Die beiden französischen Leitbegriffe im Titel bestehen im frankophonen Sprachraum bereits seit dem siebzehnten Jahrhundert und sind gegenwärtig auch hierzulande geläufig. SAVOIR-VIVRE (1860) wird in den französischen Referenzwerken, wie beispielsweise dem Petit Robert, folgendermaßen definiert: „1. Die Kunst der guten Lebensführung. 2. Eigenschaften einer Person, die die Höflichkeitsregeln anzuwenden weiß. Es weist auf die Erziehung und das Taktgefühl hin. SAVOIR-FAIRE (1671) dagegen wird definiert als 1. Die Fähigkeit, seine Unternehmungen mit Erfolg zu krönen und praktische Probleme zu lösen: Kompetenz und Erfahrung bei der Ausübung einer künstlerischen oder praktischen Tätigkeit.“ Es deutet auf Geschicklichkeit, Befähigung und Gewandtheit hin.
Inhaltsverzeichnis
- Die Integration von interkulturellem Savoir-vivre und interkulturellem Savoir-faire
- Savoir-vivre und Savoir-faire: Die Kunst der guten Lebensführung und die Fähigkeit, erfolgreich zu sein
- Interkulturelle Bewusstheit: Die Polarität von Beziehungs- und Aufgabenorientierung
- E.T. Hall und Mildred Reed Hall: Kultur als Kommunikation
- Das 4-D Modell von E.T. Hall: Kontext, Zeit, Raum und Distanz
- Das 4-D Modell: Kontext, Zeit, Raum und Distanz
- Kontext: High-Context und Low-Context Kulturen
- Zeit: Monochron und Polychron Kulturen
- Raum: Persönlicher Raum und Proxemik
- Distanz: High-Touch und Low-Touch Kulturen
- Die Bedeutung von Savoir-vivre und Savoir-faire im interkulturellen Kontext
- Integration von Savoir-vivre und Savoir-faire: Eine Herausforderung für das 21. Jahrhundert
- Schlussfolgerung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text analysiert die Integration von interkulturellem Savoir-vivre und interkulturellem Savoir-faire, zwei wichtige Konzepte im Bereich des interkulturellen Managements. Er untersucht die Bedeutung dieser Konzepte in unterschiedlichen Kulturen und beleuchtet die Herausforderungen und Chancen, die sich aus der Integration dieser beiden Dimensionen ergeben.
- Die Bedeutung von Savoir-vivre und Savoir-faire in der interkulturellen Kommunikation
- Die Rolle von Kultur und Kontext in der Gestaltung von Savoir-vivre und Savoir-faire
- Die Herausforderungen der Integration von Savoir-vivre und Savoir-faire in einem globalisierten Umfeld
- Die Bedeutung von interkultureller Kompetenz für die erfolgreiche Integration von Savoir-vivre und Savoir-faire
- Die Anwendung von Savoir-vivre und Savoir-faire im Bereich des interkulturellen Managements
Zusammenfassung der Kapitel
Der Text beginnt mit einer Einführung in die Konzepte Savoir-vivre und Savoir-faire und erläutert deren Bedeutung im interkulturellen Kontext. Im nächsten Kapitel wird das 4-D Modell von E.T. Hall vorgestellt, das die verschiedenen Dimensionen von Kultur und deren Einfluss auf Savoir-vivre und Savoir-faire beleuchtet. Der Text betrachtet anschließend die unterschiedlichen Kulturen und deren Ausprägungen in Bezug auf Kontext, Zeit, Raum und Distanz. In einem weiteren Kapitel werden die Herausforderungen der Integration von Savoir-vivre und Savoir-faire in einem globalisierten Umfeld analysiert. Der Text schließt mit einer Diskussion über die Bedeutung von interkultureller Kompetenz für die erfolgreiche Integration von Savoir-vivre und Savoir-faire.
Schlüsselwörter
Interkulturelles Management, Savoir-vivre, Savoir-faire, Kultur, Kontext, Kommunikation, E.T. Hall, 4-D Modell, High-Context, Low-Context, Monochron, Polychron, Proxemik, Globalisierung, Interkulturelle Kompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeuten die Begriffe Savoir-vivre und Savoir-faire?
Savoir-vivre bezeichnet die Kunst der guten Lebensführung und Höflichkeit, während Savoir-faire die Fähigkeit beschreibt, praktische Probleme erfolgreich zu lösen und Ziele zu erreichen.
Welche Rolle spielt das 4-D Modell von E.T. Hall in diesem Text?
Das Modell wird genutzt, um kulturelle Dimensionen wie Kontext, Zeit, Raum und Distanz zu analysieren und deren Einfluss auf die interkulturelle Kommunikation zu erklären.
Was ist der Unterschied zwischen High-Context und Low-Context Kulturen?
In High-Context Kulturen spielt der soziale Kontext und die Beziehung eine große Rolle, während in Low-Context Kulturen die explizite, sachbezogene Kommunikation im Vordergrund steht.
Was versteht man unter monochronen und polychronen Kulturen?
Monochrone Kulturen erledigen Dinge nacheinander und legen Wert auf Pünktlichkeit, während polychrone Kulturen mehrere Dinge gleichzeitig tun und Zeit flexibler handhaben.
Warum ist die Integration von Savoir-vivre und Savoir-faire im Management wichtig?
Für erfolgreiches interkulturelles Management ist es entscheidend, sowohl die sozialen Umgangsformen (Savoir-vivre) als auch die fachliche Kompetenz (Savoir-faire) an den jeweiligen kulturellen Kontext anzupassen.
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- D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deissler (Author), 2011, Die Integration von interkulturellem Savoir-vivre und interkulturellem Savoir-faire, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179731