Fragestellung:
Inwiefern ist die Europäische Union heute in der gleichen Situation
wie die USA damals in der Verfassungsrevolution?
Gliederung
1. Einleitung
2. Die amerikanische Bundesverfassung und die „Federalist Papers“
2.1 Entstehung der amerikanischen Bundesverfassung
2.2 Gewaltenteilung der amerikanischen Bundesverfassung
2.3 Eine erfolgreiche Verfassungsgebung!
3. Die Reform der Europäischen Union
3.1 Vom Verfassungsvertrag zum Vertrag von Lissabon
3.2 Gewaltengliederung der EU
3.3 Eine erfolgreiche Reform?
4. Die amerikanische Bundesverfassung und die Reform der EU
4.1 Der Verfassungsgebungsprozess
4.2 Nationale Gewaltenteilung und übernationale Gewaltengliederung
4.3 Vorteile und Nachteile für den Erfolg oder Misserfolg
5. Fazit
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die amerikanische Bundesverfassung und die „Federalist Papers“
2.1 Entstehung der amerikanischen Bundesverfassung
2.2 Gewaltenteilung der amerikanischen Bundesverfassung
2.3 Eine erfolgreiche Verfassungsgebung!
3. Die Reform der Europäischen Union
3.1 Vom Verfassungsvertrag zum Vertrag von Lissabon
3.2 Gewaltengliederung der EU
3.3 Eine erfolgreiche Reform?
4. Die amerikanische Bundesverfassung und die Reform der EU
4.1 Der Verfassungsgebungsprozess
4.2 Nationale Gewaltenteilung und übernationale Gewaltengliederung
4.3 Vorteile und Nachteile für den Erfolg oder Misserfolg
5. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die komparative Frage, inwieweit die Europäische Union heute in einer ähnlichen Situation steht wie die Vereinigten Staaten während ihrer Verfassungsrevolution, um Gründe für den Erfolg der amerikanischen Verfassungsgebung und den bisherigen Misserfolg europäischer Reformverträge zu identifizieren.
- Analyse und Vergleich der Verfassungs- bzw. Vertragsgebungsprozesse
- Gegenüberstellung der nationalen Gewaltenteilung nach den „Federalist Papers“ und der übernationalen Gewaltengliederung der EU
- Untersuchung von Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren bei Verfassungsreformen
- Reflektion über die Bedeutung von politischer Identität und Bürgernähe
- Diskussion der Auswirkungen von Referenden und institutionellen Reformen
Auszug aus dem Buch
2.2 Gewaltenteilung in der amerikanischen Bundesverfassung
Die „Federalist Papers“ bezeichnen 85 Zeitungsartikeln, die von Oktober 1787 bis August 1788 in drei New Yorker Zeitungen unter dem Kollektivpseudonym „Publius“ erschienen sind. Dieses gemeinschaftliche Werk von Alexander Hamilton (1755-1804), John Jay (1745-1828) und James Madison (1751-1836) warb für die Ratifizierung der zukünftigen Verfassung für eine amerikanische Union, indem das neue Verfassungssystem gerechtfertigt wurde, um vor allem den Ratifizierungskonvent in New York zu überzeugen.(Adams 1987: 388) Der wichtigste Kernpunkt der „Federalist Papers“ ist ein Bundesstaat mit vertikaler und horizontaler Gewaltenteilung, wobei sich am Gewaltenteilungskonzept von Montesquieu orientiert wird. (Bevc 2007: 223)
Die horizontale Gewaltenteilung konzipiert sich aus institutioneller Gewaltentrennung und funktionaler Gewaltenverschränkung zwischen den drei Gewalten: Legislative, Exekutive und Judikative. Das komplexe System der „checks and balances“ erschwert durch gegenseitige Kontrolle und der Herstellung eines Gleichgewichts das Streben jeder einzelnen Gewalt, ihre eigene Macht stetig zu erweitern. (Bevc 2007: 226) Durch die Sicherung des eigenen Willens der Gewalten entstehen rivalisierende Interessen im politischen System, wodurch privates Interesse und persönliche Motive zum Wächter des öffentlichen Rechts werden, d.h. „Machtstreben muss Machtstreben entgegenwirken“. (Adams 1987: 403)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Fragestellung und den Vergleich zwischen der erfolgreichen amerikanischen Verfassungsgeschichte und den Herausforderungen der europäischen Reformbemühungen.
2. Die amerikanische Bundesverfassung und die „Federalist Papers“: Historische Einordnung der US-Verfassungsentstehung und Analyse des amerikanischen Konzepts der Gewaltenteilung sowie der Erfolgsfaktoren.
3. Die Reform der Europäischen Union: Darstellung des Weges vom Verfassungsvertrag zum Vertrag von Lissabon sowie eine kritische Betrachtung der EU-Gewaltengliederung.
4. Die amerikanische Bundesverfassung und die Reform der EU: Detaillierter Vergleich der Verfassungsgebungsprozesse sowie der Konzepte der Gewaltenteilung in beiden Systemen.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, warum die amerikanische Verfassungsgebung erfolgreich war, während europäische Reformen auf Hürden stießen, und Ausblick auf die Notwendigkeit geschlossenen Auftretens.
Schlüsselwörter
Bundesverfassung, Europäische Union, Gewaltenteilung, Federalist Papers, Vertrag von Lissabon, Verfassungsgebung, Föderalismus, Supranationalität, Demokratiedefizit, Institutionelles Gleichgewicht, Politische Identität, Referendum, Checks and Balances, Souveränität, Reformvertrag.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die verfassungsrechtlichen Entwicklungen der USA während der Gründungsphase und vergleicht diese mit den Reformbemühungen der Europäischen Union, insbesondere im Hinblick auf den Vertrag von Lissabon.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder sind die Modelle der Gewaltenteilung, der Prozess der Verfassungs- bzw. Vertragsgebung, das Verhältnis zwischen nationaler und übernationaler Ebene sowie die Faktoren, die über den Erfolg oder Misserfolg von Reformen entscheiden.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu klären, inwiefern die aktuelle Lage der EU mit der Situation der USA während ihrer Verfassungsrevolution vergleichbar ist und was Europa daraus für zukünftige Reformen lernen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um einen politikwissenschaftlichen Systemvergleich, bei dem historische und aktuelle Verfassungsdokumente sowie theoretische Konzepte (wie die „Federalist Papers“) analysiert und gegenübergestellt werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der amerikanischen Bundesverfassung, der Reformgeschichte der EU, einer vergleichenden Analyse der Institutionen und einem abschließenden Vergleich von Erfolgs- und Hemmnisfaktoren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gewaltenteilung, Bundesstaat, Föderalismus, Demokratiedefizit, Souveränität und politische Identität charakterisiert.
Warum wird im Dokument so häufig auf die "Federalist Papers" Bezug genommen?
Die "Federalist Papers" dienen als theoretisches Fundament und erfolgreiches Beispiel dafür, wie ein neues Verfassungssystem gegenüber der Öffentlichkeit gerechtfertigt und argumentativ legitimiert werden kann.
Warum scheiterten laut der Arbeit die europäischen Reformverträge bei den Bürgern?
Die Arbeit identifiziert als Hauptursachen ein Wissensdefizit der Bevölkerung über die komplexen Inhalte, eine mangelnde Identifikation mit den EU-Institutionen sowie die Nutzung von Referenden als Instrumente zur Abstrafung nationaler Regierungen.
- Arbeit zitieren
- Sandra Arnold (Autor:in), 2008, Die amerikanische Bundesverfassung und die Reform der Europäischen Union, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179297