rechtliche Aspekte der CFDs: Untersuchung der zivilrechtlichen und steuerrechtlichen Einordnung von Differenzkontrakten nach deutschem Recht sowie Details zur Besteuerung.

4 CFDs im Risikomanagement von Privatanlegern: Empirische Untersuchung zur Absicherung von Benzinpreisrisiken und Überprüfung der Hypothese unter Berücksichtigung von Steuern und Kosten.

5 Zusammenfassung und kritische Reflexion: Fazit zur Eignung von CFDs als Absicherungsinstrument und Diskussion der Limitationen der Untersuchung.

Schlüsselwörter

Contracts for Difference, CFDs, Derivate, Finanzrisikomanagement, Privatanleger, Hebelwirkung, Abgeltungsteuer, Termingeschäfte, Absicherungsstrategie, Hedging, Margin, Besteuerung, Benzinpreis, Finanzwirtschaft, Kapitalanlage.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Nutzung von Contracts for Difference (CFDs) als Instrument im Risikomanagement für private Anleger, insbesondere im Hinblick auf ihre Eignung zur Absicherung gegen Preissteigerungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Grundlagen und Funktionsweise von CFDs, ihre rechtliche und steuerrechtliche Klassifizierung sowie deren praktische Anwendung zur Absicherung von Preisrisiken bei Rohstoffen am Beispiel von Benzin.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob sich mit CFDs steigende Benzinpreise für den Endverbraucher sowohl vor als auch nach Steuern erfolgreich absichern lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit der Literatur und eine empirische Ex-post-Studie, in der Daten zur Preisentwicklung von Superbenzin und Benzin-Futures mittels einfacher linearer Regression analysiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Funktionsweise von CFDs, eine detaillierte steuerrechtliche Einordnung in Deutschland und den empirischen Teil zur Absicherung von Tankkosten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind CFDs, Risikomanagement, Hebelwirkung, Abgeltungsteuer, Privatanleger und Absicherung.

Wie wirken sich Transaktionskosten auf die Absicherungsstrategie aus?

Die Arbeit zeigt, dass Transaktionskosten, insbesondere durch den Spread beim monatlichen Rollvorgang der Position, den Gewinn und damit die Effektivität der Absicherung langfristig mindern.

Welche Rolle spielt die Abgeltungsteuer?

Die Abgeltungsteuer mindert den aus der Absicherung erzielten Gewinn, was bei der Festlegung der benötigten Positionsgröße berücksichtigt werden muss, um den Nettobedarf zur Absicherung zu decken.

Gibt es Risiken beim Einsatz von CFDs für Privatanleger?

Ja, aufgrund der Hebelwirkung kann bereits ein geringer Kursverlust des Basiswertes zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen, weshalb ein adäquates Risikomanagement und ausreichende Deckung des Kontos essenziell sind.

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Contracts for Difference (CFDs) unter Berücksichtigung der Besteuerung
Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg  (Betriebswirtschaftliche Steuerlehre)
Note
1,3
Autor
Toni Krüger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
37
Katalognummer
V179202
ISBN (eBook)
9783656015369
ISBN (Buch)
9783656015079
Sprache
Deutsch
Schlagworte
CFDS Differenzkontrakte Derivate Steuern Abgeltungsteuer Hedging Benzinpreisabsicherung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Toni Krüger (Autor:in), 2011, Contracts for Difference (CFDs) unter Berücksichtigung der Besteuerung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179202
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  37  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum