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Das klassische Zitat in der Filmmusik - Plagiat oder Programmmusik?

Title: Das klassische Zitat in der Filmmusik - Plagiat oder Programmmusik?

Pre-University Paper , 2007 , 47 Pages , Grade: 1

Autor:in: Regina Steinbügl (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

„Mittelmäßige Komponisten borgen sich was aus, große Komponisten klauen.“
(Igor Strawinsky); Strawinsky und seine Verbindung zur Filmmusik
Auch wenn dieses Zitat von Igor Strawinsky (1882- 1971) vermutlich nicht auf die Filmmusik bezogen war, kann man es dennoch auch auf diese übertragen.
Denn immer wieder geschieht es, dass man sich einen Film ansieht und plötzlich das Gefühl bekommt, die Musik zu kennen. Dieser Effekt, nämlich die Verwendung und Verarbeitung von klassischer Musik in Filmen, wird in folgender Facharbeit behandelt.
Um noch einmal auf Strawinsky zurückzukommen: Auch er blieb von der Filmmusik nicht ganz unberührt; anfangs sträubte er sich zwar, dass Ausschnitte seines „Sacre de printemps“ in einem Disneyfilm von 1938 verwendet werden sollten, um auf keinen Fall seine „musikalische Autonomie“ aufzugeben. In einem Interview tat er Filmmusik sogar verächtlich als „monkey business“ ab. Dennoch blieb er an Hollywood-Aufträgen interessiert und machte einige Versuche, Filmmusik zu komponieren. Alle Aufträge scheiterten jedoch - entweder, weil man mit seiner Musik nicht zufrieden war, oder, weil er seine Aufgabe nicht vollendete. Seine Verärgerung über die nicht zustande gekommenen Verträge leugnete er, da er zu stolz war. Die komponierte und nicht verwendete Filmmusik verarbeitete er im Nachhinein in anderen Werken.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I Filmmusik- „Mittelmäßige Komponisten borgen sich was aus, große Komponisten klauen.“ (Igor Strawinsky); Strawinsky und seine Verbindung zur Filmmusik

II Das klassische Zitat in der Filmmusik- Plagiat oder Programmmusik.

1 Begriffsklärung: Plagiat- Programmmusik.

2 Geschichte, Funktionen und Grundtechniken der Filmmusik.

2.1 Geschichte der Filmmusik

2.2 Funktionen: Paraphrasierung, Polarisierung, Kontrapunktierung

2.3 Grundtechniken: z.B. Mickey- Mousing, Highlighting, Leitmotivik

3 Klassisches Zitat in der Filmmusik

3.1 Klassische Musik in Stummfilmen: z.B.Wilhelm-Tell-Ouvertüre (Rossini) in „Actionszenen“

3.2 Unterschied: Wörtliche Zitate - Verarbeitete Zitate

3.3 Analyse und Klärung der Funktion des Zitats anhand dreier Beispiele

3.3.1 John Williams: Imperial-Marsch/ Star Wars- Gustav Holst: Mars/ Die Planeten

3.3.1.1 Informationen zu Filmkomponisten und Handlung

3.3.1.2 Analyse der Werke

a) Struktur

b) Instrumentierung

c) Rhythmik

d) Melodik/ Harmonik

3.3.1.3 Funktion des Zitates

3.3.2 Hans Zimmer: Der König der Löwen- Wolfgang Amadeus Mozart: Ave verum corpus

3.3.2.1 Information zu Filmkomponisten und Handlung

3.3.2.2 Analyse der beiden Motive

3.3.2.3 Funktion des Zitates

3.3.3 Bill Conti: Yeager's Triumph/ Der Stoff aus dem die Helden sind- Peter Tschaikowsky: Allegro Moderato/ Violinkonzert D-Dur

3.3.3.1 Informationen zu Filmkomponisten und Handlung

3.3.3.2 Analyse der Motive

3.3.3.3 Funktion des Zitates

4 Synthese: Zusammenfassung der Analysen, allgemein: Zitate meist bewusst und gewollt

III Ergänzung des Strawinsky- Zitates

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob klassische Zitate in der Filmmusik als bewusst eingesetzte programmmusikalische Mittel oder als reines Plagiat zu betrachten sind, indem die Intention und Funktion solcher Zitate analysiert wird.

  • Historische Entwicklung und Funktionen der Filmmusik
  • Differenzierung zwischen wörtlichen und verarbeiteten Zitaten
  • Analyse prominenter Beispiele (John Williams, Hans Zimmer, Bill Conti)
  • Die Rolle der Programmmusik in der modernen Filmgestaltung
  • Untersuchung der bewussten Verwendung klassischer Musik durch Komponisten

Auszug aus dem Buch

3.3.2 Hans Zimmer: Der König der Löwen – Wolfgang Amadeus Mozart: Ave verum corpus

Für das Thema der Arbeit sehr interessant ist auch die Musik aus „The Lion King“. Hans Zimmer verarbeitete hier sehr offensichtlich einen Teil des berühmten „Ave verum corpus“ (KV 618) von Wolfgang Amadeus Mozart. Hans Zimmer ist in der Filmmusikbranche tatsächlich auch für seine offene Liebe zu Mozart bekannt, weswegen er auch oft seine Musik an die Werke Mozarts anlehnt, bzw. sie verarbeitet. Erkennbar ist das ebenfalls an der Tabelle aus 3.2, in der häufig Zimmers Musik mit Zitaten von Mozart aufgeführt wird.

Auf der offiziellen CD ist das Mozart- Motiv in den Tracks „Zum Sterben schön“ und „Unter dem Sternenhimmel“ zu hören. Letzterer ist im Film nur ohne das besagte Zitat repräsentiert.

Zusammenfassung der Kapitel

I Filmmusik- „Mittelmäßige Komponisten borgen sich was aus, große Komponisten klauen.“ (Igor Strawinsky); Strawinsky und seine Verbindung zur Filmmusik: Einführung in die Problematik des Zitierens in der Musik anhand von Igor Strawinsky als Ausgangspunkt.

II Das klassische Zitat in der Filmmusik- Plagiat oder Programmmusik.: Definition der zentralen Begriffe und Einordnung des Themas in den musikwissenschaftlichen Kontext.

1 Begriffsklärung: Plagiat- Programmmusik.: Theoretische Abgrenzung der Begriffe Plagiat und Programmmusik sowie deren Erscheinungsformen.

2 Geschichte, Funktionen und Grundtechniken der Filmmusik.: Überblick über die historische Entwicklung der Filmmusik sowie grundlegende Kompositionstechniken.

3 Klassisches Zitat in der Filmmusik: Detaillierte Betrachtung der Verwendung klassischer Musik in Filmen von der Stummfilmzeit bis zur Gegenwart.

4 Synthese: Zusammenfassung der Analysen, allgemein: Zitate meist bewusst und gewollt: Abschließende Zusammenführung der Ergebnisse, die eine bewusste Verwendung der Zitate nahelegt.

III Ergänzung des Strawinsky- Zitates: Reflexion über den Umgang mit musikalischen Vorbildern und das Potential einer geschickten Verarbeitung von Zitaten.

Schlüsselwörter

Filmmusik, klassisches Zitat, Plagiat, Programmmusik, John Williams, Hans Zimmer, Bill Conti, Leitmotivik, Paraphrasierung, Musiktheorie, Filmmusik-Analyse, Filmkomposition, musikalische Verarbeitung, Zitatfunktion, Stummfilmzeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Verwendung klassischer Musikstücke innerhalb von Filmmusikwerken und analysiert, ob es sich dabei um ein bewusstes programmmusikalisches Stilmittel oder ein unabsichtliches bzw. unkreatives Plagiat handelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Definition von Plagiat versus Programmmusik, die historische Entwicklung der Filmmusik-Techniken sowie die gezielte Analyse von Filmmusik-Zitaten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Intention von Filmkomponisten bei der Verwendung klassischer Zitate zu klären und herauszufinden, ob diese einer dramaturgischen Funktion folgen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine qualitative Analyse von Partituren und Filmsequenzen, ergänzt durch einen Vergleich der musikalischen Struktur, Instrumentierung, Rhythmik und Harmonik der analysierten Werke.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Analyse von drei konkreten Fallbeispielen: Werken von John Williams ("Star Wars"), Hans Zimmer ("Der König der Löwen") und Bill Conti ("The Right Stuff").

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Filmmusik, Klassisches Zitat, Plagiat, Programmmusik, Leitmotivik und Musiktheorie.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen wörtlichen und verarbeiteten Zitaten?

Wörtliche Zitate sind direkte Übernahmen des Originals, während verarbeitete Zitate nur Elemente wie Melodiefolgen, Harmonien oder den Stil eines Werkes adaptieren und in das neue Filmmusikwerk integrieren.

Welche Rolle spielt die Leitmotivtechnik in der Analyse?

Die Leitmotivik wird als Instrument der Komponisten identifiziert, um durch das Zitat bestimmte Emotionen oder Erinnerungen bei den Zuschauern abzurufen, die über die reine Untermalung des Bildgeschehens hinausgehen.

Was ist das Ergebnis der Untersuchung zu Hans Zimmers „Der König der Löwen“?

Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass das Zitat aus Mozarts „Ave verum corpus“ bewusst eingesetzt wird, um Trauer und Erinnerungen an die Vergangenheit zu evozieren, was gegen ein bloßes Plagiat spricht.

Warum konnte für alle Fallbeispiele keine vollständige Partituranalyse durchgeführt werden?

Da Notenmaterial für populäre Filmmusik oft nicht käuflich zu erwerben ist und der Kontakt zu Orchestern oder Archiven teilweise erfolglos blieb, mussten einige Analysen rein auf Basis des Gehörs und vorhandener Partiturausschnitte erfolgen.

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Details

Title
Das klassische Zitat in der Filmmusik - Plagiat oder Programmmusik?
College
Pestalozzi Grammarschool Munich
Course
Musik Leistungskurs
Grade
1
Author
Regina Steinbügl (Author)
Publication Year
2007
Pages
47
Catalog Number
V179662
ISBN (eBook)
9783656027560
ISBN (Book)
9783656027591
Language
German
Tags
Musik Programmmusik Plagiat Klassik Filmmusik Zitat Verarbeitung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Regina Steinbügl (Author), 2007, Das klassische Zitat in der Filmmusik - Plagiat oder Programmmusik?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179662
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