Der Imagefilm als Kommunikationsinstrument und als Indikator für Corporate Identity


Hausarbeit, 2010
18 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Begründung der Filmauswahl

2. Hauptargumentation des Films

3. Beschreibung des Films

4. Die abgebildete Unternehmenskultur
4.1 Basisannahmen
4.2 Normen und Standards
4.3 Symbole
4.4 Beziehung der Menschen zueinander

5. Themenzuschnitt

6. Kamera

7. Umgang mit Quellenmaterial

8. Ton-Bild-Verhältnis

9. Audio- visuelle Argumentation/ Umgang mit Metaphern

10. Einsatz von Zeugen

11. Schlussfolgerung über Auftrag, Anlass und Adressaten

12. Fazit

13. Quellenverzeichnis

1. Begründung der Filmauswahl

„Corporate Identity entsteht durch den abgestimmten Einsatz von Verhalten, Kommunikation und Erscheinungsbild nach innen und außen. Basis dafür ist das Unternehmensleitbild, welches durch die Corporate Identity mit Leben gefüllt wird. Ziel der Corporate Identity ist eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Die CI ist also die Persönlichkeit einer Organisation, die als einheitlicher Akteur handelt und wahrgenommen wird.“ [1] Weiterhin soll ein vom Unternehmen entwickeltes unverwechselbares Vorstellungs- und Orientierungsmuster entstehen, das die Mitglieder und ihr Verhalten nachhaltig prägt. Somit soll eine gewisse Standardisierung des Denkens, Handelns und Empfindens erzeugt werden. Ein Imagefilm ist hierfür sehr wichtig, da er die innere Wahrheit des Rezipienten in die gewünschte Richtung lenkt.

Ich habe mich für den Imagefilm von Berlin entschieden, da es der Berlin Tourismus Marketing GmbH, die den Film produziert hat, hervorragend gelungen ist, den Betrachter zu begeistern und ihn in eine durchweg positive Stimmung, bezüglich der Stadt, zu lenken. Außerdem kommen in ihm alle wichtigen Inhalte zum Tragen, die einen Imagefilm ausmachen. Es wird sowohl auf die Geschichte der Stadt, auf besondere Events und das Image eingegangen. Der Film gehört zu der touristischen Kulturmarketing-Kampagne aus dem Jahr 2007 und zeigt Berlin als lebendige und faszinierende Metropole. Die vielfältigen Kulturfacetten werden in emotionalen Momentaufnahmen eingefangen und sollen nicht als Hochglanzporträt der Hauptstadt wirken sondern einen realistischen und positiven Eindruck vermitteln.

2. Hauptargumentation des Films

Die vielen Kriterien, die eine Unternehmenskultur bzw. die Kultur einer ganzen Stadt ausmachen, möchte ich im Folgenden näher beschreiben und analysieren.

Der Imagefilm von Berlin ist eine klassische Produktion. Viele Filme, die die Vorzüge einer Stadt aufzeigen sollen, sind nach einem ähnlichen Schema gedreht worden. Bei kleineren Städten wird größtenteils Business to Business geworben, da meist wenige Unternehmen im Mittelpunkt stehen. Da Berlin aber sehr facettenreich ist und nicht nur eine Vielzahl von Unternehmen beherbergt, sondern auch in allen anderen Bereichen viel zu bieten hat, werden mit diesem Imagefilm nicht nur Geschäftsleute angesprochen, sondern jeder, der in Berlin lebt oder sich für diese Stadt interessiert. Der Film von Berlin spiegelt die Vielseitigkeit der Stadt wieder. Sie wird als dynamische Metropole präsentiert, deren Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sie erst zu dem machen, was sie ist. Vorgestellt werden in den 7 Minuten und 12 Sekunden berühmte Attraktionen und Bauwerke, die einzigartige Hotellandschaft, außergewöhnliche Tagungs- und Kongresslocations, die vielfältigen Erlebnisangebote und die fünf Kernthemen der touristischen Kulturmarketing-Kampagne: Trendstadt, Entertainment, Oper und Klassik, Kunst und Ausstellungen und Zeitgeschichte. [2]

Jedes der einzelnen Kernthemen wird abgeschlossen präsentiert, so dass der Film - je nach Zielgruppe und Interesse - variabel geschnitten werden und somit vielfältig verwendet werden kann.

Es wurde sowohl ein eigener Slogan entwickelt als auch eine eigene Filmmusik produziert. Diese ist im Bereich der elektronischen Musik angesiedelt und dramaturgisch auf die einzelnen Themenbereiche angepasst. Sie soll als Erkennungszeichen für das touristische Berlin dienen.

3. Beschreibung des Films

Der Film beginnt mit der Darstellung der Erdkugel. Es werden die Koordinaten von Berlin angezeigt, während schnell auf die Hauptstadt gezoomt wird.

Anschließend erscheinen die wohl mit am bekanntesten Objekte der Stadt - Fernsehturm, Brandenburger Tor und Reichstag.

Daraufhin folgen Szenen, die den Verkehr in Berlin widerspiegeln, untermauert mit dem Slogan „Berlin Berlin wir fahren nach Berlin“. Hierbei wird auf die Vielseitigkeit der Transportmittel sowohl per Auto oder Bahn sowie auf die unmittelbare Erreichbarkeit aufmerksam gemacht. Durch die Schnelligkeit der Bilder wird eine gewisse Hektik und Schnelllebigkeit vermittelt.

Daraufhin folgen mehrere Szenen, in denen jeweils eine Zahl eingeblendet wird und dazu passende Bilder gezeigt werden. Dies geht von den Besucherzahlen der Stadt, über die Anzahl der Bäume bis hin zu den Sehenswürdigkeiten. Hierbei werden sowohl die klassischen Gebäude und Denkmäler gezeigt, als auch Personen und die gute alte Currywurst. Diese stehen hier gleichermaßen als Wahrzeichen für Berlin. (1:06) Hieraus lässt sich schließen, dass es eine starke Text-Bild- Bestätigung gibt. Die Sequenzen im Film werden fortlaufend von Zahlen belegt - die Bilder werden von Fakten untermauert.

Nach zwei Minuten dreht sich der Film um Kongresse und Tagungen. Ein Aspekt, der für eine Metropole unerlässlich ist. Zur Veranschaulichung wird das Messegelände gezeigt, das Hauptanlaufpunkt der über 100.000 Tagungen pro Jahr ist.

Der Film zeigt nicht nur die unterschiedlichsten Orte und Sehenswürdigkeiten, sondern auch die verschiedenen Menschen. Es kommen sowohl Geschäftsleute als auch ganz normale Großstädter beim Joggen vor. Der Film zeigt Kinder, Jugendliche, Erwachsene und auch alte Menschen. Darunter sind wiederum verschiedene Nationalitäten und auch die Schwulenszene wird kurz eingeblendet. Allein an diesem Detail lässt sich festmachen, dass Berlin eine wirklich offene und vielschichtige Stadt ist, in der mehrere Kulturen aufeinander treffen.

Nach etwa 3,5 Minuten nimmt der Film eine offensichtliche Wende. Es werden bekannte Bilder aus der Vergangenheit gezeigt. Hierzu zählen der Mauerbau, die Rede von John F. Kennedy in Berlin und auch die Wiedervereinigung. Es ist äußerst relevant für eine Stadt, dass auch solche Szenen gezeigt werden, damit den Menschen in Erinnerung gerufen wird, wie die Geschichte verlief und dass sie selbst Teil davon sind.

Zwischen der vierten und fünften Minuten geht es um verschiedene Künstler. Dabei werden sowohl unterschiedliche Galerien und Museen gezeigt, einige Bauten des Architekten Schinkel sind zu sehen, aber auch Straßenmalereien und Graffitis werden im Kontext der Kunstszene gezeigt.

Passend zu den Bilder verläuft die Musik. Einen Sprecher gibt es nicht. Bei den Szenen, bei denen es beispielsweise um Bewegung und Straßenverkehr geht, spielt auch die Musik etwas schneller als in den Sequenzen, in denen unter anderem Hotelzimmer und die vielfältige Gastronomie der Stadt gezeigt wird - hier geht es etwas ruhiger zu.

Es werden außerdem alle Jahreszeiten dargestellt. Der Sommer wird unter anderem durch joggende Menschen im Park verdeutlicht und der Winter wird mit einem verschneiten Weihnachtsmarkt belegt. Die Stadt ist also immer attraktiv und bietet das ganze Jahr über die Möglichkeit sie zu besichtigen, da es immer etwas zu sehen und zu erleben gibt, immer etwas los ist und man rund um die Uhr Spaß haben kann. Man kann sportliche Aktivitäten unternehmen, wie zum Beispiel die Teilnahme am Berlinmarathon. Alle zwar interessierten, aber doch etwas fauleren können sich im Olympiastadion ein spannendes Fußballspiel ansehen. Kulturell Interessierte kommen auch nicht zu kurz. Diverse Konzerte, Straßenfeste und Opernhäuser, bieten die Möglichkeit, sich musikalisch unterhalten zu lassen. Aber auch die Natur an sich kann in Berlin überzeugen. Die europäische Hauptstadt mit den meisten Brücken [3] und zahlreichen Grünanlagen ist immer einen Besuch wert.

Wem das noch nicht reicht, der kann sich in das vielfältige Nachtleben der Stadt stürzen. Auch hier ist für jedes Alter und jeden Musikgeschmack etwas dabei.

4. Die abgebildete Unternehmenskultur

Um Berlin als attraktiven Standort zu präsentieren, nutzt die Berlin Tourismus Marketing GmbH einige Basisannahmen, Normen und Symbole. (s.2.1-2.3)

Abgesehen von ihnen lässt sich die Kultur der Hauptstadt sehr gut erkennen. Die Bilder zeigen eine hohe Diversität und mit ihr verbunden die unterschiedlichsten Menschen, die offen für Neues sind. Das belegt unter anderem die Gastfreundschaft der Berliner, die sich vor allem in der Szene widerspiegelt, in der einem Touristen der richtige Weg aufgezeigt wird. Weiterhin wird Wert darauf gelegt, dass die Menschen gemeinsam etwas schaffen können und jeder in Berlin den Platz hat, sich frei zu entfalten. Diese Kreativität der Menschen wird unter anderem mit mehreren Graffitisprayern verdeutlicht, die sich -zwar nicht immer auf legale Art und Weise -ihren Freiraum nehmen um ihre Kunst zu präsentieren und weiter zu entwickeln.

Außerdem bewegt sich die Stadt am Puls der Zeit. Sowohl internationale Tagungen als auch moderne Architektur sprechen für eine lebendige Stadt.

Ein großer Meilenstein für die Berliner Kultur ist die Tradition, die auch mehrere Generationen verbindet. Die ehemalige Teilung Berlins wird mit Bildern des Alexanderplatzes für den Osten und mit Aufnahmen des KaDeWe`s im Westen thematisiert.

[...]


[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Corporate_Identity, Downloaddatum: 1.10.2010

[2] http://www.visitberlin.de/download/imagefilm/factsheet_de.pdf, Downloaddatum: 29.10.2010

[3] http://www.shortnews.de/id/152073/Diese-Stadt-hat-die-meisten-Bruecken-in- Europa, Downloaddatum: 15.10.2010

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Der Imagefilm als Kommunikationsinstrument und als Indikator für Corporate Identity
Hochschule
University of Management and Communication Potsdam
Veranstaltung
Corporate Identity
Note
2,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
18
Katalognummer
V179379
ISBN (eBook)
9783656017806
ISBN (Buch)
9783656017967
Dateigröße
402 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Corporaty Identity, Corporate Design, Imagefilm, Berlin, Kommunikation, Kommunikationsinstrument, Analyse
Arbeit zitieren
Elisabeth Jacobs (Autor), 2010, Der Imagefilm als Kommunikationsinstrument und als Indikator für Corporate Identity, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179379

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