Der Untergang des Templerordens


Hausarbeit, 2006

14 Seiten, Note: 3,0


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung. 2

2. Die Vorgeschichte. 3

3 Der Prozess. 5
3.1 Die Anklagepunkte. 5
3.2 Der Verlauf des Prozesses. 6

4. Der Ausgang des Ordens. 11

5. Schluss. 13

Literatur- und Quellenverzeichnis. 14

1. Einleitung

In meiner Hausarbeit geht es um den Untergang des Templerordens, der sich zum großen Teil in Frankreich ereignet hat, weshalb ich meinen Fokus in der Arbeit auf dieses Land richte.

Der Templerorden ist bis in die Neuzeit mit vielen Mythen und Gerüchten, die sich um die Ritterschaft ranken, im Gespräch. Diese werden in moderner Literatur und vielen Fernsehdokumentationen aufgegriffen und behandelt. Hier werden sie wie mysteriöse Geschichten um den Templerorden behandelt, dessen Güter und der plötzliche Untergang des Selbigen.

Die Anklage wegen Häresie, Sodomie, Gotteslästerung und Götzenverehrung, die der Auslöser für die Prozesse gegen den Orden waren, haben bis heute Einfluss auf die Rezeption der Templergeschichte.

Hier soll aufgezeigt werden wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass so ein renommierter Orden mit dem Gesetz in Konflikt geraten konnte. Wer erhob die Anklage gegen die Templer, wer führte den Prozess und wer waren die Zeugen, die gegen ihn aussagten? Natürlich soll auch die wichtigste Frage, ob die Anklage überhaupt irgendeine Berechtigung bzw. Grundlage besaß, geklärt werden. Hiermit soll sich die Arbeit in einigen Unterpunkten befassen.

Besonders wichtig für das Verständnis der Geschehnisse ist das Verhältnis zwischen Papst Clemens V, Philipp IV und dem Inquisitor Wilhelm Imbert. Dieses weist gewisse Kontroversen im Verhalten dieser Personen auf, da die Gespräche und Vereinbarungen nicht immer umgesetzt werden und auch im Gegenteil Enden können. Die Prozesse verdeutlichen die Haltungen der Personen gegenüber einander und zeigen die Spannungen in ihrem Verhalten.

Ich beginne zuerst mit der Vorgeschichte, die zur Anklage der Templer geführt hat und wie die Ankläger ihre Interessen umgesetzt haben. Dann gehe ich auf den Verlauf des geführten Prozesses ein und zeige die verschiedenen Stationen der Verhandlungen auf. Hierbei wird das Augenmerk auf die abwechselnden Verhandlungs- und Verhörführer gelegt, deren Rolle wichtig ist für den Verlauf des Prozesses. Abschließend erörtere ich den die Folgen des Verfahrens gegen die Templer und den Ausgang für den Orden.

2. Die Vorgeschichte

Das Ende des Templerordens beginnt nicht durch handfeste Fakten, die ans Tageslicht gekommen sind, sondern durch Informationen, die nur durch „Überlieferung“ an König Philip herangetragen wurden. So hat ein inhaftierter Templer seinem Zellennachbarn Equin de Floyran von den üblichen häretischen Bräuchen erzählt.1 Um seine Begnadigung zu erhalten lies er diese Informationen König Philip IV zukommen. Philip kam diese Nachricht gerade gelegen, da ihm die Templer wegen ihrer Privilegien und des einzigen Machtoberhauptes, dem Papst, was die Souveränität, auch rechtliche Exemtion genannt, des Ordens sicherte, schon länger ein Dorn im Auge waren. Hinzu kam die momentane finanzielle Lage Frankreichs, mit der es nicht zum Besten stand, wobei die Templergüter eine willkommene Lösung seien könnten.

Mit seinem Berater Guillaume de Nogaret begann er die Planung der Vorgehensweise, die nicht unüberlegt sein durfte, da der Orden eine ernstzunehmende militärische Macht darstellte. Außerdem würde wohl die Aussage von de Floyran nicht für eine gerechtfertigte Anklage reichen. Deshalb wurden Leute geschickt, um mehr belastende Aussagen über die Templer zu bekommen. Es wurden ehemalige Templer aufgesucht, die bereitwillig Aussagen darüber machten, wie es sich mit den Bräuchen verhielt.

Im Anschluss rollte eine regelrechte Propagandamaschinerie gegen die Templer, die den Prozess weiter vorantreiben sollten. Hinzu kam, dass de Floyran nicht der Einzige war der mit solchen Aussagen über den Orden an die Öffentlichkeit ging, sondern auch ehemalige Templer unterrichteten den Inquisitor über die Bräuche. Johann de Vanbellant beispielsweise war Ende 1305, Anfang 1306 aus dem Orden ausgetreten und machte dem Inquisitor Wilhelm Imbert Meldung. Darauf folgten von verschiedenen Seiten Denunziationen, die Philipp in seinem Vorhaben unterstützten.2

Währenddessen hatte Papst Clemens V von den Machenschaften des Königs keine Ahnung, da für ihn der Orden augenscheinlich frei von jeder Schuld war.

Die Vorbereitungen von Nogaret und Philip schritten immer weiter voran und endeten in der Staatsratsitzung, in der die endgültige Entscheidung in dem angehenden Templerprozess gefällt werden sollte. Da gerade die Inquisitionsprozesse im Gange waren, die gegen Ketzer rigoros vorgingen, sollte der Prozess gegen die Templer nach derselben Vorgehensweise geführt werden.3

Angestachelt von Wilhelm Imbert setzt Philip die Festnahem der Templer als Beginn der Verhandlungen fest. Die Festnahme der Templer war als Überraschungsangriff geplant, um nicht gegen die starken Mächte kämpfen zu müssen. Am Morgen des 13. Oktober 1907 war es soweit und ein Großteil der Templer wurde festgenommen, da sie vom Übergriff des Königs vollkommen überrascht waren. Kaum einer entkam dieser Festnahme.4

[...]


[1] Dr. Ph. Hans Prutz, Entwicklung und Untergang des Templerherrenordens, Berlin 1888, S. 136

[2] Dr. Ph. Hans Prutz, Entwicklung und Untergang des Templerherrenordens, Berlin 1888, S. 136

[3] Dr. Ph. Hans Prutz, Entwicklung und Untergang des Templerherrenordens, Berlin 1888 S. 130

[4] Dr. Konrad Schottmüller, Der Untergang des Templerordens, Darmstadt 1887, S. 131

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Der Untergang des Templerordens
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (katholisch-theologische Fakultät)
Veranstaltung
Kreuzzüge
Note
3,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
14
Katalognummer
V179283
ISBN (eBook)
9783668190665
ISBN (Buch)
9783668190672
Dateigröße
454 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kreuzzüge, Untergang, Templerorden, Papst, Clemens V, Prozess
Arbeit zitieren
Marcel Butkus (Autor), 2006, Der Untergang des Templerordens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179283

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